RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#1 von Stargazer ( gelöscht ) , 05.09.2010 21:07

Hallo liebe Leidensgenossen

Aus Platzmangel muss ich mich mit den Dimensionen meiner Modellbahn sehr zurückhalten. Deshalb habe ich mich für die Segmentbauweise entschieden. Das erste Modul hat die Masse 120cm x 100cm.
Die Module kann ich so platzsparend verstauen. Ich beschränke mich hierbei nur auf die Darstellung eines Bahnbetriebswerks. Nachdem ich bergeweise Gleisplanvorschläge und einschlägige Literatur verschlungen habe, habe ich mich endlich ans Werk gemacht. Leider gehört planvolles Handeln nicht gerade zu meinen Stärken. Darum sind viele Dinge eben so wie sie sind. Hinterher ist man halt immer klüger. So war der erste Fehler schnell gemacht. Der Ausschnitt für die Drehscheibe ist einige Millimeter zu gross geraten. Deshalb musste der Durchmesser mit einer Korkeinfassung verringert werden. So schlimm ist der Fehler allerdings auch nicht. Der Vorteil liegt darin, dass die Drehscheibe so viel Spiel hat, dass sie leicht in ihre exakte Position geschoben werden kann.



Das zweite Missgeschick liess nicht lange auf sich warten. Da alle Masse theoretisch ermittelt wurden, stimmten hinterher die Ausfräsungen für die Untersuchungsgruben nicht 100%ig mit den tatsächlichen Werten, der erst später zusammengebauten Grundplatte des Lokschuppens überein. Reiht man mehrere Lokschuppenbausätze aneinander, ergeben sich Kettenmasse. Der theoretische Abzweigwinkel von 15 Grad verändert sich in der Praxis geringfügig. Das führt dazu, dass die Lokschuppengleise nur sehr schwer zu verlegen sind. Wenn die Gleise im Lokschuppen nicht mit dem nötigen parallelen Abstand zum Schuppenboden ausgerichtet werden können, ist der Ärger mit entgleisten Lokomotiven schon vorprogrammiert. Deshalb habe ich mit der Oberfräse die Ausfräsungen für die Untersuchungsgruben 4-5mm grösser erstellt. Jetzt kann man die Gruben entsprechend ausrichten.



Die Lokschuppentore sollen später mit der CS2 bedient werden. Dazu musste ich Servos einbauen. Aus China wurden also schnell mal 20 Servos kostengünstig bestellt. Die Dinger kamen dann auch irgendwann einmal an. Leider war damit noch eine recht zeitaufwändige Zollaktion verbunden. Da der Schuppen später nicht bis unters Dach einsehbar ist, habe ich mich entschlossen, die Servos in den Schuppen zu bauen.



Einbauposition der Servos. Die Servos wurden mit Faller-Polystyrolkleber an den Streben der Dachkonstruktion festgeklebt. Die Steuerkabel habe ich mit dünnem Draht am Dachträger befestigt.







Der Faller-Lokschuppen (1x120175, 2x120177) verfügt über eine Torschliessmechanik. Die dafür verwendeten Federstahldrähte mussten gekürzt und neu gebogen werden. Der v-förmige Knick dient der Federung und Aufnahme von Zugkräften, wenn das Tor geschlossen wird.




Nicht alle Stände des Lokschuppens erhalten eine Untersuchungsgrube. Deshalb werden die Schienenzwischenräume mit Polystyrolstreifen abgedeckt.





Der 0,75mm dicke Polystyrolstreifen wurde mit einem 0,6mm Bohrer im Abstand von je 20mm durchbohrt. Der kleine Abstand beträgt jeweils 5mm. Anschliessend wurde der Streifen auf der Oberseite mit Betonfarbe gestrichen.
Nach erfolgter Trocknung wird der stromleitende Draht durch die Bohrungen gefädelt.



