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RE: Verbeserung der Kontaktsicherheit bei Bemo H0m

#1 von alpenfan , 08.10.2009 22:48

Hallo Zusammen,

nach dem ich für das Thema "Verbesserung der Stromabnahme bei diversen Märklinmodellen" unter "Umbauten" gleich nach einem Tag wertvolle Tips bekommen habe, möchte ich mit meinem folgendem Erfahrungsbericht die gleiche Diskussion hier im Bezug auf 2L beginnen.

Vor 11 Jahren als ich noch in der Planungsphase war hab ich mit einem Kollegen mal einen älteren Herrn besucht, der eine tolle 2 L Anlage mit analoger automatsicher Steuerung betrieb. Die Roco und Fleischmann Loks liefen ganz gut allerdings musste er manchmal etwas schubsen wenn ein Zug in einem Blockabschnitt zum Halten kam und nicht mehr losfuhr.
Der Mann erzählte, dass er die Anlage jeden Tag in betrieb nimmt um die Kontaktprobleme nicht zu groß werden zu lassen. In vielen Zügen hatte er Reinigungswagen eingereiht.
Dann endeckte ich mit Freude auch eine Rhb Stichstrecke mit Bemo Fahrzeugen auf der Anlage. Ich fragte ob er die auch in Betrieb nehmen könne. Er verneinte mit dem Hinweis, dass es keine geeigneten Reinungswagen gäbe und daher die Zügen nicht mehr richtig fahren würden. Die Strecke war im Hintergrund und nicht richtig zugänglich.

Das ganze gab mir zu denken, ich blieb in H0 bei Märklin 3L und verwarf Gedanken an einen Umstieg auf 2L.
Trotzdem wollte ich auf RhB nicht verzichten und wünschte mir von meiner Frau eine Startpackung von Bemo. Ich hoffte ich würde die Kontaktsicherheit irgendwie in den Griff kriegen. Auch mein Problem waren nicht gut zugängliche Streckenabschnitte.

Die ersten Tests verliefen ganz gut, ich betrieb den Zug mit einem alten Lego 12 V Trafo. Ich war verwundert über die fehlenden Haftreifen und hatte schon Angst dass der Zug meine realitsischen ! 5% Steigungen nicht schaffen würde. Das ging allerdings dann wegen der extrem leichten Wagen gerade noch. Nach 2 Wochen kam das große Entsetzen. Das Fahrverhalten wurde immer schlechter. Ich begann zu putzen, das hielt dann einen Tag. Ich erinnerte mich an den älteren Herrn.....scheisse da war also doch was dran an den Kontaktproblemen . Es wurde so schlimm, dass ich was tun musste.

Ich hörte das Impulsweitenmodulierte Fahrgeräte deutlich besser wären da immer die volle Spannung kurzzeitig anliegt.
Also kam ein Conrad Fahrgerät ins Haus. Parallel dazu machte ich einen Versuch mit Elube eine amerikanischen Kontaktöl ähnlich wie Kontakt 60. Ich trug im Bahnhof etwas auf und fuhr den mit dem Zug eine Runde.
Und siehe da ein Wunder passierte.....die Bahn lief nach 1-2 Runden störungsfrei. Mit dem Fahrgerät konnte man extrem langsam fahren.
Und das beste, das hält schon 10 Jahre an !!! Ich hatte praktisch nie wieder nenneswerte Kontaktprobleme.
Meine HGE 4/4 ´ ruckelte mal eine Zeitlang.....bis ich merkte dass nur noch 1 Radschrleiferpaar Kontakt hatte. Die anderen liefen auf Kunststoff. Ich hab die Dinger gerichten und die Lok läuft wieder einwandfrei.

Ich hatte große Hoffnung, dass beim Märklin H0 Umstieg auf Digitalsteuerung auch eine Kontaktverbesserungeintreten würde, da ja immer eine hohe Spannung am Gleis anliegt. Das war leider nicht der Fall, die Kontaktsicherheit wurde eher kritischer da man auch langsamer fuhr und die Loks keinen Auslauf mehr hatten.

Ich vermute, dass das Fahrgerät mit Impulsbreitenmodulation einen wesentlichen Beitrag zur Kontaktsicherheit bei der RHB Strecke beiträgt und das Kontaktöl alleine diesen enormen Fortschritt nicht gebracht hätte.

Deshalb hab ich die RhB Strecke bewusst nicht digitalisiert.

Wie sind hier Euere Erfahrungen ?

Gruß

Mike


H0 / H0m Hochgebirgsanlage
Fuhrpark: Märklin, Roco, Fleischmann, Bemo
Steuerung: IB + Selbstbausoftware
Highlights: Seilbahnen, Zahnradbahn

Schaut doch mal vorbei....
viewtopic.php?f=64&t=38422


 
alpenfan
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