RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#1 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 24.09.2009 02:10

Hallo ihr lieben,

Kerstin schreibt gerade fleissig an ihrer Beschreibung des Dioramas. Sie hat ein Tagebuch über den Bau geschrieben und muss das noch abtippen, bevor sie ihr Diorama hier vorstellt.

Ich werde euch also erst mal mein Diorama zeigen. Es gibt nur ein paar wenige Baubilder. Ich habe aber noch weitere, die ich noch bearbeiten muss. Wir haben die Bilder dieses mal bei Flickr gehostet, da unsere gewohnte Bildergalerie gerade spinnt.

Ich werde versuchen auch die Arbeitsschritte zu beschreiben und eine Liste von verwendetem Material zu erstellen, damit ihr nachvollziehen könnt wie und mit welchen Material verschiedene Elemente erstellt wurden.

Das Diorama habe ich zum Dioramen-Wettbewerb des Märklin-Magazins zum 150-jährigen Jubiläum bzw. den Märklintagen 2009 eingereicht. Es wurden über 100 Dioramen eingereicht. Davon kamen 25 in die zweite Runde, das heisst die Dioramen wurden gebaut. Von diesen 25 wurden 15 von einer Jury für die Märklintage ausgewählt. Bei den Märklintagen wählten die Besucher den Sieger. Mein Diorama war nicht unter den besten Fünf.


Vorab eine Übersicht der Beschreibungsschritte

1. Einreichung und Übersicht des Dioramas (dieser Beitrag)
2. Baubilder und Gipsbau
3. Vorderer Teil des Dioramas
4. Vorderer Teil - Ergänzung
5. Vorderburg und Turm der Burgruine
6. Der Turm
7. Die alte Eiche
8. Der Bahnsteig
9. Weitere (neue) Fotos.





Das hier ist der Beschreibungstext mit dem ich das Diorama eingereicht habe:

Einreichung für den Modellbahn-Wettbewerb „Traum-Landschaften“

Die Bahnstrecke die dargestellt wird, ist eine nur noch selten befahrene Nebenbahn. Sie führt durch ein von Felsen durchzogenes Tal und sucht sich ihren Weg durch die Landschaft. Der dargestellte Ausschnitt zeigt einen kleinen Haltepunkt unterhalb einer Burgruine, die erhoben auf einem Felsen ruht. Hinter dem Haltepunkt steht eine alte Eiche mit einer Bank und einer Feuerstelle.
Auf der anderen Seite des Haltepunkts ragt ein schroffer Felsen empor, der von einem breiten Riß durchzogen ist. Dieser Riß ist ein Hohlweg durch den Fels, der für Touristen des Nachts künstlich erleuchtet wird. Neben dem Felsen blickt man auf die Bahnlinie und die Ruine hinauf. Die Bahnlinie wird durch eine Steinmauer gestützt und führt über eine kleine Rundbogenbrücke, die einen alten Flusslauf überspannt. Über den Flusslauf führt eine Fußgängerbrücke zur rechten Seite des Dioramas, wo eine Treppe zu den Gleisen hinaufführt. Ein schmaler Übergang über die Gleise führt zu einer Treppe, die durch den Fels zu der Ruine hinaufführt. Von der Ruine führt der Weg zu der Eiche und zum Haltepunkt.


Und diese beiden Bilder waren dabei.

Ein Pappmodell des Dioramas:


und das Pappmodell mit Farben und Beschreibung:




Hier nun die ersten Bilder. Weitere Details und Beschreibungen gibt es morgen:


Der Blick aus der Vogelperspektive:


Hier aus alle vier Blickwinkeln:










Alles weitere folgt morgen.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#2 von Dirk S , 24.09.2009 07:57

Sehr sehr schön,
schon erstaunlich was Ihr beide so baut.
Mann könnte ja schon von Kleinkunst sprechen.

Freu mich immer über Eure Berichte.

Was macht eigentlich Euer Anlagenprojekt schon lange nichts mehr gelesen. Vielleicht war ja der Sommer schuld.

Viel Spass noch

Gruss Dirk


H0 AC C-Gleis Epoche III (SW TC Silver)
Anlagenbauform als U 3,70 x 2,50; 15ständiger Sbh + Kopfbahnhof
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Dirk S
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#3 von wolfgang58 ( gelöscht ) , 24.09.2009 08:36

Zitat von Dirk S
Sehr sehr schön,
schon erstaunlich was Ihr beide so baut.
Mann könnte ja schon von Kleinkunst sprechen.

Freu mich immer über Eure Berichte.



Hi Dirk,
da kann ich Dir nur uneingeschränkt und lauthals beipflichten !

Zitat

Was macht eigentlich Euer Anlagenprojekt schon lange nichts mehr gelesen. Vielleicht war ja der Sommer schuld.

