RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#1 von Jlx ( gelöscht ) , 10.01.2010 17:08

Hallo!

Meine Märklin 37226 (ÖBB 1020, ex.E94) hat im Vergleich zu meinen anderen Loks mit HLA doch sehr laute Fahrgeräusche. Es ist nicht das typische Kreischen des Motorankers, sondern eher ein "singen", welches vermutlich von den Zahnrädern des Getriebes her kommt.

Lauter wird das Ganze unter Last, leiser am Rollenprüfstand bzw. wenn die Lok gar keine Belastung hat (angehobene Antriebsachsen).
Mir ist schon klar, dass dieser Motortyp als grundsätzlicher Krachmacher gilt, aber zumindest eine Reduktion der Lautstärke wäre schon ganz nett.
Nun habe ich natürlich diesbezüglich schon viel gesucht und "herumgelesen", aber so richtig schlau bin ich noch nicht geworden, was hier helfen könnte?

Schmiermittel
Schmiermittel helfen offenbar wenig oder zumindest eher nur kurzfristig. Hier würde mich jedoch Eure Meinung zu Lokfett B52 interessieren.
Kann das helfen? Vielleicht gibt es auch einen Vorschlag für ein anderes Schmiermittel?

Grate auf Zahnrädern
Laut div. Aussagen kommt das Geräusch von der Minderwertigkeit der verbauten Zahnräder.
Insbesondere davon, dass diese manchmal schlecht bzw. gar nicht entgratet seien.

Wie stelle ich das am Besten fest?
Spürt man die Grate?
Kann man sie mit üblichen Werkzeugen messen?
Oder gibt's charakteristiche 'Reibespuren'?

Insbesondere frage ich mich aber, wie man die Zahnräder dann entgraten kann. Geht das im eingebauten Zustand oder müssen alle Zahnräder raus? Was benötige ich dazu?
Gibt es vielleicht irgenwo eine diesbezügliche Anleitung oder einen Bericht?

Einfahren
Wie ist Eure Erfahrung betreffend dem Einlaufen der Lok? Hilft das? Reiben sich die Grate dabei selbständig zurecht? Wie lange und mit welcher Geschwindigkeit einfahren? 01h 05h 10h 20h 50h? (Ein Rollenprüfstand sowie ein PC samt programmierbarem Einfahrprogram steht mir zur Verfügung.)


Sorry für die vielen Fragen, aber vielleicht haben auch Andere selbiges Verhalten mit ihrem Schnappi oder anderen HLA-Lok?

Achja bevor ich es vergesse: mein Schnappi war natürlich schon einmal retour bei Tante M in Göppingen.
Das Ergebnis könnt Ihr Euch aber vorstellen, sonst hätte ich diesen Thread nicht eröffnet...

Danke für Eure hilfe im Voraus!
LG Jürgen


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#2 von kaeselok , 10.01.2010 17:31

Zitat von Jlx
Hier würde mich jedoch Eure Meinung zu Lokfett B52 interessieren.
Kann das helfen?



Hallo Jürgen,

genau DAS wollte ich Dir grad empfehlen! Bei dieser Lok war die Tante etwas zu sparsam mit dem Öl/Fett, war bei mir auch der Fall. Sparsam nachfetten und gut ist's.

Allerdings macht der HLA bauartbedingt schon seine "Musik". Ich finde es jedenfalls nicht schlimm ... sondern wirklich MUSIK!

Viele Grüße,

Kalle


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#3 von Meise , 11.01.2010 00:38

Hallo Jürgen,

meine 37226 ist im gegensatz zu anderen HLA-Loks recht leise. ich habe meine zahnräder allerdings gefettet und an das "motorlager" mache ich immer einen tropfen von dem roten LGB-Öl ran.


