RE: Testbericht Piko-Hobby Eas

#1 von Kehrdiannix , 12.02.2011 18:42

Ich habe mir neulich einen "Eas" von Piko gekauft. Nun ein kleiner Testbericht dazu:

(Testbericht Anfang)

Testbericht Piko Eas

Ich habe kürzlich einen offenen Güterwagen der Gattung Eas von Piko mit der Artikelnummer 57750 erstanden. Nun möchte ich dieses Modell aus dem Hobbysortiment kurz vorstellen und beschreiben.

Als erstes zum Vorbild.
Die Fahrzeuge der Gattung Eaos und ähnliche gehören zu den so genannten UIC-Standardwagen. Daher sind diese vierachsigen offenen Güterwagen überall in Europa anzutreffen. Sie bilden eine wichtige Stütze für Güter aller Art: Schrott oder Schüttgüter wie Kohle, außerdem regenempfindliche Stoffe, dann mit einer Plane, können in ihnen transportiert werden. Das beweist auch die Stückzahl, die bei der Deutschen Bahn AG bei etwa einigen tausend liegt.

Nun zum Modell.

Das Modell basiert auf einer anderen Bauart. Es stellt nämlich einen ähnlichen Wagen dar, der zwischen 1956 und 1968 gebaut wurde. Allerdings wurden diese Wagen ab 1976 modernisiert und dem UIC-Standardwagen angepasst, so dass sie in dieser Form heute nicht mehr fahren. Da jedoch das Modell die Epoche V darstellt, ist dies nicht realistisch. Dafür ist der Wagen eben aber auch ein Hobbymodell.




1. Optisches

Das Modell trägt die Betriebsnummer 11 80 542 0 719-6 und gehört der Gattung Eas 073 an. Leider wird der Wagen auf der Piko-Homepage als Eaos und nicht als Eas bezeichnet.
Als Revisionsdatum ist der 02.03.04 angegeben.

1.1 Beschriftungen

Die Beschriftungen sind scharf, allerdings ist das „E“ von „Eas“ etwas verzogen, was sicherlich auch an den schrägen Wänden liegt. Außer dem blauen Quadrat der Railionaufschrift sind die Schriftfelder einfarbig in weiß gehalten. Der Wagenkasten wurde an den Seiten beschriftet, an den Stirnseiten und an den Drehgestellen ist er unbedruckt.


Die einfarbigen Beschriftungen sind scharf.

1.2 Detaillierung

Am Wagen befinden sich einige Teile, die allesamt durchbrochen sind, ebenso die Drehgestelle. Die Handstangen sind angespritzt. Ansonsten gibt es einige kleinere Teile, die aber mit Ausnahme der Puffer angespritzt sind. Die runden Puffer sind nur eingeklipst und dadurch wenig wacklig.
Man hat ein Handrad weggelassen, was für den annähernden Eas eigentlich positiv ist, nur fallen jetzt die leeren Bohrungen am Rahmen ins Auge.
Der Holzboden der Ladefläche ist gemasert und glücklicherweise nicht in Rot, sondern in einem Graubraun gehalten. Dabei fallen bei sehr genauem Hinsehen kleine Gratreste an den Rändern auf.


Bei dieser Belichtung erkennt man viele Details.


Der Holzfußboden weist eine Holzmaserung auf.


Die Drehgestelle sind mehrfach durchbrochen augeführt.


2. Technisches

Der Wagen hat vier spitzengelagerte Radsätze mit einem Radscheibendurchmesser von 11,3 mm. Außerdem besitzt der Wagen einen kurzkupplungsgeführten Kupplungsschacht nach der Norm NEM 362, ermöglicht also auch ein Puffer-an-Puffer-fahren.

2.1 Laufeigenschaften

Der Wagen rollt ungeschmiert sehr leicht. Er hat außerdem einen ruhigen Lauf, da im Boden eine Gewichtplatte integriert ist, die den Wagen auf ein Gewicht von etwa 85 g bringt.
Mit den original Piko-AC-Radsätzen gab es auf M-Gleisen keine Probleme: Bei Testfahrten über die ganze Anlage entgleiste er kein einziges Mal. Allerdings war das Tauschen der Achsen nicht ganz so leicht, man musste die Lager recht weit aufbiegen.
Auch im Radius von 360 mm, der empfohlene Mindestradius beträgt 358 mm, rollte der Wagen äußerst leicht.


3. Fazit

Für ca. 15 € erhält man einen soliden Wagen mit guter Verarbeitung, der optisch ansprechend ist, auch wenn er nicht wirklich vorbildlich ist.
Der Preis ist nach meinem Geschmack etwas zu hoch, aber auch noch im Rahmen.
Der Wagen ist sicherlich gut als Einsteigermodell geeignet, da er auf den ersten Blick das Vorbild wiedergibt und einige Details besitzt. Bei nicht ganz so streng-vorbildgetreuen Modellbahnern könnte er auch auf der Anlage eingesetzt werden. Gerade für solche Modellbahner könnte der Wagen – auch wegen des Preises – eine Alternative zu den anderen Fabrikaten sein.

(Testbericht Ende)


Der Testbericht kann auf meiner Webseite nachgelesen werden.

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass dieser Wagen ein Hobbymodell ist und daher nicht perfekt ist!


Gruß,
David




Meine Dachbodenbahn: Analog auf M-Gleisen mit viel Betrieb


 
Kehrdiannix
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Spurweite H0
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RE: Testbericht Piko-Hobby Eas

#2 von Br 120 ( gelöscht ) , 17.02.2011 14:12

Schöner Wagen, hab ich auch .

Aber ich kenne da so ein Geschäft, da kaufe ich immer im Sommer wenn ich da bin, jedoch habe ich ihn für 10€ bekommen Danke für den Bericht!!!


Arne

Dateianlage:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Dateien zu sehen

Br 120

   


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