Viel Spass noch

Gruss Dirk



ich denke, daran waren die "Wettkampfvorbereitungen" schuld


wolfgang58

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#4 von uwe 1109 ( gelöscht ) , 24.09.2009 09:34

Hy,

ich kann und will mich Dirk und Wolfgang unbedingt anschließen

Das sind wirklich ganz klasse dinge die Ihr da so baut.

Bitte weitermachen und berichten
Danke


uwe 1109

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#5 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 24.09.2009 14:01

Hallo und zum zweiten Teil:

Ja Kleinkunst ist wirklich das richtige Wort. Ich muss sagen dass ich noch vor 1-2 Jahren eigentlich viel zu ungeduldig für solche Fizzeleien war. Aber nach den beiden Dioramen schreckt mich jetzt fast nix mehr:

Auf Kerstins Diorama sitzt ein Buntspecht auf der Eiche. Man kann sogar erkennen das es einer ist
Die Lampe auf meinem ist Eigenbau usw... Auch wenn einem am Anfang die Geduld und das Fingerspitzengefühlt fehlt. Das kommt mit der Zeit. Hat bei mir auch etwas gedauert… Nichts ist unmöglich

Wegen unserer Anlage: Die ruhte während des Dioramabaus. Wir haben ca. 4 Monate regelmässig an Wochenende an dem Dioramen gebaut.

Hier nun einige Baubilder:


Der erste Rohbau:

Die Grundplatte ist 4 cm Styrodur. Den Flusslauf und die Unebenheiten der Landschaft vorne (unter dem Bahndamm) hab ich mit einem Cutter geschnitten. Einfach langsam, Schicht für Schicht mit einem scharfen (!!!) Cutter abtragen.
Die Felsen sind aus Puren grob vorgeschnitten. Also die Form ganz grob mit einem Cutter zugeschnitten bzw. Einzelteile aufeinander geklebt. Die Felsen vorne sind bislang nur hingestellt, die hinter der Bahnlinie mit dem Untergrund verklebt.

Der Turm der Ruine steht auf 4 Schichten Styrodur (16 cm). Hier als Simulation der Höhe auf zwei Blöcken.
Wie die Ruine genau aussehen wird, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Einen großen Schritt weiter:

Alle Gipsteile sind bemalt und aufgebracht (aufgeklebt). Die Felsen modeliert und bemalt. Sowie der Untergrund mit Umbra (ich nenne es Nato-Oliv) bemalt. Ist einfach Umbra aus dem Baumarkt.
Die Schienen sind auf Form gebracht. Dazu einfach mit einer Trennscheibe auf unserem geliebten Pebaro Akku-Bohrer, die Gleise im passenden Winkel abgetrennt und genau auf Passung geschliffen (Schmiergelpapier).
Der Baum ist ein alter Versuch von Kerstin, der mal Probestehen durfte.

Die Landschaft bis zur Bahnlinie hatte ich im Kopf, sprich das war einfach. Aber das dahinter, vor allem die Ruine war wesentlich komplizierter. Das hat mich einige Abende gekostet bis ich da die zündende Idee hatte.



Nun einige Gips-Details:

Das ist das Spörle Pflaster und davor der Bohlenbahnsteig von Modellbau Joachim. Insgesamt sind die Spörleformen deutlich besser. Aber auf dem Diorama wurden einige Joachim-Formen verwendet. Der Bahnsteig wurde in aufgeklebter Form bemalt. Etwas umständlicher als wenn man ihn vorher bemalt.



Hier der Bahndamm mit dem Treppenaufgang:

Das ist alles durchweg Spörle. Der Rundbogen ist der obere Teil eines Tunnelprotals. Einfach die Seitenteile absägen, fertig ist die Laube
Die anderen Teile sind alle mit der Laubsäge aus Wandplatten heraus gesägt und dann die Schnittkante mit spitzen Gegenständen (Feilen, Messer, kleine Stemmeisen, oder ähnlichem) die Steine nachmodelliert.

ACHTUNG: Ihr könnt Spörle Formen mit verschiedenen Gipshärten giesen: Weicher Gips bricht schnell - harter Gips weniger schnell ABER weicher Gips lässt sich sehr gut modellieren - harter Gips logischerweise wesentlich schlechter. Hier sollte jeder einen guten Kompromiss finden. Teile die ich nicht bearbeite können aus hartem Gips sein. Teile die ich bearbeiten möchte, sei es Steine nachmodellieren oder "altern" (zerkratzen und altern der Steine) würde ich aus weicherem Gips machen.


