Hallo, ich hatte den nachfolgenden Beitrag mal im alten Forum eingestellt und mich gewundert, was der neue Besitzer damit anfangen wollte. Heute gabs hier die erstaunliche Erklärung:
heute wurden mit einer Re 4/4 10019 als Zuglok 2 restaurierte Bahnpostwaggons von Mönchengladbach nach Marl-Sinsen überführt. Dort sollen sie auf dem Grundstück des neuen Eigentümers dauerhaft abgestellt werden.
Bei der Durchfahrt in Essen-West
später hab ich den Zug dann in Gelsenkirchen HBF wieder erwischt
Zitat von naxolosHallo, ich hatte diesen Beitrag mal im alten Forum eingestellt und mich gewundert, was der neue Besitzer damit anfangen wollte. Heute gabs hier die erstaunliche Erklärung:
Tolle Bilder! Ich habe leider nie einen Bahnpostwagen aus solcher Nähe gesehen, obwohl es die in "meiner" (der ozeanblau-beigen) Ära noch gab. Aber damals lagen meine Interessen auch auf anderen Gebieten.
Zitat von JonbonHallo, meiner Meinung ist das letzte das beste Bild ,ich habe gar nicht gewusst das es so etwas gibt. Hatten das alle Bahnpostwagen und nur der?
Jeder Bahnpostwagen hatte diesen Briefkasten. Wer den Fahrplan der Postzüge kannte, konnte so seine Breife etwas später aufgeben.
mir erzählte neulich noch eine ältere Dame, daß sie als Kind am Abend immer zum Dorfbahnhof mußte, um die Geschäftspost ihres Vaters in einen solchen Briefschlitz des Postwagen zu werfen. Muß so in den 30ern/40ern gewesen sein. Die waren ja innen drin auch richtig eingerichtet wie ein kleine Postfiliale; mit Sortierfächern, Klein-Tresor etc.
Der Gedanke kommt von der "Vor-Computer-Fax-Email-Zeit". Es war schlicht und einfach ein Service der Post! Ja Service. Postwagen waren immer mit Personal besetzt, sogenannten Bahnpostlern, welche auf Bahnhöfen mit Säcken versorgt wurden und diese während der Fahrt vorsortiert haben. Wer sich auskannte und in der nähe eines größeren Bahnhofes wohnte hatte nun die Chance auch nach der normalen Briefkastenleerung im Ort/Stadt noch seine Briefe aufzugeben. Frankiert sollten sie allerdings schon sein. So konnte z.B. späte Geschäftspost noch am Abend auf den Weg gebracht werden. Wer sich gut mit den Zeiten und Zügen auskannte, hatte als Beispiel in Frankfurt/M, die Möglichkeit seine Briefe in ziemlich alle Richtungen zielgerichtet(!) abzuschicken. An den Briefkästen der Wagen stand auch die Richtung dran in welche der Wagen fuhr. Wer sich nicht auskannte konnte auch ein Brief nach Hamburg in einen Münchner Zug werfen. Mit ein bissel Glück, der Brief wurde ja "sofort" im Wagen sortiert, bestand evtl die Möglichkeit, das der Brief trotzdem noch in der Nacht durch weiteres Umladen von Postsäcken schneller am Ziel war, als wenn auf die nächste Leerung des Briefkastens im Ort gewartet wurde. Der rege Postverkehr, der in Frankfurt mal herrschte, läßt sich in manchen Gleisen noch erahnen: Dort sind vor dem Prellbock im Abstand von ziemlich genau einer Wagenlänge noch die alten Deckungssignale vorhanden. In den Abschnitten standen die Post- und Packwagen (in Oberhessen heißt es Pack- und nicht Gepäckwagen) zum be- und entladen bereit und in das Gleis bis zum Deckungssignal wurden weiter normale Zugfahrten abgewickelt. Das Geschäft hatte seine Hauptzeit in den Abend- und Morgenstunden. Alleinstehende Wagen, welche nicht im Zug eingereiht, aber mit Personal besetzt waren erkannte man am Signal Fz 2, welches aus an jeder Seite des Wagens angebrachten gelben Fahnen bestand (Bild).
Auch die Lauffähigkeit solcher Wagen ist schön: 200km/h. Es handelt sich um Post mrz: POST war der ehemalige Eigentümer m Länge des Wagens größer als 26 m r Hochleistungsbremse mit automatischer Lastabbremsung z zentrale Energieversorgung über die elektrische Hauptheizleitung (Zugsammelschiene) Sogenannte Post IC kenne ich noch aus meiner Anfangszeit. Spät am Abend sind immer welche schön beleuchtet durch unseren Bahnhof gefahren. Diese Züge wurden als "hochwertig" behandelt und standen normalen IC in nichts nach. Standard war auch die Bespannung mit 103ern, die Nachts ansonsten Leerlauf hatten.
Bilder/Link Bilder/Link In Frankfurt Hbf, auf der Südseite, sollte noch einer abgestellt sein, der steht da schon ne kleine Ewigkeit... War ne schöne Zeit...
Zitat von naxolosHallo, ich hatte den nachfolgenden Beitrag mal im alten Forum eingestellt und mich gewundert, was der neue Besitzer damit anfangen wollte. Heute gabs hier die erstaunliche Erklärung:
trotzdem verstehe ich dann diesen Aufwand nicht diese Wagen komlett zu restaurieren, wenn sie hinterher zweckentfremdet an irgend einem Haus "kleben". Es wäre schön geswesen solche Wagen in einem neu restaurierten Zustand als Musuemswagen zur Schau zu stellen.
Das "Haus" entsteht ca. 200 m Luftlinie von mir entfernt. Sind irgendwie lustig aus. Zwei alte Postwaggons und in der Mitte steht ein Wohnraum aus Holz, damit es sich den Verformungen der Wagen aufgrund der Witterung anpasst.
Aber warum man so einen Aufwand betreibt, keine Ahnung. Hab heute gelesen, dass alleine der Erwerb und der Transport zum jetzigen Standort schon 40.000 Euro gekostet hat.
Respekt.
Wenn interesse besteht, kann ich ja mal hingehen und ein paar Fotos machen.
Aber warum man so einen Aufwand betreibt, keine Ahnung. Hab heute gelesen, dass alleine der Erwerb und der Transport zum jetzigen Standort schon 40.000 Euro gekostet hat.
Gemessen an den Baupreisen die heute nötig sind ist das gar nicht soo viel. Aber warum man das macht? Das weiss nur der Bauherr...
Ich finds originell. Allerdings wäre es besser, wenn es in Bahnnähe stehen würde und nicht im Neubaugebiet.
Das erinnert mich an das Haus eines meiner Verwandten welches vom Vorbesitzer um einen Wagon herumgebaut wurde. Allerdings konnte man dort von außen nichts mehr von dem Wagen sehen. Der Wagen nahm im Haus die Funktion des Flures ein und über eine kleine Luke konnte man den Unterbau und die Radsätze sehen.
Wenn ich mich nicht irre war es ein Umbau- Dreiachser, leider ist das Haus vor einigen Jahren verkauft worden und ich ärgere mich heute noch keine Bilder davon zu haben.