Mit freundlichem MoBa-Gruß - Guido Meißner


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#4 von Michael K , 11.01.2010 08:25

Servus miteinander,
das typische Singen des Getriebes unter Last bekommst Du (bei diesem einen Fahrgestell) nicht weg, Jürgen - egal mit welcher Methode.
Ich hab mich mit eben so einem Fahrgestell schon "schwarz" geärgert und es letztlich gegen ein anderes getauscht. Bei mir war das aber eine alte 94er, die nun genau so ein Fahrgestell (mit HLA), wie deine hat.
Das Grundproblem sind die sehr großen Fertigungstoleranzen, so dass man Glück haben kann beim Geräusch, oder eben Pech, wie Du. Bei einer neuen Lok ist das um so mehr ärgerlich, als es ja leiser geht.
Ich selbst hab schon genau gleiche E94 Fahrgestelle mit HLA (unter Last) deutlich singen bzw. leise schnurrend dahinrollen hören. Auch ein Zahnräder-Tausch brachte bei mir nix. Einfahren bringt auch da nix.
Du kannst es höchstens mit einem "Supern" der Bech-Stanz-Zahnräder probieren:
Dazu musst Du erst mal alle (!) Zahnräder ausbauen - und das heißt Räder abziehen... Dann die Seitenflächen glattschleifen und die Kanten etwas brechen. Alels in allem eine mühselige Arbeit, deren Erfolg nicht absehbar ist.

Tröste Dich, die E94 war auch im Original singend und laut!


Viele Grüße
Michael


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#5 von Horst Eiberg , 11.01.2010 09:23

Zitat von Michael K

Tröste Dich, die E94 war auch im Original singend und laut!



Genau, man sollte ob der Vorbildlichkeit des Modells, Märklin dankbar sein!

Gruß
Horst

P.S. Bei mir singt die das ÖBB-Krokodil auch ihr Lied.


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#6 von Jlx ( gelöscht ) , 11.01.2010 21:41

Hallo!

Herzlichen Dank schonmal für Eure Antworten!

Mir ist schon bewusst, wie ein HLA klingen sollte, ich vergleiche das natürlich nicht mit einem SDS oder Glockenankermotor...
Der typische Märklin-Sound gehört natürlich dazu, da gebe ich Euch schon recht - es ist halt so, dass dieses Kroko schon extrem laut ist.

Jetzt bin ich übrigens in der Lage, die Geräuschentwicklung mit einem komplett bauartgleichen Modell zu vergleichen, da heute mein zweites Schnappi - eine 37225-01 eingetroffen ist! Was soll ich sagen: jetzt bin ich glücklich und enttäuscht zugleich.

Mein Neues schnurrt wie ein Kätzchen - keinerlei Anzeichen von lautem Singen aus dem Getriebebereich. So stell' ich mir das vor
Aber was mach' ich jetzt mit dem Roten?

Ich schätze das mit der Schmierung mit B52 kann ein Bischen helfen, Wunder wird es in dem Fall aber sicher nicht bewirken.
Die 37225 habe ich nämlich frisch aus der Schachel auf's Gleis gestellt und ohne viel Schmierung ausprobiert - wunderbar.

Ich werde wohl neben den Kosten für B52 auch noch die 9€ investieren und die paar Zwischenzahnräder (Nr. 21, 22, 23, 24) bestellen und anschliessend austauschen. Mal sehen, ob das hilft. Vielleicht hab ich ja Glück und bekomme diesmal bessere Zahnräder.



Michael, vielleicht kannst Du mir hierzu aber noch einmal eine kurze Info geben?

- zuerst die Räder rechts (28/30) von den Achsen abziehen,
- dann Achsen entfernen und
- anschliessend die Lagerbolzen (25) ausdrücken und
- Zahnräder (21/22/23/24) entnehmen, richtig?

Gibt's hier sonst noch was Besonderes zu beachten?
Entsprechendes Werkzeug dafür hätte ich (inkl. Spurmaßlehre)...

