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RE: ADWL-Anlage nach norddeutschen Motiven

#1 von AK_75 , 24.08.2011 18:41

Hallo Forum!

Ich lese hier schon eine ganze Weile still mit und bin ganz begeistert von den tollen Anlagen, die hier vorgestellt werden und den vielen Tips und Anregungen

Nach fast 20 Jahren Abstinenz regt sich der MoBa-Virus mal wieder und nach einem Umzug steht ein leerer Kellerraum zur Verfügung, der nach Modellbahn schreit
Zeit ist aktuell zwar weniger da, aber so ein Bau muß ja nun auch nicht in wenigen Wochen erledigt sein - Hauptsache, der Anfang ist irgendwann mal gemacht.

Ich hoffe, die erfahreneren Hobbykollegen hier können mich bei der Planung etwas mit Tips und Anregungen unterstützen und ich kann auf diese Weise das eine oder andere Lehrgeld einsparen

Die Entwicklungen der letzten Jahre habe ich weitgehend verpaßt, insbesondere die Digitaltechnik im MoBa-Bereich. Die Modellbaulust habe ich in der Zwischenzeit mit Blaulichtmodellbau in 1:87 gestillt - so ganz verläßt einen das Modellbauvirus dann wohl doch nie.

Genauer geht es jetzt um diesen Raum:


Zu Anfang mal ein paar Dinge, die ich nicht möchte:
1) Eine raumfüllende Großanlage, deren Fertigstellung ich entweder gar nicht mehr erlebe oder die irgendwann als teure Bauruine endet (und die ich vermutlich als "Einzelkämpfer" auch gar nicht bezahlen könnte)
2) Viele verdeckte Strecken und Schattenbahnhöfe - ich kann mich als Quasi-Anfänger mit dem Gedanken an eingeschränkte Zugänglichkeit und umfangreiche Steuerungs- und Überwachungselektronik nicht so recht anfreunden.

Diese Einschränkungen führen mich zu einer An-der-Wand-entlang Lösung in Segmenten. Eine Zunge in den Raum hinein wäre noch denkbar (z.B. auf ein Regal montiert), falls sie nicht zu groß wäre
Statt eines verdeckten Schattenbahnhofs stelle ich mir einen offenen Fiddle-Yard vor.
Um aufwändige und platzintensive Kehrschleifen und Wendeschleifen zu vermeiden, bietet sich eine Rundum-Anlage an - Tür und Fenster müßten dann mit herausnehmbaren Teilen zugänglich gemacht werden.
Ich habe durchaus schon recht genaue Ideen, daher habe ich den großen Planungsfragebogen mal ausgefüllt:

1. Wünsche und Anforderungen an deine Anlage:

Zitat
1.1 In welcher Region (Gegend, Landschaft) ist deine Modellbahn angedacht?



In Norddeutschland, an der ostfriesischen Küste.

Zitat
1.2 An welche Motive hast du gedacht (Stadt/Land, Industrie, Bw, Landwirtschaft etc.)? Hauptbahn oder Nebenbahn?



Der Klassiker: Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn.
Ich möchte eine möglichst große Vielfalt von Rollmaterial einsetzen können, daher möchte ich unbedingt ein Hauptstreckenthema. Die Hauptbahn sollte elektrifiziert sein, bei den herrschenden Platzverhältnissen böte sich wohl eine eingleisige Hauptbahn an.
Als kleine Besonderheit soll die Nebenbahn eine H0e-Strecke sein, die als Stichbahn einen Kutterhafen versorgt. Der Güterverkehr soll mit aufgebockten Normalspurwagen erfolgen, der Personenverkehr mit Triebwagen und vielleicht einem schönen Schmalspur-Dampfzug.

Zitat
1.3 Welche Fahrzeuge sollen auf deiner Anlage fahren?



Eine möglichst große Vielfalt von Epoche III/IV-Fahrzeugen, daher auch das Hauptbahn-Thema.
Meine absoluten Lieblingsbaureihen sind BR50, V200 und BR103

Zitat
1.4 In welchem Zeitraum/welcher Epoche soll deine Anlage angesiedelt sein?



Epoche III/IV, irgendwann zwischen Ende der 60er und Mitte der 70er.
Beim Rollmaterial sehe ich das nicht so eng, die Anlage selbst sollte aber schon konsequent nach Motiven dieses Zeitraums gestaltet sein.

Zitat
1.5 Welche(n) Bahnhofstypen bevorzugst du (Durchgangsbahnhof, Endbahnhof, Spitzkehre, Abzweigebahnhof)?



Anschlußbahnhof mit Rollbockanlage und einen kleinen Endbahnhof für die Nebenstrecke.
Auf der Hauptstrecke muß Kreisverkehr möglich sein. Ich möchte da Züge auch einfach mal fahren lassen und mich in der Zeit z.B. mit der Nebenstrecke beschäftigen.
Der Anschlußbahnhof sollte zu einer kleineren Stadt gehören und nur von Regionalverkehr angefahren werden. Hochwertige Reisezüge und lange Güterzüge sollen nur ohne Halt durchfahren, eine Kreuzung muß aber möglich sein.
Die Bahnsteiglängen brauchen daher m.M. nicht über 1,30m zu liegen - es sollte aber ein Ausweichgleis für Zugkreuzungen von ca. 3m Nutzlänge geben.