Die gebogene Wand

Die Ruine besteht hauptsächlich aus der Joachim Mauerform H0 einzeln gelegt. Diese Form ist (verglichen mit den Spörle Formen) extrem dick. Trotzdem lässt sie sich aber ziemlich biegen. Gips in die Form geben, etwas warten bis der Gips nicht mehr fliest. Wenn der Gips beim biegen bricht ist es zu spät Also der Gips soll weder fliessen noch brechen. Etwa 5 Minuten ist ideal (je nach Gipskonsistenz). Die Form über einen Runden oder irgendwie gebogenen Gegenstand legen (vorsichtig und langsam) und die Seiten (diese stehen gerne mal nach oben) etwas andrücken, z.B. durch einen schweren Gegenstand, so dass die Form an der runden Unterlage komplett und sauber aufliegt. Klappt nicht beim ersten Mal. Deswegen nicht aufgeben!!! Man kann sogar S-Kurven machen, wenn man eine passende Unterlage findet/baut. Mit den Spörleformen ist es etwas einfacher als mit dieser Form hier. Hier würde ich immer etwas härteren Gips nehmen.



Die Ruinenwand:


Diese war einfach nur ein Rest der übrig geblieben ist. Diese Wand war nie geplant. Ich habe einfach angefangen mit einem spitzen Gegenstand rumzuspielen. Die Wand ist aus sehr weichem Gips, deswegen war es extrem einfach die Rückseite (die glatt war) so zu modellieren wie ihr sie hier seht.
Das Fenster ist wieder mit dem Pebaro reingebohrt/reingefräst. Die Steine und Risse sind alle mit einem Stahhacken (Ein Griff mit einem Stahlstab, der vorne um 30 Grad abgewinkelt ist und spitz ist -> ähnlich einem Zahnarzt.. Ding/Hacken/wie auch immer das heißt).
Die glatte Wand (Putz) habe ich einfach mit der Spitze aufgraut, Scharten reingemacht, Risse usw. Hauptsache nicht unnatürlich glatt.
Wie gesagt im weichem Gips ist das supereinfach. Gelingt mal eine Stelle nicht, ein paar mal mit dem Finger drüberreiben (dann ist es wieder glatt) und nächster Versuch. Auch hier: Man nehme einen Rest, denke nicht viel, sondern fange einfach mal an…


Zu guter letzt der Turm:

Wieder die Joachim Mauern und die Spörle Stützen an den Ecken. Die Treppe ist Spörle, die Aussichtsplattform ganz oben, irgendein Rest der rumlag
Die Grundhöhe, bis dort wo der Preiser steht, ist die Höhe der Mauerplatten. Darauf aufgesetzt sind ausgeschnittenen Mauerteile. Das Innenleben ist aus Styrodur, wo die 4 Mauern aufgeklebt sind. Die Ecken waren nicht abgeschrägt. Einfach Kante auf Kante angesetzt.
Die Plattform auf der der Preiser steht (nicht sichtbar) ist eine Spörle Mauer, die ich mit Schmirgelpapier so lange abgeschliffen habe, bis sie glatt war (damit ein Preiser drauf laufen kann) aber die Ritzen der Steine noch sichtbar sind. Damit kann man wunderbar einen Natursteinboden erzeugen.
Die Kanten des Turmes wurde mit Schmirgelpapier abgeschliffen. Bis die Spörle Stützen passten. Diese wurden aufgeklebt und mit Gips bzw. Spachtelmasse versäubert. Links seht ihr, dass ich es gar nicht sogenau genommen habe. In Realität sieht das oft auch sehr "ausgebessert" aus. Wo Steinstruktur fehlte, wieder eingeritzt. Treppe und zweite Aussichtplattform aufgeklebt und fertig war die Laube.
Klingt so einfach, hat aber schon etwas gedauert bis es so war.
Zum Schluss wieder den Eingang und die Fenster ein-ge-"pebarot".

Zwei Kritikpunkte an dem Turm:
Die Treppe ist zu steil. Da kommen nur die ganz harten rauf
Der Turm wirkt irgendwie unrealistisch. Dachte ich… zum einen stellt der Turm einen klassichen Turmstumpf dar, der oft zu finden ist und vor Jahrzehnten oft für Touristen wieder aufgebaut wurde. Oft wurde hier der vorhanden Stumpf bis zu einer ersten Ebene wieder aufgebaut und ev. weitere Mauern darüber erhalten. Heute würde man das nicht mehr machen.

Vor einigen Wochen haben wir dann das gesehen:
Den Barbarossaturm am Kyffhäuser: (Link auf mein eigenes Bild geändert)

Ich habe den Turm vorher bewusst nie gesehen. Aber ich schätze dass ich ihn in meinem Unterbewusstsein hatte. Deswegen wohl auch die Ähnlichkeit.

So das waren die ersten Baubilder mit einigen Beschreibungen. Wenn ihr Fragen zu den Erklärungen habt, meldet euch, dann kann ich es gerne noch ausführlicher beschreiben.

Im nächsten Teil gibt es Bilder des fertigen Dioramas.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#6 von grove den , 24.09.2009 17:19

was Ihr beiden auch immer macht...es ist immer wieder"grosses Kino"!!!( sagt man doch so...oder nicht?? )
Ich geniesse euere beitrage!