Unterseite des Polystyrolstreifens. Das freie Ende des Drahts wird später mit dem Mittelleiteranschluss verbunden. Da ich digital fahre und schalte, kann ich alle Gleise des Lokschuppens unter Spannung halten.



Mit ein paar Tropfen Sekundenkleber wird der Polystyrolstreifen auf das Peco Flexgleis Code 100 geklebt. Ich habe das Peco Gleis gewählt, weil mir keine schlauere Lösung für die Abdeckung der Pukos des K-Gleises eingefallen ist.



In dieser Phase sollten unbedingt Probefahrten vorgenommen werden. Lokomotiven mit kurzen Schleifern sind hier das Mass der Dinge. Wäre dumm, wenn später die Lokomotiven im Schuppen stecken blieben.



Ein erster Versuch mit unterfüttertem Gleiskörper. Ich habe später alle Unterfütterungen entfernt. Das Problem war, dass die Untersuchungsgruben und die Gleise zu tief lagen. Die verwendeten Winkelprofile des Lokschuppenbodens schlossen nicht bündig mit den Peco-Untersuchungsgruben ab. Evtl. passen die Faller-Untersuchungsgruben hier besser. Jedenfalls habe ich die Untersuchungsgruben nun teilweise direkt mit dem Boden des Lokschuppens verklebt. Man kann auf diesem Bild auch den Mittelleiteranschlussdraht erkennen. Wenn mir die Arbeit nicht zu viel wäre, würde ich die Anschlüsse auf der gegenüberliegenden Seite herausführen. Dadurch ergäbe sich ein harmonischeres Bild unter der Anlage. Trotz Digitaltechnik hat es dort genügend Kabel. Dazu aber später mehr.





Neben den Schwellen sind kleine Löcher im Styrodur erkennbar. Diese Bohrungen dienen zur Befestigung des Schuppens mittels eingesteckter Messingröhrchen. Gleichzeitig führe ich durch die Messingröhrchen dünne Drähte, die in Verbindung mit Leuchtdioden für die Beleuchtung im Schuppen sorgen.



Die Kunststoffabdeckungen für die Untersuchungsgruben (Peco Lk56) werden später durch stromleitende Riffelblechabdeckungen von Weinert (3225) ersetzt.



Hier ist die Kabeldurchführung für die Schuppenbeleuchtung zu sehen. Irgendwie muss man die vielen Kabel und Litzen ja tarnen. Ich habe von obitec.de (ch) Messingrohre mit den Massen 0,5 x 4 x 495mm (Art.Nr. 813727) verwendet. Die Messingrohre habe ich durch die Grundplatte geführt. Dadurch befestigen sie gleichzeitig den Schuppen auf der Grundplatte. Erst nach vollbrachter Arbeit kam mir eine bessere Idee zur Kabelführung. Wenn ich es noch einmal machen müsste, würde ich das Ofenrohr der Ofenattrappe durch das Messingrohr ersetzen. Den Ofen durchbohren - fertig ist die elegante Kabeldurchführung.



Die Beleuchtung besteht aus 3mm LED's (Ebay im 100er Pack). Jeweils zwei weisse Leuchtdioden sind in Reihe geschaltet. Sie stecken in den Originalfassungen der Deckenbeleuchtung.



Als Kabelkanal dient ebenfall das dunkel lackierte Messingrohr.



Auf der Lampenfassung sitzt ein kleines Stück Streifenrasterplatine (Opitec.de 241067). Daran wurde die Leuchtdiode angelötet.



Versuch der Kabelbefestigung mit blauem Kabelbinder. Der Kabelbinder war mir zu dick. Deshalb habe ich ihn durch den dünnen unauffälligen, goldfarbenen Draht ersetzt. Die Polung der Lampenanschlüsse habe ich alle mit +/- gekennzeichneten Tesastreifen versehen. Das erleichtert später die Verkabelung.



