RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#301 von Martin Lutz , 19.02.2013 07:45

Zitat von OttRudi

Zitat von Martin Lutz


Für meinen Eindruck war der 1:93.5er Längenmassstab eher ein unnötiger und hinderlicher Zwischenschritt, den sich die Mobaindustrie besser gespart hätte.



Martin,

da bin ich anderer Meinung. Ich habe fast keine 1:87 Wagen mehr, sieht einfach sowohl in R1 als auch im R2 bescheiden aus. Mir fehlt einfach der Platz um z.B. schlanke Weichen zu verbauen, diese sind aber notwendig für die langen Wagen.

Ich kaufe derzeit alles was den Massstab 1:93,5 hat und Epoche III-V ist.

Gruß

Rüdiger



Wenn man ganz ehrlich ist, dann sieht selbst eine 1:100er Länge bei R1 und R2 besch...en aus.

Ich verstehe sehr gut, dass sich viele den verkürzten Massstab wünschen. Ich selbst habe auch sehr viele 1:100er Wagen. Dennoch: den Schritt zu 1:93.5 finde ich nicht so gewaltig, dass man nicht gleich sagen könnte, auf 1:87 zu gehen. Aber ich sehe die Geschichte schon: jetzt wechseln viele zu diesem neuen Zwischenschritt um in ein paar Jahren dann doch auf 1:87 zu gehen.

Also für meinen Geschmack wünschte ich mir noch einige Modelle im 1:100. Das wird aber ein frommer Wunsch bleiben, denn die Hersteller, die Modelle nach meinen Wünschen bringen, sind konsequente 1:87er Hersteller. Der Bpm 51 von der SBB wäre ein solcher Kanditat. Dieser Wagentyp kommt eigentlich nur im Mischbetrieb mit EW IV und Bpm 61 vor. EW IV und diese Bpm 61 habe ich hauptsächlich im verkürzten 1:100er Format. Die Bpm 51 gibt es nur im 1:87er Format. Masstäbe in einem Zug mischen? Nein. Massstäbe auf der Anlage mischen? Ja.

Da es jetzt schon im Massstab 1.87 das grössere Sortiment gibt, finde ich den Zwischenschritt 1:93.5 oder was auch immer als überflüssig.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#302 von Peter Müller , 19.02.2013 07:57

Zitat von epoche3b
Ich jedenfalls bleibe bei der (Längen-)Maßstabsbezeichnung, da diese verkürzte Wagen eindeutig von maßstäbliche Wagen abgrenzt.


Ja natürlich. Jeder so, wie er glücklich wird. Ich dachte nur, wenn ein 24 Meter langer Waggon im sogenannten "1:93.5-Programm" 28 cm lang ist ... aber lassen wir das, ein unwichtiger Aspekt, wenn es um Prinzipien geht


Grüße, Peter

Bei campact.de per E-Mail abstimmen: 49-Euro-Ticket retten! ... das haben Stand 25.08.2023 um 20:45 Uhr schon 115.000 Menschen getan.

Und Aktionen bei campact.de wirken, siehe Wikipedia, da wird darüber berichtet.


 
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#303 von lokhenry , 19.02.2013 08:21

Hallo,
ich möchte auf meine 1:87 Wagen nicht verzichten und wenn weniger Platz da ist, kann man die R2 Radien in das verdeckte Teil legen, wer noch M Gleis hat, hat einfach ein Problem, ich werde mich nicht heute nach einem Gleissystem der 50er ausrichten und wer meint das tun zu müssen ohne es selbst zu haben, dann soll er das bitte tun, das ist wie eine S Klasse mit den Reifen der 50er auszurüsten und genau so sieht das auch aus, wenn eine moderne Märklin BR 042 oder IV h über dieses M Gleis fährt. Sorry nichts gegen M Gleis Nutzer aber bitte dann benutz bitte die Modelle die dazu passend sind.

Meine Meinung, die Firma Märklin sollte Wagen in 1:87 raus bringen, wenn möglich in Blech Metall Ausführung, das ist kein Problem und man hat was in der Hand, die Detaillierung ist heute kein Problem, kleine Extras wie echte Stoffsitze (ohne Federkern) ok,
auf das Toiletten Papier in ein WC, das keiner sieht können wir zbs. Verzichten, wer es braucht, da ist LS oder ACME die richtige Adresse, aber bitte dann den Toilettendeckel, Spiegel und das Wasser nicht vergessen.

