RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#1 von ThKaS , 28.06.2005 17:26

Hallo Zusammen,

ich will ´mal ein bisschen mit Motor-Weichenantrieben experimentieren.

z.b. die Märklin K-Weiche 2265 mit einem Conrad-Antrieb (Ich weiss, der ist nicht so zuverlässig, aber zum testen tuts das erstmal)

Hat jemand sowas in Betrieb? Und vielleicht auch Bilder vom Einbau? Durch den Mittelleiter "tuen" wir uns ja mit der Stellschwelle ein bisschen schwer..

Oder kennt jemand eine WebSite auf der man das sehen kann?

Danke schon ´mal vorab



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#2 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 28.06.2005 17:38

Hallo Thomas

Sind das nicht die Hoffmann Weichenantriebe : - Weiss es zwar nicht zu 100 % , aber ich glaube schon

Dazu habe ich einen Link -

http://www.hoffmann-antrieb.de/

Eigene Erfahrungen habe ich keine. Habe aber einen solchen Antrieb bei einem MoBahner bei uns im Ort gesehen. Der hat richtig kräftig die Weichen umgeschaltet. Das war ein richtig satter Ton beim Schalten - ganz anders als bei den originalen Märklinantrieben. Die wirken oftmals etwas müde



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#3 von ThKaS , 28.06.2005 17:44

Hallo Harry,

ja, Conrad und Hoffman sind "bauähnlich".
Mir geht es konkret wirklich um den Einbau/Anbau in/an eine K-Weiche.

"Wo mache ich die Bohrung in der Weiche für den Stelldraht am besten"



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#4 von Martin Lutz , 28.06.2005 17:58

Hallo miteinander,

Die Conrad Antriebe sind meines Wissens Nachbauten der Hoffmann Antriebe.

Wir hatten (6Stk haben wir noch aber nicht mehr lange) die Original Hoffmänner im Einsatz und Riesenglück, dass wir nicht Rollmaterial zersört haben mitr diesen Antrieben.

Mit anderen Worten: wir schmeissen alle raus wegen Unzuverlässigkeit im Zusammenhang mit Automatik Betrieb mit Windigipet.

Die Hoffmann Antriebe haben nicht nur den Nachteil, dass sie nicht gerade die zuverlässigsten (wegen des billig gemachten Endschalter) sondern auch, weil ihre Stellgeschwindigkeit viel zu schnell ist.


BessereErfahrung machen wir zur Zeit mit den Servo Antrieben von MBTronik (Harders) http://www.mbtronik.de/

Diese Antrieben basieren auf die bekannten Servoantrieben aus der Modellfliegerei. Das heisst, dass diese geregelt sind und auch keine Endschalter haben. Ausserdem ist ihre Stellgeschwindigkeit in weiten Grenzen einstellbar. Von ganz langsam bis ordentlich schnell (aber immer noch langsamer als die von Hoffmann oder Conrad)

Die Ansteuerelektronik die notwendig ist, beinhaltet aber auch gleich einen Digitaldecoder. Die digitale Speisung wird nur für den Datenverkehr genutzt. Die Strellenergie für den Servo kommt von einer seperaten Speisung. Digital- und Analog Speisung sind aber galvanisch voneinander getrennt durch Optokoppler. Allerdings konsumieren die Servos dauernd Strom, was zu einem erheblichen Stromverbrauch führt. Man rechnet mit 200mA pro Weiche Dauerstrom. Bei 10 Antrieben ist das schon so viel wie ein 32VA Trafo maximal liefern kann (2A).

Aber sonst sehe ich nur Vorteile.

DIe Elektronik enthält auch zwei Releis welche eine erzstückumschaltung oder eine Stellungsrückmeldung erlaubt. Diese Relais werden aber seperat vom Prozessor geschaltet.



