ich habe dummerweise den Versuch gewagt, meine alte (ca. 20 Jahre) E-Lok BR E-103 (Art.Nr 3354) von Märklin mit dem Uhlenbrock-Dekoder AnDi 75000 zu digitalisieren. Dummerweise deshalb, da ich mittlerweile in zahlreichen Postings lesen musste, dass viele andere Leute bereits schon schlechte Erfahrungen mit Uhlenbrock-Decodern gemacht haben. So bisher auch ich .... Kurz zum Umbau: Ich habe gemäß Anleitung den Decoder eingebaut mit dem Ergebnis, dass die Lok nach dem Umbau im Analogmodus genauso gut läuft wie vor dem Umbau, aber im Digitalmodus stotternd und oft nur nach Anschieben fährt. Bevor ich mir jetzt einen LokPilot oder ähnliches kaufe, möchte ich wissen ob dieses Verhalten beim AnDi in Verbindung mit einem großen Scheibenkollektormotor normal ist, oder ich doch etwas anderes falsch gemacht habe. Wie gesagt, im Analogmodus läuft sie nachwievor gut, nur der Digitalmodus ist unter aller Sau .......
Den Fehler habe ich auch bei zwei alten Loks gemacht, Uhlenbrock (76200) zu nehmen.
Danach nur noch den LoPi V3.0 mfx, es muß zwar auch der Motor umgebaut werden (entweder nur Permanentmagent, oder - wie ich es machen ließ- gleich Umbau auf Mä Hochleistungsantrieb), aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die umgebauten Loks sind auch alle rund zwanzig Jahre alt (z. B. 3096, 3082) und laufen jetzt wie gestern erst gekauft.
In die 3082 habe ich sogar den LokSound 3.0 M4 einbauen lassen, klasse Sound!
Moin Moin Mathias Der AnDi ist ein elektronisches Umschaltrelais, mehr nicht. Digital ist der eigentlich allerhoechsten ein Notnagel. Wie Du schon festgestellt hast, ist er analog recht brauchbar, und von daher hat er seinen Sinn als Produkt.
Wenn Du bessere Digitalfaehigkeiten brauchst fuer Scheibenkollektormotoren ohne einen grossen Umbau vorzunehmen, nimm den 76200, der liefert nach meinen Erfahrungen (*) recht brauchbare Ergebnisse, auch bei 3 Polern. Der Motor behaelt naemlich seine aufgrund der Spule statt Magneten weichen Fahreigenschaften bei.
(*) eingebaut in: BR 628 Delta/Digital (6080) (zweimal, davon einmal mit sound-Tochtermodul, Luxemburger 18xx Delta, V36 Delta, Schweizer Krok. Delta, BR 152 Delta (zweimal), E18 mit 5 Poler Umbau, Amtrak x995, Kruckenberg Zep (3077) und HAG Re 6/6 (AC). Weniger zufrieden bin ich mit meinen 75200 die in einer 261 und einer S 3/6 steckt (3092), die ersetze ich irgendwann noch. Sprich: den 75200 kann ich nicht empfehlen! 76200 schon. Und AnDi nur Analogfahrern.
Hallo, eine Auffrischung dieses alten Threads. Der Andi 75000 ist einfach und falls sehr günstig zu erwerben, oder noch in der Bastelkiste vorhanden, durchaus noch geeignet da sehr simpel und belastbar für analoge und digitale Gelegenheitsfahrer. Eine besonders geeignete Märklin Baureihe für diesen Dekoder mit einer maximalen Belastbarkeit von 1,2A sind die alten 3-fach Einheiten A-B-A der F7 mit zwei dreipoligen Allstrommotoren. Die Belastbarkeit ist absolut ausreichend und das Licht ist schaltbar. Die Fahreigenschaften sind bei diesen sehr robusten Maschinen analog und digital durchaus brauchbar. Die fehlende Lastregelung fällt fast nicht auf. Ich habe sämtliche F7, auch die Einfacheinheiten damit ausgerüstet und sehe kaum einen Unterschied zur Fahrweise zum alten analogen (elektronischen)Umschalter. In andere ältere Märklinloks würde ich diesen Dekoder allerdings nicht einbauen. Der Schienenbus 3016 z.B. fährt damit nicht besonders. Bei der F7 ist dies aufgrund des Motors und des Eigengewichts, insbesondere bei der dreiteiligen Variante, kein Thema. Es gibt auch aufgrund des möglichen hohen Stroms keine richtigen Alternativen falls der alte Umschalter oder eher der alte Dekoder mit Verstärkerplatine den Geist aufgibt. Außer man baut mit viel Geld gleich auf HLA mit Sounddekoder um. Gruss Jan PS:Ich habe sowohl neben den Märklin Dekodern in MM, Fx und Mfx, welche von ESU und Uhlenbrock eingebaut. Bei Einzelbetrieb der Loks gibt es da egal ob HO oder Spur 1 keine Probleme und keine Präferenzen. Bei Anlagenbetrieb ist es nach Erfahrungen vieler hier im Forum am besten "Sortenrein" zu fahren. Da gibt es dann durchaus "eigene" Meinungen zu den diversen Herstellern.
da hast du aber sehr tief im Datenfriedhof gegraben!
Zitat Außer man baut mit viel Geld gleich auf HLA mit Sounddekoder um.