MoBa Gruß

Henry


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#304 von epoche3b ( gelöscht ) , 19.02.2013 08:22

Zitat von Peter Müller
........., wenn es um Prinzipien geht

Nööö,
....., wenn es um Prioritäten geht.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#305 von epoche3b ( gelöscht ) , 19.02.2013 08:44

Zitat von Martin Lutz
Dennoch: den Schritt zu 1:93.5 finde ich nicht so gewaltig, dass man nicht gleich sagen könnte, auf 1:87 zu gehen.

Moin Martin,

Du hast grundsätzlich Recht, wen Du die 1,2 bis 1,8 cm mehr absolut gesehen als nicht gewaltig bezeichnest. Aber "Sehen" ist nun mal auch etwas relatives. Den entscheidenden optischen Vorteil von 1:93,5 gegenüber 1:100/27cm sehe ich zumindest für Epoche III und IV Bahner darin, dass bei gemischten Zügen aus Alt- und Neubauwagen, die von einer Dampflok (01/03) gezogen werden, die relative Längenstaffelung wider stimmig wirkt, d.h., die 26,4m-Wagen sind richtiger weise länger als die Altbauwagen und die Lok. Alles in etwa gleich lang sieht für mich bei einem solchen Zug doch etwas arg bescheiden aus.

Für "Jetztzeit"-Bahner lässt die Bedeutung dieses Aspektes natürlich wieder nach.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#306 von katzenjogi , 19.02.2013 14:12

Hallo liebe Freunde,

es ist ja nun meiner Meinung so, daß Märklin mit dem großzügigen Längenmaßstab in ihrem Produktfolio eigentlich die Quadratur des Kreises desselbigen versucht.

Wie komme ich zu der Annahme? Nun - einerseits könnte man denken, daß aufgrund der Stagnation bei der Entwicklung neuer Gleise und Weichen, sowie passenden Zubehörs auf der einen und der immensen Flut an Lokomotiven, denen passend zur Seite gestellte Waggons fehlen auf der anderen Seite Märklin verstärkt Karton- und Vitrinenbahner anspricht (Dafür sprechen ja auch einige Güterwagenneuentwicklungen, deren Achsen sich nicht drehen oder deren Schleifer an normalen Weichen hängen bleiben ).

Dazu geradewegs entgegengesetzt der großzügige Längenmaßstab - durch Fleischmann erhielt er ein Gnadenbrot und Märklin versuchte das tote Pferd noch einmal zu satteln. Nun wird Märklin die Geister, die sie riefen, nicht wieder los. Einerseits selbst Konkurrenz gemacht im eigenen Haus, wer kauft jetzt noch Neuauflagen von 1:100 Waggons, wenn man auf den neuen großzügigen Längenmaßstab setzt. Andererseits sind Neuentwicklungen von Formen teuer, und alle bestehenden Neubauwagentypen können nicht von heute auf morgen im neuen Maßstab herausgebracht werden. Außerdem kann man wohl langfristig damit rechnen, daß über kurz oder lang (welch passendes Wortspiel) eh alle Hersteller auf 1:87 setzen werden (wie Märklin mit dem Doppelstockprototypen ja schon vorgemacht hat).

So hat sich Märklin zwischen alle Stühle gesetzt. Dem Schachtel- oder Vitrinenbahner ist der Maßstab egal. Der Schachtelbahner will Märklin, der Vitrinenbahner ein stimmiges Gesamtbild. Der Betriebsbahner braucht den Kompromiss, will aber nicht viermal den selben Wagen kaufen und braucht daher unterschiedliche Typenvielfalt und Farb- und Nummernvariationen. Diese Investitionen scheint Märklin allerdings nicht stemmen zu können oder zu wollen. Sie machen quasi den selben Fehler wie beim C-Gleis. Nämlich nur halbherzig ein Produkt anzubieten.

Was wir hier brauchen, sind klare Signale! Entweder oder! Warum beispielsweise wird nicht der Weg von Roco eingeschlagen, konsequent sowohl 1:100 als auch märklinspezifisch 1:93,5 anzubieten anstelle 1:87 bei Roco? Warum werden denn Retro Blechwagen aus Verlegenheit auf den Markt geworfen, um das mangelhafte Personenwagenangebot bei den Neuheiten zu kaschieren? Wobei die meisten Blechwagen Neukonstruktionen sind, keine Wagen aus schon vorhandenen Werkzeugen - hätte man für das selbe Geld nicht auch neue Formen für den großzügigen Längenmaßstab entwickeln können?