Danke, LG Jürgen


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#7 von jogi , 11.01.2010 22:22

Hallo , Jogi hier

Versuche die Zahnräder zu wechseln , OHNE das Du die Räder abziehst !
Die Räder haben Pressfassung , wenn Du sie abziehst , bekommst Du sie nicht mehr fest . ( brauchst auch noch einen neuen Radsatz .)
Wenn Du die Zahnräder ab hast , reinige das ganze Fahrgestell ( Waschbenzin etc. )


Bastelnde Grüße Jogi ;
Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände:Ein-Aus-Kaputt".
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#8 von Michael K , 11.01.2010 22:24

Jürgen, ich hab seinerzeit auch alle Zahnräder gegen neue getausch - gebracht hats bei mir nix. Aber Du kannst die neuen Zahnräder, die Du ja schon hast (da es ja ein neues Modell ist) nach dem Ausbau optimieren. Nur weiß ich nicht, ob das was bringt und wo genau der Hase im Pfeffer liegt.
Ich hab damals die Zahne zusammengebissen und mir ein neues Fahrgestell (Komplett für ca. 50 EUR) geleistet und gehofft, dass es leiser läuft. Das war dann so.

Die Lagerbolzen musst Du nicht ganz entfernen, nur zurückdrücken. Wenn Du wirklich damit anfangen willst, würde ich erstmal nur die beiden Bolzen 25 zurückdrücken und diese Zahnräder begutachten und versuchen zu optimieren (wobei ich dafür kein Patentrezept habe - man hört immer was von Grate glätten und Kanten brechen... )
Die Räder würde ich erst rausnehmen, wenn das obige nichts gebracht hat und Du nicht aufgeben willst


Viele Grüße
Michael


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#9 von Jlx ( gelöscht ) , 12.01.2010 01:09

DANKE für Eure Hinweise!!
Gut dass ich nochmal nachgefragt habe!

Denn das mit den Rädern hätte ich nicht gewusst.
Auch der Hinweis, die Bolzen nur zurück zu drücken erscheint mir sehr hilfreich.

Ich frage mich nur, ob ich die beiden Räder 21 u. 22 auch dann raus bekomme, wenn die Achse 29 drinnen bleibt?
Gehen die raus, sobald Nr. 23 ab ist? Oder gehen die sowieso raus, sobald sie vom Bolzen runter sind?
(Ich hab' den Motor noch nicht offen, habe jetzt mal nur die Skizze studiert.)

Achja, Michael: ich hab' nicht überlesen, dass es bei Dir leider nix geholfen hat. Aber ich denke mir, probieren kann ich's ja. Falls es nicht hilft oder ich im schlimmsten Fall der Antrieb sogar komplett demoliere, dann kann ich immer noch ein neues Treibgestell kaufen. Wobei ich hier wieder nicht ganz sicher bin, ob bei der Nr. 20 nicht nur der Motorblock, ohne Zahnräder, etc. gemeint ist oder eh komplett. Hast Du ein komplettes Treibgestell besorgt (also inkl. aller eingebauter Zahnräder und Achsen)?


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#10 von Michael K , 12.01.2010 22:13

Hallo Jürgen!

Zitat von Jlx
Ich frage mich nur, ob ich die beiden Räder 21 u. 22 auch dann raus bekomme, wenn die Achse 29 drinnen bleibt?


Ja!

Zitat von Jlx
Gehen die raus, sobald Nr. 23 ab ist? Oder gehen die sowieso raus, sobald sie vom Bolzen runter sind?
(Ich hab' den Motor noch nicht offen, habe jetzt mal nur die Skizze studiert.)


Ja, diese Zahnräder bekommst du raus, wenn die Bolzen weggedrückt sind. Ist beim 21er etwas Gefummel, da es dann am 22er vorbei ums Eck muss - das geht aber!

Zitat von Jlx
Falls es nicht hilft oder ich im schlimmsten Fall der Antrieb sogar komplett demoliere, dann kann ich immer noch ein neues Treibgestell kaufen. Wobei ich hier wieder nicht ganz sicher bin, ob bei der Nr. 20 nicht nur der Motorblock, ohne Zahnräder, etc. gemeint ist oder eh komplett.