Hier sieht der Schuppen schon viel aufgeräumter aus.





Die Schrauben musste ich leider in den Schuppenboden drehen. Der Boden wölbt sich an diesen Stellen leicht. Dadurch liegt er nicht mehr an den Untersuchungsgruben an. Sieht nicht so gut aus. Eine Lösung des Problems ist mir aber schon eingefallen. Später tarne ich die Schrauben mit Kohlehäufchen, Holzpaletten, Schubkarren, Figuren, ....






Wenn man einen Farbkopierer einsetzt, kann man aus den Reststücken des Bausatzes so etwas machen.
Links oben befindet sich das Original. Darunter die Farbkopie. Rechts oben, die ausgeschnittene Kopie. Das rechte untere Bild zeigt die seitenverkehrt kopierten Seitenwände.



So ähnlich könnte dann die Rückwand mit der Farbkopie des Originals aussehen.







Die relativ dicken Servokabel müssen irgendwie unter die Platte. Deshalb habe ich einen Minikabelkanal installiert. Das Material stammt von Traudl-Riess.de. Dabei handelt es sich um Vierkantstäbe aus Hartkunststoff mit einer Kantenlänge von 4 x 4mm und einer 3mm Bohrung.



Die kurzen Servokabel habe ich mit 30cm Verlängerungen versehen. Ich wollte zuerst die Stecker abschneiden. Irgenwie stören mich die globigen Dinger. Hatte mir sogar schon 10m passendes Servokabel besorgt. Die Kabel hätte ich dann zusammengelötet und die Lötverbindungen mit Schrumpfschläuchen isoliert. Vorerst behalte ich diese Variante. Ich habe nur sehr wenig Erfahrung mit der Zuverlässigkeit der Servos. Falls einer kaputt gehen sollte, kann ich ihn so einfacher auswechseln. Ich habe die Kabel extra nicht zu knapp abgeschnitten. Dadurch kann ich immer noch auf die andere Option zurückgreifen.



Die Stecker sieht man später nicht, da sie sich ja genau unter dem Dach befinden.



Hier noch ein häufig auftretendes Missgeschick. Immer wieder bleibt man an den filigranen Bauteilen hängen. Ich habe mir zwischenzeitlich angewöhnt besonders exponierte Bauteile erst später anzubauen. Die abgebrochenen Teile kann man zum Glück wieder ankleben. Man muss sie später nur wieder finden. Vielleicht entferne ich auch nochmal alle Laternen. Mich juckt es wahnsinnig in den Fingern, um die kleinen Biester mit SMD-Leuchtdioden zu bestücken. Das wäre natürlich vor der Montage viel einfacher gewesen.



Ein Blick unter das Modul. Ich mag keine Freilandleitungen unter der Anlage. Habe deshalb aus dem Baumarkt selbstklebenden Kabelkanal besorgt. Kleine Einschnitte im Bereich der Kabeldurchführungen sind mit dem Seitenschneider schnell vollbracht.
Am Freitag bekomme ich endlich die noch fehlenden SwitchPiloten geliefert. Dann kann die Schuppenelektrik weitestgehend abgeschlossen werden.



Den Rahmen habe ich aus Alu-Profilen (10,57 €/m) der Firma smt-montagetechnik.de aufgebaut. Zum Einsatz kommen die Profile der Baureihe 6 30 x 30mm in der Ausführung schwer. Die Profile sind absolut verwindungssteif, können beliebig verlängert werden und bieten zahlreiche Anbaumöglichkeiten durch das ausgeklügelte Baukastensystem. Ohne Holz geht es aber doch nicht. Aus Gewichtsgründen habe ich mich für 12mm Pappelsperrholz entschieden.





Tschüss

Gernot


Fisch65 hat sich bedankt!
Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#2 von Stargazer ( gelöscht ) , 05.09.2010 21:10

Hallo zusammen

Ich habe die alten Forenberichte zusammengefasst. Leider sind eure Beiträge dabei auf der Strecke geblieben. Ich arbeite momentan fieberhaft an einer Fortsetzung. Neue Bilder folgen wahrscheinlich nächstes Wochenende.