Nun gut, da mich das Thema selbst ja nur am Rande berührt, da ich aufgrund meiner Epoche eh kaum in die Verlegenheit komme, Neubauwagen einzusetzen, will ich mal nicht weiter schreiben....

Liebe Grüße

Jürgen


 
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#307 von Martin Lutz , 19.02.2013 14:39

Unter einem "grosszügigen Längenmassstab" verstehe ich ein Masstab von 1:80 oder 1:75 also H0 Modellen die eigentlich länger sind (eben grosszügig) als genau 1:87.

Dem 1:93.5 Masstab müsste man den Namen geben "knappen Längenmassstab"


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#308 von epoche3b ( gelöscht ) , 19.02.2013 14:49

"Großzügiger Längenmaßstab" für "etwas weniger zu kurz" ist schon rattenscharfes Marketing-Deutsch.


epoche3b

RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#309 von Martin Lutz , 19.02.2013 14:52

Zitat von katzenjogi
...Dem Schachtel- oder Vitrinenbahner ist der Maßstab egal. ...

...Das wir hier brauchen, sind klare Signale! Entweder oder! Warum beispielsweise wird nicht der Weg von Roco eingeschlagen, konsequent sowohl 1:100 als auch märklinspezifisch 1:93,5 anzubieten anstelle 1:87 bei Roco? ...


Gerade Vitrinenbahner schreien nach genauerer Massstäblichkeit. Also immer korrekter Längenmassstab!

Nehmen wir an, es kommen jetzt klare Signale in Richtung 1:93.5 bei Märklin. Ich lese jetzt schon das ewige Gejammere über "mir ist lieber das Modell vom Hersteller xy weil Märklin wieder einmal nur verkürzte Wagen bringt." Solche Sätze liestman hier noch und noch. Selbst wenn Märklin von jetzt an die nächsten 10 Jahre praktisch alles auf 1:93.5 umsetzt, ist der Plunder spätestens in 5 Jahren unverkäuflich, weil die Konkurrenz schon jetzt eher auf 1:87 setzt.

Wenn man aber konsequent auf 1:87 setzt und zwar jetzt, dann wäre sicher, dass sich der Masstab nicht mehr ändern wird. Und zwar solange es noch Modellbahnen gibt. Und das Massstabsgeschrei wird verstummen (oder durch etwas anderes abgelöst)


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#310 von Jerry , 19.02.2013 15:09

Zitat von KBS962

Zitat von OttRudi

zu 2.) Die neuen Wagen nehmen den alten Formen (1:100) zuviel Umsatz weg, d.h. die alten Formen sind nicht mehr ausgelastet und dies scheint Vorrang zu haben.




Und um die Auslastung der neuen Formen macht sich keiner Sorgen?
Vielleicht finden sich bei der Post noch alte nicht ausgelastete Formen zur Produktion des Wählscheibentelefons? Damit könnte man doch prima im Markt der Smartphones mitmischen!



Ich verstehe das so, dass man solche Vorbilder, die hausintern bereits in 1:100 realisiert wurden, nicht in 1:93,5 bringt bevor die entsprechenden 1:100-Formen aufgebraucht sind.



Zitat von epoche3b
"Großzügiger Längenmaßstab" für "etwas weniger zu kurz" ist schon rattenscharfes Marketing-Deutsch.


Besser so was als das allgegenwärtige Vermarktungs-Denglisch.