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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#5 von Treibstange , 28.06.2005 18:00

Zitat von Harry Lorenz
Hallo Thomas

Sind das nicht die Hoffmann Weichenantriebe : - Weiss es zwar nicht zu 100 % , aber ich glaube schon

Dazu habe ich einen Link -

http://www.hoffmann-antrieb.de/

Eigene Erfahrungen habe ich keine. Habe aber einen solchen Antrieb bei einem MoBahner bei uns im Ort gesehen. Der hat richtig kräftig die Weichen umgeschaltet. Das war ein richtig satter Ton beim Schalten - ganz anders als bei den originalen Märklinantrieben. Die wirken oftmals etwas müde



Hallo Harry,
vor paar Monaten war wegen dieser Conrad Weichenantriebe eine heftige Diskussion in einem anderen Forum im Gange.
Es wurde behauptet, die Antriebe von Conrad seien Plagiate des Hoffmann Konzeptes. In wie weit das den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen.
Die Antriebe, die von Hoffmann direkt bezogen wurden, wurden als Topp bezeichnet. Die "angeblichen Plagiate" von Conrad seien mit schweren Mängeln behaftet.
Aber die Frage von Thomas habe ich dahingehend verstanden, er sucht Antriebe, die mittels Motor kein schnelles "Umschnappen" der Weichenzunge bewirken, sondern dem Stellvorgang des Vorbildes angepasst sind.
Das tut der Hoffmannantrieb meines Wissens nicht. Ich lasse mich aber gerne des Gegenteils belehren.



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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#6 von F.W. ( gelöscht ) , 28.06.2005 18:07

Zitat von Thomas Kainz
Hallo Zusammen,
Hat jemand sowas in Betrieb? Und vielleicht auch Bilder vom Einbau? Durch den Mittelleiter "tuen" wir uns ja mit der Stellschwelle ein bisschen schwer..



Hallo Thomas,
ich habe auch die Schnauze voll vom Märklinantrieb bei K-Gleisweichen.
Ich werde jezt meine Weichen mit Hoffmann ausstatten,nehme aber gleich die digitaltauglichen, die Conrad sind nicht digitaltauglich,kann man aber mit etwas Elektronikgeschick digitalisieren.
Beim Einbau der Conradantriebe haben die Remos die Erfahrung gemacht, dass es in Kombination mit dem Märklinunterflurantrieb am besten geht weil die Ausrichtung dieser Antriebe nicht so leicht ist.
Es gibt auch noch ein neuen Servo bei Conrad,der geht vielleicht auch.



F.W.

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#7 von Martin Lutz , 28.06.2005 20:21

Hallo miteinander,

Wie ich schon schrieb;

Wir hatten die Hoffmann Antriebe im Einsatz und nicht die Conrad Kopie.

Die weisse als auch die schwartze Version.

Wenn ich jetzt die Einträge so durchlese und sehe, was ihr nicht wollt. beziehungsweise an Kritiik übt an den Märklin K-Antrieben so muss ich einfach sagen, dass die Hoffmann Antriebe (ich spreche hier von den originalen Hoffmann Antrieben und nicht von den Conrad Plagiaten) nicht einen deut besser sind als die originalen Antriebe von Märklin.

Zunächst einmal haben wir die von Hoffmann gekauft und eingebaut. Nach einer Weile nutzten sich die Zahnräder ab.

Grund: wir hätten eine zu hohe Spannung eingespiesen. Klar, wir nutzten Littfinski Motorweichendecoder die eine seperate Speisung für den Antrieb beinhaltet. Nach Zeichnungen und Angaben kann man sie so bis 16V Wechselspannung einspeisen. Doch setzt man die Antriebe Analog ein, dann macvhen die Dioden, welche an den Antrieben dran sind, mit einer Halbwelle eine pulsierende Gleichspannung, je nach gewünschter Stellung mit der entsprechgenden Polarität. Doch die Littfinski Decoder haben eine Brückenschaltung integriert und liefert an die Antriebe beide Halbwellen. Auf diese Weise erhalten die Antriebe eine zu hohe Effektivspannung. Das hat uns niemand gesagt bzw steht auch nirgens drin, dass die Antriebe das definitiv nicht aushalten. Wir mussten jetzt nach nicht einmal einem Jahr die Zahnräder austauschen.