Gruss

Gernot


Fisch65 hat sich bedankt!
Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#3 von Henk Groen ( gelöscht ) , 26.09.2010 12:33

Hallo Gernot,

Es ist eine Erleichterung zu sehen, wie Sie Ihre drehscheibe mit ringlokschuppen macht.
Denn ich gehe zu meinem BW, bin ich inspiriert von ihre betriebswerk.

hoffentlich habe ich es so gut geschrieben. ist nicht einfach für einen Ausländer

grüßen
Henk


Henk Groen

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#4 von Stargazer ( gelöscht ) , 30.09.2010 12:40

Hallo
Ich möchte einen kurzen Überblick über meine ersten Versuche im Umgang mit Schotter, Schotterkleber und Farbe geben.
Aus Kostengründen habe ich mich für Schotter eines Ebay-Anbieters entschieden. Da hätte ich aber ebenso gut Sand aus dem nächstgelegenen Sandkasten holen können. Der Schotter hat zwar zunächst die korrekte Grösse, Farbe und Form. Doch erlebte ich beim Einschottern eine böse Überraschung. Die Farbe wechselte von grau nach anthrazit. Ich vermutete zunächst einfach nur eine Farbveränderung aufgrund der Feuchtigkeit. Leider konservierte der Kleber die Farbveränderung. Habe gestern auf der Homepage von minitec in einem Nebensatz vermutlich den Grund hierfür gefunden. Der minitec-Schotter wurde behandelt (gewaschen) und ist staubfrei.

Auf dem Bild sieht man die ähnliche Farbe des minitec-Schotters und des von mir verwendeten No-Name-Schotters.
Die Körnung kann nicht verglichen werden, da es sich bei der minitec-Variante nur um die Körnung "Kleinschlag" handelt.



Ich habe zunächst das Gleis mit Ponal express auf den Untergrund geleimt. Dabei wollte ich den frischen Leim nutzen, um gleich den Schotter in den Schwellenzwischenräumen zu verkleben. Also Schotter eingefüllt und anschliessend mit Heki-Schotterkleber beträufelt. Die Flasche mit dem Schotterkleber wurde zuvor ordentlich geschüttelt, da sich nach längerer Standzeit der Kleber am Boden der Flasche absetzt. Nun lauerte die nächste Überraschung. Nach zwei Stunden war der Kleber noch nicht ansatzweise abgetrocknet. Acht Stunden später das selbe Resultat . 24 Stunden später ist der Schotterkleber immer noch flüssig . Nunmehr sind 48 Stunden vergangen und meine Ungeduld wächst . Also den Fön der besseren Hälfte angeworfen. Jetzt ist endlich der Schotter trocken. Leider hat sich die Feuchtigkeit an den Pukos zu schaffen gemacht. Auf dem Bild kann man deutlich Rostspuren erkennen. Das ist nicht etwa das Werk einer gekonnten Alterung. Der Fehler liegt evtl. an der Vorgehensweise. Beim nächsten Versuch lasse ich erst den Ponal abbinden. Anschliessend kommt dann der Schotter zum Einsatz. Ich hatte das Flexgleis grossflächig mit Büchern beschwert. Wahrscheinlich konnte der Kleber darunter nicht ablüften.

Auf dem Bild sieht man den nachgedunkelten Schotter in den Schwellenzwischeräumen und den minitec-Schotter, der seine ursprüngliche Farbe behält. Die minitec-Fläche ist ganz frisch behandelt. Deshalb der weisse Eindruck. Die Farbe stammt noch vom Heki-Kleber.

Habe mir gerade neuen Schotter von minitec bestellt. Am Arbeitsmaterial sollte man eben doch nicht sparen!





