ich habe mal auf Weichen-Walter.de gesurfft, da ich für meine Anlage eine Schmalspurbahn (HOe) einplane. Diese soll nach Möglichkeit teilweise auf der selben Trasse verlaufen wie die Normalspur (Märklin C-bzw.K-Gleis, genau weiß ich noch nicht). Nun ist da aber das Problem mit dem Mittelleiter bei Märklin HO. Hier mal ein Link zu den Weichen, die ich mir vorgestellt habe: http://weichen-walter.de/produkte/3s-wei.../detail_08.html
Nun meine Frage:
ich habe nachgedacht, wie ich dieses Problem lösen kann, und bin darauf gekommen, dass es vielleicht möglich wäre, das man das mittlere Gleis der Schmalspur zum einen als schmalspurgleis, zum anderen als "Mittelleiterersatz" verwenden könnte, wenn man ein bisschen rumbastelt. - Hat HOe die halbe Spurbreite wie die ganz normale HO Spur? - Denkt ihr, dass sich meine Idee vielleicht realisieren lassen könnte, oder hat es schon einmal jemand von euch ausprobiert?
Ich würde mich über Ratschläge, Tipps und evtl. über Testberichte sehr freuen.
Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und freue mich auf Antworten.
ich mache das gerade mit den Gleisen von Tillig. Das mit dem Mittelleiter geht halbwegs, aber die Weichen müssen sehr aufwendig polarisiert werden, damit es keinen Kurzschluss gibt. Die Spurweite bei H0e beträgt 9 mm, also nicht wirklich die hälfte. Bedenke aber, dass viele Märklinfahrzeuge aufgrund der Spurkranzhöhe nicht über derart filigranes Gleis, wie das von Tillig fahren können. Und ob ich mir eine Schmalspurbahn mit den Profilen der K-Gleise vorstellen kann? Eher nicht. Du müsstest die gesamten Gleise selber fertigen, etwa auf Basis des C-Gleisprofils.
Das K-Gleis schienenprofiel finde ich auch ein bisschen zu hoch geraten.
Die Polarisierung stelle ich mir auch sehr aufwendig vor, aber das kriege ich dann schon irgendwie hin. Jetzt überlege ich ja auch erst einmal, ob ich die zweispurige Strecke überhaupt realisiere oder ob die Schmalspurbahn zunächst einmal parallel zur normalspurigen verläuft. Gabs so was beim Vorbild irgendwo??? Dann muss ich mir aber für den Bahnhof, in dem die beiden Spuren zusammentreffen noch was überlegen.
Das mit dem Selbstbau ist ne Idee, dann könnte ich auch die schlanken C-Gleisweichen verwenden, das wird aber dann sehr sehr aufwendig werden , das alles hinzubekommen, auch mit der Schaltung bzw. mit dem Antrieb.
Noch ne Frage:
würde es gehen, dass man durch die Märklin Form-u. Lichtsignale die NOrmal - sowie die Schmalspur beeinflusst?
Ein paralleler Verlauf ist ueblich. Oft verlief die Schmalspurbahn vom Uebergabebahnhof (Streckenbeginn) aus noch ein Stueck parallel. Vgl. Radebeul Ost, Kohlmuehle, Meissen Triebischtal.
Zitat von JoMäHallo liebe Forumgemeinde, ... Nun meine Frage:
ich habe nachgedacht, wie ich dieses Problem lösen kann, und bin darauf gekommen, dass es vielleicht möglich wäre, das man das mittlere Gleis der Schmalspur zum einen als schmalspurgleis, zum anderen als "Mittelleiterersatz" verwenden könnte, wenn man ein bisschen rumbastelt. - Hat HOe die halbe Spurbreite wie die ganz normale HO Spur? - Denkt ihr, dass sich meine Idee vielleicht realisieren lassen könnte, oder hat es schon einmal jemand von euch ausprobiert?
Ich würde mich über Ratschläge, Tipps und evtl. über Testberichte sehr freuen.
Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und freue mich auf Antworten.
MfG
Jo
Hallo Jo,
Du stehst mit Deiner Idee nicht alleine da.
Hier im Forum gibt es nämlich einen Vordenker für Deinen Plan.
