Ich würde gerne mal eure Meinung zu den Spur Z Gleisen von Märklin hören. Wer hat damit gute Erfahrungen gemacht und würde diese weiter empfehlen ??
Hatte vor eine kleine Anlage zuzulegen mit 3 bis 4 Modulen, unteranderem den von mir angesprochenen Kopfbahnhof. Erst mal Analog später vielleicht mal auf digital umrüsten.
letztendlich ist das eine Frage des persönlichen Anspruchs und Perfektion. Ich selbst baue schon seit vielen Jahren kompakte Z-Anlagen mit den Märklin-Gleisen und bin sehr zufrieden mit der Optik (obwohl nicht gerade sehr filigran und vorbildgerecht), da die Gleise für meinen Geschmack in der Landschaft, auch aufgrund des kleinen Maßstabs, sehr stimmig wirken. Mit den Weichen hatte ich bislang keine Probleme, baue allerdings auch keine ausgedehnten Rangierstrecken, sondern verwende Weichen aus Gründen der Betriebssicherheit nur sparsam (baue in der Regel reine Fahranlagen, um mich beim Fahren der Züge in der Landschaft zu erfreuen und zu entspannen). Da die Triebfahrzeuge in Z in der Regel (bis auf Kleinserienmodelle) auch nicht in allen Details vorbildgerecht umgesetzt werden, passen die Märklin-Gleise gut zu den Modellen. Höchsten Ansprüchen werden sie natürlich nicht gerecht. Aber wenn man sich mal die Anlagen von Bernhard Stein ansieht, den man durchaus als Pionier im ernsthaften Z-Anlagenbau bezeichnen kann, dann bemerkt man, dass die Gleise in der Landschaft nicht wirklich störend wirken. Ich denke dabei an die Anlagen "Loreley", "Geislinger Steige" oder "Hirschsprung", die einfach überzeugend sind, obgleich sie heutigen Ansprüchen an Detaillierung und Gestaltung vielleicht nicht mehr genügen. Mich haben sie jedoch in den späten 80iger Jahren so begeistert, dass ich mich mit Spur Z beschäftigt habe. Die Gleise von Microtrains (MTL) habe ich ebenfalls und werde damit in naher Zukunft eine kleine Anlage bauen. Mit ihrem geringen Schwellenabstand und feineren Profilen, als die Märklin-Gleise wirken sie durchaus ansprechend. Das Schotterbett kann bei Bedarf dem persönlichen Geschmack angepasst werden, auch hier wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber wer es jedoch absolut realistisch möchte, kommt um andere Gleissysteme (Gleisbausätze) nicht herum. Allerding müsste man dann theoretisch auch die Serienmodelle entsprechend supern, also in der Detaillierung und Umsetzung anpassen. Was Dir auf jeden Fall weiterhelfen kann, sind die entsprechenden Beiträge in den trainini-Magazinen. Bin absoluter Fan von diesem online-Magazin, da viele brauchbare und niveauvolle Beiträge darin enthalten sind.
nun auch meine Meinung zu den Gleisen von Märklin.
Zuerst zur Betriebssicherheit: die ist meiner Einschätzung nach voll gewährleistet. Auch bei den Weichen. Diese sind im Bereich der Herzstücke mit kleinen Einlagen aus Metallstreifen ausgestattet, die eine Stromleitung zu den Rädern garantieren. Allerdings nur, wenn man diese Kontakte ebenso regelmäßig reinigt wie die restlichen Schienen. Ich benutze dazu kleine Streifen von 600er-gekörntem Schmirgelpapier, das über der Klinge eines Schraubendrehers gefaltet ist. Zum Reinigen der Schienen benutze ich eine Holzleiste über die ein Streifen Baumwollstoff gezogen ist. Damit werden die Schienen abgerieben, bis sie glänzen. Dann ist auch mit kleinen Loks (89, 74, 24, V60) Langsamfahrt und Rangierbetrieb möglich.
Bei den Weichen entfernt man die hässlichen Kästen am besten: Deckel abschrauben, Stelldraht entfernen und den Antrieb mit einem Bastelmesser abtrennen. Dann baut man Unterflurantriebe darunter (ich habe mir mechanische gebaut, nachdem ich mit den elektrischen nicht zufrieden war) und das sieht dann ganz brauchbar aus. Kannst ja mal auf meiner HP ansehen, was sich optisch erreichen lässt.
Eine weitere Steigerung der Betriebssicherheit erreicht man, indem man die Schienen an den Stoßstellen verlötet. Das hat bei meiner Anlage zu einer signifikanten Steigerung des Fahrspaßes geführt. Auf längeren Strecken sollte man zusätzlich weitere Einspeisepunkte der Fahrenergie erwägen.
