Endlich habe ich mal Zeit, einen kurzen Bericht über meine Anlage zu schreiben. Nach dem Ausbau des Raumes (Isolieren, Verputzen, Elektro- und Heizungsinstallation) vor 5 Jahren konnte ich mit dem Aufbau beginnen. Ausgangspunkt bildet die Anlage von Bernd Schmidt - Herzlichen Dank :D Die ganze Angelegenheit spielt sich Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre ab. Da weder ich noch meine Frau „Nietenzähler“ sind, sind Stilbrüche erlaubt, solange das Auge des Betrachters nicht zu stark strapaziert wird (Ellok-BR 151 aus Ep.IV neben der Dampflok-BR 44 (Ep.IIIa) geht da schon in Ordnung).
Die Ortsnamen habe ich zur einfacheren Orientierung mal beibehalten, ob das bleibt, weiss ich noch nicht. Es handelt sich hier um die klassische U-Form mit zwei ungleich langen Schenkeln. Links befindet sich die Stadt „Burghausen“ mit Hauptbahnhof, BW und kleinem Gewerbegebiet. In der Mitte liegt „Taldorf“ an der zweigleisigen Hauptstrecke. Taldorf ist Abzweigbahnhof zur eingleisigen Nebenstrecke, die im Kopfbahnhof „Bergheim“ endet. Bei mir fehlt allerdings der Haltepunkt im Anlagenhintergrund. Außerdem musste ich aufgrund der Raumverhältnisse den Gleiswendel auf der rechten Seite platzieren. Bei Bernd Schmidt verläuft die zweigleisige Hauptstrecke parallel, was jeweils einen geschlossenen Kreis ergibt. Um einen abwechslungsreicheren Fahrbetrieb zu bekommen, habe ich die Kreise „aufgeschnitten“ und mit zwei Kehrschleifen verbunden. Eine Kehrschleife befindet sich auf der rechten Anlagenseite im Tunnel hinter „Taldorf“, Die andere liegt direkt darüber und wird erreicht, indem man aus dem SBF im Hintergrund über die Gitterbrücke in den Tunnel auf der rechten Anlagenseite fährt. Beide Kehrschleifen sind zweigleisig, um den Zugeinsatz zu erhöhen. Die Anregung für das Gleisbild im Gewerbegebiet habe ich aus dem zweiten Band von Meister Schmidt „geklaut“ Vor ungefähr 3 Jahren habe ich mit der Digitalisierung begonnen, was auch eine Neuinstallation aller Leitungen mit sich brachte. Inzwischen sind alle Decoder verbaut. Die groben Probleme (Blockstrecken, Fahrstraßen etc) sind beseitigt, so dass ich vor einigen Wochen mit dem Geländebau begonnen habe. In den nächsten Tagen werden die Gleise noch eingeschottert. Trotz allem befindet sich die Bahn noch im Rohbau. Hier sind die ersten Bilder:
Das mit der Pauline ist schnell erklärt: Die Pauline (also das Modell der E69 :mrgreen gehört meiner Frau. Von daher stimmt´s doch mit dem weiblichen Wesen! Ab und zu hilft sie mir beim Bauen. Meistens jedenfalls mit Tips/Anregungen.
Habe mir auch Deine Seite mal angesehen. Toll gemacht. Die Oberleitung sauber verlegt, Gleise ordentlich eingeschottert. Auch mit wenig Platz kann man eine vernünftige Anlage auf die Beine stellen! Außerdem hast du ja, so wie ich gelesen habe, im Club Möglichkeiten zum "Austoben" Wenn ich an meine Anlage denke, die ich im Alter von 15 Jahren hatte ops: In diesem Sinne - weiter so!
Hallo unbekannte Schöne auf dem Bett, bist du nicht "Pauline"?
Du hast einen schönen Platz gefunden, den hätte ich mir auch gesucht, wenn mein Chef mir den Kaninchendraht zum Bergebauen geklaut hätte. Aber wie ich sehe, hat er da schon ganz vernünftige Sachen mit gebaut. Wenn er so weitermacht, wird es eine schöne und saubere Anlage. Glaube mir, ich weiß wovon ich rede. Auf meinen nächtlichen Streifzügen durch den Modellbahnkeller habe ich schon so einiges gesehen. Mein Chef hat auch immer von Bernd Schmidt, Bernhard Stein und Rolf Knipper geschwärmt. Es ist gut, das deine Leute sich daran erinnern. Nun muß ich Schluß machen, sonst ist bei uns der beste Platz auf der Couch wieder besetzt.
Schöne Grüße von Timmy (Kartäuser)
PS. auch schöne Grüße von meinem Chef Hans an deine Leute und sage ihnen, sie möchten die Bilder etwas größer einstellen, meine Augen sind nicht mehr so gut.
