RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#551 von bernieb , 24.01.2016 18:39

Moin Dirk,

es ist immer wieder eine echt klasse wenn man hier reinschaut. Und dann noch tolle Anregungen und Infos. Besonders der beladene SSm gefällt mir!

Aber der Text an der Tafel .....tssss tsss tsss.

Herzliche Grüße
Bernd


viewtopic.php?f=51&t=76179

http://www.brinkhues.de


 
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RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#552 von Dirk Frielingsdorf , 24.01.2016 20:23

Endlich bemerkt mal jemand meine versteckten Einlagen...

Plattdütsch in Sütterlin auf kleinem verpixelten Foto entziffert, nicht schlecht. Deine Reaktion verrät mir, dass Du das entziffert hast.


Beste Grüße!

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#553 von paloo , 25.01.2016 10:04

Hallo Dirk und Bernd,

jetzt habter mich aber neugierig gemacht...was steht denn auf der Tafel? Das einzige Wort, das ich glaube entziffern zu können, ist "langsam".
Aber ich kann nur leidlich Sütterlin lesen, kein platt verstehen, und 'ne Brille brauche ich wohl auch irgendwann mal

Grüße,
Lukas


Schau' doch auch mal bei mir 'rein:

H0m-Gütertram Ep. II im Ikea-Regal

Bahnhof Launburg a.d. Elbe (Hafen) - H0, Ep.II, 400x35cm (inaktiv)


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#554 von Daniel84 , 25.01.2016 17:02

Ja was heisst es denn? Rätseln hier schon seit Tagen rum. Nichtmal mein Schwiegerpapa aus dem Norden konnte es entziffern


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#555 von BahnKai , 25.01.2016 17:43

"eten, slapen, supen; langsam gahn un pupen" ...und das an einer Tafel...

ein schöner plattdeutscher Spruch, den ich noch von meiner Oma kenne...

Beste Grüße
BahnKai


Mit besten Grüßen,

Kai


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#556 von Bastelharry , 25.01.2016 17:59

Essen, Schlafen, Saufen, langsam gehen und furzen ??


Wenn die Klügeren immer nach geben..............regieren die Deppen die Welt

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#557 von Dirk Frielingsdorf , 25.01.2016 18:17

Ich löse dann mal auf:

Ganz ähnlich dem schon geposteten:
"Äten, fräten, supen, langsam gahn un pupen!"

Die Schreibweise, ob mit ä oder e ist müßig, je nach Überlieferungen und je nach Gegend überwiegt mal das eine, mal das andere. Und das natürlich nicht der Lehrer dies als Unterrichtsstoff betrachtet, sondern ein Lausejungenstreich der Entdeckung harren dürfte, is ja wohl kloar...!


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#558 von zehkuppler , 27.01.2016 12:22

Hallo Dirk,

wieder mal eine dumme Frage von mir: wie hast du deine Mauerfugen so schön gleichmäßig hell gefüllt hinbekommen?

Danke sagt Willi


allen Stummis immer genug Strom am Gleis und im Hirn wünscht
Rangierer Willi


 
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#559 von Dirk Frielingsdorf , 27.01.2016 13:14

Moin Willi,

bei den Kunststoffmauerplatten benutze ich eine stark verdünnte wasserlösliche weiße Farbe 8z.B. Revell aqua), die auch mit einer Zugabe Apothekenalkohol entspannt wird. Je nach gewünschter Mauerfugenfarbe (ich brauche für meinen im norddeutschen Muschelkalkmörtel eine sehr helle Fuge) ist diese Farbe nur schwach mit hellgrau und beige abgetönt.
Da auf den Ziegeln immer etwas Farbe, und sei es auch noch so wenig, zurückbleibt, werden die Ziegel nach dem vollständigen Durchtrocknen der Fugenfarbe mit fast trockener Ziegelfarbe übergraniert. Durch diese Methode kann auch nichts mehr in die Fugen laufen und der Mauerplatte wird ihr plastikhafter Glanz genommen.

