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RE: Hilfe bei größerer Anlage

#1 von ms ( gelöscht ) , 05.07.2006 11:44

Hallo Modellbahnfreunde,

durch Zufall bin ich auf das Forum hier gestoßen und bin begeistert. Nach einigen Jahren Pause möchte ich wieder in die Modellbahn einsteigen, da ich jetzt auch wieder Platz habe.
Mir stehen dabei maximal 6,50 m x 5,40 m zur Verfügung (ok, eine Wand muß da noch raus), und ich habe noch einiges an M-Gleis im Keller, daß ich gerne verbauen möchte. Daher habe ich meine Anlage auch in M-Gleis geplant, zumal ich beim testen festgestellt habe, daß einige Geometrien mit C-Gleis ohne Basteln nur schwer zu realisieren sind. Alternativ wäre auch das K-Gleis denkbar.
Da wie eigentlich immer Wünsche und Machbarkeit auseinander gehen, wäre es nett, wenn Ihr mir einige Tipps zur Verbesserung geben könntet.
Vielen Dank im voraus!

Zur Anlage:
Grundidee war, möglichst viele Züge gleichzeitig fahren lassen zu können, ohne daß diese sich gegenseitig stören. Ein wenig Rangierbetrieb und ein kleines BW sollten auch noch dabei sein.
Im Prinzip ergab sich dadurch eine Anlage mit mehreren Strecken, die auch für längere Züge geeignet sein sollte.
Kern der Anlage ist ein Bahnhof mit 4 Gleisen mit min 2 m Länge, soll der Bahnhof Dammtor von Trix werden, da ich den Klasse finde. Dieser liegt an einer großen 2-gleisigen Hauptstecke, die auf beiden Seiten über Tunnels und Gleiswendeln in den Schattenbahnhof führt. Diese Strecke soll auch elektrifiziert werden.
Am Bahnhof zweigt eine zweigleisige Nebenstrecke ab, an der auch das BW liegen soll. Diese ist nicht eletriziert. Auf der anderen Seite vom BW liegt ein Industriegebiet mit Zeche, gedacht habe ich hier auch an einen Pendelverkehr mit dem Hauptbahnhof zum Schichtwechsel.
Die zweigleisige Nebenstrecke läuft im Schattenbahnhof wieder mit der Hauptstrecke zusammen.
Auf der unteren Ebene gibt es dann noch einen Hundeknochen, der auch durch die beiden Hafenanlagen führt. In erster Linie soll dieser älteren Loks eine Fahrgelegenheit bieten (analog und mit Metallgleis). Auch diese Ebene ist über die 2-gleisige Nebenstrecke erreichbar.
Vom Hundeknochen wiederum zweigt eine eingleisige Stichstrecke ab. Endpunkt ist der höhergelegene Bahnhof (mit Sägewerk). Diese Nebenstrecke hat eine hochliegende Paradestrecke (grün) über den hinteren Teil der Anlage, die in einer Schleife mündet. Damit ist auch hier ein eigenständiger Pendelverkehr zwischen Bahnhof und Schleife denkbar.
Insgesamt habe ich versucht, die Industrie passend zusammen zu stellen, z.B. Zeche und Kohlehafen, Sägewerk und Papierfabrik, usw.

Was haltet Ihr von dieser Idee? Oder ist das ganze einfach viel zu kompliziert? Mit den Radien hatte ich bisher jedenfalls keine Probleme, auch wenn ich im M-Gleis zwangsläufig auf R1 und R2 angewiesen bin.

Bin echt mal gespannt! Und vielen Dank schon mal!

Gruß

MS

PS: Anlage ist im Anhang


Dateianlage:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Dateien zu sehen

ms

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#2 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 05.07.2006 12:58

Hallo MS,

ich kann Deinen Anhang nicht öffen. Was ist da drin? Vorschlag wäre, Bilder (mit mäßigerer Auflösung) direkt einzubinden, wie's geht steht in den FAQ.

Soviel vorneweg:
Ich beneide Dich um den Platz, den Du hast. Da kann man was ordentliches mit gestalten.