Zitat von Martin Lutz
Wenn man aber konsequent auf 1:87 setzt und zwar jetzt, dann wäre sicher, dass sich der Masstab nicht mehr ändern wird. Und zwar solange es noch Modellbahnen gibt. Und das Massstabsgeschrei wird verstummen (oder durch etwas anderes abgelöst)


Die sollen endlich exaktes 1:87 bringen, und allenfalls für Nostalgiker wie mich weiterhin Blech-Wiederauflagen in 1:110 liefern. Alles dazwischen gibt es zur Genüge preiswert am Gebrauchtmarkt, und sowohl in 1:100 als auch in 1:93,5 sind zahlreiche verschiedene Vorbildtypen erhältlich, zumindest wenn man das Angebot aller Hersteller, die sich diesen verkürzten Maßstäben gewidmet haben, zusammen zählt.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#311 von Volker_MZ , 19.02.2013 15:11

Die Märklinwagen sind, bis auf die Radsatzmaße und die Drehgestellbreiten, ziemlich exakt im Maßstab 1:93,5 gehalten, deshalb sehen sie auch so überzeugend aus. Nur sind sie eben etwa 2mm zu schmal. Die Höhendifferenz wird mittels der Märklin-typischen Hochbeinigkeit ausgeglichen, so dass sich in der Seitenansicht ein harmonisches Bild mit anderen Fahrzeugen ergibt.

Gruß, Volker


 
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#312 von Betulaceae , 19.02.2013 15:18

Zitat von Volker_MZ
Die Märklinwagen sind, bis auf die Radsatzmaße und die Drehgestellbreiten, ziemlich exakt im Maßstab 1:93,5 gehalten, deshalb sehen sie auch so überzeugend aus. Nur sind sie eben etwa 2mm zu schmal. Die Höhendifferenz wird mittels der Märklin-typischen Hochbeinigkeit ausgeglichen, so dass sich in der Seitenansicht ein harmonisches Bild mit anderen Fahrzeugen ergibt.

Gruß, Volker



Moin Volker,
darf ich dir empfehlen, irgendwo in diesem Tread nach der Gegenüberstellung der Seitenansicht von Märklin 1:110, 1:100, 1:93,5 und Roco 1:87, zu suchen?
Dann vielleicht nochmal ein Vorbildfoto betrachten und der blendende Eindruck der 1:93-Wagen ist dahin.
Nichtsdestotrotz setze ich auch weiterhin 1:93-Wagen ein, weil 1:87 einfach noch weniger zu meinem recht großen Bestand an 1:100-Wagen passt.
Gruß Birk


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#313 von pepinster , 19.02.2013 15:19

Zitat von katzenjogi
...
Warum werden denn Retro Blechwagen aus Verlegenheit auf den Markt geworfen, um das mangelhafte Personenwagenangebot bei den Neuheiten zu kaschieren? ...



Hallo zusammen,

das hat glaube ich nichts mit kaschieren zu tun, sondern damit, dass man mit den Blechwagen anscheinend relativ problemlos Geld verdienen kann (wer versteigt sich bei den 24cm Wagen noch in "Detail entspricht nicht dem Vorbild" Diskussionen, die Wagen sind Nostalgie).

Zitat von Martin Lutz
... Ich lese jetzt schon das ewige Gejammere über "mir ist lieber das Modell vom Hersteller xy weil Märklin wieder einmal nur verkürzte Wagen bringt." Solche Sätze liestman hier noch und noch...



Das liest man, weil diese Leute (die alles sofort kaufen können möchten und zu keinem Kompromiss bereit sind), am lautesten schreien. Für Märklin ist die Versorgung der Modellbahner mit existierenden Anlagen anscheinend wichtiger.

Und ein Zug mit 1:93 Wagen ist für viele neben einem 1:100 Zug vielleicht noch erträglich, und wenn später wirklich nur noch 1:87 geliefert wird, kann man daneben vielleicht Züge aus 1:93 Wagen besser ertragen als welche in 1:100.

Insofern halte ich den "knauserigen Längenmasstab mit grosszügig geringer Verkürzung" nicht prinzipiell für einen Fehler. Leider geht Märklin nur nicht konsequent genug an die Sache heran. Und die Hoffnung, Märklin würde ein riesiges Sortiment in 1:93,5 incl. ausländischen Vorbildern aufbauen, dürfte sich wahrscheinlich nicht erfüllen. Bei 1:100 hat man sich ja auch schon kaum um ausländische Gepäck- und Speisewagen oder die Nachfolger der Eurofimawagen gekümmert und dadurch wirklich vorbildgerechte Zugbildungen planmässig verhindert.

Gruss von
Axel


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#314 von Martin Lutz , 19.02.2013 16:01

Ich habe grundsätzlich kein Problem mit verkürzten Modellen. Was ich sehr schade finden würde, wenn ich meine Wunschmodelle aus einem Massstabs-"Chrüsimüsi" zusammenstellen muss und dann nicht mehr in der Lage bin, einen vorbildlich zusammengestellten Zug mit Wagen gleichen Längenmassstab zu bilden.

