am Wochenende habe ich Folgendes erlebt: Am Samstag nutzte ich die alljährliche 20%-auf-alle-Spielwaren-Rabattaktion der Firma Müller, um auch endlich selbst mal Erfahrungen zum Einbau von Innenbeleuchtungen zu sammeln. Also zwei Packungen stromführende Kupplungen gekauft und zwei Mal Innenbeleuchtung für vierachsige Umbauwagen (die sind zwar nicht für stromführende Kupplungen vorgesehen, aber das stört ja den Herrn Angar nicht )
Von Anfang an war natürlich klar, dass die Wagen keinen Schleifer bekommen - nein, die Wagen sollten natürlich von der Lok versorgt werden. Weil ich davon ausging, dass Dekoder es nicht mitmachen, per Funktionsausgang einen ganzen Zug mit Lichtstrom zu versorgen, habe ich bei meiner V200 018 (ESU-Dekoder statt Delta-Gedöns) das Schleifer-Drehgestell auseinandergenommen und das von der Kupplung kommende Kabel direkt am Schleifer angelötet. Somit wurde die V200.0 zu meiner ersten Lok, die einen Zug mit Strom versorgen kann. So weit so gut.
Nun, zunächst flackerten die Wagenbeleuchtungen doch recht stark beim Fahren. Zunächst konnte ich mir das nicht erklären. Dann aber kam mir die Idee: Die Radsätze waren zu stark verschmutzt, so dass ich sie fein säuberlich putzte. Leider war es mir nicht vergönnt, noch eine komplette Runde des "übermotorisierten Bambergers" zu sehen, da die V200 nach einer halben Runde in die Knie ging. Sie schleppte sich noch von einer Wendeschleife kommend den Berg hinauf - sie erinnerte mich an ihre Delta-Zeiten ohne Lastregelung - fuhr auf mein bisher einziges Bremsbaustein-Signal zu und hielt dem Signal entsprechend an. Als dieses auf Grün schaltete, fuhr sie nicht von selbst an. Sie brauchte einen Schubser, um los zu fahren. Außerdem schlich sie nur noch.
Ich habe hinterher natürlich noch Tests mit ihr durchgeführt (ohne Wagen).
- sie braucht meistens ein Anschieben, um ihrem Fahrbefehl nachzugehen - sie schleicht generell - wenn sie eine Haltebefehl bekommt, fährt sie noch eine ganze Weile in derselben Geschwindigkeit weiter wie zuvor, bis sie dann ruckartig anhält
Es ist traurig: Weil ich den Dekoder schonen wollte, habe ich die Beleuchtung nicht als Funktion sondern als ständiges, parallel zum Dekoder angeschlossenes Element verbaut. Jetzt ist aber wohl dennoch der Dekoder kaputt
Wer von euch sieht die Lichtstromspeißung als kausal an?
--- Eisenbahn trennt nicht, sondern sie verbindet!
da der Lichtstrom direkt an die Kupplung geht, dürfte er den Decoder relativ wenig jucken. Aber was für einen Motor hat die Lok? Wenn das einer mit herkömmlichen Kohlebürsten ist, dann zerlege und reinige ihn und kratze mit einer feinen Nadel die Kollektorritzen frei. Ich vermute, dass Kohlenabrieb die Ritzen zugesetzt hat und der daraus resultierende Kriechstrom die Lok hemmt.
von Deiner Lichtstromeinspeisung merkt der Decoder nichts. Da die Gleichzeitigkeit der Ereignisse jedoch einen Zusammenhang nahelegt, denke ich es wird bei Einbau oder Schleiferanschluss der stromführenden Kupplung in Deine Lok etwas schiefgelaufen sein. Einfach mal wieder aufmachen, gucken ob man was sieht, wenn nicht mal riechen, so sollte sich die Stelle finden lassen.
da der Lichtstrom direkt an die Kupplung geht, dürfte er den Decoder relativ wenig jucken. Aber was für einen Motor hat die Lok? Wenn das einer mit herkömmlichen Kohlebürsten ist, dann zerlege und reinige ihn und kratze mit einer feinen Nadel die Kollektorritzen frei. Ich vermute, dass Kohlenabrieb die Ritzen zugesetzt hat und der daraus resultierende Kriechstrom die Lok hemmt.
Viele Grüße
Robert
Das vergas ich dazu zu schreiben: Das war nämlich auch mein erster Gedanke, nachdem ich feststellte, dass alle Kabel und Lötstellen einerseits und andererseits der Dekoder optisch völlig einwandfrei waren. Deswegen habe ich das gestern Abend noch vor meiner 600-Kilometer-Reise gemacht Hat aber nichts geändert.
Zitat von bahnHallo,
von Deiner Lichtstromeinspeisung merkt der Decoder nichts. Da die Gleichzeitigkeit der Ereignisse jedoch einen Zusammenhang nahelegt, denke ich es wird bei Einbau oder Schleiferanschluss der stromführenden Kupplung in Deine Lok etwas schiefgelaufen sein. Einfach mal wieder aufmachen, gucken ob man was sieht, wenn nicht mal riechen, so sollte sich die Stelle finden lassen.
Gruß Achim
Leider müssen wir alle noch ein wenig auf die Prüfung der Lötstelle warten, da ich jetzt mindestens 11 Tage lang nicht gen Süden reise. Danach werde ich deinen Vorschlag natürlich berücksichtigen
Was mich beschäftigt ist eigentlich folgende Theorie:
Auslöser: Lichtstrom zieht den ganzen Saft vom Schleifer Folge: Lastregelung des Dekoders springt wegen Strommangels voll in die Presche Folge 2: Überstrapazierung des Dekoders
Abgesehen vom Schleifer haben diese beiden Bauteile - kS und Dekoder - nichts miteinander zu tun. Deswegen kreisen meine Gedanken nun mal permanent darum ;-9
Es macht richtig mürbe, wenn man weiß, dass etwas nicht funktioniert und man unbedingt daran rumfummeln möchte, aber aufgrund des Studiums nicht kann
--- Eisenbahn trennt nicht, sondern sie verbindet!
Hallo, besorg mal einen neuen Anker. Das der einen Feinschluß hat, könnte auch sein - was aber auch nichts mit der Stromführenden Kupplung zu tun hätte Gruß AS.
die Beleuchtungen haben pro Glühbirne i.d.R. eine Stromaufnahme von 60mA (analog 16V) bzw. 80mA (Digital 21V). Dies dürfte in der von Dir beschriebenen Schaltung dem Dekoder nichts ausmachen. Folglich ist der Fehler mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Kurzschluß an anderer Stelle zu suchen: Messe die Stromaufnahme des Modells (ohne Beleuchtung), sie sollte nicht über 300mA liegen. Überprüfe die Schaltung auf mögliche Masseverbindungen (z.B. in der Nähe der Kupplung). Überprüfe bitte auch die Funktion des Motors ohne Dekoder (mit Gleichstrom, DC). Dieser sollte sehr leicht und bereits bei <3V anfahren. Das Getriebe sollte ebenfalls überprüft werden, nicht daß ein Kabel oder etwas anderes im Getriebe hängen geblieben ist. Die Räder sollten sich leicht per Hand drehen lassen.
das übliche Fahrverhalten entspricht in etwa der V200 049 (30210), deren Testergebnisse Du im Loktestbereich meiner Seiten findest.