Soll eine Steinfarbe zunächst ganz andersfarbig werden als der Spritzling ist, muss man die entsprechenden Mauerteile vor dem Fugenfärben in der gewünschten Farbe möglichst dünn (Spritzlackierung) einfärben. Die weiteren Schritte dann wie oben beschrieben.

Auch Natursteinmauern entstehen so, nur dass bei diesen jeder Stein einzeln vorher eingefärbt wird (vgl. z.B. die zweite Kirche auf Auhagen-Basis in diesem Thread).


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#560 von zehkuppler , 27.01.2016 15:26

Danke Dirk!


allen Stummis immer genug Strom am Gleis und im Hirn wünscht
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#561 von P-I-E-T , 28.01.2016 21:41

Hallo Dirk,

Ich habe Deinen Thread nun schon mehrmals durch, weil man sich eigentlich garnicht sattsehen kann.
Was für eine schöne Anlage, mit all den Details. Wunderbar.
Deine Akribie in der Recherche ergänzt sich aufs allerfeinste mit Deinen hervorragenden handwerklichen Fähigkeiten.
Diese Anlage sticht selbst hier in der an Höhepunkten gewiss nicht armen Ruhmeshalle nochmal heraus.


Grüsse
Piet


P-I-E-T  
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RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#562 von Dirk Frielingsdorf , 01.02.2016 21:54

Besten Dank für Deine Worte!
Da ich noch immer auf die Lieferung des Lasercutmauerwerks warte, nur ein kleiner Zwischenstand von den Bauernwagen:



Sehr schön ist, dass die beiden Artitec'schen Kutscher "Klumpen", typische Holzschuhe, tragen, typisch für die norddeutsche Landbevölkerung bis in die 50er Jahre. Da beide Kutscher identisch sind, werde ich den kleinen Bauernwagen abgespannt darstellen, vielleicht als Wagen des Dorfschullehrers und den zweiten Kutscher etwas abgewandelt (vor allem wegen der Armhaltung) irgendwo an exponierter Stelle auf eine Bank setzen, um seine Klumpen zu zeigen...

(Auf dieses Detail muss ich den Figurensektor bei Artitec nochmal durchforsten.)


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#563 von Hans Flück ( gelöscht ) , 01.02.2016 22:47

Gruess Euch alle,

dass ich noch den Spruch meines Grossvaters hier lesen kann: Einfach wunderbar.
Eeten, freten, slapen, supen,
langsam gaan un pupen

und ich vervollständige den Spruch im Sinne meines Grossvaters:

dat sleit an ( das schlägt an)

Ich habe sehr gelacht.
Schön, wirklich schön.


Hans Flück


Hans Flück

RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#564 von Dirk Frielingsdorf , 21.02.2016 21:10

Besten Dank allen Lesern und Kommentatoren!

Endlich konnte es weitergehen: Die Mauerplatten von MKB waren nach einem knapp zweiwöchigen Postmarathon dann doch glücklich bei mir eingetrudelt. Aus diesen, Finnpappe und einigen dünnen Lagen Pappe dazwischen (darunter auch MKB-Fensterrahmen) entsteht ein mehrschichtiger Maueraufbau. Das Gebäude besteht aus dem Hauptbaukörper, vorne mit Klassenzimmer, dahinter der Lehrerwohnung sowie einem Zimmer über dem Klassenzimmer untrer dem Dach. Im rückwärtigen Gebäudeteil ist der Stall mit einem Anbau. Am Anbau wird die gleichmäßige Dachneigung des künftigen Reetdaches unterbrochen und wird flacher sein. Vorne wird das Gebäude ein Satteldach, rückwärtig über dem Stall ein Walmdach haben.

Aber das ist noch Zukunftsmusik, zunächst habe ich nur mal zwei weitgehend fertige Wände zusammenstellen können:


Die erste Schicht Fensterrahmen wird direkt hinter das Mauerwerk geklebt und ausgeschnitten.