Jos


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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#7 von catlighter , 24.09.2009 18:09

Hallo Ihr Beiden,

nach unserem netten Plausch in der samstäglichen Nachmittagssonne war ich schon am Sonntag zu Hause ganz gespannt, wer denn das Rennen macht. Aber nix Informatione auf Märklin Seite...

Nicht unter den ersten fünf , das wundert mich...
...oder auch wieder nicht! Bei dem Gedränge blieb den meisten Betrachtern wohl die Detailverliebtheit und die Super-Gestaltung verborgen. Na vielen Menschen bleibt vieles verborgen und außerdem sind ja die Geschmäcker verschieden.

Die Wertschätzung hier im Forum wiegt m.E. schwerer, und diese zeigt es (das Forum) Dir gerade

Lieber Andreas, dieses Diorama sollte samt Baubericht in die Ruhmeshalle!
Ich bin gespannt, was Kerstin für ein Tagebuch präsentiert.

Gruß Kai


Erster Streich
viewtopic.php?f=64&t=38376
Zweiter Streich
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=75359

PS: Geburtstagsglückwünsche gerne per PN, aber bitte nicht in (m)einem Thread


 
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#8 von samson , 24.09.2009 19:54

Hallo,

das sieht ja wirklich super aus, die Detaillierung genauso wie die eigentliche Idee. Schade, dass es nicht zu einer besseren Paltzierung gereicht hat. Das liegt aber sicher daran, das die Dioramen einen sehr schlechten Platz zur Präsentation hatten. Ich bin auch 2 mal dran vorbeigelaufen, ohne zu erkennen, das sie ausgestellt sind. Ich empfand die Ausstelllung im ersten Moment als Bewegungshindernis, bis es "klick" gemacht hat. Zudem ist die Höhe der Präsentationssockel viel zu niedrig gewesen, um die vielen kreativen Ideen zu sehen.

Ansonsten meine ich auch: ab in die Ruhmeshalle

Gruß


Christoph

PS: Habt Ihr bei dem Titel etwa an das Kloster Arnstein an der Lahn gedacht? Das steht allerdings noch und ist keine Ruine


Gruß
Christoph

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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#9 von jaffa , 24.09.2009 21:56

Sehr schöne und liebevoll gestaltete Arbeit! ... und eine perfekte Dokumentation. Gratulation!


Gruß --- Jürgen
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#10 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 24.09.2009 23:15

Hallo ihr vier, danke für das Lob.

Ja das sagt man so Jos

Das Arnstein kommt eigentlich von unserer Anlage, die soll mal so heissen und ich dachte mir, na das Diorama ist irgendwo im Hinterland der Anlage. Aber das es mehrere Arnsteins gibt ist uns erst jetzt aufgefallen.
Also Ähnlichkeiten sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Beitrag geht gleich weiter


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#11 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 25.09.2009 01:20

So jetzt gibt es den vorderen Teil des Dioramas.
Um das Diorama von vorne links bis links in der mitte, einmal gegen den Uhrzeigersinn geht ein Weg. Den werden wir jetzt gemeinsam gehen.

Auf dem Wanderweg zwischen den Felsen durch, an einer Weggabelung vorbei über eine Brücke, die über einen ausgetrockneten Bachlauf führt hin zur Treppe hoch zu den Bahngleisen. Über die Bahngleise hinweg, die Treppe hoch zur Burg. Dort gibt es ein Vorplateau mit einem Ziehbrunnen. Oben folgt der Turm und der ehemalige Palas der Burg. Hinter dem Turm ist wildes Land. An der Burg vorbei führt der Weg wieder zurück zum Bahngleis. Vorbei an einem Wegekreuz und einer alten Eiche hin zu einem kleinen fast vergessenen Bahnsteig...

Am Anfang begenet uns erst mal ein knutschendes Pärchen, dass den Schutz des Felsen nutzt um sich ein bisschen zu vergnügen:

Der Weg ist aus Sand den wir in einem Steinbruch in der Nähe holen. Die Felsen aus Puren, mit dem Cutter grob in Form gebracht. Danach mit der Drahtbürste die Struktur erzeugt und nach unserem üblichen Vorgehen bemalt. Bei dem Fels, sieht man hier gut, bin ich noch mit flüssigem Weiss drüber gegangen. Zum einen um die Farbe zu brechen. Sie war mir zu intensiv. Zum anderen um Regen/Kalkflecken zu simulieren...


Danach führt der Wanderweg weiter unterhalb des Bahndamms. Eine kleine Kreuzung führt zu einer Kneipe. Gerade aus geht es weiter über eine Brücke über den Flusslauf.

