RE: Frage zu Bahnsteigleuchten in Epoche 3

#1 von OliverW. , 14.02.2010 20:20

Hallo,

Mit welchen Leuchtmittel waren üblicherweise in Epoche 3 die Bahnsteigleuchten (z.B. die 6364 von Viessmann http://www.viessmann-modell.com/shop/pro...ehe--70-mm.html) ausgestattet?

Waren das Leuchtstoffröhren, oder waren da Glühlampen drin?
In welchen Abstand waren die in etwa aufgestellt? Auf älteren Fotos sieht das für mich wie eine Wagenlänge (also ca. 20-25m) aus. Kommt das so hin?

Angesprochen fühlen dürfen sich insbesondere die etwas älteren hier, die das noch life miterlebt haben!

Oliver W.


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RE: Frage zu Bahnsteigleuchten in Epoche 3

#2 von antiquarius ( gelöscht ) , 15.02.2010 12:45

Hallo Oliver,

so generell, wie Du Deine Frage gestellt hast, ist sie leider nicht zu beantworten; es kommt sehr darauf an, ob Du mit Epoche 3 mehr die Anfangszeiten von 1949-55 meinst (da gab's wenig Neonlicht), oder z.B. die 60er Jahre; in den 60ern waren Leuchtstoffröhren sehr verbreitet und galten schon deswegen als erste Wahl, weil sie sehr viel heller waren als die gewöhnliche Glühbirnen-Beleuchtung; auf weniger wichtigen Bahnhöfen (die natürlich deshalb auch später modernisiert wurden) waren Glühlampen-Laternen die Regel; je höher der Mast, desto größer der Abstand. Das mit der Wagenlänge Abstand (ca.25 m) dürfte für Laternenbeleuchtung schon OK sein; auch hier kam's drauf an, wie wichtig die Beleuchtung war: Sollte dort rangiert und umgeladen werden, musste natürlich auch die Beleuchtung besser sein. Stell Dir das so vor: Wenn Du in München Hbf eingestiegen bist, war da schon in den späten 50er Jahren Neonlicht; kamst Du durch Freising, gab es da am Bahnhofsgebäude ein paar Neonlampen, sonst - auf den Bahnsteigen - Glühbirnenbeleuchtung; auf den Dorfbahnhöfen, die der Zug nur passierte, gab es höchstens ein paar Laternen (und die brannten auch nur, wenn noch ein Zug erwartet wurde). So oder so ähnlich war das, wenn ich als Kind nachts zu meinen Großeltern in die DDR fuhr... (ich bin Jg.1950)

Ich hoffe, dass ich Dir raten konnte;
Grüße, Jürgen


antiquarius

RE: Frage zu Bahnsteigleuchten in Epoche 3

#3 von OliverW. , 15.02.2010 18:04

Hallo Jürgen,

vielen Dank für Deine Antwort, die mir doch sehr weiterhilft. Das ist interessant, gab es also die "typische" Bahnsteigleuchte Nr. 6364 auch mit Glühlampen.
Ja, ich meinte mit Epoche 3 schon überwiegend wie 60er Jahre, also so ab etwa 1958 bis 1968.

Oliver W.


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RE: Frage zu Bahnsteigleuchten in Epoche 3

#4 von antiquarius ( gelöscht ) , 15.02.2010 18:48

Hallo Oliver,

da habe ich mich wohl nicht klar genug geäußert: DIESE Viessmann-Lampe sieht mir doch ganz nach Leuchtstoffröhre aus! Für die 60er ist sie natürlich epochemäßig OK - nur: GEWÖHNLICHE Glühbirnen waren da wohl nicht drin; vielleicht Speziallampen mit einer Gasfüllung.

Bitte entschuldige die o.e. Unklarheit!

Gruß, Jürgen


antiquarius

RE: Frage zu Bahnsteigleuchten in Epoche 3

#5 von K.Wagner , 16.02.2010 12:28

Hallo Oliver,

die große Zeit der Neon-Lampen begann ca.(!) 1965. Da wurden auf kleineren Bahnhöfen häufig die Holzmastlampen gegen Betonmastlampen ausgetauscht - wobei dann oft auch auf die "Neonröhren" umgestellt wurde.
Ein Tip: Schau mal im Netz nach Bahnbildern aus dem von Dir gewählten Zeitraum - auch wenn es oft Triebfahrzeuge sind. Auch dort findet man viele typische "accessoires" im Umfeld (z.B. "DB in Epoche 3" oder so ähnlich oder historisches Forum bei DSO)


Gruß Klaus


 
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