RE: Märklin Anlage gemischt Analog / Digital

#1 von roger , 28.02.2010 21:49

Hallo zusammen,

in meiner Märklin Anlage mit 4 analogen Fahrtransformatoren + 1 Trafo für Magnetartikel habe ich nun 1 Fahrtransformator durch eine Mobile Station ersetzt, um die Sonderfunktionen meiner Digitallokomotiven zu benutzen. Eine komplette Umrüstung auf Digital ist mir zu aufwändig und zu teuer, da ich mehrere 25 bis 50 Jahre alte Lokomotiven habe, an denen ich emotional hänge.
Der Betrieb mit der Mobile Station hat sofort und bisher auch störungsfrei funktioniert, obwohl in mehreren Beiträgen steht, dass eine gemeinsame Masse zwischen analog und dem neuen Märklin Digitalsystem nicht zulässig sei - ist aber gegeben, weil an den Übergangsweichen die Masse verbunden ist. Kurzschluss der Fahrspannungen durch die Schleifer vermeide ich, indem ich eine Trennstrecke von 60mm einbaue.
Mir ist technisch unklar, wieso ich verschiedene elektrischen Systeme nicht an einem Punkt miteinander verbinden kann. Das wird in anderen Anwendungen doch tausendfach gemacht. Und die Masse auf meiner Modellbahn ist doch sowieso floatend.
Kann mir das jemand erklären?
Roger


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RE: Märklin Anlage gemischt Analog / Digital

#2 von hjmauser ( gelöscht ) , 28.02.2010 23:07

Hallo Roger,

Deine Argumentation ist an sich richtig - die MS darf genau deswegen nicht aus demselben Trafo gespeist werden wie der Rest der Anlage. Genau dann ist die Masseverbindung unproblematisch, da sie potentialfrei ist.

Wäre es derselbe Trafo, würde die MS in allen Schaltstellungen der Ausgangsstufe Fremdspannung erhalten und die Transistoren können beschädigt/zerstört werden.

Allgemein:

Im Prinzip ist allgemein "Massetrennung" nicht erforderlich, wenn man mit verschiedenen Trafos arbeitet und "Masse" bei spannungsumformenden Geräten (PWM-Fahrregler, Digitalsteuergeräte) nur am AUSGANG dieser Fahrgeräte miteinander verbindet. Hat man einen echten AC-Fahr-/Lichttrafo oder Fahrpulte mit Halbwellengleichrichtung (6021, IB, analoges 6600), darf deren Masse auch direkt vom Trafo aus zum "Sternpunkt" gelegt werden (im Falle eines Licht-/Zubehörtrafos sollte dies sogar passieren, sofern man ihn in die Sternmasse einbeziehen will oder muß (z.B. Ansteuerung für M-Weichenantriebe analog oder als reine Lastspeisung von Decodern), daß der Kurzschlußstrom des Lichttrafos dann nicht über die Klemmen des Fahrgeräts fließen muß!)

Bitte stets bei mehreren Trafos immer die Phasenlage prüfen (Massen zwischen beiden Trafos verbinden, Multimeter (AC-Volt) / 2 in Reihe geschalteten 16-V-Birnchen zwischen die zwei meist gelben Klemmen hängen und sicherstellen, daß keine / eine minimale Spannung anliegt).

Wenn diese Bedingung mit den Trafos erfüllt ist und alle Geräte richtig gepolt sind, ist zwischen digital gesteuerten Abschnitten bei gleichartigen Boostern auch eine kurzzeitige zweipolige Verbindung durch einen Schleifer nicht tragisch. AUCH bei Vollwellengleichrichtung, entgegen den teilweise diskutierten Märklin-Anwendungshinweisen! Zwischen einem "spannungsumformenden" Gerät und einem AC-Trafo darf dagegen nie eine zweipolige Verbindung auftreten, außer das Gerät ist extra dafür spezifiziert!(das 6600 ist es, soweit ich weiß - aber ohne Gewähr)

Wenn das noch zu kompliziert ist, bitte zu den Details nochmals fragen Es ist schon spät, und ich wollte trotzdem die Antwort so allgemein wie möglich geben.

Übrigens: genau deshalb, weil man so viel beachten muß, ist es wohl für Märklin und Co. einfacher/sicherer, zu sagen, man dürfe keine Masseverbindungen haben. Für Nichtelektriker ist das wohl die einzige allgemeingültige Aussage...

Beste Grüße,

Hans-Jürgen


hjmauser

RE: Märklin Anlage gemischt Analog / Digital

#3 von H0! , 28.02.2010 23:14

Hallo, Roger!

Zitat von roger
Der Betrieb mit der Mobile Station hat sofort und bisher auch störungsfrei funktioniert, obwohl in mehreren Beiträgen steht, dass eine gemeinsame Masse zwischen analog und dem neuen Märklin Digitalsystem nicht zulässig sei


Falsche Behauptungen werden durch häufiges Wiederholen auch nicht wahr.
Ein Märklin-Bahnübergang oder M-Gleis-Weichen können nur mit gemeinsamer Masse funktionieren - und ich wüsste nicht, dass Märklin dies verboten hätte.

Man sollte aber an den Speisetrafo von MS/CS keine anderen Verbraucher anschließen (wenn man nicht sehr genau weiß, was man macht).
Dies wurde wohl etwas zusehr verallgemeinert zur Warnung "keine gemeinsame Masse" ...

Der Übergang MS <=> analog wird von Märklin verboten, aber mit Mittelleiterwippe oder Übergangsstrecke ist auch dies technisch unproblematisch.


Viele Grüße
Thomas


 
H0!
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