Das ist Grund Nummer 1um sie über Board zu werfen.

Punkt Nummer 2:
Die Endschalter sind normale Leiterplatten mit geäzten Kupferflächen. Kontaktabbrand ist ziemlich schnell. Diese Endschalter funktionieren meines Erachtens unzuverlässiger als jene der K-Antriebe von Märklin.

Im Windigipet Betrieb führte dies immer wieder zu fehlgeleiteten Zügen die vom Computer verloren gingen weil die Weichen nicht zuverlässig schalteten. Wir haben über ein halbes Jahr gepröbelt, schliesslich neue Weichenantriebe angeschafft (Die schwarze Hoffmann Version), Diese neuen Antriebe stellten imersten Augenblick die Weichenzungen tatsächlich etwas sanfter um doch die Endschalter funktionieren genau so unzuverlässig wie bei den weissen Antrieben. Doch es kommt noch schlimmer:

Plötzlich fielen dann immer 4er Gruppen von Weichen ganz aus. Immer genau zum Decoder passend jeweils die 4 Weichen eines Decoders.

Also der ganze Decoder verweigert plötzlich seinen Dienst. Wir glaubten zuerst an defekte Decoder, tauschten Chips aus, wechselten ganze Decoder. Alles half nichts. Immer wieder fallen Decoder aus. Bei den weissen war das nie der Fall.

Langsam erkannten wir dann das Muster. Denn immer wenn man die Anlage absolut spannungslos geschaltet war und nach einer Weile wieder eingeschaltet wurde, funktionierten diese Decoder wieder eine Weile. Also stürzt die Firmware des Decoders ab und versagte bis zum Reset ihren Dienst. Unbrauchbar wenn ihr mich fragt!

Nun natürlich bin ich wieder einmal beim Punkt:

Man sagt mir eine gewisse "Verbissenheit" nach wenn es tzum Thema Entstörung von Motoren geht. Aber hier mit den Weichenantrieben von Hoffmann habe ich eben den Beweis erlebt wie es die Hersteller so mit der Entstörung halten. Es ist Ihnen meist "Schnurz Egal".

Ich habe natürlich Herr Hoffmann persönlich um Rat gefragt: Seine Antwort: "Unsere Antriebe sind genügend entstört, ich sei der erste Kunde bei dem so etwas auftaucht. Aber ich empfehle eine Drosselspule oder ferritringe in die Motorzuleituzngen einzubauen"

Nun, wenn die Lösung schon bekannt ist, warum kommt er dann mit dem Spruch, dass seine Motoren genügend entstört sei??


Tatsächlich, nachdem ich in jede Zuleitung (in beide Kabel) eine Entstördrossel eingebaut habe funktionierten die Decoder wieder zuverlässig. Nicht aber die Endschalter der Antriebe.

Aber dann haben wir eine finanziell schmerzliche Entscheidung getroffen:

Die Hoffmann Antriebe fliegen alle raus!!

Wenn wir schon im ersten eigentlichen Betriebsjahr unserer Anlage bereits so heftige Probleme haben, wie sieht es denn in 5, 10 oder mehr Jahren aus?? Schliesslich sollte die Anlage uns überleben.

Dieser Entscheid war wohl die bitterste Pille die wir auf dieser Anlage geschluckt ahben bis jetzt.

Ich habe mittlerweile auch Anfragen über die alten Antriebe. Aber ich kann sie leider niemanden zumuten.

Letztlich kann ich niemanden von diesen Antrieben abhalten. Doch meine Erfahrungen mit diesen Dingern die gönne ich niemanden. Auch Hoffmann selber (Besonders die Aussage mit der Entstörung) war nicht gerade koorperativ. Obwohl er uns gratis Zahnräder gescchickt hat.