Zitat
1.6 Gibt es bestimmte Gebäude, Hochbauten, andere Besonderheiten, die auf die Anlage sollen?



Die Nebenbahn soll zu einem kleinen Fischereihafen führen, die genaue Ausstattung steht noch nicht endgültig fest. Wird sicher ein Mix aus Kitbashing und geeigneten Serienmodellen. Ach ja, ein Leuchtturm muß natürlich sein...

Zitat
1.7 Welche von den genannten Wünschen sind ein unbedingtes Muss, welche sind verhandelbar?



Das Grundthema ist gesetzt, die Details und genaue Raumaufteilung sind verhandelbar.

Zitat
1.8 Gibt es im Internet publizierte Gleispläne, die dir gefallen haben und die in deine gewünschte Richtung gehen? Gibt es erste Ideenskizzen von dir, die deine Antworten anschaulicher machen können?



Im Internet weniger, aber die Anlage Mariensiel und der Entwurf Elsfleth (MIBA Spezial 74), beide von Rolf Knipper, gefallen mir z.B. sehr gut.
Eine grobe Idee habe ich, allerdings keine Ahnung von Gleisplanungssoftware.
Im Moment geht es mir erstmal um die grundsätzliche Machbarkeit auf der verfügbaren Fläche und um ein Raumkonzept. Genauer Gleisplan kommt danach.


2. Konkrete Rahmenbedingungen:

Zitat
2.1 Welche Fläche steht dir zur Verfügung? (Raum? Raumecke? temporäre Aufstellfläche? Bücherregal?)



Siehe Raumskizze oben
Ein Raum von 6mx 4,50m. Der steht im Grunde komplett zur Verfügung, sollte aber neben Eisenbahn noch Stauraum und einen Bastelarbeitsplatz bieten.

Zitat
2.2 Gibt es eine bevorzugte Anlagenform (U, L, Zungenform, Rechteck, Rundum-Anlage, An-der-Wand-entlang)?



Ich möchte eine An-der-Wand-entlang Anlage bauen. Auf diese Weise kann ich Wendel und Rampenkonstruktionen, die eh nicht recht zu norddeutschen Anlagenthemen passen, vermeiden.
Die Anlage sollte etwa auf Augenhöhe stehen, zum Beispiel an einem Regalschienensystem befestigt.
Eine zweite Ebene ist zwar grundsätzlich denkbar, aufgrund der Verdoppelung des zeitlichen und finanziellen Rahmens aber nicht favorisiert - ich habe auch keine rechte Vorstellung, wie ich die Ebenen sinnvoll verbinden könnte - das liefe vermutlich wieder auf einen entsprechend dimensionierten Wendel hinaus...

Zitat
2.3 Zu welcher Spurweite tendierst du? (diese Frage hängt naturgemäß eng mit der Frage nach dem verfügbaren Platz zusammen) Bevorzugst du ein bestimmtes Gleissystem ? (steile Weichen oder schlanke Weichen?) Normalspur oder Schmalspur oder eine Mischform?



H0, Märklin K-Gleis, 15° Weichen im landschaftlich gestalteten Bereich, steilere ggf. im Fiddle Yard - obwohl ich da eher zu einer Art Schiebebühne oder einer Lösung mit Zugkassetten tendiere.
Da ich von früher noch Märklin habe, steht das schonmal fest.
Der H0e-Teil ist komplett Neuland für mich, ich tendiere zu Roco-Gleisen, bin da aber offen für Vorschläge.

Zitat
2.4 Gibt es bestimmte technische Bedingungen? Mindestradius, maximale Steigung, Eingrifftiefe oder Eingrifflöcher? Sollen Teile oder die ganze Anlage demontierbar sein?



Ich möchte eine Rundumanlage an der Wand entlang bauen, das heißt daß die Teile vor Fenster und Tür demontierbar oder klappbar sein müssen. Der Rest sollte zumindest vom Unterbau her in handhabbare Segmente zerlegbar sein - für Notfälle und zur Bearbeitung.
Als Mindestradius in den gestalteten Ecken schwebt mir 700mm vor, mehr falls umsetzbar, weniger wenn die Platzverhältnisse das verlangen.
Ein regelmäßiger Auf- und Abbau ist aber nicht geplant, Umzüge sind soweit absehbar kein Thema (Eigenheim).
Die Tiefe der wandmontierten Segmente soll 50-60 cm nach Möglichkeit nicht übersteigen, damit ich handelsübliche Schienensysteme zur Befestigung einsetzen kann. Im Bahnhofsbereich wäre eine größere Tiefe mit einer anderen Befestigung machbar, aber nicht mehr als 80 cm Tiefe, wegen der Erreichbarkeit.

Zitat
2.5 Steuerung: Wie möchtest du die Fahrzeuge betreiben (analog, digital)? Wie sollen Signale, Weichen etc. gesteuert werden (analog, digital, PC)?



