Ich kann´s einfach nicht lassen. Die Vorgeschichte:
Bei meinem letztjährigen Besuch in Lübeck habe ich am letzten Aufenthaltstag noch einen Bummel über den Lübecker Hauptbahnhof gemacht, der sich eigentlich nur durch die Tristesse vieler anderer Bahnhöfe auszeichnet, in denen auch nur noch der Regionalverkehr abgewickelt wird. Dann entdeckte ich jedoch ein von Lübecker Eisenbahnfreunden musterhaft restauriertes Doppelstockwagen-Paar der ehemaligen Lübeck-Büchener-Eisenbahn. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei.
Als ich nun am letzten Wochenende beim Kaltenberger Modellbahntreffen eine LBE-Zugpackung von Lima mit eben diesen Wagen entdeckte, habe ich zugegriffen, zumal der Preis stimmte.
Die Lok war leider nur für 2-Leiter-Gleichstrombetrieb ausgelegt. Ein Umbau für´s Märklinsystem kam zumindest ob meiner Unfähigkeit für solche Arbeiten nicht in Betracht. Ein reines Vitrinendasein ist aber auch nicht mein Ding.
Das Wagenpaar – das es ja auch in der Realität so gibt – lässt sich sogar auf Märklin-Metallgleisen gut einsetzen. Die Kupplungen habe ich für den vorgesehenen Einsatzzweck gekürzt. Doch für den Einsatz auch der Lok war wieder einmal Fantasie gefragt.
Die Lösung: Ausbau eines Getriebezahnrades und schon hatte ich eine rollfähige Lokomotive. Die vordere Kupplung habe ich gekappt, da die Lok die Wageneinheit ohnehin nur einseitig kuppeln sollte. Nun hätte ich den Zug wie in frühen Kindertagen selbst über die Anlage schieben können, aber mal ganz im Ernst ....
Also habe ich meine Fantasie noch einmal bemüht. Wie oft erlebt man bei Sonderfahrten eine prächtig daherkommende Dampflok, schnaubend und prustend, bis am Ende des Zuges eine röhrende Diesellok nachfolgt. Begründung in solchen Fällen: Die Dampflok soll geschont werden, oder die Dampflok ist schon ein bisschen altersschwach. Wie auch immer, dem Vergnügen tut es keinen Abbruch.
Also musste zum Nachschieben noch eine Diesellok her, und welche böte sich besser an als die Vorserien-Lollo der V 160, noch dazu in der Originallackierung und ohne Computernummer. Sie hat ja wohl lange Zeit im Norden Dienst getan.
Das Vorbild er Märklin-Lok ist sicherlich schon lange verschrottet, doch in meiner Fantasie blieb sie als Museumslok erhalten und wurde ebenso wie die 1´B1´-Dampflok Nr. 1 der LBE mit der späteren Reichsbahnnummer 60 001 wieder aufgearbeitet.
Nun dreht dieser Zug auf meiner Anlage seine Runden, nicht in der Fantasie, sondern in der Realität. Mir bereitet das großes Vergnügen, vielleicht kann ich durch meinen Beitrag etwa davon zu Euch ´rüberbringen.
Noch ist der Museumszug am Klein-Bw abgestellt
Die nachschiebende V 160 003 wird noch betankt Sobald die Ausfahrt steht, kann der Museumszug abfahren
Vorbeifahrt unterhalb des Bergbahnhofs
Bald ist das Ziel erreicht
Im Bergbahnhof angekommen. Bei der Rückfahrt muß die V 160 Zuglok spielen.
Moin Reinhard, sehr schön, bin ich sogar im Original mitgefahren. Jetzt fehlt Dir in Deiner Anlage aber wohl noch eins: die Lübecker Silhouette mit den 7 Türmen ....
Sind die Wagen wieder betriebsfähig? Im August wurde wohl auf der Fahrt nach Eystrup in den einen Radsatz eine starke Flachstelle gefahren, mit der man so eigentlich nicht weiter fahren kann.
zunächst vielen Dank an Klaus für seinen Hinweis. Ich selkbst habe bis jetzt nur das Büchlein von alba aus dem Jahr 1975 "Die Lübeck-Büc hener Eisenbahn - Privatbahn als Wegbereiter neuer Verkehrstechniken", das sehr aufschlußreich ist.
Daß die V 160 003 erhalten geblieben ist, habe ich bis jetzt nicht gewußt, aber auch nicht weiter hinterfragt. Man sollte doch vorsichtiger sein mit seinen Mutmaßungen. Aber schön, daß es die Lok noch gibt.