Wie man sehen kann, habe ich noch Einiges zu tun. Bisher steht ja nur das "Grundgerüst". Aber wenn ich mir Dein -wirklich tolles- Ergebnis von gut 10 Jahren Arbeit ansehe, bin ich einiger- maßen zuversichtlich, dass es irgendwann doch mal etwas besser aussieht.
P.S.: Die nächsten Bilder werden in der richtigen Größe geliefert!
In den letzten Wochen habe ich mich mit dem den Einbau der Oberleitung beschäftigt. Aus "alten Zeiten" besitze ich die Vollmer-OL. Diese konnte ich vor über 20 Jahren aufgrund von Schließungen einiger Moba-Händler in unserer Gegend günstig erstehen :P . Aus heutiger Sicht gilt sie jedoch als veraltet . Mit ein paar Pinselstrichen und etwas Farbe habe ich innerhalb kürzester Zeit ein m.M. nach akzeptables Ergebnis bekommen (hat schlappe 3 Wochenenden und einige verknotete Finger gekostet). Vorher:
Das Bemalen dauerte ungefähr 5 Min/Mast. Zuerst ein vergilbtes Grün auf den Mast und Ausleger, danach braun auf die Isolatoren, anschließend hellgrau für den Betonsockel. Im Rohzustand sehen die Masten wirklich *!?@#^°&" aus. Inzwischen kam die Kiste mit dem Schotter vom MBC Wilder Kaiser an (Grüße an H.Brunner und das Team) und ich konnte, nach dem provisorischen OL-Einbau mit dem Schottern beginnen (bitte auch die OL beachten!):
Bisher sind ca 2 m Parallelstrecke fertig geschottert, der Zwischenraum folgt später. Als Kleber habe ich -nach einigen Tests- wasserlöslichen PVC-Kleber aus dem Baumarkt genommen, zur Hälfte mit Wasser ver- dünnt und mit der Spritze eingetröpfelt. Nach dem Trocknen über Nacht habe ich den losen Schotter abgesaugt und die Gleise gereinigt. Die ersten Probefahrten verliefen problemlos. Das wars erst mal wieder von mir - das Wetter schreit zur Zeit geradezu nach solchen Arbeiten !
schön, dass Du Zeit gefunden hast deine Anlage hier mal ein zu stellen. Die Bilder sehen sehr vielversprechend aus. Die Anlagen von Bernd Schmid waren früher der Traum meiner schlaflosen Jugendnächte, weil zu wenig Platz. Heute sind sie nurmehr Quell der Inspiration, so wie die vielen erstklassigen Anlagen in diesem und anderen Foren. Was allen gemeinsam ist und bleiben wird ist der Spaß am Basteln und Tüfteln und die Hoffnung irgendwann einmal eine 'fertige' Anlage zu besitzen an der man lange Freude hat.
Nach langer Zeit melde ich mich mit einem kurzen Bericht über die Umgestaltung des BWs auf meiner Anlage. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit zur Drehscheibe war ich mit dem BW nicht zufrieden. Zudem waren zuwenig Gleise verlegt, was mir den Spielspaß etwas geschmälert hat. Daher habe das BW ich im vergangenen Jahr einige Male umgebaut. Die folgenden Bilder zeigen den aktuellen Stand.
Zuerst ein Überblick über das BW (das BW befindet sich rechts vom Hauptbahnhof und kann direkt vom Bahnhofsgleis 4 erreicht werden):
An der Bekohlungsanlage (auf dem Einfahrtgleis) steht die BR 85, bevor sie zur Besandung weiterfährt.
Die BR 44 füllt gerade ihren Wasservorrat auf. Danach geht es weiter zu den Untersuchungsgleisen (Rohrblas- gerüst, Gruben u.ä). Die BR 24 wird bereits behandelt. Um zur Drehscheibe zu gelangen, ist ein Richtungswechsel notwendig.
Die Behandlungsleise sind auf dem nächsten Bild (linke Bildhälfte) zu sehen. Von unten nach oben: Einfahrtgleis (mit BR 85 an der Bekohlung) Lokwartegleis bzw. Gleis für Schlackewagen (mit BR 212) Kohlewagengleis (die ÖBB 655 holt die leeren Waggons ab) Untersuchungs-/Reparaturgleis (BR 50 Kab steht unter dem Bockkran) Ausfahrtgleis von Drehscheibe Lokwarte-/Reparaturgleis (BR 232 der SNCF wartet auf ihren Eilzug)
Und auf diesem Bild sind die Bahnhofsgleise erkennbar; ebenfalls wieder von unten nach oben: Gleis 1 (momentan frei), Gleis 2 (Eilzug mit E 41), Gleis 3 (Nahverkehrszug mit BR 03), Gleis 4 (nicht besetzt); die Rangiergleise 1 mit V60 und 2 mit Niederbordwagen; danach das BW-Ausfahrtgleis.
