Hallo.
Im Rahmen meines Selbstbaudecoders bin ich über ein paar Probleme mit dem Märklin-Motor gekommen und die möchte ich hier diskutieren.
Und zwar besitzt mein Modell einen Scheibenkollektormotor. Dieser soll auch drinnen bleiben. Mir ist bewusst, dass die hier geschilderten Probleme mit einem umgebauten Motor mit Permanentmagent nicht auftreten, aber darum soll es hier nicht gehen.
Mit eingebautem Decoder ergibt sich folgendes Schaltbild:
Entstörkondensatoren sind zwar nötig, wurden aber hier der Einfachheit halber weggelassen.
Der Motor wird per PWM über den Schalter S1 angesteuert. In der Realität ist S1 irgendein Transistor, ist aber hier erst mal relativ. Für die andere Fahrtrichtung wäre an Punkt 4 auch nochmal ein Schalter angeschlossen, der wurde aber auch weggelassen. Zum Schutz der Schalter/Transistoren sind Freilaufdioden notwendig, hier D1 und D2.
Und damit sind wir auch schon bei meinem Problem:
S1 wird nun mit einem PWM-Takt von etwa 1 kHz und einem Tastverhältnis von angenommen 50 % geöffnet und geschlossen.
Wenn S1 geschlossen ist, fließt der Strom an Punkt 1 in den Anker und an Punkt 2 wieder heraus. Dabei ergibt sich dann ein Spannungsabfall von angenommen 5 V. Dann fließt der Strom weiter durch L1 und S1 zur Masse. Zwischen Punkt 2 und 3 ergibt sich dann ein Spannungsabfall von 15 V.
Leider haben wir haber Wechselstrom (wegen der PWM) und aufgrund der gegenläufig gewickelten Feldspule ergibt sich zwischen Punkt 2 und Punkt 4 ein Spannungsabfall von -15 V. Somit hat Punkt 4 ein höheres Potential als die Versorgungsspannung und D2 wird leitfähig.
Dadurch fließen irgendwelche Ströme und man kann den Motor nicht sauber steuern.
Oder habe ich da irgendetwas komplett durcheinander gebracht?
Wie kann man dann ein Sinnvolle Motorsteuerung bauen?
Bernhard