Auf diesem Bild kann man einigermassen den Farbunterschied erkennen. In Wirklichkeit ist der Schotter allerdings fast schwarz. Einige Schienenprofile habe ich mit oxydbraun behandelt. Das Zeug lässt sich sehr einfach wieder von den Schienen entfernen. Mit dem Fingernagel über das Profil schaben reicht schon völlig aus. Hier zwängt sich natürlich die Frage nach der Haltbarkeit im längeren Einsatz auf.







Viele Grüsse

Gernot


Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#5 von michael_geng , 30.09.2010 14:03

Das sieht gut aus ,weiter so.

Mfg Michael


Mein Plannung:
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=142004
Mein Bau:
viewtopic.php?f=15&t=163814

Grundrechte sind nicht verhandelbar.


 
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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#6 von matzetower ( gelöscht ) , 01.10.2010 21:48

Zitat von Stargazer
Hier noch ein häufig auftretendes Missgeschick. Immer wieder bleibt man an den filigranen Bauteilen hängen. Ich habe mir zwischenzeitlich angewöhnt besonders exponierte Bauteile erst später anzubauen. Die abgebrochenen Teile kann man zum Glück wieder ankleben. Man muss sie später nur wieder finden. Vielleicht entferne ich auch nochmal alle Laternen. Mich juckt es wahnsinnig in den Fingern, um die kleinen Biester mit SMD-Leuchtdioden zu bestücken. Das wäre natürlich vor der Montage viel einfacher gewesen.






Hallo Gernot,

aus dem gleichen Grund habe ich bei einem Stellwerk die Lampenattrappe unter dem Lampenschirm ausgebohrt und den Oberen Steg der Lampe durch verdrehten Lackdraht ersetzt,nachdem an diesem eine SMD-LED befestigt worden war. Die Wandhalterung an der Stelle des oberen Steges durchbohrt und mit Sekundenkleber den unteren Steg am Draht befestigt. Zu guter Letzt bemalt.
Die Lampe funzt, beleuchtet den Eingangsbereich und es sieht fast originalgetreu aus.

Gruß
Mathias


matzetower

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#7 von DuHastMichLieb , 03.10.2010 17:37

Hallo

das gefällt mir auch sehr gut
Bin mal gespannt, wie du die Servos anschließt an die Switchpiloten, so das die Torepaare auch gleichzeitig auffahren einigermaßen Ich habe bei meinem Schuppen das mit einem Servo nur gemacht, war sehr viel Einstellgefühl gefragt. Aber es ging Und außerdem brauch ich nur die hälfte von den teuren Switchpiloten bzw. Servos.
Mach weiter so mit den Bildern

Gruß Alex


Gruß Alex

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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#8 von Stargazer ( gelöscht ) , 03.11.2010 18:18

Hallo

Jetzt habe ich endlich einen Grossteil des Lokschuppens befahrbar gemacht. Für die Peco-Untersuchungsgruben (LK-56) habe ich die passenden Riffelblechabdeckungen (3225) von Weinert verwendet. Mit geringem Aufwand ist die Arbeit schnell erledigt.



Die Bauanleitung von Weinert sieht Abstände der Bleche von maximal 33mm vor. Das von mir verwendete Abstandsmass beträgt nur 27mm. Ich habe zunächst einmal eine einfache Zeichnung mit den Abständen der Abdeckbleche angefertigt. Diese benutze ich als Schablone für die Kabellängen. Die Lötfahnen der feinen Ätzbleche sind sehr empfindlich und brechen sehr leicht ab. Daher sollten sie erst nach vollbrachter Lötarbeit abgewinkelt werden. Sollte eine Lötfahne abbrechen, macht das nicht viel aus. Das Material lässt sich wieder sehr gut anlöten. Die Kabelisolation habe ich ca. alle 7cm unterbrochen, um die Litze durch die Lötösen zu fädeln.