Der Wegweise ist aus Stahldraht, bemalt mit Gunzefarben. Die Schilder sind per Tintenstrahldrucker gemacht. Mit der Nagelschere ausgeschnitten und mit Sekundenkleber hingefummelt. Wenn man genau hinsieht kann man die Wegweise lesen. Die Schnittkanten und Rückseiten sind einfach mit Filzstiften bemalt. Beim obersten Schild sieht man, dass ich es mehrfach angeklebt habe, da ist schon ein Sekundenkleberspalte von einem halben Millimeter entstanden ops:


Auf der Brücke werden gerade feste Erinnerungsfotos gemacht:

Die Brücke ist aus Balsa selbstgebaut. Die Einzelnen Bretter sind erst als Streifen geschnitten (spezieller Streifenschneider) und die Enden einfach abgebrochen. Sekundenkleber und fertig. Bemalen wie immer, von dunkel nach hell.
Im Hintergrund seht ihr die Treppe die zum Bahndamm hinaufführt. Davon habe ich gerade kein schönes Foto. Das reiche ich nach.

Da es immer einige Neugierige gibt, hat sich zu dem Flusslauf ein kleiner Trampelpfad gebildet da immer mal wieder jemand nachsehen muss was den unter dem Brückenbogen ist.

Wer genau hinsieht, merkt das dort eine Schlange auf den all zu neugierigen Besucher wartet

Der Flusslauf ist auch aus echten Steinen. Wieder aus unserem Steinbruch. Mit verschiedenen Sieben werden unsere Fundstücke gesiebt. Dadurch können wir beispielsweise den Flusslauf von feinem Sand, bis zu größeren Steinen aufbauen. Alles aus gleichem Material und gleicher Farbe und für ganz umsonst Fixiert (wie auch der Weg) wird das ganze mit einem Leim-Wasser-Spüli-Gemisch, dass wir mit einer Spritze vorsichtig aufbringen und dann antrocknen lassen.

Das Grasmaterial ist wie ihr sicher schon vermutet MiniNature. Die Büsche sind die Filligranbüsche, aber in Größe N. Die gefallen uns besser als die H0.


So der Papa mit seiner Tochter ist schon oben angekommen und zeigt wo es lang geht.

Das Geländer ist von NOCH. Auch farbig nachbehandelt.


Der Zaun hat auch schon bessere Tage erlebt. Man beachte das Warnschild: "Obacht Dampfzug".

Die Holzbohlen sind auch Spörle. Die würde ich beim nächsten Mal dünner machen. Einfach auf Schmirgelpapier dünner schleifen. Die sind etwas dick.



Hier der Blick zur Endstation unserer Reise, dem kleinen Bahnsteig.

Der Schotter ist von koemo. Können wir absolut empfehlen, da es sehr viele Farbschattierungen gibt, die alle mischbar sind. Und ein Set zum Aufbringen des Schotters, bzw dem verteilen. Offen gesagt das C-Gleis schottern ist ein echtes gefummel. Aber das Fummeln hat sich gelohnt.
Die Gleise sind ebenfalls mit koemo Gleisfarben gealtert. Erst schwarz auftragen, dann die Rostfarbe. Je nach Intensität des Schwarz, wird dann auch der Rost intensiver, bzw. dunkler, da die Farbe nicht voll deckend sind. Sehr gut zu verarbeiten, aber halt etwas aufwändiger. Die Holzbohlen des C-Gleis sind zuerst mit dem Cutter aufgeritzt um mehr Holzstruktur zu erzeugen und dann auf kaiyjaiy-Art bemalt.


Hier der Blick auf die Gleise, bevor es die Treppe zur Ruine hochgeht.

Mit dem Schild bin ich nicht zufrieden. Aber es ist okay.
Den Rost habe ich versucht durch Sandfarbe zu imitiieren. Sprich: Acrylfarbe mit etwas Sand drin (sind bei uns sogenannte Antik-Farben). Das erzeugt ein bisschen den Eindruck von Rostbeulen oder der Unebenheit von Rost. Danach einfach Gunze Rost drüber. Das Schild ist wieder Tintenausrdruck auf Glossypapier auf ein Plastestück geklebt.

Ich glaube von Gleis und Schotter mache ich noch weitere Bilder.
Zu koemo ist zu sagen. Tolles Zeug, absolut wunderbar zu verarbeiten, sieht spitze aus. Aber hat halt seinen Preis. Wer sich dafür interessiert:
http://www.koemo.de/
Den Schotter den ich verwendet habe ist die Färbung R10.


Hier nochmal zur Erinnerung der Blick von oben:

Zwischen den Felsen links vorne, seht ihr einen kleinen gelben Punkt. Das ist eine Beleuchtung des Hohlweges. Eine LED ist in den Boden eingelassen. Leider war das Licht zu gerichtet und intensiv. Ich habe ein kleines Stück Backpapier drüber geklebt und dann noch mal eingesandet. Jetzt ist das Licht schön gebrochen und bei Dunkelheit ist der Hohlweg wunderschön beleuchtet. Auch der Turm wird innen auf die gleiche Weise beleuchtet.

So das war's für heute. Morgen geht es weiter.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#12 von AlwinS ( gelöscht ) , 25.09.2009 14:21

Hi Klasse,

ich hab eh für Euch gevotet, schaaaaade das Ihr nicht gewonnen habt!

Alwin


AlwinS

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#13 von AlwinS ( gelöscht ) , 25.09.2009 14:23

Hi, Danke auch für die Tips mit den Formen. ich bin auch ein Spörle Anwender und werde am WE mal probieren ob ich auch so gebogene Formen hinbekomme. Hab bislang nur Gerade gebraucht, an die Krummen habe ich mich noch nicht getraut, werde es mit Deiner Anleitung aber jetzt mal ausprobieren!

Alwin


AlwinS

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#14 von CrusaderX ( gelöscht ) , 26.09.2009 00:50

Spitze!

Mir hat Dein Diorama mit am besten gefallen. Die Felsen sind nicht ganz meins, aber der Rest des Dioramas ist Bombe! Der kleine Bahnsteig, die Treppen und Wege, das schön eingeschotterte C-Gleis, die Brücke und die Geländer, die mächtige Eiche... Und natürlich die Ruine! Alles richtig klasse gemacht und schön in Szene gesetzt. Auf der doch recht kleinen Grundfläche kann man mit den Augen richtig schön spazieren gehen.

Suuuper!

Vier Monate Bauzeit sind aber auch ein Wort!

Gruß
Simon

PS: Schade, dass ihr zwei am Samstag nicht mehr in Boll wart.


CrusaderX

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#15 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 26.09.2009 02:01

So Kerstin hat gestern Nacht ihr "Arbeitsprotokoll" fertig gestellt Jetzt müssen wir nur noch gemeinsam ihre Bilder bearbeiten. Dann geht es los

Und hat das Formenbiegen funktioniert Wie gesagt kann ein paar Versuche dauern, bis man ein perfektes Ergebniss bekommt.


Hier noch einige Bilder zum vorderen Teil des Dioramas.

Blick auf den Hohlweg:



Die Stützmauer am Bahndamm beim Hohlweg:




Ein etwas totalerer Blick auf den unteren Bereich:




Noch mal die Brücke und der Flusslauf:




Blick zurück auf den bisherigen Weg:





Gleis und Schotter:


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#16 von Meise , 26.09.2009 03:58

Lieber Andreas, liebe Kerstin,

ganz ehrlich:

ICH KANN DIE VON EUCH ERREICHTEN PLATZIERUNGEN NICHT NACHVOLLZIEHEN.

scheinbar wurden die fantastischen details und die naturgetreue und lebendige darstellung nicht bewertet oder nicht wahrgenommen.

in meinen augen sind eure dioramen allerhöchste modellbau-kunst.

meinen tiefsten respekt und ich kann nur sagen:

ich freue mich schon jetzt riesig auf eure kleine anlage


Mit freundlichem MoBa-Gruß - Guido Meißner


 
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#17 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 26.09.2009 04:22

Vielen Dank du Nachteule

Du hast es vielleicht gelesen. Bei unserem letzten Gespräch wussten wir ja nicht mehr welchen Schotter wir verwendet habe: Er ist von koemo!

Morgen gibt es mehr von mir und Kerstin... Kerstins Diorama: Bummelstrecke mit Seeblick ist jetzt auch im Forum.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#18 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 26.09.2009 14:37

So weiter geht die Reise hoch zur Burgruine:

Gegenüber führt eine Treppe zwischen den Felsen zur Vorburg hinauf:




Die Reste der ehemaligen Vorburg mit einem Ziehbrunnen (Innenbeleuchtet) bietet einen schönen Blick über das Tal und vorbeifahrende Züge.





Wenn man dem Weg weiter folgt, führt eine kurze steile Wegschleife hoch zum Turm der Burg.

Das Denkmal-Schild (unscharf im Hintergrund neben dem Eingang) und das Informationsschild sind wieder Tintenstrahlausdruck. Bemalter Stahldraht, Plastikuntergrund aus irgendeiner alten Verpackung, ebenfalls bemalt und darauf der Ausdruck des Schildes. Man kann wenn man ganz genau hinsieht, den Grundriss der Burg erkennen und auch den Text lesen. Kleiner Tipp, die Schnittkanten des Ausdrucks sind logischerweise Weiss. Einfach mit einem weichen Bleistift drüber und schon war nix mehr zu sehen von einer weissen Kante.



Der Weg führt zwar nach links weiter, aber wir werfen erst mal einen Blick auf die Rückseite des Turmes. Überall in der Landschaft stehen noch Mauerreste der ehemalige Burg. Dahinter ist ein Strahler, der den Turm des Nachts erleuchtet.

