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RE: Uhlenbrock Decoder 76200, meine Erfahrungen...

#1 von HeinzH. ( gelöscht ) , 02.12.2009 10:40

Moin Freunde,
über Erfahrungen mit dem Uhlenbrock Decoder 76200 ist hier und anderswo schon viel geschrieben worden, aber....
....nicht von mir

Im Ernst, die Stellungnahmen und Anmerkungen der MoBa Kollegen zum Uhlenbrock Decoder 76200 in den Threads vom...

14.Mai 2005

24. März 2008

5. September 2008

2. Januar 2009

9. April 2009

...fallen nur zu einem kleineren Teil positiv aus, die Meisten äußern sich eher kritisch zu diesem Decoder, mit dem man ältere Märklin Lokomotiven mit den bekannten Standard Motortypen mit Elektromagnet preiswert und relativ schnell umbauen kann.

Nachdem ich kürzlich nach einer Rivarossi BR 01 (ESU Lopi 3.0) eine ältere Märklin BR 78 (ESU Lopi 3.0, Permanentmagnet) umgebaut habe, ermutigte mich mein Händler, angesichts meines ziemlich großen Altbestands (auch) von Märklin Lokomotiven, "spaßeshalber" auch einmal den Uhlenbrock Decoder 76200 auszuprobieren.

Ich habs getan

Um die Vergleichbarkeit mit der Märklin 86 130 (aus der Digital-Startpackung 29532) zu gewährleisten, entschloss ich mich, den erworbenen Uhlenbrock 76200 in meine mehr als zwanzig Jahre alte Märklin BR 86 (86 173) mit Telexkupplung einzubauen.

Mag sein, daß meine Ansprüche an digitalsierte alte Märklin Schätzchen nicht sooo groß sind, aber ich bin mit dem Digitalisierungsergebnis nicht unzufrieden:
Ich kann bei den Fahreigenschaften der umgebauten 86 173 nur einen Unterschied zu neueren 86 130 (mit Märklin Decoder/Permanentmagnet) feststellen, den Auslauf. Wenn ich auf der MS die Stoptaste drücke, läuft die "Alte" wesenlich länger aus als die "Neue".
Das bemängelte hochfrequente (bei mir nicht zirpendes!) Geräusch ist nur beim Hochregeln der Lok kurz vorm Anfahren zu hören.

Interessant ist noch, daß die Lämpchen an der 86 173 bei mir auf der (in der Bauphase befindlichen, z.Z. noch mit MS betriebenen,) Anlage etwas pulsieren, auf der Teststrecke des Händlers aber konstant leuchten.

An den Standard Einstellungen des Uhlenbrock 76200 habe ich bisher nichts verändert, zumal ich noch keine CS, ECos oder Ähnliches besitze.

Mein bisheriges Fazit: Wenn es nur darum geht, einen vorhandenen Altbestand von Märklin Triebfahrzeugen für den echten Betriebseinsatz auf der digitalisierten Moba nutzbar zu machen, ist neben dem ESU Lopi 3.0 auch der Uhlenbrock 76200 eine Überlegung wert.
Vom dem im Vergleich doch sehr zügigen Einbau bei diesem Decoder einmal abgesehen, hält man sich damit immerhin auch noch die Option offen, später per vorhandener Susi-Schnittstelle ein Soundmodul nachzurüsten.

Ich selbst lege mich auf Dauer auf keinen Decodertypen fest, sondern werde mich von Fall zu Fall entscheiden.

Gruß aus Münster,
HeinzH.


HeinzH.

RE: Uhlenbrock Decoder 76200, meine Erfahrungen...

#2 von Besra ( gelöscht ) , 02.12.2009 11:56

Hallo Heinz,

in Deiner Aufstellung der Artikel hast Du meinen vom 28. März 2009 übersehen : 76200 richtig einstellen.