Jetzt gibt's die Massstäbe 1:100, 1:93.5, 1:87. Vielleicht kommt mal ein Hersteller auf die glorreiche Idee Wagen im Massstab 1:90 rauszubringen. Aber dann müsste man dem Marketing dieses Herstellers eine Ohrfeige verpassen.

Von mir aus kann Märklin ihren "grosszügigen Längenmassstab" wieder beerdigen. Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb sie keine genaue Angabe zu ihrem Massstab angeben wollen: demnächst werden die Wagen 1:90.125


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#315 von TheK , 19.02.2013 16:13

Was man hier so liest, ist eigentlich der klassische Konflikt von "Modell" und "Spielzeug". Beim Spielzeug ist der Spielwert und der "Taschengeldpreis" entscheidend; das Vorbild dient nur als Inspiration. Beim Modell hingegen ist die exakte Nachbildung des Vorbildes das Ziel und Abweichungen hiervon sind nur soweit erwünscht, wie sie die grundsätzliche Funktion zwingend erfordert.

Diesen Konflikt für sich zu lösen, ist DAS Streitthema aller Modellbahnforen, denn ein jeder setzt diese Grenze für sich irgendwo anders (einen Brawa-Wagen aus der Schachtel bezeichnet ein Spielbahner als "abgedrehten Nietenzähler-Scheiß", ein H0pur-Bahner als "Spielzeug mit Pizzaschneidern") und Leute mit abweichenden Vorstellungen zu beschimpfen ist leider an der Tagesordnung. Bei anderen Fahrzeugen lösen die Hersteller diesen Konflikt über unterschiedliche Detaillierungsgrade und erzeugen so ein fließendes Spektrum, dass sich zudem auch im Laufe der Zeit verändert – vieles "Spielzeug" von heute war bei seinem Erscheinen was für Nietenzähler.

Bei langen Reisezugwagen haben wir aber durch die potentiellen Nachteile der 303mm, die so ein Wagen nun einmal hat einen Konflikt, der sich nicht über ein fließendes Spektrum lösen lässt. Entsprechend gibt es neben dem klassischen Mittelweg über die Detaillierung (von mir als "Hauptsache lang" bezeichnet) eben den Mittelweg der Längen (die 282mm-Wagen). Vergleicht man diesen aber mit den oben definierten Anforderungen, so stellt man fest, dass die 282mm-Wagen zwar weniger Spielzeug sind (denn durch die größere Länge sinkt der Spielwert und sie sind teurer), aber dabei nicht mehr Modell werden (den die geringere Länge ist nicht für die Funktion zwingend, so dass dort "weniger falsch" immer noch falsch ist).


Gruß Kai

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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#316 von lokhenry , 19.02.2013 16:51

Hallo Kai,

ich hab keine Ahnung was Du ausdrücken möchtest?

Ich möchte mich von Modellen Inspirieren lassen, damit ich diese schön finde und auch kaufe,
der Preis und die Herstellung von 1:93,5 zu 1:87 sind gerade 7 Gramm Plastik, also nicht wirklich eine Preis Sache, sondern eine Politische.

Gruß

Henry




.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#317 von TheK , 19.02.2013 17:41

Nicht du inspiriert, sondern der Wagen – oder vielleicht besser sein Konstrukteur. Für einen maßstäblichen Wagen nimmt der Konstrukteur (zumindest theoretisch, manchmal hab ich da so meine Zweifel) eine Maßskizze, damit alles genau an der Stelle sitzt, wo es auch beim Vorbild ist. Für ein "vom Vorbild inspiriertes Spielzeug" reicht dagegen im Prinzip ein Foto oder sogar eine Erinnerung (in der Praxis isses dann doch bissl mehr), denn dieser Wagen ist nicht besser oder schlechter, ob irgendein Teil nun ein paar Millimeter weiter sitzt (nicht sein Aussehen, sondern seine Funktion bestimmt den Wert!). Weitere Kostenersparnis ergibt sich daraus, dass man die gleiche Form für viel mehr Varianten verwenden kann (irgendwas im Stil der Eurofima-Wagen hat praktisch jede Bahn, siehe die tschechischen IC-Wagen).