Die Mauer ist wieder ein Rest. Steine nachbearbeitet und bemalt. Dahinter eine LED in den Boden versenkt und leicht nach oben gebogen. Grass drum herum und fertig. Leider habe ich den Fehler gemacht, dass ich die LED gelassen habe wie sie ist: Weiss. Deswegen habe ich die LED nachträglich mit Eding betupft, möglichst ohne das Drumherum zu bemalen.



Es geht jetzt hinter den Turm. Hier herrscht kein reger Trubel der sonntäglichen Wanderer.

Die Fichten sind das Einsteiger-Set von Model-Scene (CZ) auf der Dortmunder Messe.



Die Pilze sind von Busch und die Tiere von Preiser. Der Rest MiniNature. Der Waldboden ist eine Mischung aus verschiedenen Sanden (Steinbruch), Kaffeesatz und was noch so rumlag.


Vom Eigang des Turmes geht es links durch einen kleine Durchgang in den ehemaligen Palas. Hier der Blick von oben.




Auch hier steht wieder eine Info-Tafel die aufmerksam gelesen wird.



Aber wir sollten uns dann erst mal den Turm genauer ansehen.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#19 von Jerry , 26.09.2009 22:52

Die "Haltestelle Burgruine Arnstein" gefällt mir sehr gut, ich verstehe aber nicht, wie man für ein H0-Diorama Mittlelleitergleise verwenden kann!!!


Trotzdem weiter so!

Jerry


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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#20 von Joeys Teppichbahn , 26.09.2009 23:02

Hallo @ all,

Zitat von Jerry
... verstehe aber nicht, wie man für ein H0-Diorama Mittlelleitergleise verwenden kann!!!


Die Geschmäcker sind halt verschieden...

Ich finde das Diorama auch sehr sehr gut gelungen!

MfG


LG, Joey ;)

Mein Thread - Joeys Teppichbahn - im Stummiforum


 
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#21 von Meise , 26.09.2009 23:32

Zitat von Jerry
........ ich verstehe aber nicht, wie man für ein H0-Diorama Mittlelleitergleise verwenden kann!!!
Jerry



Hallo Jerry,

ganz einfach: weil es ein Wettbewerb vom Märklin-Magazin war


Mit freundlichem MoBa-Gruß - Guido Meißner


 
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RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#22 von Jerry , 26.09.2009 23:55

Zitat von Meise
Hallo Jerry,

ganz einfach: weil es ein Wettbewerb vom Märklin-Magazin war

Das erklärt vieles, aber entschuldigt nicht alles. Schließlich gibt es auch noch das Trix C-Gleis. Womöglich wäre ein Gleis ohne PuKos aber tatsächlich ein "Wettbewerbsnachteil" gewesen.


Grüße

Jerry


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Steuerung 6021 & 6647 & 190956
Stromart AC, DC, Digital, Analog


RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#23 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 27.09.2009 00:55

Danke für den Hinweis Jerry. Ich werte das als Kompliment Wenn die paar Metalstifte in der Mitte der Gleise alles sind was stört, dann habe ich ja sonst 99,9% richtig gemacht.

Mir persönlich gefallen nach wie vor die Felsen nicht wirklich und die machen quantitativ visuell deutlich mehr Fläche ein.

P.S. Es gab bei dem Wettbewerb ich glaube drei Vorgaben:
38x38 cm
Thema Eisenbahn und Landschaft
2 x Märklin 24188
(Ich werde es aber noch mal nachlesen)


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#24 von kaiyjaiy ( gelöscht ) , 27.09.2009 03:03

So es geht weiter. Jetzt steht erst mal der Turm im Vordergrund:

Hier der Blick hinter den Turm und auf die noch stehende Mauer das Palas.




Und schliesslich die beiden Plattformen des Turmes:

Hier sieht man jetzt die glatt geschliffene Spörle-Mauer als Bodenbelag. Es gibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen, was nicht vorher schon erklärt wurde. Das Geländer ist wieder aus Stahldraht. Leider geht es bei der obersten Ebene gerade mal bis zu den Knien des Preisers.

Bezüglich der Ruine fällt mir in nachhinein folgendes es: Ich war sehr unglücklich mit der Bemalung. Die Farbe gefiel mit überhaupt nicht. Beim ersten Bemalen war der Stein viel zu braun (fast wie Schwarz-Weiss). Beim zweiten Versuch war es viel zu grau (fast wie eine Schwarz-Weiss-Fotografie). Deswegen wurde die graue Oberfläche mit Pulverfarben behandelt. Dies hatte zwei Effekte. Zum einen die Oberfläche wurde deutlich gebrochen (sehr viel matter) und durch die Abschliessende Verwendung von der Pulverfarbe Grünbraun wurde die Oberfläche alt und moderig/moosig. Trotzdem blieb der graue Eindruck erhalten. Hier hat mir Pulverfarbe "den Arsch gerettet". Ihr sehr, dass auch bei uns nicht alles im ersten oder auch zweiten versuch gelingt.



