#1 von
UlrichRöcher
(
gelöscht
)
, 26.08.2009 15:38
Hallo,
ich suche einen bestimmten Thread hier aus dem Forum, wo jemand als Schalldämmung unter die Gleise ein Material (einen Stoff?) empfohlen hat, das angeblich beim Theater und Bühnenbau verwandt wird. Die Suchfunktion (auch die von google) hat leider schon versagt - kann mir jemand einen Tip geben?
Bitte keine generellen Tips zur Schalldämmung - die sind Legion hier und ich weiß, dass es dutzende Rezepte dazu gibt und das jeweils benutzte natürlich das Beste ist!
ich suche einen bestimmten Thread hier aus dem Forum, wo jemand als Schalldämmung unter die Gleise ein Material (einen Stoff?) empfohlen hat, das angeblich beim Theater und Bühnenbau verwandt wird. Die Suchfunktion (auch die von google) hat leider schon versagt - kann mir jemand einen Tip geben?
Bitte keine generellen Tips zur Schalldämmung - die sind Legion hier und ich weiß, dass es dutzende Rezepte dazu gibt und das jeweils benutzte natürlich das Beste ist!
Viele Grüße Ulrich
Hi Ulrich, Du meinst Molton, schau bitte mal hier und da
Also mir hat der Joker zumindest diese beiden Threads geflüstert. Es gab allerdings auch noch glaub ich einen mehrseitigen.
#4 von
UlrichRöcher
(
gelöscht
)
, 26.08.2009 18:51
Hallo,
ja, das wird es sein! Irgendwas mit Theater und Bühne hatte ich da im Kopf, aber der Name fehlte mir natürlich. Wo kriege ich das Zeug, d.h., wo kann ich es kaufen?
Ach so, das muss ich noch fragen: Wie dick ist es? Ich will es für C-Gleis einsetzen.
ja, das wird es sein! Irgendwas mit Theater und Bühne hatte ich da im Kopf, aber der Name fehlte mir natürlich. Wo kriege ich das Zeug, d.h., wo kann ich es kaufen?
Ach so, das muss ich noch fragen: Wie dick ist es? Ich will es für C-Gleis einsetzen.
Viele Grüße und ganz herzlichen Dank! Ulrich
Molton gibt es in verschiedenen Stärken in einigen Online-shops für Veranstaltungstechnik - oder auch z.B. bei ebay. Effektiv liegt bei einem gutem dicken Molton unter dem Gleis dann ca. 2mm Stoff.
Er sollte min. 300g/qm haben und liegt preislich bei 3-4 EUR pro qm, meist in 3m breiten Bahnen.
#6 von
Dampfwagenpfeife
(
gelöscht
)
, 27.08.2009 13:14
Hallo MoBa-Fans, die Frage ist ja oft, abgesehen davon, dass einerseits Geräusche unterdrückt werden sollen, andererseits aber Sound eingebaut wird, wodurch auf den MoBa-Trassen bzw. -Platten Lärm/Geräusch/Schall entsteht, was als unangenehm oder auch vorbildwidrig empfunden wird: durch Schwingungen/Minimalbewegungen der Holzteile, über so genannte Lärmbrücken (Nägel, Schrauben, Klebstoff usw.), durch die Hartkunststoff-Bettung des C-Gleises, über den Skischleifer (den es auch als Flüstermodell - stimmt das Flüstern? - gibt), durch die Konstruktion des Rollmaterials oder eben noch weitere Ursachen. Es mag auch sein, dass bestimmte Holzarten besonders auf Geräuschentwicklung ansprechen oder auch die verwendeten Streben/Stützen aus Metall. Hinzu kann noch kommen, dass bei Rahmenbauweise das übliche Verleimen und Verschrauben günstig für eine Geräuschentwicklung ist. Ist dies weitgehend zu verhindern, wird dann von Schalldämmung oder eher -dämpfung gesprochen? In Wikipedia ist zu lesen: "Schalldämmung bezeichnet die Behinderung der Schallausbreitung von Luftschall oder Körperschall durch Schallreflexion des sich ausbreitenden Schalls an einzelnen Unstetigkeitsstellen. Die Reflexion wird angegeben als Schallreflexionsfaktor r oder als Schallreflexionsgrad σ. Der Schallreflexionsfaktor r ist gegeben durch den Quotienten aus dem Schalldruck einer reflektierten Schallwelle und dem Schalldruck der einfallenden Welle. Der Reflexionsgrad entspricht dem Quadrat des Reflexionsfaktors. Je größer der Reflexionsfaktor, desto stärker ist die schalldämmende Wirkung. Dies wird in der Praxis durch einen möglichst großen Impedanzsprung an der reflektierenden Grenzfläche erreicht. ..." Dies ist dann allerdings eher etwas für Physiker oder Mechatroniker. Ich kann dem nur entnehmen, dass eine Schallausbreitung nicht vollständig zu verhindern ist. MfG Benno
Hallo Benno, ich habe den Molton gleich über die gesamte Trassenbreite im Tunnel gelegt. So erhält man dämmung bei der Ausbreitung. Eine entkopplung von Gleis und Untergrund ist eher schwierig. Und Geräusche aus dem Tunnel sind doch sowieso unrealistisch, oder? Gruß, Christian
ZitatDies ist dann allerdings eher etwas für Physiker oder Mechatroniker. Ich kann dem nur entnehmen, dass eine Schallausbreitung nicht vollständig zu verhindern ist.
Ich würde mal sagen, ganz so muss es nicht unbedingt sein. Obwohl es sicherlich von Vorteil sein wird, wenn man am Physik- Unterricht teilgenommen hat und sich zudem auch ein wenig in der Mechanik auskemmt.