Dort wird Wolfgang Borgas erwähnt, der so etwas erfolgreich realisiert hat. Von Borgas gab es wunderbare Veröffentlichungen im Miba-Verlag. Im besagten Thread wird aber auf folgendes Heft verwiesen:
"SuperModellbahnanlagen Teil1 des EisenbahnJournal aus dem Jahre 1996. In diesem Heft wird von einer Anlage berichtet, die H0-Normalspurgleis zeigt im Zusammenhang mit Schmalspur, nichts besonderes, aber es gibt auch Bilder der Anlage, die Dreischienen- und Vierschienengleis zeigt, einschließlich Weichen und Ein- und Ausfädelung. Der Autor Wolfgang Borgas beschreibt den Bau dieser Anlage, die er in Anlehnung an die "KOK" gebaut hat. Wer Interesse hat, sollte mal seinen Zeitschreiftenhändler nach der "ISBN 3-922404-86-3" fragen, das Heft kostete damals DM 19,80 oder aber auch öS 150,-. " Dieses Heft sollte antiquarisch (zvab.com bzw. ebay) noch zu bekommen sein.
danke für den Link zum Thread. Leider habe ich dein Heft nirgendswo gefunden (habe bei allen Möglichen anbietren nachgescchaut (ebay...)) Hoffentlich finde ich dieses noch irgendwo.
@ wolfgang 58
ich habe mal unter dem Link nachgeschaut. Sehr interessant, und v.A. ermutigend, wenn man sieht, dass es vor mir auch schon andere geschafft haben. Auf der Seite wurde relativ weit unten folgendes geschrieben:
Nicht nur der Maerklin-Schienenbus, auch die federleichte Maerklin-Koef ohne Haftreifen schaffen den Uebergang uebrigends ohne Probleme.
Nun wüsste ich gerne von jemdanden, der damit schon erfahrung hat, ob es aucch längere Züge schaffen würden.
@Nils
danke auch für deine Antwort und für die vielen Beispiele. Diese Variante habe ich als "Notlösung" in erwägung gezogen, wenn das mit dem Umbau nicht hinhaut, baue ich die Schmalspurgleise parallel zu den Hauptgleisen.
Danke für alle schon geschriebenen Antworten. Ich hoffe auf viele Rückmeldungen zu meiner frage, ob den Übergang auch längere Züge schaffen (von C- auf umgebaute Weiche).
das waren meine ersten Versuche mit Selbstbauweichen, Bausätze von Ferrosuisse. Das ganze mit 3-Leiter, die Pukos aus MS-Nägel im Schotter.
Anschliessend habe ich noch zwei Schuhmacher-Weichen verbaut, welche ich erst noch korrigieren musste. (Herzstück hatte falschen Winkel)
3L und Schmalspur auf Zweispurweichen ist möglich. Allerdings solltest Du folgendes bedenken:
1. Aufwändige Schaltung (wurde ja schon erwähnt)
2. Durch unterschiedliche Radsysteme, vor allem die Spurkränze und Rillenweiten, muss man einen Kompromiss eingehen. Die Räder müssen wie beim Vorbild auf den Spurkränzen laufen. Da die Spurkränze der Mä-Räder wesentlich höher sind, wird das Mä-Rad in diesem Bereich angehoben, was die Mä-Fahrwerke aber verkraften sollten ohne zu entgleisen. Einige Zweileiter Fahrwerke ohne Dreipunktlagerung könnten Probleme bekommen.
Deshalb wird ein Befahren nur mit gemäßigtem Tempo möglich sein.
Dreischienenweichen würde ich deshalb nur in Industriegleisen verwenden. Einem Dreischienengleis auf der Strecke steht nichts im Wege.
Allerdings gibt es von Tillig nur das Code 83 Gleis. Eventuell müssen wegen älteren Mä-Rädern die Kleineisen etwas abgeflacht werden (mit Bastelmesser oder Feile die Schraubenkopfimitate entfernen)
Zweite Möglichkeit: Peco Code 100 Gleis. Dabei nach ca. 5 Schwellen eine aus Leiterplattenschwelle einsetzen und die Profile darauf fixieren. Dann kann auch das dritte Profil aufgelötet werden und dazwischen die Kleineisen von Peco oder Tillig aufgefädelt werden.
Um Weichen/Ausfädelungen selbst zu bauen, sollte man Erfahrung und viel Geduld mitbringen. Auch sind unbedingt Spurlehren sinnvoll, um die Masse nach NEM einhalten zu können.
danke für deine Antwort. Ich denke noch mal darüber nach und probiere es erst einmal an einer alten C-Gleisweiche. Wenn das klappt, mache ich es auch bei schlanken weichen.
Die Farhgeschwindigkeit ist an der stelle, an der ich die 2spurigen Weichen eingeplant habe, eh langsam, da sie im bzw. vor dem Bahnhof liegen. Vielleicht übe ich ja auch erst einmal an einem geraden Gleis.