Ich habe das Kabel entlang des Untersuchungsgrubenbodens verlegt und das Kabelende mittels einer kleinen Bohrung an der Seitenwand ausgeleitet. Wenn ich die Gruben nicht schon fest verbaut hätte, hätte ich evtl. die Kabel unter jedem Riffelblech aus der Grube geleitet. Dadurch wären die Kabel überhaupt nicht mehr zu sehen gewesen. Bei aufgesetztdem Dach sind die Kabel aber auch so nicht zu sehen.



Der Lokschuppenkomplex musste mit wenigen Schrauben auf der Grundplatte befestigt werden. Diese störenden Elemente kann man mit Ausstattungsgegenständen tarnen. Neben der Palette kann man besagte Schraube entdecken.







Jetzt ist mir nach 1-tägiger frustrierender Adressierung endlich wieder eingefallen wie ich die Switchpiloten in die CS2 einbinden kann. Die schon länger verbauten 3 Switchpiloten habe ich ja schliesslich auch einmal erfolgreich ins System integriert. Die zwei neuen Piloten wollten einfach nicht so wie ich wollte.
Habe vorhin noch einige bewegte Bilder vom Torschliessmechanismus und einer aus dem Lokschuppen ausfahrenden Lokomotive angefertigt. Ich stelle die kurze Filmsequenz später noch ein. Nun können alle Tore einzeln geöffnet bzw. geschlossen werden.

Bis bald

Gernot


Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#9 von meisterpinsel , 03.11.2010 20:02

Hallo Gernot,

toller Baubericht und sehr gute Bilder.
Ich habe zwei Fragen an Dich:
1.
Welche Schienenverbinder hast Du zwischen den Gruben und dem K-Gleis verwendet ?
Kannst Du mir bitte den Hersteller nennen ? Oder gar die Produktnummer ?
2.
Welche Schienenprofile hast Du für die Gruben verwendet ? Oder waren die bei den Gruben dabei ?
Wenn Nein, so nenne mir doch bite den Hersteller und evtl. die Produktnummer, oder Bezugsquelle.

Ich bedanke mich schon jetzt für Deine Auskünfte und wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen bei Deinen Bauvorhaben.

Freundliche MOBA Grüße
Heiko


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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#10 von Stargazer ( gelöscht ) , 03.11.2010 21:26

Hallo Heiko

Ich verwende die Schienenverbinder von Märklin (74994, 2,44 € bzw. Peco (SL10, 3.- €). Die Schienen habe ich dem Peco-Flexgleis (SL100, 4,66 € entnommen.
Ich kaufe die meisten Artikel in Waiblingen bei der Firma Schweikhardt. Da ich in der Schweiz wohne, kann ich dringend benötigte Teile erst abholen, wenn ich wieder im Schwabenländle bin. Leider verzögert sich dadurch immer wieder der Baufortschritt. Dafür kann ich die 19% Mehrwertsteuer sparen.

Viele Grüsse

Gernot


Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#11 von meisterpinsel , 03.11.2010 22:15

Hallo Gernot,
danke für Deine schnelle und detailierte Antwort.
Alles Gute für Dich.
Heiko


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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#12 von Stargazer ( gelöscht ) , 05.11.2010 19:26

Hallo

Hier nun die angedrohten Filmsequenzen.







Tschüss

Gernot


Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#13 von DuHastMichLieb , 05.11.2010 21:01

Bin ich ja froh, das nicht nur bei mir die Tore so ruckeln
Aber haste wunderbar hinbekommen.
Wie haste denn die Servos an den Switchpilot angeschlossen ? Du hast ja 4 Ausgänge... je einen Servo dran (insgesammt 4 ) oder hast du 8 Servos, also 2 stück immer an einen Ausgang für jedes Tor ? Weil deine Tore gehen ja nicht gleichmäßig auf.


