im Folgenden möchte ich Euch mit ein paar Bildern den Umbau meiner V60 vorstellen. Das Modell mit der Nummer 3064 stammt noch aus meinen Kindheitstagen in den 70er Jahren und hat für mich quasi einen ideellen Wert. Da ich ich bekennender Anlagenbahner bin und Loks die nicht fahren damit ausscheiden hat mich die Betriebsbereitschaft der alten V60 immer wieder beschäftigt. Ein Umbau auf HLA, schon vor Jahren hat selbst mit verschiedensten Decodern nie ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Dann hatte ich den LEMO Solar Motor nach MIBA Umbau probiert und auch das war nix! Die Achse war verbogen und die Lok landete wieder mal in der Schachtel. Bis ich neulich dann wieder eine LEMO Motor in Händen hatte und mich der Sache nochmal annahm. Aber seht selbst! Die V60 hat einen LEMO Solar Motor erhalten, an dem nur ganz wenig am Kunststoff abgeschmirgelt wurde. Da er im ersten Moment nicht passte, das Ritzel erreichte das Zahnrad nicht, habe ich das Ritzel auf der Achse einfach gedreht und siehe da, alles passte. Der Motor wurde mit UHU 2K Kleber fixiert und läuft sehr leicht. Die Lok lässt sich nun ganz einfach schieben. Der verbaute LOPI Basic kommt mit dem LEMO sehr gut zurecht und die Langsam Fahreigenschaften sind hervorragend. Einzig die schlechte Kontaktaufnahme über die Räder machen ab und an Schwierigkeiten bei Solo Fahrten. Aber das ist ein konstruktives Thema des Models. Mit angehängten Wagen tritt es aber quasi nicht auf. Die Glühbirnen wurden gegen warmweiße LEDs getauscht. Diese sind auf einer verkehrt herum angeklebten Lochrasterplatine aufgelötet. Der passende Wiederstand wurde gleich dort mit angelötet. Damit die LEDs nicht zu sehr in den Führerstand leuchten wird ein Schwarze Blende aus Papier ins Gehäuse gesteckt.
Da mir die alte Relexkupplung ziemlich auf die Nerven ging hab ich ihr gleich noch eine Symoba KKK spendiert. Damit die Kupplungen nicht zu tief hängen wurde eine kleine Drahtöse aus einer Zittersaite (Federbronze) zurechtgebogen und in die Kulisse mit dem Lötkolben eingeschmolzen. Der Haken greift am Chassis in einen Ausbruch, den schon die Relex nutzte um nicht runterzuhängen.
Zur Alterung wurde die Lok nach erfolgtem Umbau noch mit dem Airbrush gesupert. Da bin ich zugegebener Maßen noch kein Experte, aber mir gefällt’s schon ganz gut.
Ich hoffe Euch gefällt der Umbau!
Viele Grüße Stefan
DB Epoche III und IV, H0 AC Digital - herstellerunabhängig
#5 von
Harry Lorenz
(
gelöscht
)
, 03.01.2011 22:23
Hallo Stefan
Zitat Das Modell mit der Nummer 3064 stammt noch aus meinen Kindheitstagen in den 70er Jahren und hat für mich quasi einen ideellen Wert. Da ich ich bekennender Anlagenbahner bin und Loks die nicht fahren damit ausscheiden hat mich die Betriebsbereitschaft der alten V60 immer wieder beschäftigt
Genauso denke ich auch. Alle meine Loks müssen einwandfrei funktionieren und zuverlässig arbeiten. Darum habe ich alle meine V60 / BR 260 mit der Telexkupplung ausgestattet, weil ich denke, dass das für eine Rangierlok das Richtige ist. Ist doch immer besser, wenn man einen Zug/Wagen überall an- und abkuppeln kann, ohne ein ortsfestes Entkupplungsgleis anfahren zu müssen!
Zudem baue ich mit sehr viel Spaß lieber alte Loks auf den heutigen Stand der Technik um, als dass ich für viel Geld alles fertig von der Stange kaufe.
Aber das ist eben wie alles eine individuelle Geschmacksache, die jeder anders sieht.
ich habe meine 3064 mit dem MFX-Set von Märklin digitalisert. Auch hier hatte ich teilweise erhebliche Kontaktprobleme. Durch den Tausch der mittleren mit der hintern Achse hat sich das ziemlich gebessert. Die Haftreifen sind nun in der Mitte der Lok. Es gibt zwar einen Verlust an Zugkraft, zum Rangieren und ziehen von kleineren Güterzügen reicht es aber locker, auch an Steigungen.
Hallo, so einen Umbau möchte auch mal noch machen, aber die Telex darf bei mir ausschließlich digital und manuell (also ohne Kopplung an die Umschaltung der Fahrtrichtung) funktionieren. Wir haben zwei V60. Eine aus den 60gern und eine aus dem Postset 2890 (war analog, hat jetzt aber einen Tamsdecoder und keine Telex! Baujahr 1990)
den Achsentausch hätte ich auch gerne gemacht, aber M hat bei meiner 3064 bei der mitlleren Achse die Gewindelöcher für die Kuppelstange nicht gebohrt . Na ja, das war halt in den 70ern nicht nötig. Aber egal, meine fährt ganz ok, wenngleich es auch Abschnitte gibt wo ich nicht zufrieden bin. Evtl spendier ich Ihr einen festen Wagen mit Schotter und hol mir zusätzlich Masse.
Grüße Stefan
DB Epoche III und IV, H0 AC Digital - herstellerunabhängig
Gestatte mir aber noch einen Vorschlag für eine weitere Verbesserung - Könnte man noch Bremsbacken anbringen? (vielleicht als Ersatzteil von der aktuellen V 60 ?)
freut mich, dass Euch die kleine Bastelei gefällt.
@JonBon, ich hab kein Problem mit dem Ritzel, sondern die Radfscheibe hat kein Loch/Gewinde um die Schraube für die Kupplestange zu befestigen. Bei meinem Model ist die nur mit den äußeren Achsen verbunden.
@Wilhelm, ja das mit den Backen ist eine Idee, hab ich schon bei meiner alten P8 gemacht. Mal schauen, wenn ich Lust habe hol ich mir ein paar Weinert Teile und kleb sie rein.
Viele Grüße Stefan
DB Epoche III und IV, H0 AC Digital - herstellerunabhängig