Gruß Kai

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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#318 von Martin Lutz , 19.02.2013 18:10

Zitat von TheK
Diesen Konflikt für sich zu lösen, ist DAS Streitthema aller Modellbahnforen,

Woran erkennst du einen Komflikt oder Streit? Bislang erkenne ich nur eine Diskussion.


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#319 von TheK , 19.02.2013 18:27

"Konflikt" heißt nicht automatisch, dass man sich gegenseitig an die Gurgel will; sondern nur, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Und davon gibt's hier mindestens drei (passend zur Zahl der Längenmaßstäbe).


Gruß Kai

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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#320 von katzenjogi , 19.02.2013 19:14

Zitat von Martin Lutz

Zitat von katzenjogi
...Dem Schachtel- oder Vitrinenbahner ist der Maßstab egal. ...

...Das wir hier brauchen, sind klare Signale! Entweder oder! Warum beispielsweise wird nicht der Weg von Roco eingeschlagen, konsequent sowohl 1:100 als auch märklinspezifisch 1:93,5 anzubieten anstelle 1:87 bei Roco? ...


Gerade Vitrinenbahner schreien nach genauerer Massstäblichkeit. Also immer korrekter Längenmassstab!

Nehmen wir an, es kommen jetzt klare Signale in Richtung 1:93.5 bei Märklin. Ich lese jetzt schon das ewige Gejammere über "mir ist lieber das Modell vom Hersteller xy weil Märklin wieder einmal nur verkürzte Wagen bringt." Solche Sätze liestman hier noch und noch. Selbst wenn Märklin von jetzt an die nächsten 10 Jahre praktisch alles auf 1:93.5 umsetzt, ist der Plunder spätestens in 5 Jahren unverkäuflich, weil die Konkurrenz schon jetzt eher auf 1:87 setzt.

Wenn man aber konsequent auf 1:87 setzt und zwar jetzt, dann wäre sicher, dass sich der Masstab nicht mehr ändern wird. Und zwar solange es noch Modellbahnen gibt. Und das Massstabsgeschrei wird verstummen (oder durch etwas anderes abgelöst)





Hallo Martin, gerade daß meinte ich ja, daß dem Vitrinenbahner der Maßstab 1:93,5 egal ist, weil er eh auf 1:87 setzt, dem Schachtelbahner ist der großzügige Längenmaßstab auch wurscht, Hauptsache es steht Märklin auf dem Karton. Lediglich der Betriebsbahner ist derjenige, welchem dieser Maßstab wichtig scheint. Darauf wollte ich eigentlich heraus, daß Märklin anscheinend sein Heil mittlerweile bei eben Schachtelsammlern und Vitrinenbahnern sucht - und man mit dem 1:93,5 in die falsche Richtung geschwommen ist. Somit wäre dann auch das Fehlen von Neuheiten in diesem Zwischenmaßstab zu erklären.

Es ist schon richtig, daß der Vitrinenbahner in der Regel konsequent auf 1:87 setzt (mache ich ja auch ), allerdings werden viele dieser Modellbahnbegeisterten, die Mangels Fläche oder Zeit oder Inspiration ihre Züge in der Vertikale lagern, doch wohl nicht für jede ihrer Loks auch einen passenden Zug haben und dadurch ein leichtes Übergewicht an Lokomotiven im Bestand haben. Dies wird ja von Märklin auch forciert, in dem zwar viele Lokneuheiten angepriesen werden, aber man für so manche Zugmaschine schon seit Jahren keine recht passenden Anhängsel im Programm finden kann.

Ich als Epoche IIIa Bahner habe nun den Vorteil, auf die Neubauwagen auch recht gut verzichten zu können, da sie in meiner Epoche halt brandneu waren und noch nicht sehr verbreitet. Außerdem würden sie weder zu meinem geplanten Anlagenthema, noch zu den verbauten Radien passen. Für mich kämen daher wenn nur 1:87 Neubauwagen für die Vitrine in Betracht (das Roco Set mit stahlblauer BR 03.10 sowie zwei Neubauwagen und einem Speisewagen Bauart 28 wäre so ein Kandidat). Einzige Ausnahme wären wohl die Mitteleinstiegswagen von Fleischmann aus dem Leichtschnellzugset mit BR 03, aber die gleichen Wagentypen gab es ja von Roco auch schon maßstäblich.