Gruß Alex

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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#14 von Stargazer ( gelöscht ) , 06.11.2010 01:06

Hallo Alex

Ich habe insgesamt 5 SwitchPiloten verbaut. Jeder Servo wird einzeln angesteuert. Deshalb die unterschiedlichen Bewegungsabläufe. Werde mal noch ein aktuelles Bild von der Unterseite der Platte anfertigen. Es werden immer mehr Kabel. Zum Glück sieht man die Strippen aber nicht. Im Einsatz sind Billig-Servos, die ich direkt aus Fernost geliefert bekommen habe. Evtl. haben teurere Servos eine andere Charakteristik. Die unschöne Ruckelei ist im höheren Geschwindigkeitsbereich natürlich nicht mehr wahrnehmbar. Leider bringt mir das nicht viel. Vielleicht kann man den Bewegungsablauf ja noch etwas optimieren. Dennoch stimmt für mich das Preis-Leistungsverhältnis. Bei 18 Servos kommt da schon ein ordentlicher Betrag zusammen. Zumal so ein SwitchPilot ja auch nicht gerade günstig ist. Andererseits beschränke ich mich aus Platzgründen ja wirklich nur auf die Darstellung eines BW's. Von daher sind die Kosten einigermassen überschaubar, da die grössten Investitionen ja bereits getätigt wurden. Im Lokschuppen sind noch einige Details zu erledigen. Danach werde ich mich ans Aussengelände machen.
Die zwei freien Steckplätze auf dem fünften SwitchPiloten sind schon für die Wasserkräne reserviert.

Viele Grüsse

Gernot


Stargazer

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#15 von love-touch ( gelöscht ) , 06.11.2010 01:42

Hallo Gernot,

stark !!! Da bekommt man wirklich Lust auf eine Drehscheibe und Lokschuppen, nur wohin damit bei meiner Anlage ? Vielleicht hat jemand eine Idee ?!


love-touch

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#16 von DuHastMichLieb , 06.11.2010 02:17

Also Gernot,

ich habe da auch schon die teuren bis 15€ vom Conrad alle ausprobiert, egal ob Metall oder Plastikgetriebe sie ruckeln alle. Hab auf jedenfall festgestellt je langsamer (ms) auf der Verpackung drauf steht er ist, desto besser kannste ihn steuern. Der billige für 5€ beim Conrad tuts da nämlich genauso, wie deiner da beim ruckeln meine sogar nochn Tick langsamer. Gut ich habe die Version gewählt wo ich beide Flügel an ein Servo hänge, da ists auch nicht so einfach beide Tore gleichmäßig auf zu bekommen. Super viel Einstellungssache.

Also dann bau mal schön weiter

Darf man denn überhaupt 2 Servo´s an ein Ausgang vom Switchpiloten hängen ??? Hält der das aus ? Strommäßig mein ich jetzt.

Wie Zachi du hast kein Lokschuppen auf deiner Anlage ?


Gruß Alex

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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#17 von Iwans Tschtschtsch ( gelöscht ) , 06.11.2010 08:56

Zitat
Darf man denn überhaupt 2 Servo´s an ein Ausgang vom Switchpiloten hängen ??? Hält der das aus ? Strommäßig mein ich jetzt.



Hast du im ESU-Forum schonmal nachgefragt?


Iwans Tschtschtsch

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#18 von DuHastMichLieb , 06.11.2010 14:35

Zitat von Iwans Tschtschtsch

Zitat
Darf man denn überhaupt 2 Servo´s an ein Ausgang vom Switchpiloten hängen ??? Hält der das aus ? Strommäßig mein ich jetzt.



Hast du im ESU-Forum schonmal nachgefragt?



Nee denn will net in tausend Foren unterwegs sein


Gruß Alex

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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#19 von Iwans Tschtschtsch ( gelöscht ) , 06.11.2010 15:04

...da bekommst du aber vor allem von den ESU-Mitarbeitern am ehesten eine Antwort, die korrekt ist...


