Hallo, ich habe einen Märklin Silberling-Zug mit Innenbeleuchtung. Ich würde den Zug gerne mit stromführenden Kupplungen ausrüsten.
Problem: Die Drehgestelle der Wagen haben keine NEM-Schächte. Da sind aktuell solche Kupplungen dran, die einfach auf einen Stift gesteckt werden. (siehe Bilder!)
Gibt es da irgendwie Nem-Schacht-Adapter? Wie kann ich jedenfalls da am kostengünstigsten stromführende Kupplungen dranbasteln?
Symoba hat Norm - Kupplungsschächte im Programm, die angeschraubt werden. Es ist genügend Fleisch am Normschacht im Bereich des Loches für die Bestigungsschraube vorhanden, um die Kupplungshöhen durch Abfräsen / Abfeilen entsprechend anzupassen. Eventuell muss auch der Befestigungspunkt an den Deichseln verlegt werden.
Ob sich Normschächte ( und welche ) von Lokmodellen so ohne weiteres mit der nötigen Festigkeit und erforderlichen Länge für diese Wagen eignen, kann ich nicht beurteilen, weil ich diese Wagen nicht besitze.
#6 von
Harry Lorenz
(
gelöscht
)
, 01.05.2006 20:38
Hallo zusammen
Ich habe mir mal für meine märklin Standard Flachgüterwagen von RIBU die Kullisen bestellt und zusammengebaut. Nur hatte ich noch keine Zeit, diese in die Wagen einzubauen.
Mit denen kannst du dich auch mal auseinandersetzen. Ich finde die gar nicht mal so schlecht.
Nur lass bitte um Himmelswillen deine Finger von diesen "STROMFÜHRENDEN KUPPLUNGEN " weg. Das ist der größte Sch..ß, der mir jemals in die Finger gekommen ist. Die bestehhen aus mehreren Teilen, die man zusammen in den Normschacht stecken soll. Ich habe es nicht hingekriegt. Zudem sich diese Dinger aus Kunststoff, auf die Alu oder sonstwas hauchdünn aufgedampft ist. Also absolut untauglich und irgendwo auch schon eine Frechheit, diesen Krampf überhaupt anzubieten. Die taugen bei mir nur als eine Schrottladung in einem offenen Güterwagen. Allerdings muß man sie zuvor mit Rost- und Schmutzfarbe behandeln.
Aber die anderen Dinge, wie Normschacht ect, sehen gar nicht soo schlecht aus. Da kannst du dann eine einpolige und sogar eine mehrpolige Kupplung einsetzen.
erhältlich sind diese RiBu-Teile bei Conrad. Sind im Modellbahnkatalog auf Seite 214 abgebildet.
H0 - Kurzkupplungsadapter nach NEM / 211252-90 / 5er Set 1,75 Euro H0 - Kurzkupplungskulisse / 241254-90 / 2er Set - 2,95 Euro H0 - Spezialkurzkupplungsdeichsel / 241256-90 / 4er Set 1,75 Euro H0 - Stromleitendes Verbindungsstück / 241257-90 / 2er Set / 2,95 Euro
Die anderen Teile, die auf den Ribuseiten abgebildet sind, sind bei Conrads Modellbahnkatalog nicht erfasst.
Ausser der blödsinnigen sogenannten "Stromdführenden Kupplung."
Stromführende Kupplungen hat nun:
Märklin als starre Kupplungsdechseil 7319 Märklin als einpolig kuppelbare 72020
RTS hat einpolige - sind die gleichen, wie die Mä 72020
Diese Kupplung hat seit neuestem auch Conrad : 242760 - 62
@ Treibstange, @ Harry Lorenz, Danke für eure schnellen Antworten. Aber ich habe inzwischen wohl die einfachste Lösung gefunden:
Wens interessiert:
Einbau der Kupplungsdeichsel Nr. 274670 dazu als Materialstärkenausgleich ein 2,3mm Benzingring Nr. 608020. Die Deichsel ist dank ihrer beiden Zungen um die Mittelstellung federnd und auch der Wagenabstand bleibt dabei praktisch unverändert. Je Wagen 2x erforderlich und ebenfalls nur Cent Artikel.