Übrigens, die Weichendecoder von Littfinski nehmen zur Zeit ihre Arbeit als Hausbeleuchtungsdecoder auf. Dank Zusatzschaltung mit bistabilen Relais.

So können wir diese noch nutzen.


Fazit:
Uns hingen die Antriebe schon fast zu den Ohren raus. Immer wieder Versuche mit Tauschen, Öffnen, Auseinanderbauen, justieren, Zahräder wechselnDrosseln einlöten und und... und.... kurz. Wir hastten die Schn..ze voll.

Die Entschweidung auf preisgünstige Antriebe zu setzen war wohl einer der teuersten Fehlentscheidungen in der Gescvhichte unserer Anlage. Fast wäöre es noch teurer gekommen, da diese Weichenantriebe immer wieder zu Crashs führten. So manches Märklin Fahrzeugt hatte den Abflug, da wir die Fahrwege noch nackt auf den Spannten haben (in luftiger Höhe sozusagen). Doch viel Sachschaden (höchstens verbogene Kupplungen oder verlorengegangene Puffer) ist zum Glück nie entstanden.



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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#8 von F.W. ( gelöscht ) , 28.06.2005 20:57

Hallo Martin,
Du weist ja wohl, dass Du mich jetzt total verunsichert hast mit deinem Bericht über Hoffmannantriebe.
Ich will eigentlich 10 Stück in meinen Modulen verbauen,die Module sollen aber auch in meiner Railware gesteuerten Moba Platz finden und da kann ich keine Unzuverlässigen Antriebe gebrauchen.



F.W.

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#9 von Gian ( gelöscht ) , 28.06.2005 21:17

Hallo Frank,

Zitat
die Module sollen aber auch in meiner Railware gesteuerten Moba Platz finden und da kann ich keine Unzuverlässigen Antriebe gebrauchen.


Genau das ist das wichtigste bei einer PC-gesteuerten Anlage (unabhängig von der verwendeten Software). Zuverlässige Antriebe sind leider nicht zum Billigtarif zu haben. Leider habe auch ich keine gute Erfahrungen mit dem Conrad und mit dem weissen Hoffmann Antrieb gemacht. Den von München mitgebrachten "Schwarzen" habe ich dann gar nicht mehr getestet, nachdem ich die Probleme an der Anlage der Churer Modellbahner (Martin) selber erleben durfte. Ich verwende auch den Servoantrieb von MBTronic/Rautenhaus (arbeiten zusammen) und die bewährten, x-fach bei mir noch vorhandenen Unterflurantriebe von Roco (wenn es "klack" machen darf ).

Aktuell finde ich die Servoantriebe von MBTronic/Rautenhaus für vorbildgerechtes Schalten allerbeste Sahne.

mit freundlichen Grüssen

Gian



Gian

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#10 von Martin Lutz , 28.06.2005 21:20

Hallo Frank

Zitat von Frank Woelke
Hallo Martin,
Du weist ja wohl, dass Du mich jetzt total verunsichert hast mit deinem Bericht über Hoffmannantriebe.
Ich will eigentlich 10 Stück in meinen Modulen verbauen,die Module sollen aber auch in meiner Railware gesteuerten Moba Platz finden und da kann ich keine Unzuverlässigen Antriebe gebrauchen.



Ich wollte dich nicht verunsichern.

Ich kann die Hoffmann Antriebe einfach niocht empfehlen. Und wenn du jetzt noch erwähnst, dass du mit Railware steuern willst, leuten bei mir nochmals die Alarmglocken. Ich rate dir, auf zuverlässigere Produkte zu setzen. Zum Beispiel die Servos von MBTronik wie ichs oben bereists erwähnt habe.