Das ist komplett mit allen Zahnrädern und Rädern fertig montiert - nur ohne Motorteile. Ich hatte vorher genau wegen dieser Frage beim Märklin angerufen (Ersatzteilservice).
Dieses Treibgestell gibts erst wieder, seit diese 37226 und die Packung 37225 auf dem Markt ist (vorher waren alle möglichen treibgestelle der E94 nicht lieferbar)

Die Bolzen drücke ich immer mit einer Ständerbohrmaschine und umgekehrt eingespannten passenden Bohrern raus. Bei Zahnrad 23 bin ich mir nicht sicher, ob das ohne Räderabziehen aus dem Treibgestell entnommen werden kann (nach oben) - vorher müssen jedoch Zahnrad 21 und 22 raus. Ist aber kein problem, wenn man den Bolzen fürs 23er raus hat - einfach wieder rein, wenn das Zahnrad so nicht einfach rausgeht.

Jürgen, berichte mal, ob Du Erfolg mit dem Zahnrad-Tuning hattest. Würde mich interessieren!


Viele Grüße
Michael


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#11 von Jlx ( gelöscht ) , 12.01.2010 22:55

Michael, abermals dankeschön! Jetzt ist es mir soweit klar, dass ich mich sobald ich Zeit dafür habe an die Arbeit machen kann.

Das Ausdrücken der Bolzen werde ich mal mit meinem Radsatz-Richtgerät probieren. Müsste damit eigentlich gehen.
EDIT: das geht nicht, da die Bolzen zu fest sitzen...
Alternativ natürlich mit der Standbohrmaschinenmethode.
EDIT: hab's mit einem Hammer & entsprechend zurechgeschliffenem Nagel aus/eingeschlagen. Das geht auch.

Bevor ich das aber am Schnappi mache, werde ich es an einer alten (defekten) Lok ausprobieren.
Auch muss ich noch Lokfett B52 bestellen, denn bei der Gelegenheit wird das Getriebe dann gleich komplett gereinigt und vernünftig gefettet.

Wie ich aber die Zahnräder bearbeiten soll? Da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Irgendwie müsste ich die Kanten brechen und anschliessend die Zahnräder neu pollieren.
Mal sehen was sich da machen lässt wenn ich sie draussen hab.
EDIT: Kanten brechen mit 1000er Schleifpapier. Polieren mit Dremel, Polierer und Metallpolierpaste

Ich gebe Euch jedenfalls bescheid wie es ausgegangen ist und was ich alles unternommen habe.
Hoffentlich wird es nicht der nächste erfolglose Versuch hier was zu verbessern.
Naja, wir werden sehen...


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#12 von Jlx ( gelöscht ) , 25.01.2010 22:41

Zitat von Michael K
das typische Singen des Getriebes unter Last bekommst Du (bei diesem einen Fahrgestell) nicht weg


Hallo Michael!

Leider solltest Du (bis jetzt) recht behalten!
Ich habe jetzt wirklich schon so einiges gemacht, gebracht hat's aber in der Tat fast nichts...

*) Motor zerlegt
*) Anker gegen anderen (gleichen Typs) getauscht
*) Bürsten getauscht
*) Alle Achsen raus, Abstände der Achszahnräder zu den Radscheiben vergrößert
... (damit diese nicht mehr an den Zahnrädern reiben)
*) Anschließend Spurweite neu justiert
*) Räder neu aufgepresst & mit Schraubensicherung eingeklebt
*) Alle Zahnräder raus
*) Alle Zahnräder entgratet (1000er Schleifpapier)
*) Alle Zahnräder poliert (Dremel mit Polierer und Metallschleifpaste)
*) Motoranker vorne+hinten mit Lokfett B52 geschmiert
*) Alle Zahnräder mit Lokfett B52 geschmiert
*) Alle Lager mit Uhrmacheröl Nr. 5 geölt
*) Motor 1h neu einlaufen lassen
*) Abschließend noch gereinigt und neu gefettet

Arbeitsaufwand: ca. 4h (ohne Motoreinlaufen)
Ergebnis: null, nienta, nada, nix ... alles fast umsonst

Ja ok, das Schnappi läuft jetzt seidenweich von einer Fst. zur nächsten.
Singen tut's aber trotzdem noch...