Dahinter wird die zweite Schicht in Form der MKB-Fensterrahmen geklebt.


Noch davon getrennt sind inneren tragenden Wände aus Finnpappe. Der Innenraum des Klassenzimmers mit der typischen grünen glänzenden (hier seidenglänzenden) pflegeleichten Lackschicht bis zu zwodrittel Raumhöhe.




Probestehen. Noch ist alles ungeklebt und lehnt nur aneinander.

Zwischenzeitlich habe ich noch die Fleischmann-T3 mit Faulhabermotor ausgestattet. Sie fährt jetzt genauso dynamisch und gleich schnell wie die Brawa-T8, so dass die zwei harmonischer miteinander eingesetzt werden können.


Beste Grüße!

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#565 von Hans Flück ( gelöscht ) , 22.02.2016 18:00

Gruess Euch,

alles gut gemacht, sehr gut, die Schule ist Klasse mit ihren Klassezimmern.
Am allerbesten ist aber der handschriftliche Eintrag auf dem Innenboden der Schule: "Dörpschool" , dafür 100 Sonderpunkte!

Beste Gruesse
Hans Flueck


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RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#566 von Dirk Frielingsdorf , 23.02.2016 18:18

Weiter geht's:

Die Wände sind schon mal mit dem Boden und untereinander verleimt, das Klassenzimmer mit der bereits vorgebastelten Inneneinrichtung versehen:







Das Gebäude aus zwei Perspektiven von außen:





Die komischen Löcher in den Zwischenwänden dienen in Kürze der Durchführung der Kabel für die Innenbeleuchtung. Diese leuchtet das Klassenzimmer und die Diele aus. Die Wohnung und der Stall sowie das Zimmer im Obergeschoss bleiben unbeleuchtet.

Die stallseitige Stirnwand sieht noch aus, als würde sie ebenfalls einen Satteldachabschluss bekommen, das ist aber ein Trugschluss. Diese wird noch gekappt, um ein Walmdach auszuarbeiten. Aber ich brauche an dieser Stelle noch "Masse", um für den Heuboden (rückwärtiges, stallseitiges Obergeschoss) Platz für eine kleine Außentür im Mauerwerk des Obergeschoss' mit dann entsprechender Aussparung im Reetdachwalm zu haben. Wie schon weiter vorne geschrieben, das endgültige Aussehen entsteht mit dem Bau, "ich hasse Baupläne"... (außer jenen, die ich so wage im Hirn spazieren trage).

Als Unterkonstruktion für das Schaumstoffreetdach bekannter Bauart werden Kunststoffplatten zum Einsatz kommen. Da der Schaumstoff mit ordentlich wässriger Farblösung gefärbt wird, brauche ich einen wasserfesten Unterbau, der sich zur Färbung auch abnehmen lässt. Zu ärgerlich wäre es, wenn die Schmuddelbrühe aus dem Schaumstoff über die Außenwände aus Papier und Karton laufen würde.


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#567 von TTFux , 24.02.2016 21:55

hallo Dirk,

ich sehe grad dass du für deine Schulgebäude Mauerplatten von MKB verwendest...
da hätte ich mal ein paar Fragen:

ist das nur bedruckter Karton?
oder hat er Mauerwerksstrukturen?
und wie groß sind die Steine? findest du sie für H0 passend?
weil du baust ja in H0...ich ja in TT...da wäre natürlich die Frage ob das von der Größe her passt??? sicher müsste ich eher auf Spurgröße N ausweichen...da gibt es nur leider kein Blockverband...alles nicht so einfach...

schönen Abend noch...


Der Meister wollte es kaum glauben, man kann auch mit dem Hammer schrauben!
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RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#568 von Dirk Frielingsdorf , 25.02.2016 07:03

Die Platten sind gelasert, tragen also Struktur und gibt es in drei unterschiedlichen Verbänden. Da sie für H0 die kleinsten Normziegel (ich schätze Dünnformat, kann aber gerade nicht nachmessen) darstellen, hätte ich persönlich nicht allzu große Schmerzen, diese auch für TT zu verwenden. Die in voller Länge liegenden Steine sind dann zwar etwas zu lang, aber ich schätze, das wirkt immer noch besser als die oftmals zu großen gravierten Steine aus Kunststoffplatten.

