Moin zusammen, Harle hat da mal ne Frage. Ich hoffe nun, dass ich immer noch unter Anfängerschutz stehe und bitte deshalb um Nachsicht. Ist jemand so nett mir (Laie), die Funktion und den Einbau s.g. Kupplungen mit Stromführung zu erklären. Ich kann mir so garnichts darunter vorstellen, aber es könnte ja sein, so meine Vorstellung, dass nur ein Waggon im Verbund einen Stromabnehmer hat, die anderen mitversort und dadurch nur ein Schleifer auf den Pucks rattert. Ich fahre Märklin, eine gemischte Anlage in Digital mit älteren umgerüsteten Fahrzeugen. Ich habe viel Freude gerade auch an den älteren Fahrzeugen, aber besonders bei den 3-Achsigen Wagen, die ich mit Inneneinrichtung und Licht nachgerüstet habe, ist das Laufgeräusch nicht so prickeln. Mir sind in diesem Forum schon tolle Ratschläge gemacht worden, oder ich habe von Anderen profitiert. Ich würde mich über einen Rat sehr freuen und verbleibe mit freundlichen Grüssen an alle HO-ler. Harle.
Deine Vermutung stimmt: beim Märklin-System helfen die elektrisch leitenden Kupplungen Schleifer sparen. Damit werden der Rolwiderstand der Garnitur und die Geräuschentwicklung vermindert. Werkseitig sind einige Märklin-Wagen für die hauseigene elektrische Kupplung vorgesehen. Dabei wird ein Wagen eines Zuges zum "Schleiferwagen"; dieser leitet den Strom vom Mittelschleifer über Metallplatten und daran schleifende, in die Kurzkupplungskulissen einzusetzende Kontaktfedern und einpolige feste Kuppelstangen von Wagen zu Wagen weiter. Neuerdings gibt es auch eine Version als trennbare Kupplungsköpfe anstatt den festen Stangen. Den Massepol bilden dann die Radschleifer, die JEDER Wagen des Zuges erhält.
Alternativ dazu können natürlich mehrpolige Elektrokupplungen z.B. von Krois, Viessmann oder Roco verwendet werden, um auch Radschleifer einzusparen. Diese Kupplungen arbeiten dann nicht mit den Kontaktfedern, sondern werden direkt verkabelt. Diesen Systemen ist gemeinsam, dass die Wagen dann nurmehr von Hand getrennt werden können und z.B. nicht mehr mit Entkupplungsgleisen.
ich habe gar keine Puko-Schleifer mehr an den Wagen. Die Stromversorgung kommt über die einpoligen RTS-Kupplungen von der Lok, wo ein Decoderausgang ein Micorelais steuert, das den Strom direkt vom Lok-Schleifer durchschaltet. (Decoderausgang durch Dioden geschützt). Da ich meine golden-white-LED beleuchteten Wagenverbände jeweils nur mit 2 oder 3 verschiedenen Loks ziehe, habe ich alle entsprechend ausgestattet. Gegen das Flackern durch Kupplungs- und/oder Radschleiferunterbrechungen noch 100µF/35V Elkos in die "Toiletten" und es werden bis ca. 1,5 sec. Unterbrechungen überbrückt.