Anbei ein paar Bilder der einzelnen Schritte:

1- Zahnrad vor der Bearbeitung:


2- Zahnrad nach Kanten entgraten:


3 - Zahnrad polieren:


4 - Zahnrad poliert & entgratet:


5 - Alle Zahnräder poliert & entgratet:


6 - Am Rollenstand:



Next Step: Zahnräder tauschen (waren schon bestellt und sind unterwegs).
Danach: Drehgestell komplett tauschen (Risiko, dass es wieder so ist) oder einfach dran gewöhnen. Für einen Perfektionisten aber nicht so einfach....

LG Jürgen


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#13 von mp3 ( gelöscht ) , 25.01.2010 23:08

Hi,

das Singen mit neuen Zahnrädern weg zu bekommen ist reine Glücksache. Die müssen konstruktionsbedingt eigentlich alle singen.

Das liegt daran das die Zahnflanken plan sind. Wären die Zahnflanken nach außen überwölbt, wäre das Problem beseitigt, denn dann wäre die Kontaktfläche zum nächsten Zahnrad sehr viel geringer.

Nachzuarbeiten ist das aber nicht, da dafür Material fehlt.


mp3

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#14 von elia , 26.01.2010 09:37

Hallo beisammen,
ich bin dazu übergegangen meine HLAs mit Mehrzweckfett von Aral zu schmieren.
Ich nehme überhaupt kein Öl mehr. Vor ca. 30 Jahren habe ich mal eine Blechbüchse (ca 1 Liter Volumen) Aral Mehrzweckfett gekauft um mein damaliges Motorrad BMW R27 abzuschmieren. Wenn ich nach 30 Jahren in die Büchse schaue hat das Fett noch immer eine einwandfreie Konsistenz. Ich bilde mir ein, daß das Geräusch was leiser geworden ist.
Die Arbeit mit den Zahnrädern würde ich mir ersparen. Aus den Zeiten der Berufsschule meine ich mich erinnern zu können, das man Metallzahnräder mit Kunststoffzahnrädern paaren sollte um Geräusche zu minimieren. Ich würde nur die großen Zahnräder am Motorgehäuse durch Kunststoffräder ersetzen.
Noch einfacher ist es einen Lemo Solar Motor einzubauen. Bei meiner alten 78 waren da alle Geräusche weg. Der Geräuschpegel war dann wie bei Roco-Loks.
Gruss: Elia


elia  
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#15 von mp3 ( gelöscht ) , 26.01.2010 10:28

Hi,

verschleißtechnisch gesehen ist die beste Paarung Stahl/Messing.


mp3

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#16 von heinzhellas ( gelöscht ) , 29.01.2010 20:26

Hallo Jürgen,
ich habe eine BR24-3003 umgebaut und dabei alle Zahnräder u. Achsen ersetzt.
Die grossen Z-Räder hatten keine spitzen Zahnflanken.
Also kein gutes Abrollen, zum Teil klappern od. auch gepresst.
Die Abdrücke an den Flanken kann man sehen.
Hier habe ich mit einer Nagelfeile jeden Zahn nachgearbeitet.
Wichtig ist auch die Achse, das Zahnrad darf nur sehr,sehr wenig Spiel haben.
Evtl neue Achsen einsetzen.
Ich habe sie mir aus Bohrerschäften hergestellt, Zahnrad auf entspr. B.-Schaft gesteckt, und Laufeigenschaft geprüft.
Schmierung nur mit Fett, aber nur die Flanken und nicht die Seiten.
Die Lok schnurrt wie neu.
Hat deine 2.neue Lok vielleicht ein Zwischenrad aus Kunststoff?