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Von der anderen Seite:
Ach ja - bevor ich es vergesse: Zum Rangieren habe ich noch einen Platz zwischen den Hauptgleisen und dem BW gefunden. Die Zufahr erfolgt über Gleis 3 des Bahnhofs über eine Dreiwegweiche. Das rechte Gleis dient zum Aufstellen eines Zuges. Das mittlere und linke wird zum Zerlegen und Zusammenstellen verwendet. Um mit der Lok von einem zum anderen Ende eines (Teil-)Zuges zu gelangen, ist am Ende dieser beiden Gleise eine Umsetzweiche verbaut, die über Schaltgleise in die gewünsche Richtung gelegt wird.
Zusammen mit den Rangiergleisen benötigt das BW eine Fläche von ca. 100 cm x 130 cm. Dabei sind wesentlichen Betriebsabläufe zwar enthalten, müssen aber sehr stark reduziert werden . Mir als Spielbahner macht das nichts aus, aber wie steht Ihr zu dem Umbau
Edit am 30.05.12 um 16.30 h: Die Zwergen-Thumbnails gegen verlinkte Bilder getauscht Danke für die Kritik!
Die Grundform ist ein großes U mit den Außenmaßen von ca. 4,8 m x 4,5 m. Zwischen beiden Schenkeln bleibt ein Durchgang von ca. 90 cm. Dort steht auch die Zentrale. Die Anlage steht frei im Raum, sodaß sie von allen Seiten nahezu uneingeschränkt zu- gänglich ist.
Der Gleisplan ist an die Anlage des im Betreff genannten Buchs angelehnt. Da sie von den Ab- messungen des Vorbildes abweicht, gibt es auch viele Unterschiede in der Gleisführung. Ein Plan meiner Anlage gibt es aufgrund der existierenden Vorlage von Bernd Schmid nicht.
habe gerade deine Anlage entdeckt und freue mich darüber, dass Du die Anlage von B. Schmid in abgewandelter Form mit neuem Leben füllst. Auch ich besitze die beiden alten Bücher ( 0327 und 0328 ) von ihm sowie auch in gebundener Form die " Profi Tipps ". Die beiden Märklin Bücher habe ich mir vor über 35 Jahren gekauft und viele Dinge, die er darin beschrieb, sind auch heute unverändert gültig. Als Jugendlicher wollte ich immer die Anlagen von ihm nachbauen, aber leider fehlt mir auch heute der Platz dafür . . . Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass beim Bauen und werde öfter mal hier hereinschauen
Vor ungefähr 25 Jahren habe ich das Buch gekauft und wollte die Anlage "irgendwann einmal" nachbauen. Mit dem damals zur Verfügung stehenden Platz von knapp 7 qm musste ich mich vorerst mit anderen Anlagen begnügen. Nachdem nun ein ausreichend großer Raum zur Verfügung steht, kann auch die "Wunschanlage" endlich gebaut werden. Momentan ist die Ausgestaltung nur ansatzweise erkennbar. Zuerst will ich natürlich für einen reibungslosen Fahr- betrieb sorgen. Während den Probefahrten in der Aufbauphase fallen mir Kleinigkeiten auf, wie der Ablauf etwas abwechslungsreicher gestaltet werden kann. Dann muss der Landschaftsbau wieder verschoben werden Im vergangenen Jahr hatte ich einige größere "Gleisbaustellen". Einerseits die Vergößerung des bestehenden Schatten- bahnhofs im hinteren Anlagenteil von 4 auf 11 Gleise und andererseits der Totalumbau des BW mit den angrenzenden Rangiergleisen. Inzwischen sind beide Arbeiten erledigt (hoffe ich ) Durch die Erweiterung des SBF können jetzt 16 Züge auf der Hauptstrecke fahren. Aufgrund der Blocksteuerung sind aber maximal 4 Züge gleichzeitig unterwegs. Die Nebenstrecke ist -noch- nicht automatisiert. Weil mir Rangieren und Lokwechsel genauso viel Spaß machen, bin ich mal gespannt, wie sich das neugestaltete BW in der "Praxis" bewährt. Ein ausreichender Test war bei Fertigstellung am Sonntag abend leider nicht mehr möglich.
Ich werde demnächst wieder berichten und freue mich bis dahin über Anregungen und Kritik
das sieht toll aus, was Du da umgebaut hast. Ist das denn Deine "alte" Drehscheibe, oder hat eine neue bei Dir Einzug gehalten? Ich freue mich darauf, Deinen Umbau und die Gesamtanlage bei Gelegenheit wieder mal live zu sehen.