Nicht gegen Railware, denn das ist mit Windigipet genau das Gleiche: Die Software kann letztlich die richtige Weichenstellung nicht erfassen. Die Softwre nimmt bei einer Fahrstrasse einfach an, dass die Weiche richtig gestellt ist. Wenn das nicht der Fall ist, wartet die Software vergebens dass der Zug das vorgesehene Ziel erreicht. So gerät der Zug ausser Kontrolle und fährt weiter und nimmt keine Rücksicht darauf ob das von ihm jetzt befahrene GGleis nicht besetzt ist. Fatal wenn schon ein anderer Zug auf diesem Gleis steht. Dann rumpelt es.

Wenn man dann noch nicht ganz so weit ist mit der Anlage, dass die Trassenbretter wie geländerlose Brücken etwa ein bis zwei Meter ab Boden sind, dann kann man sich vorstellen was passiert. Gut, bei einer kleineren Anlage kann man unter Umständen rechtzeitig reagieren und den Notstop betätigen. Das ist mir auch schon gelungen. Doche bei 20 Zügen die gleichzeitigh kontrolliert werden igelingt das halt nicht immer, zumal man ja nie den ganzen Überblick über die Anlage hat. Noch weniger wenn Landschaft schon fertig ist und viele Meter unsichtbar sind.

So kam es schon vor, dass wir nur die Wagen abstürzen hörten. Selbst in Anwesenheit von Peter Peterlin (Autor von Windigipet) ist das schon passiert.

Auf unserer Webseite ist sogar ein Bild eines solchen sehr glimpflich verlaufenen Unfalls:

http://www.churer-modellbahner.ch.vu/ Unter Technisches, Windigipet Modellbahnsoftware, Digipet Usertreffen 04 Chur findest du uin der Bildergallerie ein Bild mit einem Crash zweier ICE. Das ist einer der glimpflichsten Unfälle. Der ICE 1 wartete an dieser Stelle auf die Bahnhofseinfahrt und der ICE 3 fuhr aus dem Bahnhof auf das selbe Gleis und spiesste den anderen Zug einfach vom Gleis . Die Züge blieben nur deshalb oben, weil sich der ICE 1 auf die Spannte stützte. Ansonsten wäre der ganze Zug etwa eineinhalb Meter auf den Boden geknallt. Nicht weit weg landete am gleichen Nachmittag ein kompletter dreiteiliger Zug auf dem Boden. Es klang als ob die Wagen komplett zertrümmert wären. Doch Märklin sei Dank: sie verloren nur ihre Drehgestelle und Räder.



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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#11 von Gian ( gelöscht ) , 28.06.2005 21:37

Hallo Martin,

Ich war 3 Min. schneller .

Das war genau der Crash, den ich in meinem Beitrag erwähnt hatte.

mit freundlichen Grüssen

Gian



Gian

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#12 von Bernd Michaelsen ( gelöscht ) , 28.06.2005 22:07

Hallo Martin !

Zitat von Martin Lutz
So kam es schon vor, dass wir nur die Wagen abstürzen hörten. Selbst in Anwesenheit von Peter Peterlin (Autor von Windigipet) ist das schon passiert.

Auf unserer Webseite ist sogar ein Bild eines solchen sehr glimpflich verlaufenen Unfalls:

Nicht weit weg landete am gleichen Nachmittag ein kompletter dreiteiliger Zug auf dem Boden. Es klang als ob die Wagen komplett zertrümmert wären. Doch Märklin sei Dank: sie verloren nur ihre Drehgestelle und Räder.



Ich finde es einfach schlimm, daß Märklin die Weichenantriebe für das K-Gleis nicht in vernünftiger Form überarbeiten und verbessern kann. Hunderte von Euro stürzen da ab und krachen auf den Fliesenfußboden.

Ich habe allerdings das Glück, daß ich mit dem C-Gleis gebaut habe. Und nach anfänglichem Lehrgeld, das ich zu zahlen hatte und ähnlichen Abstürzen ganzer Züge, die nicht immer glimpflich abgingen, bin ich dann konsequent vorgegangen.

Ich habe alle Märklin K84-Decoder und vor allem die unsäglichen Weicheneinbaudecoder (, die bei geringsten Einbrüchen der Digitalspannung nicht mehr funktionieren) rausgeworfen und gegen solche von Litfinski getauscht, die eine Fremdspannungsversorgung vorsehen.
Bei allen Weichen, wo der Antrieb nicht satt und sauber schaltete, wurden die Antriebe ersetzt durch neue. Die alten Antriebe sind zusammen mit einem "Brandbrief" an Märklin gegangen, in dem auf die unzulängliche Qualität der Antriebe hingewiesen wurde und um kostenlosen Ersatz gebeten wurde.

Denn die verbesserten Antriebe für die C-Gleise laufen völlig problemlos. Kein Wunder. Hat man doch dort ganz gezielt die Schwachpunkte des alten Antriebes angegangen.

Und Märklin hat sich zwar überhaupt nicht zum Brief geäussert, jedoch die eingeschickten Antriebe alle kostenfrei ersetzt.

Und nun kann ich mich schon fast garnicht mehr erinnern daß einmal eine Weiche falsch geschaltet war. Und so soll´s möglichst bleiben.



Bernd Michaelsen

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#13 von Walter Zöller ( gelöscht ) , 05.07.2005 14:30

Hallo Freunde,

zur Betriebssicherheit der Unterflurantriebe kenne ich nur drei Typen:
den C-Gleis-Einbauantrieb,
den Roco-Unterflurantrieb mit 4 UM-Kontakten,
den Fulgurex-Motorantrieb mit 4 - 6 UM-Kontakten.

Diese drei habe ich bei verschiedenen Anlage eingebaut, eingestellt und im Ausstellungsbetrieb getestet, zum Teil über mehrere Jahre. Bis jetzt warte ich noch auf die erste Fehlfunktion. Man kann sie nach dem Einbau glatt vergessen.

Natürlich weiß ich, daß man für einen Fulgurex 3 Conrad bekommt, aber ..... siehe oben.

P.S. Eventuelle Fehlfunktionen beim C-Antrieb kommen meistens daher, daß die Weichen zu fest an die Trasse geschraubt sind und sich verbiegen.
Schraube um einen Gang lockern - Fehler beseitigt.

Gruß
Walter



Walter Zöller

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#14 von Norbert Prautsch , 06.07.2005 08:25

Hallo alle zusammen,

ich habe auf meiner Anlage an einer Stelle eine Weiche eingebaut, wo darunter fast 3 cm Holz zu überwinden waren. Dazu taugt der Märklin Wichenantrieb nicht. Habe mir deahlb den Conrad-Antrieb kommen lassen - und war von seiner Unzuverlässigkeit beeindruckt. Trotz dickem Stelldraht war er nicht in der Lage, die Weiche sauber zu schalten. Habe deshalb inzwischen an dieser Stelle einen Fulgurex-Antrieb eingebaut und bin davon voll überzeugt. Der Conrad-Antrieb ist billigst aufgebaut und aus meiner Sicht nicht zu empfehlen.

Gruß
Norbert Prautsch



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#15 von ThKaS , 06.07.2005 09:15

Hallo Zusammen,

danke für alle Hinweise.

Ich habe mit den Conradantrieben experimentiert und das Ergebnis unter
Test mit motorischen Weichenantrieben
dokumentiert.

Fazit: Die Antriebe funktionieren zwar "einigermassen", sind aber für hohe Belastungen nicht ausgelegt.

Meine nächsten Tests werde ich mit Servos und den entsprechenden Decodern machen.



 
ThKaS
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#16 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 06.07.2005 10:04

Hallo Thomas



Zitat
Meine nächsten Tests werde ich mit Servos und den entsprechenden Decodern machen.



Da ich auch die Schn.... voll habe, Züge vom Boden zusammenzusuchen, weil die unseelige Märklinsch.... nicht zuverlässig die Weichen schaltet, bin auch ich auf der Suche nach etwas Vernüftigem.
Ich denke, daß ein Antrieb mit einem Servo so ziemmlich das Beste ist, was man machen kann.

Bei Conrad Elektronik habe ich einen gesehen, der mir preislich und technisch als geeignet erscheint. Best.Nr.: 230501-ZA für 4,95 Euronen

Den gibt es mit dem Stecksystem Futaba und JR ( was immer das auch heissen soll - keine Ahnung)

Nur, was für einen Weichendecoder braucht man dafür??

Ich gehe davon aus, dass man dazu Decoder für motorisch angetriebene Weichen benötigt.

Ist das so??

Vielleicht kannst du mir diese Frage schon vorab beantworten!

Experimentierfreudige Grüsse

Harry



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#17 von Bodo , 06.07.2005 10:40

Hallo,

Zitat von Harry Lorenz
Den gibt es mit dem Stecksystem Futaba und JR ( was immer das auch heissen soll - keine Ahnung)

Nur, was für einen Weichendecoder braucht man dafür??
Ich gehe davon aus, dass man dazu Decoder für motorisch angetriebene Weichen benötigt.



a) Im RC-Modellbau gibt es eben auch unterschiedliche Systeme ... wenn man den Stecker abschneidet, ist´s egal (welche Farbe was ist, steht z.B. im Conrad-Modellbau-Katalog - muss ich mal suchen.

b) Zur Ansteuerung braucht man eine spezielle Eletronik für den Servo, die die gleichen Signale liefert, wie sonst ein RC-Empfänger. Sowas gibt´s z.B. bei mbtronik.de (Kurt Harders). Für Märklinisten reicht die "WA4M-Mini"-Version für 9,95/Bausatz. Stecksystem "Futaba" passt da direkt dran.



Viele Grüße, Bodo



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#18 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 06.07.2005 11:02

Hallo nochmals

mir ist gerade ein Gedanke gekommen. Könnte man denn nicht einen solchen Servo folgendermassen betreiben?

mit einem K83 (oder "Fremdfabrikat" ) steuere ich ein monostabiles Relais an, das dann von einem Gleichstromtrafo die Schalt-Energie zur Weiche weiterleitet. K83 praktisch nur zur Steuerung Die Schaltdauer kann man ja bei WinDigipet gut einstellen.

Oder gleich einen Deco (z.B. Viessmann/ Littfinski ect) verwenden, bei dem man "ab Werk" schon eine seperate Stromversorgung anschliessen kann. Die Spannung kann man dann am Trafo je nach Bedarf einstellen.

Was hältst du davon : :



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#19 von Bodo , 06.07.2005 12:12

Hallo,

Zitat von Harry Lorenz
Was hältst du davon : :



... muss ich jetzt nicht wirklich beantworten, oder ? Ansonsten bitte nochmal Teil b meiner obigen Antwort lesen. Oder ausprobieren und die kaputten Servos wegschmeissen.

Viele Grüße, Bodo



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#20 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 06.07.2005 12:19

Hallo Bodo


Nein musst du nicht beantworten - Du hast deinen Beitrag eingestellt, als ich noch am Schreiben war. es ist eine klassische Überschneidung.

Danke für deine Infos - dann werde ich sehen, was ich da mache.

Wünsche noch einen schönen Tag und



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#21 von Martin Lutz , 06.07.2005 12:52

Hallo Harry

Zitat von Harry Lorenz
Hallo nochmals

mir ist gerade ein Gedanke gekommen. Könnte man denn nicht einen solchen Servo folgendermassen betreiben?

mit einem K83 (oder "Fremdfabrikat" ) steuere ich ein monostabiles Relais an, das dann von einem Gleichstromtrafo die Schalt-Energie zur Weiche weiterleitet. K83 praktisch nur zur Steuerung Die Schaltdauer kann man ja bei WinDigipet gut einstellen.

Oder gleich einen Deco (z.B. Viessmann/ Littfinski ect) verwenden, bei dem man "ab Werk" schon eine seperate Stromversorgung anschliessen kann. Die Spannung kann man dann am Trafo je nach Bedarf einstellen.