Generell würde ich Dir knallhart dazu raten, das Blechgleis einzustampfen (insbesondere alle Weichen) und statt dessen C- oder K-Gleis zu verwenden. Es gibt massig Vorteile dieser Gleistypen, so z.B. bei Nicht-Märklin-Fabrikaten, in optischer und elektrischer Hinsicht usw. Sieh' Dich mal im Forum um, Du wirst da einiges zu lesen können.

Desweiteren würde ich Dir bei dem Platz, den Du hast, dazu raten keine Radien unter 42 cm zu verwenden. Auch in dieser Hinsicht: Vergiss das Blechgleis! Nicht nur dass die Optik besser wird (insbesondere bei großen Dampfloks und laaaangen D-Zug-Wagen (30,3 cm!!!)), auch die Betriebssicherheit gewinnt. Leider gibt es von Märklin keine Bogenweichen für einen größeren Radius. Im Forum gibt's eine Anleitung, wie man Fremdbogenweichen umbauen kann.

Wenn ich Dir noch einen Tip geben darf: Ich würde an Deiner Stelle mal versuchsweise überlegen, wie Deine langen Strecken mit Flexgleisen und wirklich großen, weichen Radien aussehen. Flexgleise richtig angewandt sind ein großer Schritt hin zu einem vorbildgetreuen Aussehen einer Modellbahn.

Wir warten also auf Deinen Gleisplanvorschlag, aber nicht beleidigt sein wenn nicht alle lautstark "Hurra" schreien!

Viele Grüße
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#3 von Gast , 05.07.2006 13:12

Hallo ms,
leider konnte ich die angehängte Datei nicht öffen. Windows meldete mir nur, dass die Datei entweder nicht vollständigt oder beschädigt sei. Aber ich kann dir zu mindest schon mal etwas grundsätzliches raten.
Trenn dich von deinen M-Gleisen. Ich selbst habe auch meine ganzen M-Gleise verkauft und besitze jetzt eine Anlage nur mit K-Gleisen. Für das K-Gleis habe ich mich entschieden, weil es hier ein Flexgleis und eine schlanke Doppelkruzungsweiche gibt! Diese gibt es beim C-Gleis ja immer noch nicht. Außerdem finde ich die Optik des K-Gleise in Verbindung mit einem Gleisbett, z. B. von Merkur, wesentlich besser.
Für das C-Gleis würde ich mich nur entscheiden sofern ich eine Anlage öfters auf- und wieder abbauen will. Da hat dieses Gleis sicherlich seine Stärken, aber ganz bestimmt nicht bei der Optik. Wenn ich schon diese graue und viel zu hohe Böschung sehe.
Und zu guter letzt gibt es vom M-Gleis fast nur noch gebrauchte Sachen. Die Produktion wurde ja schon vor einigen Jahren eingestellt. Sicherlich wird man bei einigen Händlern noch neue Gleise bekommen, aber wie lange noch?