Die Deichsel und der Benzing Sicherungsring werden einfach nur anstelle der bisherigen Kupplungsdeichsel auf den Zapfen auf- bzw. eingeklipst fertig. Kein Kleben usw.; Billig und ohne grossen Aufwand.
So kann man theoretisch seine ganzen älteren Wagen auf NEM-Schacht und auf moderne Kupplungen umrüsten.
#8 von
Harry Lorenz
(
gelöscht
)
, 08.05.2006 19:56
Hallo Stefan
Warum umständlich, wenn's auch einfach geht. Ist doch gut, wenn man auch noch mit Centartikeln zum Ziel kommt. Wo doch unser Hobby (fast) immer in der (höheren?) Euro-Klasse angesiedelt ist.
Kannst du vielleicht ein oder zwei Fotos (wenn es 3 oder 4 sind - auch nicht schlimm ) davon machen und hier zeigen?
Zitat von CSinus .... Einbau der Kupplungsdeichsel Nr. 274670 dazu als Materialstärkenausgleich ein 2,3mm Benzingring Nr. 608020. Die Deichsel ist dank ihrer beiden Zungen um die Mittelstellung federnd und auch der Wagenabstand bleibt dabei praktisch unverändert. Je Wagen 2x erforderlich und ebenfalls nur Cent Artikel..... So kann man theoretisch seine ganzen älteren Wagen auf NEM-Schacht und auf moderne Kupplungen umrüsten....
Hallo, wo hast du die Ersatzteile bestellt, ich bin am überlegen ob bei Bahnhöfle allerdings 5 Eur Porto das lohnt sich nicht so...
Um bei der Wahrheit zu bleiben, den Tip mit den Kupplungsdeichseln hat mir der Benutzer "dfa" in einem anderen Forum mitgeteilt. Hab auch nicht gewusst, dass es diese NEM-Schächte von Märklin gibt. Dachte aber das könnte noch für mehrere Leute interessant sein.
Der Benutzer "dfa" hat mir auch ein Bild geschickt, sobald er es mir erlaubt das Bild hier zu posten, wirds reingestellt.
eine weitere Möglichkeit ist der NEM-Kupplungshalter 402660, der sich wie die original Kupplung einfach einclipsen läßt. Federnde Zungen hat er ebenfalls wie die originale Relex-Kupplung, er ist masslich ziemlich identisch.
ABER: auch hier gibt´s um das Loch ein Problem mit der Materialstärke - die original Kupplung ist dicker. Deshalb braucht man eine winzige Beilagscheibe o.ä. um das Höhenspiel zu verringern.
Diese Deichsel wurde mal im mm für den Umbau der 4-achs. Kesselwagen z.B. 4650 verwendet (da braucht es noch ein paar andere Teile). Sie passt auch (mit der Beilagscheibe) wunderbar unter die Fahrgestelle der 44xx-Serie.
leider sind aus diesem Thread die Bilder verschwunden. Das Ersatzteil 274670 taucht gelegentlich in der Bucht auf. Ohne zusätzliche Positionierungshilfe wie z.B. mit dem angegebenen Benzingring schlabbert dieser NEM-Adapter (der ursprünglich von dem Märklin-Modell der BR 221/220 bzw. BR 118 stammt) an den alten TEE-Wagen aus den 70gern/80gern nach unten, sodass z.B. ein eingesteckter stromführender Märklin/RTS-Kurzkupplungskopf sich in den Schwellen/Pukos verhakt.
Gibt aber Alternativen (das von Märklin dafür vorgesehene Ersatzteil 323679 und für Spezialfälle das Ersatzteil 402660), nur leider finde ich den Link zu einem Thread, wo ein Forumskollege 3D-gedruckte Adapter in 2014 zeigte, nicht mehr wieder. Weis einer noch, wo das in 2014 erwähnt wurde?
EDIT 2014-12-13: ich habe mir nun das Märklin Ersatzteil 323679 besorgt:
Auch dieses ist zu dünn, und der Kupplungsschacht hängt herunter. Mit einem kleinen Gummi-O-Ring (Aussendurchmesser ca. 4,5mm, Innendurchmesser ca. 1,9mm, Dicke ca. 1mm) konnte ich den NEM-Schacht aber soweit fixieren, dass die Kupplung nicht herunterhängt. Die Rückstellkraft des Schachtes leidet darunter, was aber im gezogenen Zugverband nicht stört: