Liebe MoBa-Gemeinde, als ich vor ein paar Tagen die alten "Schätzchen" meines Vaters wieder ausgepackt habe, fiel mir sofort ein ICExperimental von Fleischmann (Art. Nr. 4460) auf. Ich wollte den Zug natürlich sofort einmal aufgleisen und ausprobieren, doch als ich anfing, den Regler aufzudrehen rührte sich nichts mehr. Ich wollte den Zug natürlich nicht beschädigen und habe nicht weiter herumprobiert. Leider hatte ich noch nie ein derartiges Problem mit einem Zug und möchte deshalb euch fragen, was zu tun ist... ops:
Hier habe ich einmal zwei Fotos des ICE:
Ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt, denn ich vermute das dieser Zug komplett gewartet werden muss, ich weiß nur leider nicht wie...
#4 von
Bodenbahner
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gelöscht
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, 13.11.2010 12:22
Hi,
der ICExperimental hat, wenn er nicht umgebaut wurde nur einen angetreibene Triebkopf, der andere ist ein Plazebo-Steuerwagen. Und es gibt keine durchgehende Elektrische Verbindung. Das heist, der Schwerere der beiden Treibkopfe muß auch alleine fahren
Also am besten den Angetriebene Treibkopf mal öffen und schauen wie es innen aus sieht. Es sollte ein alter Fleichmann Rundmotor und KEIN Dekoder sichtbar werden. (Wenn ich mich Recht erinnere: Es müste dazu unten 1- 2 Schrauben sein und das Gehäuse müste nach oben-vorne abgehen.)
Dann den Offenen Treibkop mal auf die Schiene stellen, etwas Spanung drauf geben und innen messen (oder mit ner Glühlampe an die Motorbürsten gehen) ob da Strom ankommt.
Wenn ja -> Motor ausbauen (Drähte ab, Drehgestelle sind nur eingeklipst, rausnehmen) Wenn NEIN-> Fehler in der Elektrik oder bei der Stromaufnahme. Also alle Radschleifer reinigen, nachjustieren, Radflächen sauber?
Ansonsten (Gründliche Wartung): - > Motor Zerlegen (2-3 Schrauben) Kohlebürsten nicht verliehren. Ggf. schon mal neue Bürsten besorgen und diese dann Ersetzen. - > Anker raus nehmen - > Alles mit Wattestäbchen und Tüchern gründlich Reinigen - > Alles vom Getriebe mit frischen Öl (hier ausnahmsweise VIEL Öl) versorgen und 1 - 2 Tage warten das sich der Dreck löst. - > Wieder alles Reinigen der Dreck sollte jetzt raus sein - > ggf Wiederholen - > Dann je ein Tropfen Öl an die Zahnräder, Wellenlager etc.
(Den Anker und das Ankerschield nicht beim Reinigen vergessen. Die Ankerkontaktflächen sollte sauber sein, ohne Öl und Fett. )
NICHT IN DIE BÜRSTENFÜHRUNGEN und AUF dem ANKER ölen!
Dann sollten die Räder leicht Drehbar sein.
Alles wieder Zusamenbauen (Anker, Ankerschield, Bürsten).
Provisorich das Motorgestell mit Strom versorgen, der Motor muß laufen So mal 10~20 Minuten bei unterschiedlichen Richtungen laufen lassen, erstmal im Mittleren Bereich, dann ruhig Vollgas.
Dann das ganze wieder einbauen. Das Laufgestell des Triebkopfes auch etwas Öl Spendieren und dann den Solo-Treibkopf einige Runden drehen lassen.
Dann die anderen Zugteile auch leicht ölen, Schleifer und Räder reinigen und Justieren und dann sollte es wieder ab gehen wie die berühmte Katze vom Schmitz...
Ölmarke: Nicht geeignet sind Livio, Palmin, Rama (Nein, auch nicht Rama Fine) etc Auch Motoröl ist nicht der Hit. Ich habe schon Fahrradöl und Nähmaschinenöl verwendet, aber am besten ein Spezielles Modellbahnöl oder Fett nehmen. (mal im Forum suchen)
Vielen Dank für deine ausführliche Anleitung, Ralf! Ich habe gleich einmal den Triebkopf aufgemacht (beide sind übrigens in diesem Fall gleich schwer...) und überprüft, ob da Strom ankommt, was der Fall ist.
Hier eimal der mit 3 Schrauben zu öffnende Triebkopf:
Beim Motor ist alles noch original, ob das allerdings ein Rundmotor oder nicht ist weiß ich nicht, deshalb hier das Bild, ein Decoder ist auch nicht sichtbar:
Dank deiner Anleitung kann ich jetzt die beschriebene "gründliche Wartung" durchführen und werde posten sobald alles wieder läuft oder wenn es Fragen gibt
#6 von
Bodenbahner
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gelöscht
)
, 13.11.2010 14:26
Hallo,
Ja, das ist der Klassiche FLM-Rundmotor. Der ist beim ICE aufgrund der Übersetzung ehr nicht zum Langsamfahren geeignet, aber der ICEx ist nun mal kein Rangierhobel...
Da kann an sich nicht viel dran kaput gehen. Entweder das Getriebe Blockiert, ohne Anker sollte es leicht drehen Oder die Bürsten haben keine Kontakt -> Ohmmeter Oder der Anker ist durchgebrant -> Ohmmeter alle Kontaktflächen haben Verbindung zueinander
Mein Favorit sind die Bürsten die keine Kontrakt mehr geben oder Runter sind. (Druckfedern sind Lahm oder durch Dreck verklemmt)
So, ich habe jetzt einmal den Motor aus dem Drehgestell rausgenommen. Dieser war nicht nur verclipst, sondern auch mit einer Schraube befestigt. Nachdem dies ja meine erste "Generalüberholung" ist habe ich alles wie immer bebildert... Hier der Motor nach dem Herausnehmen aus dem Drehgestell:
Danach habe ich wie von Ralf beschrieben die beiden Schrauben am Motor gelöst und ihn auseinandergenommen:
Aufgrund deiner Vermutung mit den Bürsten, die keinen Kontakt bekommen habe ich auch diese noch einmal abfotografiert, damit du/ihr erkennen kannst/könnt wie es um die Bürsten steht. Ich kenne mich damit leider noch nicht so gut aus:
Ich hoffe auf eine baldige Antwort, ob reinigen und ölen genügt, oder ob die Bürsten ausgetauscht werden müssen... Vielen Dank schon einmal im Voraus
#8 von
Bodenbahner
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gelöscht
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, 13.11.2010 18:58
Hi,
der Anker müste Normalerweis rausnehmbar sein. Drehen dann die Räder wenn du Sie von Unten drehst?
Die Bürsten sollten federn und wenn man Sie von der Seite betrachte 1-2 mm mindesten überstehen, tun sie das? Ich vermute nein, kann das aber nicht Genu erkennen.
also der Anker kann nicht aus der Treibgestell herausgenommen werden. die Ankerwelle geht durch das Lager im Gestell auf das Ritzel.
@ Christian:
soweit so gut. Fall Du SR24 von Herkat zur Verfügung hast dann Reinige damit bitte die kupfernen Kollektor auf dem Anker von Abrieb, solange bis da nichts Schwarzes mehr herunter kommt. Die gleiche Prozedur auch mit dem Lagerschild auf der Innenseite. Die verschlissenen Kohlen durch neue ersetzen. Beim Zusammenbau des Motors auf die Rastnasen im Polbügel achten sonst passen die Teile nicht wieder zusammen. Das Getriebe (Kunststoff Zahnräder) mit Roco Getriebefett schmieren. An die Ankerlager (Ritzelseite und Lagerschild) nur einen Tropfen Öl.
Der Fleischmannmotor in dem Modell ist, wie schon von den Kollegen geschrieben, nicht unbedingt ein "Langsamläufer" und läuft in den niedrigen Drehzahlen (Spannungsbereichen) recht rauh und ruckelig.
Wenn Du diesen Triebwagen digitalisieren willst mußt Du vorher ein anderes (potenzialfreies) Lagerschild besorgen.
Ich habe nicht vor, diesen Triebwagen zu digitalisieren. Das stimmt, den Anker kann man nicht herausnehmen. Das genannte SR24 habe ich noch nicht, auch die Bürsten muss ich mir noch besorgen. Wo gibt es denn das von dir genannte SR24 für gewöhnlich zu kaufen?
So wie ich das sehen kann, befindet sich der Zug im Urzustand. Leuchten die Lampen? Nein--> Stromabnahme TK prüfen (saubere Räder/Kontakte; Kabel alle dran? Ja --> Stromversorgung Motor prüfen ( Bürsten sauber und leicht beweglich? Federn drin? Bürsten richtig rum drin? Alle Kabel dran? Brummt der Moto? Nein--> s.O. Ja--mechanisches Problem. (Läuft das Getriebe? (Anker NICHT von Hand drehen, guggen ob die Zahnräder leicht wackeln (Spiel haben) eben so sich die Achsen leicht verschieben lassen (Spiel) Ok?---> Ankerwelle Prüfen evtl Motor öffnen Nein? Öl Verhazt; Motor komplett mit SR 24 Reinigen und neu abschmieren (Roco Öl; B52 Fett) Alles ok? Anker kaputt, was ich mir kaum bei Fleischmann vorstellen kann. Hinweis: Anker ist NICHT entnehmbar; es sind KEINE ERSATZTEILE mehr verfügbar ( Ausser Bürsten und Birnchen)
Achja nochwas: beweg mal den Umschalter Oberleitung/Unterleitung, prüfe Stellung und Kontakt...