Da bin ich noch unentschlossen.
Ich besitze eine Anzahl analoger Fahrzeuge von früher und wenige digitale neuere Anschaffungen.
Ich dachte an eine Möglichkeit, die Anlage zwischen digitalem und analogem Betrieb umschalten zu können - bis irgendwann einmal vielleicht alle Fahrzeuge umgerüstet sein werden.
Über die Steuerung der Magnetartikel habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht - ich tendiere hier zu digital, die Strippenzieherei früher war mir immer ein Graus. Das wird aber auch stark von der Anzahl der notwendigen Magnetartikel abhängen und vom Gleisplan.
Den H0e-Teil werde ich wohl komplett analog betreiben - die Vorstellung einen Dekoder in eine H0e-Draisine quetschen zu müssen gefällt mir gar nicht. Hier möchte ich die Weichenzahl eh minimal halten, Signale sind nicht vorgesehen. Die paar notwendigen Schalter sollen dann nah am Ort des Geschehens in den Anlagenrahmen integriert werden.

3. Weitere Informationen

Zitat
3.1 Was reizt dich besonders an deinem Vorhaben? (Rangieren, realistischer Fahrbetrieb nach Fahrplan, lange Züge fahren sehen, Konstruieren und Bauen, Landschaftsgestaltung ... oder?)


Also in erster Linie der Landschaftsbau und irgendwann dann Fahrzeuge durch eine (hoffentlich) ansprechende Landschaft fahren zu sehen - gerne auch längere Züge (z.B. 8 maßstäbliche 26,4m-Wagen, 12-15 Fad... so bis etwa 3m Gesamtlänge vielleicht).
Das ist ein weitere Grund für die An-der-Wand-lang Idee - man geht näher ran, und auf der vergleichsweise kleineren Fläche ist in meinen Augen eine höhere Detaillierung vom notwendigen Aufwand her eher umsetzbar als auf einer entsprechend größeren konventionellen Anlage (und auch notwendig, wenn der Beobachter nah rangeht).
Etwas Rangiermöglichkeiten zum Spielen sollten natürlich auch gegeben sein, daher die Idee mit der Rollbockanlage und vielleicht noch einem oder zwei Anschließern.
Mit dem Gedanken an Fahrbetrieb nach Fahrplan kann ich mich dagegen (noch) nicht recht anfreunden - aber wer weiß...

Zitat
3.2 andere relevante Informationen (Einzelspieler, mehrere Mitspieler, sonstige Besonderheiten)



Zunächst mal bin ich Einzelkämpfer, es sollte aber die Möglichkeit geben einen Mitspieler zu integrieren.
Wie gesagt: Zuerst mal geht es um die grundsätzliche Machbarkeit des gewählten Themas auf der verfügbaren Fläche und eine grobe Raumaufteilung.

Ich danke Euch schonmal für Eure Geduld, das alles hier durchzulesen und freue mich auf Eure Gedanken und Anregungen.


Lechenich in H0m


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RE: ADWL-Anlage nach norddeutschen Motiven

#2 von AK_75 , 25.08.2011 19:20

Ich habe mal Elemente eingefügt, wie ich mir das Ganze momentan vorstelle:


Auf Element A soll sich der Trennungsbahnhof befinden, Elemente B und C Paradestrecke. Element B soll dabei einfach zu demontieren sein,damit die Fenster noch zugänglich sind (gelüftet werden kann der Raum über die beiden nach außen öffnenden Türen, aber man soll schon noch ohne Abriß an die Fenster kommen können).
Element D soll ein herausnehmbares Segment sein und ebenfalls Teil der Paradestrecke.
Ist die Anlage in Betrieb, sollte bei geplanten 1,40m Höhe SOK aber auch mal ein Drunterdurchkriechen ohne Demontage möglich sein.
Auf Teil F soll sich dann der Endbahnhof der H0e-Strecke sein, die Hauptstrecke soll hinter der Kulisse verdeckt geführt werden.

Teil E ist im Moment mein größtes Problem: Die Anlage ist im wesentlichen noch ein Oval ohne Schattenbahnhof - schlecht
Jetzt könnte ich eine der Wände als Fiddle Yard verwenden, das ginge dann aber voll zuLasten der sichtbaren Strecke.
Verdeckt, z.B. hinter der Kulisse, möchte ich eigentlich keine Schattengleise - siehe oben.
Daher war der Gedanke, in der Zimmerecke eine wie auch immer gestaltete Ausleitung aus der Strecke zu bauen, vielleicht einen Wendel, der dann auf etwa Hüfthöhe herunterführt. Dort könnte dann ein offener Fiddle Yard als Zunge in den Raum hinein angebracht werden, alternativ als zweites Deck unterhalb von Teil F.
Das Problem wäre wohl, daß der Wendel so nur aus einer Fahrtrichtung zugänglich wäre (oder )...
Rampen scheiden wegen der notwendigen Trägerkonstuktionen wohl aus.

Irgendwie finde ich die Aufteilung aber nicht "rund", irgendwas stört mich.
Ich brauche da mal ein paar neue Gedanken zu, ich dreh' mich irgendwie im Kreis


Lechenich in H0m


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