Hallo, ich plane, einen Teil meiner MOBA als Neubaustrecke (mit Schotter) auszuführen. Natürlich sollen da auch Signale hin, ich schwanke noch zwischen Kompakt- und Kombinationssignalen...wo werden oder wurden welche verbaut?
Die Strecken sind ja 2gleisig, sind im Vorbild an Signalstellen so gut wie IMMER 2 signale (für das eigentliche Gleis in Fahrtrichtung und auch das Nachbargleis in Gegenrichtung) zu finden? Ist das, um auch das Gegengleis uneingeschränkt befahren zu können oder gibts viele Stellen, wo nur ein Gleis signalisiert ist?
Viele Grüße
hauptsächlich MäTrix, Flm. u. Roco, EP IV-V, sehr ICE-lastiger Fuhrpark Aktuelle Projekte: FD Königssee, orientroter IC
Neubaustrecke heute gebaut: Immer KS, es gibt nichts mehr anderes. Neubau wird immer ESTW mit KS sein. Die Signalisierung hängt immer von der Planung ab und vom Verwendungszweck der Strecke. GWB ist Stand der Dinge, damit liegst du auf jeden Fall richtig, ob das linke Gleis jedoch in vollwertigem Blockabstand Signalisiert wird, ist eine Planungs- Notwendigkeits- und Preisfrage. Dafür werden Studien und Hochrechnungen gemacht, was der jetzige, morgige und zukünftige Bedarf sein könnte.
Ich denke auch nicht, das du auf der MoBa damit in Probleme kommst. Der Blockabstand ist recht groß, was bei der Geschwindigkeit auch völlig i.O. ist. Da bring der Standart 1000m Block recht wenig. Somit wirst du in normalen Platzverhältnissen max. 2 Blöcke unterbringen. Des weiteren sind die Signale an der NBS nur Rückfallebene, da mit LZB gefahren wird. Somit ist es auch möglich mit 250km/h an einem haltzeigenden Blocksignal vorbeizufahren. Auch sind LZB Blöcke nicht nur mit Signalstandorten deckungsgleich, sondern auch Weichen können/sind LZB Punkte. Somit ist es möglich, das ein Zug der LZB geführt wird, vor einer Weiche zum halten gebracht wird, weil dieses Element einen LZB-Halt vorgibt. Das ist aber abhängig von der Steckenausrüstung! Bitte vor Tunneln die Kilometer-/Hektometertafeln mit den orangenen Streifen nicht vergessen, und den Notbremsüberbrückungsabschnitt (NBÜ)zu kennzeichnen.
Zitat von HafenbahnFrankfurtBeispielsweise an der SFS Fulda-Würzburg steht auf der großen Talbrücke bei Neuhof eines der Vorsignale der 1950er Bauart HP.
Da bin ich aber mal bass erstaunt... An der Nord-Süd-SFS Hannover-Würzburg wurden doch (ausschließlich?) HP-Signale mit Kompaktschirm aufgestellt. Wie kommt denn dann das dort hin.. :
@Joergel: Wie Scotti schon schrieb, gibt es auch reine LZB-Blockstellen. Die sind dann mit diesen kleinen weißen Tafeln mit schwarzer Zahl in schwarzem Kreis gekennzeichnet (muss aber nicht an einer Weiche sein). Also, falls du genug Platz (in der Länge) an deiner SFS hast... Meine Empfehlung anhand der echten Strecken: Da du schottern willst würde ich HP-Signale mit Kompaktschirm nehmen (wie Hannover/Hildesheim - Würzburg, Mannheim - Stuttgart).
Zitat von scottiBitte vor Tunneln die Kilometer-/Hektometertafeln mit den orangenen Streifen nicht vergessen, und den Notbremsüberbrückungsabschnitt (NBÜ)zu kennzeichnen.
Warum haben denn die Kilometer-/Hektometertafeln einen orangenen Streifen? (Wie ist der NBÜ gekennzeichnet?)
Zitat Die Notbremsüberbrückung darf vom Triebfahrzeugführer nur in besonders gekennzeichneten Streckenabschnitten angewandt werden. In der Regel sind dies Bereiche, die für Hilfsmannschaften nur schwer zugänglich sind (Tunnel, Berghänge, lange Brücken). In Deutschland und in Österreich sind diese Bereiche daran erkennbar, dass sich am oberen und unteren Rand der Hektometertafeln orangefarbene waagrechte Streifen befinden.
Befindet sich der Zug in einem derart gekennzeichneten Streckenabschnitt, muss der Triebfahrzeugführer eine Notbremsung überbrücken und bis zur ersten Hektometertafel ohne orangefarbene waagrechte Streifen weiterfahren.
Besser kann man es wohl nicht formulieren... bei dem Link ist auch ein Bild. VG Jörg
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