Grüsse


heinzhellas

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#17 von Jlx ( gelöscht ) , 29.01.2010 22:35

Hallo Schmiermaxe,

danke für Deinen Input. Eine Frage noch: wie hast Du die Zahnflanken zurechtgefeilt? Müssen die Zähne eher spitz sein, oder stumpf?
Nagelfeile? Fein -> ab ins Badezimmer *gg*. Wird sich meine Frau freuen... (hehe).
Das Spiel der einzelnen Zahnräder auf den Bolzen werde ich mir auch nochmals ansehen.

Achja. Ein weiteres kurzes Update zu Eurer Info: zwischenzeitlich habe ich auch das hintere Ankerlager durch ein entsprechendes Kugellager ersetzt (1,5x4x2) -> um hier den Anker zu stabilisieren. Erfolg natürlich ebenfalls Null. Habe ich zwar aufgrund div. Kommentare in anderen Threads eh so erwartet, wollte aber halt nix unversucht lassen.

Mittlerweile ist auch mein neuer Zahnradsatz eingetroffen (inkl. neuer Lagerbolzen). Werde die auch nochmal mit den jetzt im Motor befindlichen vergleichen und dann mal probieren.
LG Jürgen


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#18 von Harald , 29.01.2010 23:46

Hallo Jürgen,

auch wenn Du bist jetzt erfolglos geblieben bist.........ich bewundere Deine Ausdauer und Deinen Mut (Zerlegen des Getriebes) das Problem zu lösen.....

Viele Grüße von

Harald


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#19 von Jlx ( gelöscht ) , 30.01.2010 11:39

Danke Harald.

Neues Update: heute habe ich die Zahnräder Nr. 21+22 samt Lagerbolzen gegen neue getauscht: wieder nix.
Das verflixte Ding gibt einfach keine Ruhe.

Jetzt bleibt tatsächlich nur noch der Tausch des gesammten Drehgestells... und viel Glück, dass es besser wird.


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#20 von Rocmarhag , 30.01.2010 12:21

Jürgen,

die vorgeschlagen Umänderungen oder Austausch von Zahnrädern ist eine Möglichkeit.

Schau dir mal genau das Motorschild an.
In den früheren Jahren war es fast jedes Motorschild, wobei die angepreßten Bürstenhalter nicht am Motorschild anliegen also da ist ein kleiner Spalt dazwischen.
Mit einem sehr kleinen Tropfen Superglue, es zwischen dem Motorschild und dem Büchsenhalter einführen.
Wenn das der Fall ist (Spalt vorhanden ist)
Neue Bürsten einlegen und vielleicht auch das Motorschild einwenig herumschieben, das könnte vielleicht auch helfen.
Die Lok laufen lassen und ausprobieren ob es überhaupt irgend etwas ausmacht.
Das gleiche kannst du mit den Schrauben auch versuchen, die vielleicht ein bisschen lockerer anschrauben-anziehen.
Aufpassen das die Bürsten herausgenommen werden.
Die beste Idee ist das ganze Motorschild herausnehmen und dann den Superglue hineinzufügen
Wenn du noch eine Stiege höher gehen möchtest, kannst du 2 Kugelllagern einbauen.
Das Motorschild mit einem 4mm Bohrer (Handarbeit > Dremel) und auf der anderen Seite den plastischen Achsen träger herausnehmen.

mvG
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#21 von heinzhellas ( gelöscht ) , 02.02.2010 16:35

Hallo Jürgen,
also nur die grossen Zahnräder bearbeiten.
Die Zähne sollen oben eher spitz sein, aber nicht ganz spitz.
Meistens ist ganz oben am Zahn ein Grat.
Den zu beseitigen reicht schon aus.

Gruss


heinzhellas

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#22 von Jlx ( gelöscht ) , 17.02.2010 21:19

Zitat von Jlx

Jetzt bleibt tatsächlich nur noch der Tausch des gesammten Drehgestells... und viel Glück, dass es besser wird.


Ich möchte Euch noch ein kurzes, abschließendes Update in dieser Sache geben: ich habe schließlich auch nicht mehr machen können, als das ganze Drehgestell zu tauschen (~50€).