Außer, man möchte gezielt große Klosterformatziegel (ein großes mittelalterliches Ziegelformat) nachstellen, aber das war glaube ich eine sehr nordwestdeutsche Spezialität, als nach der Reformation zahlreiche einst katholische Klöster geschliffen und die großen Ziegel anderweitig Verwendung fanden.


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#569 von Dirk Frielingsdorf , 27.02.2016 23:52

Ich gehe dann nochmal etwas ausführlicher auf die Gestaltung eines Reetdaches ein. Zunächst der Unterbau: Diesen baue ich tunlichst aus Kunststoffplatten und verstärke ihn unterseitig so, dass das Dach als vollständige Konstruktion für die spätere Farbbehandlung abnehmbar und verzugsfrei bleibt. Dies deshalb, da ich zum Altern recht viel Wasser mit recht wenig Farbpigmenten nutze und ich dieses nicht auf dem Gebäudekörper haben möchte.

Bei meinem Gebäude mit dem Klassenzimmer im vorderen Gebäudeteil sollte ja auf der Rückseite ein Walmdach entstehen, während die Vorderseite ein Satteldach trägt. Ausgehend von einem Satteldach habe ich die Rückseite des Gebäudes mit einem Walm versehen, wobei ja noch die Tür des Heubodens mit einer Aussparung im Reetdachwalm zu berücksichtigen war. Hier also Bilder meines gewohnt "planlosen" Vorgehens:


Zunächst nochmal die Vorderseite des Gebäudes, aus weißem Polystyrol ist der Dachunterbau entstanden.


Die Gebäuderückseite zunächst noch ohne Heuboden und Walm...


... und dann mit den beiden neuen Elementen. Die Heubodentür entstand aus dünnen Holzleisten, dunkelbraun lackiert und mit beigefarbenen Lichtern graniert.


Demnächst mehr, wenn ich Neues zu berichten habe!


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#570 von Dirk Frielingsdorf , 28.02.2016 17:35

Die nächsten Schritte:

Aus 4mm starken Schaumstoffplatten (Noch 99316) habe ich die Dachseiten ausgeschnitten und dabei schon mal schräge Schnitte an den jeweiligen unteren Dachenden geschnitten, damit der Dachabschluss dort parallel zum Boden ist. Das kann zu diesem Zeitpunkt ruhig noch etwas fransig aussehen, der Feinschliff kommt, wenn der Schaumstoff durch die verschiedenen Farbbehandlungen härter geworden ist.



Anschließend werden die Schaumstoffplatten mit Uhu-Por oder ähnlichem, den Schaumstoff nicht auflösenden Klebstoff auf die Dachunterkonstruktion geklebt. Hier ist genaues Arbeiten gefragt, damit am Walm keine unschönen Spalte entstehen. (Da die Noch'sche Schaumstoffplatte nicht groß genug war, konnte ich die Dachfläche nicht aus einem Stück als Abwicklung scheiden. Wo immer das möglich ist, sollte man es aber tun.)



Der große Spalt am First ist unschädlich, der verschwindet später unter der Firstauflage aus zusätzlichem Reet, Moossoden oder Heideplaggen.

Anschließend wird das Dach solo ohne Unterbau zunächst mal kräftig mit einer wässrigen schwarzen Farblösung eingesaut. Das dient dem Herstellen der Tiefen im Reetdach. Wässrig deshalb, damit die Farbe die feinen Poren nicht zusetzt. Das dauert eine Weile, bis das trocken ist, unter Umständen sind wiederholte Anwendungen nötig, um so nach und nach den Schaumstoff dunkel zu bekommen, ohne die Poren zu verschließen.