Gruß
Volker




RE: Hilfe bei größerer Anlage

#4 von Münch ( gelöscht ) , 05.07.2006 13:14

Hallo ms!
Einen Anhang konnte ich nicht entdecken,dennoch kann man sich aufgrund Deiner ausführlichen Beschreibung sehr gut vorstellen,was
du bauen willst.
Zunächst eine Vorbemerkung:Du schreibst "...soll Bahnhof Dammtor werden..."
Weisst Du da,was auf dich zukommt?Der Bausatz wurde zwar mal ausgezeichnet durch das EM(Modell des Jahres),aber Käufer haben sich im EK-Forum(Eisenbahnkurier) sehr negativ darüber geäussert!
Einige haben aus Frust über die angeblich mangelnde Qualität die Arbeiten
daran ruhen gelassen oder gar ganz aufgegeben.
Nun zu Deiner Anlagenplanung.Wie sieht es mit Deinem vorhanden Fahrzeugpark aus bzw. was möchtest Du auf absehbare Zeit an-
schaffen?Mit welchen Wagenlängen möchtest Du fahren(1:100,1:93 oder
1:87)?
ich selbst habe eine ähnlich grosse Anlage(zwischen 8,5m und 5,5 m lang
und zwischen 4,5 und 3,5m breit) und habe für umfangreichen Fahrbetrieb gebaut,weshalb Puristen mich wohl als Spielbahner bezeichnen würden,was mir aber nichts ausmacht.
Daher gilt:Jeder so ,wie er es für sich selbst am liebsten hat!!
Obwohl ich DC-Bahner bin,mögen Dir meine Erfahrungen durchaus als
Anregung dienen können.Als ich meine Anlage gebaut habe,habe ich
noch überwiegend 1:100-Personenwagen gehabt und trotzdem auf enge
Radien gänzlich verzichtet(Roco-und Fleischmann-Standardgleis,Streckengleise nicht unter 48cm-Radius)
Auch heute noch -10 Jahre später-bin ich ob dieser Entscheidung sehr zufrieden,
denn fast nur noch 1:87-Wagen und viele RP-25 -Fahrzeuge können
problemlos eingesetzt werden neben vielen Altfahrzeugen.(u.a. Fleisch-
mann und Märklin-Loks aus den 1960er und 1970er Jahren)
Daher mein Rat:Beschränkung des Metallgleises auf das nötigste,
ansonsten Einbau von K-oder C-Gleis.
Märklin möchte sich nach eigenem Bekunden nach der Umstrukurierung auch im DC-Markt besser platzieren.Eine zwangsläufige Ergänzung des
Gleises mit grösseren Radien(das Gleis von Trix ist de fakto das gleiche mit durchgeschnittenen Verbindungen zwischen den Schienenprofilen),
müsste dann anstehen.Je nach geplantem Fahrzeugeinsatz daher zumindest auf den Paradestrecken keine engen radien!
Ich habe schön öfter hier von erfahrenen Märklinisten gelesen,dass das
Metallgleis für neuere Modelle u.U. nicht geeignet sei.Daher auch meine Aufforderung als "Unwissender" an alle Forumsteilnahmer ,entsprechende Erfahrungen
wiederzugeben.
mfg



Münch

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#5 von ms ( gelöscht ) , 05.07.2006 15:40

Hallo und erstmal danke für die ersten Tips!

Wie gesagt, ich habe bislang mit dem M-Gleis geplant und daher ist logischer weise (noch) nicht viel mit schlanken Weichen und Flexgleisen. Die Datei ist ein Zip mit Wintrack 5.0 Datei, aber ich werde mal den Plan für Euch aufschlüsseln:

Zuerst mal ein Plan mit den sichtbaren Strecken (grau ist die Hauptstrecke, der Bahnhof und die Nebenstrecke auf der oberen Ebene; braun die mittlere Ebene (Hundeknochen) und grün die Nebenstrecke.

Dann ein Plan mit dem Schattenbahnhof und 2 Pläne für die mittlere Ebene (einmal mit sichtbaren Strecken und einmal ohne).

Und noch ein Plan für die Nebenstrecke (auch einmal mit und einmal ohne sichtbare Strecken).

Achso... habe die Wendeln und nicht sichbaren Gleise so angeordnet, daß sie praktisch übereinander liegen. Dadurch kann man das Innere der Wendel bzw. einige der freien Stellen aus Ausstieg verwenden

Ich hoffe ihr könnt mit den Bildern was anfangen, ansonsten einfach fragen

Gruß

MS







ms

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#6 von ms ( gelöscht ) , 05.07.2006 15:45

Sorry... fehlen noch ein paar Anhänge... irgendwie will er grad nicht...



ms

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#7 von HXMIESA ( gelöscht ) , 06.07.2006 10:08

Zitat von ms

...



Impressive!!!

A very interesting trackplan. I think you should stick with this idea.

Personally I would not use DKW´s in hidden areas, and maybe in generel you should limit some of the hidden trackwork, where switches and S-curves are involved (To minimize derailments!)

Especially for your Nebenstrecke you should try to see if you can make the platform tracks longer, -or simply eliminate the stations where this is not possible. (Your layout is quite overloaded!)

Helixes; Make sure that your trains climbs the helix on the outer track, not on the inner! (Sehr wichtig!)

If you are going for sofware control of the layout (Windigipet/RR&Co) I think it will be almost impossible (or rather; "quite limited") if you plan on using M-tracks, but I am not the right one to opiniate about that

Congratulations on an interessting and original layout! I think at least a small "Hurra" is indeed in place...



HXMIESA

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#8 von Holger Putz , 06.07.2006 10:48

Hallo,

wirklich eine sehr schöne und grosse Anlage, die sicherlich viel interessanten Fahrbetrieb ermöglicht; herzlichen Glückwunsch! (Neid... )

Eines ist mir allerdings aufgefallen: So, wie das Steuerpult platziert ist, findet der größte Teil des Anlagenverkehrs im Rücken oder zumindest seitlich hinter dem "Fahrdienstleiter" statt. Beim Rangieren und Steuern muss man sich also sehr häufig umdrehen, es sei denn, dass eine entsprechende Fernsteuerung zum Einsatz kommt.

Holger



Holger Putz  
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RE: Hilfe bei größerer Anlage

#9 von X2000 , 06.07.2006 12:29

Morgen,
Ein interessanter Plan, den ich aber keinesfalls im verdeckten Bereich mit M bauen würde. Die erforderliche Sicherheit gegen Entgleisungen gibt es nur mit C oder K. Ebenfalls problematisch ist bei M die Rückmeldung über Kontaktstrecken, es geht, ist aber ungleich höherer Aufwand als beu K oder C.

Die Anzhl der Gleisverbindungen im verdeckten Bereich auf das wirklich benötigte reduzieren und auf gute Zugänglichkeit achten. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass immer genau dort ein Unfall passiert, wo du nur schwierig hinlangen kannst.



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RE: Hilfe bei größerer Anlage

#10 von Badaboba , 06.07.2006 20:00

Hallo MS,

nur ein Rat...
lass die Finger vom M-Gleis... Das war zu analogen Zeiten brauchbar, aber alle meine Moba-Freunde bereuen jedes verbaute Gleis, von den Weichen ganz zu schweigen. C-Gleis oder K-Gleis, beides ist brauchbar.

Liebe Grüße Volker

PS: Nichts einbauen, was man später bitter bereut



 
Badaboba
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Ort: Südliche Weinstraße
Gleise Pickelgleis
Spurweite H0
Steuerung 6021, MS1, MS2, Intellibox, Iris, FREMO-Fred
Stromart Digital


RE: Hilfe bei größerer Anlage

#11 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 11.07.2006 10:13

Hallo MS,

vielen Dank für Deine Entwürfe.

Was mir außerordentlich gut daran gefällt und was Du m.E. absolut richtig gemacht hast, ist, dass Du keinen gleichmäßig rechteckig geformten Anlagengrundriss gewählt hast, sondern eine unregelmäßig konzipierte kombinierte Zungen- und An-der-Wand-entlang-Anlage. Mit einem solchen Anlagengrundriss kann man ein hohes Maß an Natürlichkeit erzielen, da wie beim Vorbild der Eindruck entsteht, dass der Zug von irgendwo kommt und nach irgendwo fährt, während bei den meisten Plattenanlagen eine geschlossene Gleisfigur sichtbar ist - etwas, das es beim Vorbild i.d.R. nicht gibt.

Es gibt eigentlich drei Dinge, die mir an Deinem Plan weniger gut gefallen. Das erste ist das Fehlen einer Paradestrecke. Deine Züge kommen links hinten aus der Wendel, fahren durch den Hauptbahnhof und verschwinden rechts hinten wieder im Tunnel. Was ist das denn da für ein Gebäude über der linken Bahnhofsausfahrt? Kannst Du mal versuchen, die Hauptstrecke über den rechten Flügel nach unten zu ziehen und erst unten rechts verschwinden zu lassen, damit man den Zug länger fahren sieht?

Desweiteren stören mich die typischen Blechgleis-Exzesse, vor allem der viel zu enge Knick im Hauptbahnhof. Versuche doch mal, den Gleisplan mit K-Gleis unter Verwendung von Flexgleis und insbesondere sehr großen Radien neu zu konzipieren. Der Hauptbahnhof sollte in einem großen Bogen liegen (Radien >1 m - glaub's mir, das sieht fantastisch aus!), nur in der Bahnhofshalle musst Du gerade Gleise verwenden.

Als deplatziert empfinde ich auch die "Tellermine" mit dem Lokschuppen auf dem rechten Anlagenflügel. Für ein echtes BW ist das definitiv zu klein. Mein Vorschlag wäre, in diesem Bereich einen Rangierbahnhof vorzusehen und das BW nach unten (praktisch unterhalb des Bedienpultes) zu legen. Wenn Du den Platz nicht hast, einen sechsständigen Lokschuppen unterzubringen, solltest Du besser auf die Drehscheibe verzichten als eine Lächerlichkeit zu produzieren! Außerdem benötigt ein BW für Dampfloks ab einer bestimmten Größe auch ausgedehnte Lokbehandlungsanlagen - ich habe mal irgendwo gelesen, dass man für ein BW mit Lokschuppen, Drehscheibe und Behandlungsanlagen ca. 2qm einkalkulieren sollte.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass Du den typischen Fehler der Altmärklinisten machst, zuviel Strecke auf Deine Fläche zu quetschen. Generell gilt, dass weniger mehr ist. Plane die Bahn weitläufiger, mit mehr Landschaft, aber quetsche nicht! Z.B. würde ich den Hafen auf dem rechten Flügel in der Mitte weglassen - ein Hafen links reicht. Außerdem könntest Du überlegen, einen komplett geschlossen Ring über die ganze Anlage zu konstruieren, indem Du über den Vorderteil, dort wo der Eingang ist, eine klappbare Brücke konstruierst. Einen guten Vorschlag, wie man so etwas macht, findest Du hier - man beachte die konische Ausführung!

Zum guten Schluss gebe ich Dir noch folgenden Rat: Ich habe an mir selbst beobachtet, dass man sich über die Jahre weiterentwickelt. Nicht nur, dass man lernt (aus Erfolgen, aber noch mehr aus Misserfolgen), auch die Ansprüche steigen. Wie fand ich in den siebzigern Märklins damalige 50er mit Kab toll - und was ist das aus heutiger Sicht für ein Krüppel! Plane deshalb Deine Anlage mit Reserven, indem Du versuchst, Fehler wie eine zu enge Linienführung zu vermeiden. Nochmals auch den Rat, den Dir hier schon viele andere gegeben haben: Vergiss das Blechgleis! Bei dem Platz, den Du hast, nimm große Radien - im sichtbaren Bereich wirklich so grooooß wie möglich -, und das geht bei System Märklin nur mit K-Flexgleis. Auch eine Kombination K und C sind ja gegeben. Ich weiß nicht, wie viel Material Du schon hast, aber auch ein Systemwechsel auf DC mit Benutzung von Tillig Elite Gleis mag kein schlechter Rat sein - in dieser Hinsicht finde ich Huib Maskants Anlagen (vergleiche "Waldberg" und "De Lage Zij") wirklich interessant.

Viele Grüße
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#12 von ms ( gelöscht ) , 11.07.2006 22:03

