RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#1 von Michael Sommer , 10.04.2009 13:06

Hallo miteinander,

Ich habe mit meiner BR03.10 von Märklin ein „Geräuschproblem“, dass ich beseitigen möchte.

Solange ich die Lok ohne Gehäuse fahren lasse, sind Getriebegräusche leicht hörbar, jedoch weit unter dem üblichen M*-Level. Sobald ich das Metallgehäuse jedoch auf das Fahrwerk aufsetze, verstärken sich die Laufgeräusche extrem.

Was lässt sich da unternehmen, um die Geräuschkulisse etwas zu reduzieren. Ich habe es schon mit auskleben des Gehäuses mit dünnem Schaumstoff, bzw. alle Leerbereiche mit Schaumstoff aufzufüllen, versucht. Hat aber nichts geholfen.

Vielleicht hat jemand von Euch ein ähnliches Problem(chen) gehabt und beseitigt.

Danke im Voraus
Michael


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#2 von Michael K , 10.04.2009 13:15

Hallo Michael,
meinst Du die Stromlinien-03.10? Das Gehäuse wirkt da wie eine Glocke und verstärkt die Geräusche. Was helfen könnte (hab ich selbs noch nicht probiert) Entkopple das Gehäuse akustisch vom Fahrgestell. Dazu darf dann kein metallischer Kontakt mehr vom Gehäuse zum Fahrgestell bestehen. So etwas erfordert aber erhebliche Veränderungen an der Lok, da teilweise Material abgetragen werden müsste (unter anderem an den Auflagepunkten des Gehäuses) Dort muss dann mit Moosgummi eine dämpfende Auflage geschaffen werden. Die zentrale Schraube darf dann aber auch nicht mehr verwendet werden... Zusätzlich sollte das Gehäuse (wie schon geschehen) innen mit Dämmmaterial (selbstklebende dünne Mossgummistreifen) ausgekleidet werden.


Viele Grüße
Michael


 
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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#3 von joshoperator ( gelöscht ) , 10.04.2009 14:34

Hallo Michael,
ich weiß ich muss da langsam wie ein Extremist wirken.
Ich würde da gleich in die vollen gehen und einen Motor von SB-Modellbau einsetzen.
Dann hast du auch wirklich ruhe und die Lok fährt auch noch toll.
Ist einfach die eleganteste Variante
Freundliche Grüße
Julian


joshoperator

RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#4 von EifelBahner ( gelöscht ) , 10.04.2009 14:55

Hallo Michael,

bei meiner 03.10 habe ich das mit ganz dünnem Schaumstoff gelöst.
Ich habe damit jeden millimeter Freiraum im Gehäuse "ausgestopft" und zusätzlich die Lok noch auf 5* Antrieb umgebaut.
Das Geräusch ist zwar immer noch nicht ganz weg, jedoch nicht mehr so wahnsinnig laut wie vorher.


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#5 von Arno , 10.04.2009 15:05

Hallo Michael, hallo Julian,

das einzige, was wirklich hilft ist - dem Vorschlag von Julian zu folgen. Beim Einbau des SB-Antriebssatzes entfällt das Hauptübel, nämlich das kleine Ritzel am Märklin-Anker.
Ich hatte verschiedene Märklin Loks, die einen unsäglichen Lärm verursachten (V 36, BR 85) und bei denen auch der Umbau auf 5-Sterne-Antrieb nichts geholfen hat. Nach dem Einbau eines SB-Umbausatzes hört man tatsächlich nur noch das Rollgeräusch der Räder.

Viele Grüße

Wilhelm


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#6 von EifelBahner ( gelöscht ) , 10.04.2009 18:34

Hallo Wilhelm,

Zitat
Nach dem Einbau eines SB-Umbausatzes hört man tatsächlich nur noch das Rollgeräusch der Räder.



Da stimme ich Dir voll und ganz zu.
Aber, 93,50 EUR zzgl. Versand, sind schon ganz schön happig für das "Motörchen". Ob sich das bei so einem alten Schinken wirklich lohnt? Für mich jedenfalls nicht.
Da würde ich die Lok schon eher in der Bucht verhökern, und mir die Lok von einem anderen Hersteller kaufen. Das wäre 100%ig günstiger und vor allem hätte man dann eine viel detailiertere Lok (was die 3089 ja nun wirklich nicht ist!).
Alternativen gibt es z.B. von Roco (69205). Das ist zwar keine 03, aber der krach wäre verschwunden


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#7 von elia , 10.04.2009 19:50