Wie es weitergeht dann demnächst an dieser Stelle.


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#571 von Dirk Frielingsdorf , 03.03.2016 21:55

Weiter geht es. Es dauert eine Weile, bis drei Anwendungen wässriger Lösung (aus Revell aqua Teerschwarz 06, Wasser und Isoprpylalkohol) jeweils aufgetragen und durchgetrocknet sind. Je Durchgang kann das ein bis zwei Tage dauern.

Sodann ist der Schaumstoff härter geworden und kann nun seinen Feinschliff mit sehr scharfer dünner Klinge erhalten, um z.B. noch Ungenauigkeiten aus dem Zuschnitt zu korrigieren oder wie ich im vorliegenden Fall die Walmecken etwas auszurunden. Aber nicht zu stark, die schön gearbeiteten Ausrundungen heutiger Reetdächer auf Einfamilienhäusern oder restaurierten Höfen hatten die Dächer damals nicht, die Walmecken waren meist auch recht eckig.

Dann sollte der Giebelfirst der Satteldachseite des Hauses noch seinen typischen Zierrat erhalten, dazu war zwischendurch während der langen Trockenphasen Zeit:



Dazu wurde aus zwei Eichenholz-Leistenstücken 1mm x 3mm aus Frank Horschigs Massivholzwerkstatt zwei Pferdeköpfe geschnitzt:



Diese sollten natürlich über Kreuz an den First, also mussten die Zimmerleute ordentlich zapfen und die Holzleisten am Kreuzungspunkt auf 0,5mm ausdünnen. Hier nochmal meine Begeisterung für die Qualität der Holzleisten dieses Anbieters!





Das vorbehandelte Dach erhielt dann auch aus verschiedenen Eichenholzleisten des selben Anbieters eine angedeutete Dachkonstruktion an den Stellen, an dem diese auch beim Vorbild sichtbar wäre. Diese habe ich am Walmende des Daches am Dach angebracht, so, dass diese nach dem Aufsetzen ordentlich an den Wänden abschließen.





Am Satteldachseitigen First wird das Holz direkt an der Wand angebracht, hier noch ungealtert:



Nach zwei wässrigen Lasuren aus brauner und teerschwarzer Revell aqua Farbe sieht dass dann so aus:



Schließlich konnte es an die farbliche Behandlung des Daches gehen. Zunächst wurde auf das sehr dunkelgraue, "teerschwarze" Dach mittels Graniertechnik mit flachem Borstenpinsel und mit sehr wenig fast trockener ockergelber Farbe (Revell aqua 8 die erste Farbschicht aufgetragen. Nachdem (nun deutlich schnelleren) Durchtrocknen kam eine zweite Granierschicht mit Ledebraun 84 auf's Dach, als vorläufiger Abschluss eine dritte Schicht mit "Lichtern" in Nr. 35 Hautfarbe. Nicht wundern über die letzte Farbwahl, das passt schon...

So sieht das nun aus:




Beim zweiten Bild ist der merkwürdige Übergang auf der Dachhaut dem Schärfeabriss der Makroaufnahme geschuldet, wie man auf der ersten Aufnahme sieht, ist das ganz harmonisch.

Das Dach ist nur aufgelegt, die noch vorhandenen Spalte werden später natürlich nicht zu sehen sein. Jetzt fehlen noch zwei Kamine auf dem Dach und ein paar bemooste Stellen auf dem Reet, dann geht es an den endgültigen Zusammenbau.

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#572 von Dirk Frielingsdorf , 05.03.2016 18:04

Nächster Schritt:

Nachdem ich zwei Schornsteine gebastelt (der vordere sitzt genau über dem Abzug, den ich auch in der Inneneinrichtung für den Ofen dargestellt habe) und auf dem Dach eingepasst habe, geht es an die Firstgestaltung. Diesmal wieder mit der Auflage von Moossoden (wie auch auf dem Dach der Moorkate). Dazu habe ich aus Heki flor-Foliage drei Streifen ausgeschnitten und auf den Dachfirst geklebt. Der letzte zum Walm hin sollte etwas länger sein und rund enden, den den muss man auf der Walmseite nach unten führen. Unterhalb der Schornsteine habe vier kleinere viereckige Foliagestückchen hingeklebt.