Man sollte auf jeden Fall schon mal dort anfangen wo das was wir wahrnehmen als "Ursache" entsteht. Beim Schleifer (Flüsterschleifer! ); > Achsen (die alten Alu- Radscheiben raus = gegen neue / gedrehte Radscheiben / Achsen tauschen ); Rollmaterial bewusst einsetzen / kaufen > (Blech- Wagen sind leider weniger geeignet ); ein geeignetes Gleissystem verwenden > ( Bettungs- Gleissysteme haben Bauart bedingt einen "kleinen" Nachteil > Metall- Bettungs- Gleise sind hier zum Thema die schlechteste Wahl ); Dämm- Material (zwischen Gleis und Trassen > (dauerhaft beständiges Material wählen / Trassen- Höhenaufbau beachten >>> Tunnel , Brücken etc. ); auch noch darauf achten, dass keine Trassen (Holzteile) direkt mit dem Anlagenrahmen verschraubt / verbunden sind ; einen Landschaftsaufbau mit geeignetem Material ausführen, es sollte neben diversen anderen wichtigen Eigenschaften wohl auch Geräusche absorbieren : ausserdem sollten die Anlagen- Rahmenteile auf keinen Fall direkt auf dem Fussboden stehen und oder direkt an der Wand verschraubt / befestigt werden ...
Ich ende hier dann lieber einmal mit meiner Aufzählungen. Eigentlich ist das Arbeiten nach diesen Vorgaben nicht weiter schwierig, wenn da nicht auch noch diverse weitere Vorgaben die direkt mit der Modellbahn zu tun haben wären ...
Nun ja, ich würde schon sagen dass sich der Aufwand lohnt, wenn man z.B. die Lautsprecher der Sound- Decoder in den Loks auf Min. zu drehen kann und als Ergebnis nur noch den Loksound und die Räder von dem Rollmaterial (auf den Schienenstößen) hort.
Sicher sind solche Überlegungen "nur" relevant / interessant, wenn man sich mit einem Anlagen- Komplett- Neubau beschäftigt.
(Selbstverständlich sollte niemand hier zu etwas überzeugt werden, dessen ihm nicht wichtig genug erscheint... Aber wer weiß schon, was ihm in Zukunft wichtig wird!? )
Vielleicht ist es aber auch einfach nur nett dass man einmal über das Thema gelesen / geschrieben hat.
ich habe vor knapp zwei Jahren einen Papa/Sohn Moba Spieltisch gebaut, den habe ich mit Korkfliesen belegt und dann mit grünem Molton bezogen (Grasmatte war mir zu fusselig). Ich bin sehr zufrieden damit und würde es wieder so machen. Den Stoff habe ich mir bei http://www.stoffkontor.eu/ bestellt und ihn sehr schnell erhalten.
Gruß Johannes
Typischer Märklin-Chaot - Epochenfrei und Grenzenlos!
#10 von
UlrichRöcher
(
gelöscht
)
, 28.08.2009 09:04
Hallo,
ganz herzlichen Dank für Eure Tips - bei Ebay habe ich sofort mehrere Anbieter von dem Stoff gefunden. Es gibt sogar B-Ware, die für meine Zwecke (Verlegung unter dem Gleis) total ausreichend ist. Da es allesamt Tunnelstrecken sind, sieht das eh' keiner mehr.
Noch eine Frage: Wie befestigt Ihr das Molton auf die Grundplatte (bei mir: Span) und wie die Gleise (=C) auf dem Molton? Wenn ich da Schrauben durchdrehe, kann ich mir die ganze Schalldämmung direkt sparen!
Zitat von UlrichRöcherNoch eine Frage: Wie befestigt Ihr das Molton auf die Grundplatte (bei mir: Span) und wie die Gleise (=C) auf dem Molton? Wenn ich da Schrauben durchdrehe, kann ich mir die ganze Schalldämmung direkt sparen!
Das ist absolut richtig. Du solltest auf keinen Fall Schallbrücken entstehen lassen. Ich würde alles kleben. Und zwar mit dauerelastischem Kleber. Wird hier mit einem nicht dauerelastischen Kleber gearbeitet, kann es sein, dass der Kleber so weit ins Material einzieht, dass die Schalldämmung nicht mehr so gut ist.
Hallo Ulrich, ich hab meine Gleise mit Acryl befestigt. Auf geraden Strecken punktweise, in Kurven komplett. Allerdings bin ich auch mit 'ner Spritze überall hingekommen; die Verbindung Schiene / Platte wurde quasi verfugt. Das Acryl kann ich überpinseln (7022) und zur Not mit einem Teppichmesser wieder aufschneiden.
Zitat von UlrichRöcherHallo, Noch eine Frage: Wie befestigt Ihr das Molton auf die Grundplatte (bei mir: Span) und wie die Gleise (=C) auf dem Molton? Wenn ich da Schrauben durchdrehe, kann ich mir die ganze Schalldämmung direkt sparen!
Hallo Ulrich,
ich hab den Molton einfach fest getackert. Geht schnell und erspart kleben (was bei Molton ja wiederum das Weiche und damit dämmende zerstört)... C-Gleise halten ohne Befestigung aufgrund der scharfen kunstoffränder im Stoff schon ganz gut. Ansonsten kann man die Gleise gegen Verrutschen mit einem kleinen getackerten Stoffknubbel seitlich halten. kritische Bereicht (Steigungsanfang) habe ich dennoch manchmal geschraubt - jedoch die Schraube nicht festdrehen, sondern ihr spiel lassen... bei mir sicherlich auch noch verbesserungswürdig!