Dieses gibt nun Ruhe (genauso wie jenes der E94). Damit bin ich nun zufrieden.
Leider ist es mir aber auch nicht gelungen, den wahren Grund für die lauten Geräusche herauszufinden.
Naja, manches erfährt man offenbar nie...


Jlx

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#23 von Hamo ( gelöscht ) , 17.02.2010 21:46

Zitat von Rocmarhag
Jürgen,

und vielleicht auch das Motorschild einwenig herumschieben, das könnte vielleicht auch helfen.
Die Lok laufen lassen und ausprobieren ob es überhaupt irgend etwas ausmacht.
Das gleiche kannst du mit den Schrauben auch versuchen, die vielleicht ein bisschen lockerer anschrauben-anziehen.

mvG
Ole



Diese Versuche können am Besten auf einem Rollenprüfstand gemacht werden, dann hört man umgehend ein Ergebnis

Viele Grüße,
Harald


Hamo

RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#24 von Michael K , 17.02.2010 22:07

Servus miteinander!

Zitat von Hamo

Diese Versuche können am Besten auf einem Rollenprüfstand gemacht werden, dann hört man umgehend ein Ergebnis



Genau das kann ich nicht bestätigen. Auf dem Prüfstand lief meine Lok stets nahzu geräuschlos. Erst unter Last (die Lok musste wenigstens sich selbst bewegen) treten die Getriebegeräusche auf.

Und Jürgen: Du hast große Ausdauer bei den Optimierungsversuchen gezeigt und einen hohen Materialeinsatz vorgenommen. Letztlich bestätigt das meine Erfahrung mit der E94. Das blöde ist nur, dass das neue Fahrgestell tatsächlich leiser läuft als das alte noch so optimierte. Es liegt also eher wohl doch nicht an den Zahnrädern, denn dann müsste auch das neue singen...
Vielleicht sinds aber auch die Toleranzen bei den Achsbohrungen, die nun besser sind, d.h. einen ruhigeren Lauf ermöglichen, weil die Zahnräder besser ineinandergreifen?


Viele Grüße
Michael


 
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RE: 37226 laute Getriebegeräusche

#25 von Jlx ( gelöscht ) , 18.02.2010 07:03

Also am Motorschild oder dessen Befestigung denke ich wird's in meinem Fall nicht gelegen haben. Hab mich damit auch kurz rumgespielt. Dabei habe ich aber auch keine wesentlichen Verbesserungen gemerkt. Das Schild und das Ankerspiel dürfte vmtl. beim "Ankerkreischen" eher eine Rolle spielen.

Der Anker, das Motorschild sowie die Bürsten sind jetzt im neuen Motor wieder die selben - und hier ist Ruhe. Ich habe 'nur' das Drehgestell ersetzt (ET-Nr. 20 in der Schemadarstellung). Dieses wird komplett inkl. aller Achsen & Zahnräder geliefert. Vorteil: es wird trocken geliefert, d.h. ich habe es gleich mit B52 fetten können, ohne dass da vorher der 'Getriebekleber' dran war. *gg*

Der Motor ist im Freilauf ja immer relativ leise gelaufen, aber sobald Last draufgekommen ist wurde das Getriebe laut (z.B. indem man wenn die Lok am Prüfstand war, eine Achse zwischen Daumen&Zeigefinger etwas gebremst hat oder wenn man auf der Anlage eben einen Zug am Haken hatte).

Michael, ja ich glaube auch, dass es an irgendwelchen Toleranzen liegen wird. Das neue Drehgestell hat zwar nicht das Singen des Getriebes, dafür hat es aber im mittleren Drehzahlbereich das typische Ankerkreischen gehabt. Dieses hatte ich beim alten Drehgestell dafür nie (trotz x-maligem zerlegen/zusammenbauen).
Das Kreischen hab ich aber mit einem rückwärtigen Kugellager sofort wegbekommen...

LG Jürgen


Jlx

   


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