Iwans Tschtschtsch

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#20 von MasterGollom , 06.11.2010 19:35

Echt super dein BW, dieser Thread ist sofort in meinen Bookmarks gelandet


liebe Grüße
Yannick


 
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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#21 von Scaneli , 07.11.2010 12:43

Hallo Gernot,

habe das gleiche Vorhaben, bin zwar noch weit davon entfernt… das liebe Geld

Dein Baubericht ist sehr informativ und die Torsteuerung finde ich toll. Werde dein Vorhaben gespannt weiter verfolgen

Die Kabel in der Untersuchungsgrube stören mich einwenig. Ist es nicht möglich die Kabel ausserhalb der Grube zum nächsten Riffelblech zu verlegen? Ob sich der Aufwand aber wirklich lohnt?! ops: Jedenfalls gefällt mir die Peco-Variante viel besser als die von Faller, die ich schon gekauft habe.

Gruss Christoph


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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#22 von DuHastMichLieb , 07.11.2010 15:33

Zitat von Scaneli

Die Kabel in der Untersuchungsgrube stören mich einwenig. Ist es nicht möglich die Kabel ausserhalb der Grube zum nächsten Riffelblech zu verlegen? Ob sich der Aufwand aber wirklich lohnt?! ops: Jedenfalls gefällt mir die Peco-Variante viel besser als die von Faller, die ich schon gekauft habe.

Gruss Christoph


Geht glaub simpler noch, einfach ein ganz kleinen blanken mini star Draht am Rand von Platte zu Platte löten und ihn anschließend in diesem Grau anmalen. Oder zweckentfremden und jeweis mittig nochmal ne kleine Lampe an der Grubenwand montieren dann siehts aus wie ein istallierter Lampendraht


Gruß Alex

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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#23 von Stargazer ( gelöscht ) , 07.11.2010 18:56

Hallo Christoph

Wenn die Untersuchungsgruben nicht schon fest eingebaut wären, hätte ich das Kabel ausserhalb der Grube verlegt. Allerdings sieht man das Kabel bei aufgesetztem Schuppendach eh nicht. Deshalb habe ich auch dieses Kabel verwendet. Selbst ohne Dach fällt das Kabel nicht sofort negativ auf. Der Fokus des Betrachters liegt eher auf anderen Objekten. Kabel und Untersuchungsgrube heben sich farblich kaum voneinander ab. Ich hätte auch den 0,35 mm Silberdraht verwenden können, der bei den Polystyrolstreifen eingesetzt wurde. Der Vorschlag von Alex stellt eine günstge Alternative dar. Ich würde den Draht aber vorsichtshalber über eine kleine Zugfeder unter Spannung halten.

Gruss

Gernot


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RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#24 von AlwinS ( gelöscht ) , 07.11.2010 20:35

Coole Kiste - Klasse!

Alwin


AlwinS

RE: Bahnbetriebswerk im Bau. Ein ausführlicher Baubericht.

#25 von Stargazer ( gelöscht ) , 08.11.2010 21:09

Hallo zusammen

So sieht zur Zeit die Unterseite der Platte aus. Da kommen wohl noch einige Kabelanschlüsse dazu. Es müssen noch Wartesignale und beleuchtete Gittermasten eingesetzt werden. Bisher sind alle Gleisanschlüsse, die Servos für die Torsteuerung, die Beleuchtung und die Drehscheibe funktionstüchtig verkabelt. Der Saft für alle Verbraucher kommt von der CS2. Allerdings habe ich die Verkabelung so angelegt, dass ich die Servos, die Beleuchtung und den Bahnstrom bei Bedarf separat auftrennen kann. Momentan funktioniert alles tadellos. Die Gebäudebeleuchtung erfolgt durch LED's. Daher ist deren Stromverbrauch sehr gering.



Gruss

Gernot


Stargazer

   

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