Hallo Jürgen, dass ist wirklich eine riesen Anlage davon träumt jeder Modellbahner.Die Anlage gefällt mir sehr gut,genau mein Ding, Epoche III/IV Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn. Ich freue mich schon auf weitere Fotos und viel Spaẞ beim bauen und spielen .
Heute nutze ich die Gelegenheit, vom Baufortschritt aus dem Frühjahr zu berichten. Der bereits begonne Berg auf der rechten Anlagenseite, ist nach links über den Schattenbahnhof gewachsen. Es ist aber noch immer eine Baustelle, wie auf den Bildern leicht zu erkennen ist. Das erste Bild zeigt die "Verkleidung" des Wendels. Damit dieser nicht vom Betrachter eingesehen werden kann, habe ich einen "Kragen" gebastelt, der in den Wendel hineinragt. Ein Einblick ist nur möglich, wenn man direkt davor steht.
Auch hier soll natürlich der Blick von der vorderen Anlagenkante nicht in den SBF gelangen. Daher wurde der Berg relativ hoch und offenbart auch schon eine Schwäche: Der Abhang zum Tal wird sehr steil, wenn noch Platz für das geplante Dorf sein soll. Ggf.muß ich hier nochmal ran. Das mittlere Bild zeigt die Sicht vom Wendel; das rechte Bild zeigt den Blick vom BW.
Die komplette Unterkonstruktion besteht aus dicker Wellpappe. An den vorderen und hinteren Rand des SBF habe ich die Stützen getackert und in diese dann Kerben geschnitten, um die Spanten einzustecken. Zur Verstärkung der Spanten untereinander dienen Wellpapp-Streifen (ca.15 cm breit), die ebenfalls nur gesteckt sind (erstaunlicherweise hält diese Steckverbindung bereits recht gut). Anschließend habe ich Käfigdraht an den Spanten fest- gebunden und in eine grobe Form gedrückt. Darauf folgen 5 Lagen Zeitungspapier und noch 4 Lagen Toilettenpapier (unbenutzt!) die ich mit Tapetenleim bestrichen und auf diese Konstruktion gelegt habe. Ein "Rütteltest" hat mich von der Stabilität dieser simplen Bauweise überzeugt. Der Zugang zu diesem Bereich ist nur bei evtl.Störungen notwendig.
Der Berg wird nur etwas bis über den Kamm gebaut und bleibt an der Rückseite offen.
Stellprobe einer kleinen Burganlage: (sieht von Weitem ziemlich entfernt aus)
Mehr hat sich seit dem Frühjahr nicht geändert. Ich freue mich auf Eure Kommentare, Kritik und Anregungen :D
Der bisherige Stand sieht ja schon toll aus. Wird es denn auch die Feldbahn zwischen Bahnhof - Steinbruch und Sägewerk geben? Wird es H0e oder eher H0f?
Anders als im Original wird an der Stelle des Steinbruchs eine kleine Brauerei ihren Platz finden. Ein Sägewerk ist zwar am Abzweigbahnhof geplant, eine Feldbahn werde ich aber wahrscheinlich nicht bauen.
Im vergangenen halben Jahr hat sich auf meine Anlage wieder mal etwas verändert. Meine größte Baustelle ist nach wie vor das BW. Die wichtigste Neuerung ist der Austausch der vorhandenen alten Blech-Drehscheibe von Märklin. Ein freundlicher Stummi-Kollege hat sich erbarmt und mir seine nicht mehr benötigte -und teilzerlegte- Gleichstrom-DS von Fleischmann überlassen . Die Scheibe funktionierte nach dem Zusammenbau einwandfrei. Der Mittelleiter-Umbau gestaltete sich einfacher als befürchtet. Als Mittelleiter dient Silberdraht, der jeweils an den Bühnenenden herunterführt und dort verlötet ist. Die Stromversorgung erfolgt über das Unterlegblech des Drehzapfens. Der in Form gebogene Draht schützt den Mittelleiter zusätzlich gegen seitliches Verschieben.
Die Zu- und Abfahrtgleise wurden auf ähnliche Weise mit dem Mittelleiter versehen. Damit beim Drehen der Bühne kein Kurzschluß (ausgelöst durch die Schleifkontakte der Bühnengleise) entsteht, habe ich die umgebogenen Mittel- leiterenden dieser Gleise mit Nagellack isoliert (auf den Bildern nicht zu sehen).
Hier ist der glänzende Mittelleiter gut zu sehen; beim regulären Betrachtungsabstand von einem Meter ist er aber kaum wahrnehmbar.