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die Anregungen . Das mit dem M-Gleis werde ich wohl auf jeden Fall ändern, aber dann ist mit Sicherheit das K-Gleis erste Wahl. Dein Vorschlag Ulrich mit dem Tillig-Gleis ist sicher gut, aber leider bin ich dazu wohl schon zu lange Noppenbahner... und habe wohl auch schon zu viel Rollmaterial, um das alles umzurüsten.
Das mit der Paradestrecke habe ich mir auch lange überlegt, meine ursprüngliche Idee dazu war, die Hauptstrecke "um die Ecke" am BW vorbei zu führen und damit quasi eine Paradestrecke zu haben.
Dazu braucht man vielleicht auch ein wenig Historie. Ursprünglich hatte ich nur Platz bis zur Höhe des Durchgangs zwischen Zeche und Bahnhof. Der Bahnhof war daher im Ursprungskonzept eigentlich ein Kopfbahnhof. Da ich jetzt allerdings auch das vordere Zimmer nutzen und die Wand dazwischen entfernen kann, habe ich die eigentliche Idee quasi zum Durchgangsbahnhof weiterentwickelt.
Allerdings war dadurch von den Zügen zur Nebenstrecke wenig zu sehen, da diese dann durch den rechten Tunnel verschwinden. Daher kam mir bei der Erweiterung die Idee, die Hauptstecke anders zu legen, da diese eigentlich als reiner Zubringer gedacht ist. Das Gebäude neben bzw. über der Hauptstecke an der linken Bahnhofsausfahrt soll ein Fabrikgebäude werden, das die Einfahrt in den Tunnel verdeckt. Zwischen den beiden Gebäudeflügeln habe ich mir ein überdachtes Förderband vorgestellt.
Das vordere Gebäude muß allerdings abnehmbar sein, damit man bei einer Havarie auch noch an die Züge kommt. Das hintere Gebäude wird einfach so hoch und breit ausgespart, daß die Züge durchpassen. Denkt ihr, daß das ein Problem werden kann?
Die "Blechgleis-Exzesse" fallen mit K-Gleis und Flexgleis hoffentlich weg, auch werde ich dann die Wendeln großzügiger im Radius planen und die Steigung soweit möglich verringern (lieber eine Umdrehung mehr). Und das Gleisdreieck fällt mit Flexgleisen sicher eleganter aus. Der Knick im Hauptbahnhof stört mich nämlich auch.
Das BW an sich ist natürlich so eine Sache... genauso wie mit den vielen Gleisen. Da ist der Wunsch nach einer Drehscheibe beim Planen größer als die Vernunft, auch wenns eigentlich nur für die Nebenstrecke und 4-5 Loks gedacht ist. Ist das BW aber unterhalb vom Bedienpult nicht zu weit weg vom Bahnhof?
Vielleicht habt ihr ja sonst noch ein paar Tips? Mach Spaß Eure Ideen zu lesen und zu fachsimpeln! Vielen Dank!

Viele Grüße
Markus



ms

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#13 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 12.07.2006 13:15

Hallo Markus

Zitat von ms
Das mit dem M-Gleis werde ich wohl auf jeden Fall ändern, aber dann ist mit Sicherheit das K-Gleis erste Wahl. Dein Vorschlag Ulrich mit dem Tillig-Gleis ist sicher gut, aber leider bin ich dazu wohl schon zu lange Noppenbahner... und habe wohl auch schon zu viel Rollmaterial, um das alles umzurüsten.


Kein Thema. Mit K-Gleis kannst Du viele Effekte auch akzeptabel erreichen. Nur ist das Tillig-Gleis noch ein paar Ticks schöner.

Zitat von ms
Daher kam mir bei der Erweiterung die Idee, die Hauptstecke anders zu legen, da diese eigentlich als reiner Zubringer gedacht ist.


Nun gut, aber bedenke, dass die wichtigsten Personenzüge damit nur kurze Gastspiele auf Deiner Anlage geben. Sie kommen aus dem Loch, fahren direkt in die Halle und verschwinden sofort wieder. Ich würd's nicht so machen...

Zitat von ms
Das Gebäude neben bzw. über der Hauptstecke an der linken Bahnhofsausfahrt soll ein Fabrikgebäude werden, das die Einfahrt in den Tunnel verdeckt. Zwischen den beiden Gebäudeflügeln habe ich mir ein überdachtes Förderband vorgestellt.
Das vordere Gebäude muß allerdings abnehmbar sein, damit man bei einer Havarie auch noch an die Züge kommt. Das hintere Gebäude wird einfach so hoch und breit ausgespart, daß die Züge durchpassen. Denkt ihr, daß das ein Problem werden kann?


Von der Durchführung und vom Betrieb her wohl kaum, wenn Du dafür sorgst, dass lange Wagen nirgendwo anecken. Ich bin mir nur nicht sicher, wie das wirkt. Eingentlich empfinde ich das als unüblich, dass Reisezüge in Industriegebäuden praktisch noch innerhalb des Bahnhofs verschwinden.

Zitat von ms
Die "Blechgleis-Exzesse" fallen mit K-Gleis und Flexgleis hoffentlich weg, auch werde ich dann die Wendeln großzügiger im Radius planen und die Steigung soweit möglich verringern (lieber eine Umdrehung mehr). Und das Gleisdreieck fällt mit Flexgleisen sicher eleganter aus. Der Knick im Hauptbahnhof stört mich nämlich auch.