Hallo Michael,
ich habe bei meiner 03.10 das Geräusch durch folgende Massnahmen auf ein erträgliches Mass gebracht:
1. Gehäuseschraube aus Nylon, nicht zu fest anziehen!
2. Die Auflageflächen des Gehäuses zum Rahmen mit Gewebeband abkleben um die Geräuschübertragung zu dämpfen.
3. Ich habe den vorhandenen 5* Anker durch einen aus älterer Fertigung ersetzt. Der ist braun eingefärbt anstelle grün.
Alle Zahnräder mit Mehrzweckfett geschmiert (Aral)
4. Esu Lokpilot eingebaut


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#8 von Michael K , 10.04.2009 19:55

Zitat von elia

3. Ich habe den vorhandenen 5* Anker durch einen aus älterer Fertigung ersetzt. Der ist braun eingefärbt anstelle grün.
Alle Zahnräder mit Mehrzweckfett geschmiert (Aral)



Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden genannten 5pol-Ankern :


Viele Grüße
Michael


 
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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#9 von henrymaske , 10.04.2009 20:36

Hi Michael,

ich habe das gleiche Problem und habe das Gehäuse etwas abgekoppelt und Schaumstoff untergelegt - aber das hilft nicht wirklich - ohne Gehäuse fahren ist die beste Lösung
Aber Spaß beseite da hilft nur

Wilhelm sagt:

Zitat
Ich hatte verschiedene Märklin Loks, die einen unsäglichen Lärm verursachten (V 36, BR 85) und bei denen auch der Umbau auf 5-Sterne-Antrieb nichts geholfen hat. Nach dem Einbau eines SB-Umbausatzes hört man tatsächlich nur noch das Rollgeräusch der Räder.



oder Roco oder Fleischmannloks kaufen - was ich jetzt nur noch mache.
Weil die Märklin Rumpelkisten tue ich mir nicht mehr an.

Gruß Rolf


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#10 von Michael Sommer , 11.04.2009 19:15

Hallo miteinander,
Danke für die vielen Informationen zu meinem Thema.

Wie schon richtig erkannt, die BR3.10 ist die Stromlinienlok von Märklin.

Wie ich schon geschrieben habe, habe ich das ganze Lokgehäuse innen mit Schaumstoff abgeklebt und die Hohlräume ebenfalls verdichtet. Hat nichts geholfen. Das Gehäuse verstärkt den Schall ungemein.

Eine Entkoppelung des Fahrwerks zum Gehäuse habe ich noch nicht versucht. Ich glaube aber außer „Arbeit“ bringt das auch nicht viel. Ich habe nämlich festgestellt, wenn ich das Gehäuse nur über den Antrieb halte, ohne irgendwo mit dem Rahmen Kontakt zu haben, verstärkt sich das Geräusch bereits stark.

Als Dekoder habe ich den 6090 mit 5-poligem „grünem“ Antrieb eingebaut. Ein Dekodertausch (z. B. auf ESU-Lokpiot) bringt wohl auch nichts. Trotzdem einen weiteren Versuch ist es mir noch wert. Einen braunen Kollektor habe ich leider nicht zum testen.

Die Hardcorelösung „Umbau auf SB-Antriebssatz ist sicher die beste Lösung, aber soviel ist mir die Lok nicht wert.

Ich wünsche allen noch ein schönes Osterfest
Gruß
Michael


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#11 von Knickrahmenbewunderer ( gelöscht ) , 11.04.2009 19:48

Das Stromliniengehäuse der BR 3.10 ist, akustisch gesehen,
leider eigentlich eine Glocke.

MfG
Wolfgang


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RE: Geräuschdämmmaßnahmen an BR3.10

#12 von Michael Sommer , 12.04.2009 16:26

Hallo miteinander,

Ich habe mal testweise einen ESU-Lokpilot V3.0 anstatt dem 6090er eingebaut. Ohne Gehäuse war wirklich nur noch minimal etwas zu hören. Mit Gehäuse wie gehabt, die Fahrgeräusche sind wieder in gleicher Stärke da. Ich habe zusätzlich noch versucht den Rahmen punktweise, an den Auflageflächen zum Fahrwerk zu entkoppeln. Hat aber auch nichts genutzt.

Den ESU lass ich jetzt drin, weil das Fahrverhalten der Lok damit ordentlich ist. Auch ist kein ruckeln beim anfahren oder beim Gas geben mit dem ESU mehr feststellbar.

Schade, das Experiment "Geräuschdämmung" ist aber gescheitert.

Gruß
Michael (der seine BR03.10 zurzeit einen Dauerlauftest unterzieht)


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