An der spitze des Turms stand stolz die alte Fahne der Burg.

Es ist wieder ein Tintenstrahlausdruck auf hochqualitativen Papier. Gefaltet, umgeknickt und zusammengeklebt. Die Rostflecken sind, wie schon beschrieben mit Filzstift gemacht. Aber nicht direkt draufgemalt, sondern die Farbe auf den Finger und dann verreiben. Aber ganz langsam und vorsichtig, sonst malt man auf einen Schlag die ganze Fahne rostbraun. Aber auch wiederum schnell genug, damit die Farbe nicht am Finger antrocknet. Am besten auch erst mal ausprobieren. Also gleich mal ne Hand voll Fahnen ausdrucken



So wieder unten angekommen, haben es sich einige Wanderer vor der Ruine bequem gemacht.

Was hier sehr auffällt, aber ist ist wohl den meisten von euch bewusst, der Unterschied verschiedener Hersteller von Figuren. Hier haben wir auch schon einige Erfahrungen gemacht. Bezüglich der Bemalung von Figuren beispielsweise mit Citadelfarben bzw Inks.
Ansonsten sieht man hier schön die sehr krasse Struktur der Joachim-Mauer.



Hier kommt links vom Turm die übergebliebene Mauer des Palas

Wie ihr seht, ist mir die Mauer während des Baus umgefallen und in vier Teile zerbrochen. Ich hatte aber keine Lust (nachvollziehbar oder?) die Mauer noch mal zu machen. Kerstin war so lieb und hat sie mir sorgsam zusammen geklebt. Die Risse habe ich einfach mal als Risse in den Wändern akzeptiert.
Die Bemalung des versputtzen Teils war schon etwas komplizierter. Es handelt sich hier (wie schon erwähnt) um weichen Gips. Das heisst mit all zu trockener Farbe würde man den Gips runter reiben. Hier wurde alsi mit relativ flüssiger Farbe gemalt. Dadurch wurde eine etwas festere Oberfläche geschaffen (wie es in den Spörle Beilagen auch beschrieben ist…). Das heisst die Farbe verbindet sich mit dem Gips und sättigt ihn. Dadurch kann man dann etwas robuster malen. Aber während der Malphase mit viel Wasser habe ich verschiedene Farbtöne in die nasse Oberfläche eingebracht. Erst helles Beige als Grundfarbe und dann (dieses mal) Stück für Stück dunkler. Unten war die Wand dunkler als Oben (Nässe die vom Boden aufsteigt). Leider sieht man das auf dem Bild kaum, da die LED unten links die Mauer dort am besten beleuchtet wo sie am dunkelsten ist und somit dem Effekt optisch aufhebt.
Eigentlich hätte der Putz deutlich heller werden sollte.
Ganz zum Schluss wurde die vorhandene Struktur durch helles Dry-Brush wieder sichtbar gemacht.
In der Ecke wieder ein MiniNatur Busch in N.

Hier noch mal der gleiche Blick von oben:




Der Wanderer hier macht sich auf den Weg hinunter von der Ruine zurück zur Bahnlinie





Den Blick gibts nur aus dem Helikopter oder hier im Forum




Hier noch der Flusslauf unterhalb der Ruinienmauer

Das Efeu von MiniNatur ist ein Traum. Stinkt zwar wie Bock, aber ein total schönes Material. Hier ist der Tipp: Nicht einfach einen Strifen abschneiden und aufkleben, da wirkt viel zu gleichmässig. Sondern einzelne ungleichmässige Elemente (der Faserstruktur nach) ausschneiden und etwas zerzupfen. Damit die Einzelteile ungleichmässig werden (ungleichmässig dick usw.). Diese dann aufkleben: nebeneinander und übereinander. So das sich eine schöne ungleichmässig natürliche Anordnung ergibt.
Übrigens besten geeignet um unschöne Stelle zu kaschieren. Beispielsweise wenn man zu faul war zwei Gipswände sauber zu verspachteln. Dann muss halt Efeu herhalten


SO jetzt gehts ins Bett, noch ein bisschen schlafen nicht das ich morgen mein Kreuz an der falschen Stelle mache.


kaiyjaiy

RE: Diorama: Haltestelle Burgruine Arnstein

#25 von wlommi , 27.09.2009 09:58

Zitat von kaiyjaiy
Hier kommt links vom Turm die übergebliebene Mauer des Palas

Wie ihr seht, ist mir die Mauer während des Baus umgefallen und in vier Teile zerbrochen.



Upps, ich habe erst das Bild angeschaut und die schicken Risse bestaunt und dann erst gelesen, das es eigentlich das Ergebnis eines Unfalls war ops:
Aber das ganze Werk ist eine Güteklasse 1 Arbeit
Gruß
Wolfgang


 
wlommi
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