Beim Aufkleben (Weißleim) sorgfältig und in Ruhe arbeiten, darauf achten, dass kein Weißleim nach unten heraus dringt und im sichtbaren Bereich Poren der schon gestalteten Dachfläche verstopft.

Nachdem der Weißleim angezogen ist wird die Foliage vorsichtig mit stark verdünnten und entspanntem Weißleim angetränkt. Auch hier darauf achten, dass keine Flüssigkeit die Dachhaut herunterläuft. Nun können die verbliebenen Löcher in der Foliage mit feinem Turf (bei mir aus der "Restesammelkiste") aufgefüllt werden. Siehe unten auf den Fotos z.B. am Walmende der Moossodenauflage, da sind noch Löcher. Wenn die Firstauflage nun nicht genug getränkt war, dass sich der aufgefüllte feine Turf auch vollsaugt, kann sanft und vorsichtig nachgetränkt werden. Die weiche Feuchte Masse auf dem Dach andrücken und in Form bringen, aber nicht die Flüssigkeit herauspressen und dann trocknen lassen. Fotos dazu:



Hier noch offene Stellen in der Foliage, die nachgearbeitet werden müssen:


Schon mit aufgefüllten Lücken auf der anderen Seite:



Die Firstauflage wird dann noch abgedunkelt und auf das Reet kommen noch ein paar moosige Flächen mit feinstem Turf von Woodland scenics. Das Dach ist noch immer nur aufgesteckt und nicht befestigt, das kommt zum Schluss, denn nach wie vor möchte ich jeden "wässrigen" Unfall am papieren Gebäude vermeiden.

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#573 von Mornsgrans , 05.03.2016 21:09

Hallo Dirk,
findest Du nicht, dass die Moosschicht etwas zu dick geraten ist? Sie dürfte auf 1:1 umgerechnet fast einen halben Meter dick sein.

Grüße aus Idar-Oberstein (wo es leider keine Reetdächer gibt)

Erich


Meine Moba-Vergangenheit
"Eisenbahner mit der Venus am Bande h.c."


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RE: Von Klockenstedt über Büttenwarder nach Klingsiel: KPEV, H0=

#574 von Dirk Frielingsdorf , 05.03.2016 22:07

Nee, das passt schon. Die Moossodenschicht ist 3mm dick, also einen viertel Meter, absolut in Ordnung. Diese wirkt eventuell an diesem vergleichsweise kleinen Gebäude massiver als an einer ungleich größeren Hofstelle, da sie dort aufgrund der viel größeren Dachfläche kleiner wirkt. Aber die Firstabdichtung muss bei beiden Gebäuden das gleiche bewirken, unabhängig von der darunter befindlichen Dachfläche.
Außerdem ist sie ja oben noch nicht fertig, das Tränken bewirkt noch eine kleine Verdichtung, so dass diese im Ergebnis auch etwas homogener aussieht. Aber ich zeige hier ja bewusst Arbeitsschritte, weil ich über PN und Email immer wieder auf die Herstellung von Reetdächern angesprochen werde. Also mal wieder ein Reetdachhaus!


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#575 von Rockabilly Hobo ( gelöscht ) , 09.03.2016 09:11

Hallo Dirk,
vielen Dank für diese super Anleitung. Ich habe dazu noch eine Frage da ich die Noch Schaumstoffplatten nicht kenne.
Welche Konsistenz sollte der Schaumstoff haben? Es gibt Schaumstoff ja in unterschiedlichsten Festigkeiten.
Sollt er eher weich, mittelfest oder fest sein um ein gutes Ergebnis zu erreichen?

Gruß Frankie


Rockabilly Hobo

   

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