Zum Aussehen: Der Schwellenabstand der Märklin-Schienen ist für eine Hauptbahn zu groß, allenfalls für eine Nebenbahn sind die Schwellen gerade noch vorbildtreu. Um eine halbwegs gute optische Wirkung zu erzielen, müssen die Schienen natürlich geschottert werden. Dann sieht man auch das eigentlich viel zu hohe Profil nicht so stark.
Wenn man das alles beherzigt, kann man für wenig Geld (bei ebay gibt es immer günstig Schienenkonvolute in Spur Z) eine Menge Gleis mit ansehnlicher Optik bekommen.
Am besten wirken die Märklingleise übrigens, wenn man sie anstreicht. Ich habe dazu eine Mischung aus Plakafarbe schwarz und brauner und rostroter Abtönfarbe gemacht:
ich muss diesen Thread mal wieder hochholen. Ich lese hier, das Weichen auch sehr betriebssicher sind. Gilt das auch für Bogenweiche? Werde davon vier Stück einbauen wollen/müssen.
Danke für Antworten!
mfg Tim
Röhrenradio - Tonbandgerät - Plattenspieler - Schallplatten = wenn es in den Müll soll, bin ich die Mülltonne! (Eine PN genügt)
die Bogenweichen sind m.E. eine Fehlkonstruktion, bei Bekannten kenn ich sie als Quell ewiger Freude (Entgleisungen, Entkupplungen).
Aber als Freund von vorbildgerechter Langsamfahrt hab ich überall meine Probleme mit Plastikherzstücken und rate sowieso immer auf den Umbau zu polarisierten leitfähigen Herzstücken. Dieses mit umgerechnet 100 km/h-über-die-Weichen-Gerase hat nix mit Modellbahn zu tun...
Peter
Spur N Digital Selectrix/DCC Spur 1 Teppichbahning Selectrix/MM
und zwar habe ich seit mehreren jahren eine ladung märklin z-gleise im keller gelagert (nicht besonders feucht, ist eigentlich ein ganz normaler wohnraum, dazu waren die gleise im schrank in ihrer originalpackung verpackt), von denen jetzt einige scheinbar angerostet sind, siehe bild. dummerweise sind davon auch schon einige weichen (nicht ganz so stark) betroffen. sieht für mich jedenfalls nicht so aus als ob ich die betroffenen gleise mit einem colabad oder ein bischen drüberwischen mit nem reinigungstuch wieder funktionstüchtig bekomme. ihr habt nicht zufällig einen rat für mich diesbezüglich?
hatte auch schon aus der Bucht sehr oxidiertes Schienenmaterial, aber der Roco-Rubber hat sie alle wieder blank gemacht...
Grüße Uli
Hallo Klimmi,
was an den Märklingleisen interessiert dich? Betriebssicherheit: gut Betriebssicherheit Weichen: auch gut (verwende keine Bogen- und Kreuzungsweichen) (Bei gepflegten Weichen - Reinigen der Kontakte neben dem Herzstück.) Optik: Einschottern sollte schon sein...
Hallo Uli, vielen Dank für die antwort, das war genau das was ich hören wollte Ich dachte schon ich müsste die gleise entsorgen. sah mir danach aus als ob die obersten schichten abgeblättert wären, von daher fiel es mir schwer vorzustellen, dass sich das problem durch weiteres wegrubbeln der oberen schichten beheben ließe.. wie reinigt man denn die kontakte neben dem weichenherzstück am besten, und ist das "verwende keine bogen- und kreuzungsweichen" als warnender imperativ oder als feststellung, das du diese eben nicht besitzt, zu verstehen?
Zitat von derUlukai...wie reinigt man denn die kontakte neben dem weichenherzstück am besten...
Wie es am besten geht, wüsste ich auch gerne Ich nehme ein Isopropanol-getränktes dünnes Tuch und einen Zahnstocher. Man darf diese Kontakte keinesfalls verbiegen oder gar bei der Reinigung aus der Halterung drücken. Im letzteren Fall ist die Weiche Schrott. (Es gab im Netz auch schon Tipps wie man das wieder reparieren kann, ist mir aber nicht gelungen.)
Zitat von derUlukai...ist das "verwende keine bogen- und kreuzungsweichen" als warnender imperativ oder als feststellung, das du diese eben nicht besitzt, zu verstehen?...
Bogenweichen hatte ich noch nie verbaut aber im Forum schon einige Warnungen gelesen. Kreuzweichen hatte ich schon verbaut, ging auch ganz ordentlich, bei manchen Loks (mit Vorläufer) jedoch höhere Entgleisungs- und Kurzschlussgefahr.