Der Effekt wird andererseits aber sein, dass Du wegen der deutlich größeren Radien mehr Platz brauchst und dann nicht mehr so viel auf Deiner Fläche unterbringen kannst wie bisher. Vor allem wenn Du lange Weichen benutzt, schrumpfen die Möglichkeiten. Allerdings führt das ganz von selbst zu meiner Position, dass weniger mehr ist. Du wirst mit einem auf K- und Flexgleis basierenden Plan mit Sicherheit das Gesamtkonzept überarbeiten müssen.

Zitat von ms
Das BW an sich ist natürlich so eine Sache... genauso wie mit den vielen Gleisen. Da ist der Wunsch nach einer Drehscheibe beim Planen größer als die Vernunft, auch wenns eigentlich nur für die Nebenstrecke und 4-5 Loks gedacht ist. Ist das BW aber unterhalb vom Bedienpult nicht zu weit weg vom Bahnhof?


Wieso? Davor liegt doch der Rangierbahnhof. BWs gab's nicht nur für Reisezuglokomotiven sondern auch für Güterzugloks. Insofern sehe ich da kein Problem. Das größere Problem ist, dass ein BW eine gewisse Größe haben muss, um eine Drehscheibe zu rechtfertigen. Wenn es zu klein ist (und damit eigentlich nur ein BW für ein paar Rangierloks), reicht ein viereckiger Lokschuppen ohne Drehscheibe. Also auch hier gilt: mach's richtig oder lass es!

Zitat von ms
Vielleicht habt ihr ja sonst noch ein paar Tips?


Du hast bisher nichts zur Steuerung gesagt. Wenn Du irgendeine Form von Automatik bauen willst oder auch nur ein paar Bahnschranken schalten willst und zwar ganz gleich ob digital oder analog, solltest Du Dir schon zu Beginn des Anlagenbaus darüber klar werden, wie die Loks Kontakte auslösen sollen. Märklins Schaltgleise, und zwar sowohl in M als auch in K, sind Schrott und wegen häufiger Schaltversager die Garantie für einen großen Haufen Ärger. Auch rucken viele Loks auf den Schaltgleisen heftig. Sie sind bei mir eines der größten Probleme - ich schalte inzwischen mit einer Elektronik,die ich aus einem alten MM nachgebaut habe und die das Signal zweier Reed-Kontakte so auswertet, dass der entstehende Schaltbefehl dem Märklin-Kontaktgleis entspricht, aber sauber und zuverlässig durchgeschaltet wird. So gut ich kann, entferne ich inzwischen die alten Kontaktgleise. Die Kontakte im C-Gleis sind übrigens besser, da hat Märklin Mikroschalter verarbeitet.

Viele Grüße und viel Erfolg
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Hilfe bei größerer Anlage

#14 von ArneH , 12.07.2006 13:54

hi..

also WENN ICH so viel Platz hätte, würde ich mich für einen Kopfbahnhof direkt vor dem jetztigen Standpunkt des Stellpultes entscheiden (HBF evtl in weitem Bogen "um die Ecke" ausgeführt, für lange Züge).
Dann eine viergleisige Ausfahrt aus dem HBF, die sich dann in eine Nebenbahn und eine Hauptbahn ausplittet.. bei so viel Platz kann man wunderbar eine lange Paradestrecke (und sei es nur von Landschaft / grünen Wiesen umgeben) darstellen.. Ist allerdings nur der Vorschlag,m wie ICH diesen Platz ausnutzen würde, ich steh halt auf Kopfbahnhof, lange Wendezüge und weniger auf Nebenbahn und BW..

auf dem linken Anlagenschenkel könnte dann vielleicht noch ein kleiner nebenbahn Bahnhof Platz finden..

Im Schattenreich würde ich auch (wie schon von anderen geschrieben) auf jede unnötige Weiche verzichten, vor allem auf DKWs.. grade im Untergrund sollte alles so reibungslos wie möglich verlaufen können..

schönen Gruß

Arne



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