Warum? Es gibt sehr gute leise Decoder - und beim Fahrverhalten liegen Welten, ja mehrere!, zwischen der Digitalkrücke AnDi und einem MLD/3 an HLA. Die 40€ Mehrpreis sind gut investiert. Und zum Preis des AnDi kriegt man den LD-W32.2 von tams, der im Gegensatz zum AnDi jeden Cent wert ist. Analogfahrer tun besser, sich Umschaltrelais oder elektronische Umschalter im Gebrauchtmarkt zu besorgen.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Danke Erich, ich würde mir jetzt auch keinen AnDi mehr neu zulegen. Für eine Einfachumrüstung ohne Comfort und bei, wie oben beschrieben, wenigen Loktypen geht er noch, gerade wenn man eh noch so ein Ding zuhause rumliegen hat. Bei mir kommt auch nur noch die Umrüstung auf HLA in Frage, und falls ich doch noch einen Allstrommotor behalten möchte besitze ich noch einen Uhlenbrock 76200 und einen Deltadekoder 66032, leider noch mit Mäuseklavier. Dekoder mit Mäuseklavier kämen, wenn überhaupt, eh nur noch in Loks die sich leicht öffnen lassen. Aber es gibt Modellbahner, die Unsummen für ein altes Umschaltrelais als Ersatz ausgeben, obwohl die betreffende Lok alles andere als ein Sammelstück ist. Da wäre dann der AnDi zwar nicht die beste, aber immer noch eine der besseren Alternativen. Ich hab damit vor ein paar Jahren noch eine DHG 500 in Spur 1, die 5720, ausgerüstet, als es noch keinen passenden Permanentmagnet von ESU gab, und es klappte fürs einfache Rundendrehen ganz gut. Jetzt ist allerdings ein Uhlenbrock 77100 mit ESU Magnet 51965 am werkeln, mit sehr guten Fahreigenschaften. Schönes Wochenende Jan
Ich habe selbst noch 4 Loks mit dem 75000 in Betrieb, da das eine günstige Möglichkeit war, um "digital einzusteigen". zB fährt mein 3357 BR628 damit sehr gut.
Man muss aber dazu sagen, dass ich mittlerweile entweder direkt mfx kaufe, oder eben wie bereits beschrieben, auf HLA und mfx umbaue. Die Fahreigenschaften sind natürlich besser.
Was ist sagen möchte: Gänzlich unbrauchbar sind die 75000er nicht.
btw: Ich hatte Probleme den Decoder zu programmieren. Mit meiner MS2 habe ich es nicht geschafft. Habe es mit meinen alten Delta-Equipment gemacht.
für meine Meinung habe ich drei gewichtige Gründe:
keine Motorregelung
keine schaltbaren Funktionen
keine automatische Analog-Digital-Umschaltung
unmögliche [s]Programmierung[/s] Einstellung, für die vorsintflutliches Gerät gebraucht wird.
Upps, sind ja vier...
Vor 20 Jahren hätte ich das noch anders gesehen, aber heute gibt es eindeutig mehr Leistung für das gleiche Geld.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Alles gut. Jedem seine Meinung. Natürlich gibt es bessere Decoder. Trotzdem kann es für den ein oder anderen ausreichend sein, mal eben schnell den AnDi reinzulöten um seine "Uralt-Lok" in seinem Digitalsystem fahren zu lassen. Habe zB eine BR132, war meine erste eigene Lok als Kind. Die werde ich nicht umbauen auf HLA und mfx, möchte sie aber trotzdem ab und zu sehen. Fährt einmal über die Anlage von Schatten zu Schatten und gut.
Schon - nur ging ich bis eben davon aus, der AnDi wurde für knapp 15€ gehandelt. Pustekuchen, MSL ruft 23,66€ dafür auf. Der LD-W32.2 von tams, der alles kann, was der AnDi kann, nur besser und noch mehr (zusätzlicher Funktionsausgang, einstellbare ABV, DCC-Programmierung), kostet 15,95€.
Wenn du die Dinger rumliegen hast, gut. Dann würde ich sie vielleicht auch noch einsetzen. (Aber ich habe delta-Decoder herumliegen, die taugen m.E. mehr, und ich ersetze sie auch durch Besseres...) Aber ich gebe doch heute keine Kaufempfehlung mehr ab für ein Gerät, das weit ab vom Stand der Technik ist und mit modernen Zentralen überhaupt nicht eingestellt werden kann, und dazu noch 50% teurer ist als der Konkurrent auf der Höhe der Zeit!
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Hallo, das Programmieren des AnDi mit MS1 und 2 ist möglich, aber mit der alten 6021 am einfachsten. Mit MS 2 darf keine Adresse einer bereits programmierten Lok verwendet werden. Das Betätigen der für den Programmiervorgang wichtigen Umschaltung der Fahrtrichtung kann zu Fehlern führen. Die Lichtfunktion muss dabei an sein. Überhaupt mache ich kurze Funktionstests der Grundfunktionen und der Fahreigenschaften auf dem Prüfstand, egal ob in 1 oder HO noch mit der 6021. Die MS 2 nehme ich nur zum Test und Programmieren neuerer und sehr umfangreicher Dekoder. Ich plane die Anschaffung der CS3. Obwohl das für meine Bedürfnisse etwas zuviel sein mag. Inwieweit ein AnDi sich damit dann noch "programmieren" läßt kann vielleicht ein Anwender der CS berichten. Schönes Wochenende Jan PS.: Hab da wohl was losgetreten bezüglich dieses Uraltdekoders. Aber anscheinend gibt es noch viele Nutzer die aus diversen Gründen nicht ständig ihre Hardware auf den neuesten Stand bringen. Manchmal ist die einfachste Lösung auch nicht unbedingt die schlechteste.