Was hältst du davon : :



Ich versteh nicht weshalb es alle kompliziert machen wollen?

Ein Servo funktioniert nicht wie ein Motor, denn er benötigt eine feste Speisung und ein pulsierendes Signal das als Sollwert für die Stellung fungiert.

Der Servo bekommt damit einen Sollwert und regelt sich immer auf diesen Sollwert.

Siehe mal unter:

http://www.electronicsplanet.ch/Schaltun/Servo/Servo.html

Wenn du mal schaust unter http://www.mbtronik.de/ (Dieser Link wurde hier schon mehrmals erwähnt) dann kriegst du eine Elektronik, die den Servo sowohl unter DCC (DCC Version) als auch mit Motorola ansteuern kannst. Ohne Änderung; bloss mit Anschliessen von Tasten, kann die Weiche sogar analog gesteuert werden. Die Stellgeschwindigkeit der Weichenzunge lässt sich im weiten Bereich verstellen! Was willst du mehr??

Vorteil der Regelung im Servo:
Die Weichenzunge wird immer in Stellung gehalten. Man kann sie wegdrücken und sie stellt sich wieder in die gleiche Lage. Ausserdem werden so auch keine Endschalter benötigt. Die Harders Antriebe haben aber dennoch zwei Relais auf der Elektronik die dazu dienen können eine rückmeldung zu realisieren und/oder für die Herzstückumschaltung.

Das hat aber den Nachteil, dass der Antrieb immer Strom braucht. Etwa 200mA pro Antrieb.

Für das Stellen des Servos und die Speisung der internen Elektronik wird eine seperate Spannung benötigt. Damit lässt sich die Weiche bereits bedienen, auch ohne Digitalstrom.

Der zusätzliche Digitalstrom ist galvanisch vom Rest über Optokoppler getrennt und wird somit nur für die Datenkommunikation benötigt.

Es handelt sich hiermit um ein sehr überzeugendes System.



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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#22 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 06.07.2005 13:37

Hallo Martin und hallo Bodo

Danke für Eure Informationen. Jetzt habe ich mal wieder etwas dazugelernt. Ich dachte bisher immer, ein Servo wäre ein "normaler" Elektromotor, den man nur mit Strom "füttern" muss und dann läuft er.

Ich hatte bis jetzt mit solchen Bauteilen noch garnix zu tun und hatte auch keine Ahnung davon.

Aber Dank Eurer Hilfe bin ich nun schlauer.

Ich muss sagen, ich bin froh, daß ich hier gefragt habe, sonst wäre bestimmt ein Servo gestorben.


Also nochmals vielen Dank



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#23 von ThKaS , 06.07.2005 13:49

Hallo Harry, @All,

da ich das Thema in ein paar Foren "drehe", kommt dankenswerterweise auch eine Menge an Information zusammen (auch wenn es die User etwas belastet. die das in allen Foren lesen dürfen ).

Eine Info fand ich neben mbtronik sehr gut:

http://www.modelleisenbahn-claus.de

Dort gibt es eine 8-fach Servoansteuerung für DCC als Fertiggerät mit Windows-Programmiertool incl. Tipps, welche Servos für welchen Einsatz "taugen".

editiert 06.07.05 14:10 -> link war falsch



 
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RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#24 von Harry Lorenz ( gelöscht ) , 06.07.2005 14:25

hallo Thomas und alle

ich denke, daß du diese Adresse gemeint hast.


http://www.modelleisenbahn-claus.de/


Werde ich heute abend mal "studieren"



Harry Lorenz

RE: K-Gleis-Weichen und Motor-Weichenantrieb

#25 von Bodo , 06.07.2005 15:48

Hallo,

klasse Link - Car-System und 8-fach-Dekoder und ... den muss ich mir direkt mal speichern

Viele Grüße, Bodo



 
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