Ich hab eine ganze Reihe 76200er verbaut und bin weitgehend zufrieden damit. Die besagte 86er habe ich auch und die läuft wirklich ausgesprochen gut mit dem Dekoder. Das geht aber nicht bei jeder Lok so einfach. Ich habe auch Fälle gehabt, wo ich den 76200er gegen einen anderen Dekoder (Zimo) getauscht habe, um ein gutes Fahrverhalten zu erzielen. Beispiele wären die BR 74 (3095) und die BR38 (3099).
Generell meine ich auch, dass dieser Dekoder weit besser ist, als sein Ruf. Und auch wenn andere das Gegenteil behaupten: Ich finde ihn recht günstig. Habe 29,90 € dafür bezahlt - andere Dekoder (Zimo/Esu) plus Permanentmagnet kommen da immer teurer.
Es muss uns aber auch klar sein, dass der 76200 mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist und daher nicht mehr ganz mit den aktuellen Dekodern mithalten kann. So kann er kein (vollständiges) Function-Mapping, es gibt nur zwei Funktionen, keine Lastregelung im Analogbetrieb usw.
Wenn der Dekoder mit dem Antrieb der Lok (Motor + Getriebe) harmoniert, dann lassen sich Fahreigenschaften nahe am ESU Lokpilot erzielen. Zimo's MX63, MX64, MX630 sind eine Klasse besser (das ist mein persönlicher Eindruck, nachdem ich von allen diesen Dekodern mehrere in Gebrauch habe).
Gerade das Einstellen kann aber eine etwas langwierige Prozedur sein. Für mich ist das einer der wenigen Nachteile des Dekoders. Der andere ist der, dass ein sanftes Anfahren bei vielen Loks schwer zu schaffen ist (und bei manchen überhaupt nicht). Das der Dekoder aber keine spürbare Lastregelung aufweist, wie ab und an geschrieben wurde, kann ich in keiner Weise nachvollziehen.
Für mich sieht das Fazit daher so aus: Da das Bessere des Guten Feind ist, kaufe ich keine weiteren 76200er mehr. Es wird aber auch keiner weggeworfen. Ggf. kommt der Dekoder in eine andere Lok; meine "Kleinen" (BR 89, Länderbahnloks (3087, 3090)) laufen prima mit dem 76200 und brauchen keine High-Tech-Lösung. Der alte Schienenbus (3016) verträgt sich übrigens auch bestens mit 76200.

Viele Grüße
Besra


Besra

RE: Uhlenbrock Decoder 76200, meine Erfahrungen...

#3 von Thilo , 02.12.2009 12:54

Hallo Heinz,

ich habe auch zwei dieser Dekoder bei mir im Einsatz. Inzwischen sitzen sie beide in meinen 85ern (3308 und 3309) und funktionieren zu meiner vollen Zufriedenheit. Bei 85 007 (3309) ist er auch in der Lage die beiden Telexkupplungen getrennt zu schalten.

Aber diese Dekoder können auch sehr eigenwillig sein.

Meine 18 478 (3093) und meine 85 007 verwandelten sich beide unmittelbar nach dem Umbau in Echtdampfloks (die Feldspule wurde zur Heizspule). Bei 18 478 trat der Fehler mit drei Dekodern auf (die Ersatzmotorteile hat mein Händler bezahlt) und sie erhielt beim vierten Versuch einen Uhlenbrock-AnDi. Inzwischen verkehrt sie mit einen Tams LD-W-33.

85 007 wurde von meinen Händler zu Uhlenbrock geschickt (auf deren Anforderung, da man dort von den Fehler zwar schon gehört hatte, aber noch keine betroffene Lok zur Untersuchung vorliegen hatte.) und kam ohne weitere Erklärung, aber voll funktionstüchtig zurück.

78 031 (3303) erhielt ebenfalls bei ihrer Digitalisierung diesen Dekoder, war aber damit nicht fahrbar (Ruckelmania hoch fünf!). Also habe ich den Dekoder mitsamt Motorschild in die 85 006 (330 versetzt, wo er seitdem absolut problemlos läuft.

Wenn der Dekoder 76200 läuft, dann läuft er auch gut. Aber wenn er nicht läuft, ist es anscheinend unmöglich die Gründe dafür zu finden und die einzige Lösung ist der Austausch gegen einen anderen Dekoder oder einer anderen Lok.

Viele Grüße

Thilo


Meine Modulanlage mit Bf. "Königsförde"


 
Thilo
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Ort: Kronsburg bei Rendsburg
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