Nichtsdestotrotz kann Märklin nichts mit dieser Zwischenlösung an mir verdienen.....

Liebe Grüße

Jürgen


 
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#321 von OttRudi ( gelöscht ) , 19.02.2013 19:28

Zitat von katzenjogi

Nichtsdestotrotz kann Märklin nichts mit dieser Zwischenlösung an mir verdienen.....

Liebe Grüße

Jürgen



Aber viel an mir . Der Ruf das Märklin auch noch in das 1:87 Lager einsteigt, ist mir eigentlich nicht verständlich, dort gibt es doch genügend Anbieter, wieso braucht's noch einen mehr, nur das auf der Schachtel Märklin steht?

Gruß

Rüdiger


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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#322 von Peter Müller , 19.02.2013 20:08

Zitat von TheK
Für einen maßstäblichen Wagen nimmt der Konstrukteur (zumindest theoretisch, manchmal hab ich da so meine Zweifel) eine Maßskizze, damit alles genau an der Stelle sitzt, wo es auch beim Vorbild ist.


Das würde nicht funktionieren, zumindest nicht bei engen Radien. Bei DSO war mal ein schöner Bildbericht, wie Türpartie, Drehgestelle, Trittstufen, Schürzen etc. beim Modell abweichend angeordnet werden müssen, damit die Waggons so richtig "geländegängig" werden.


Zitat von Martin Lutz
Nehmen wir an, es kommen jetzt klare Signale in Richtung 1:93.5 bei Märklin. Ich lese jetzt schon das ewige Gejammere über "mir ist lieber das Modell vom Hersteller xy weil Märklin wieder einmal nur verkürzte Wagen bringt." Solche Sätze liestman hier noch und noch. Selbst wenn Märklin von jetzt an die nächsten 10 Jahre praktisch alles auf 1:93.5 umsetzt, ist der Plunder spätestens in 5 Jahren unverkäuflich, weil die Konkurrenz schon jetzt eher auf 1:87 setzt.


Eine Hälfte wird immer jammern, damit muss man leben. Gut ist, wenn die Auswahl bleibt, damit die Modellbahnerei keine Gruppierung verliert. Aber ich mache mir da keine Sorgen. Es werden so lange 28.2-cm-Wagen angeboten, wie man sie verkaufen kann. Selbst die 24-cm-Wagen sind nicht auszurotten. Ich wollte keine mehr haben. Aber ich finde es gut, dass es sie neu zu kaufen gibt.


Grüße, Peter

Bei campact.de per E-Mail abstimmen: 49-Euro-Ticket retten! ... das haben Stand 25.08.2023 um 20:45 Uhr schon 115.000 Menschen getan.

Und Aktionen bei campact.de wirken, siehe Wikipedia, da wird darüber berichtet.


 
Peter Müller
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#323 von feti , 19.02.2013 20:15

Ich muss hier doch nochmal meinen ersten Beitrag in diesem Thema zitieren:

Zitat von feti
Ich verstehe das Negativ-Image der 1:93,5 Wagen nicht.
Bis vor 1-2 Jahren war ich ein Verfechter des exakten 1:87er Längenmaßstabs (z.B. Roco-Silberlinge), bin dann aber nicht zuletzt aus optischen Gründen bei der 1:93,5er Länge gelandet.
Meine Gründe waren die tolle Optik auf C-Gleis R9 und die geniale Drehgestell-Lösung. Die Roco-Wagen fallen, obwohl in korrekter Länge, selbst auf dem größten C-Gleis-Radius und auf schlanken Weichen optisch stark ab.
Das sieht für mich irgendwie so aus, als würde sich ein Reisebus durch unsere Spielstraße quälen... Und für 1:100 ist man verdorben, wenn man den direkten Vergleich macht.
Für meinen Vergleich habe ich den 1/2-Klasse Silberling von Roco (1:100), den von Märklin (1:93.5) und den exaktlangen Roco-Wagen (1:87) herangezogen.
Diesen Vergleich hat der Märklin-Wagen mit deutlichem Vorsprung gewonnen...

... Solange die Modellbahner verkürzte Anlagen bauen, sollte man auch bei den Wagenlängen etwas toleranter sein - im Interesse des Gesamteindrucks.
...



"Gnadenlos" 1:87 in der Länge ist meiner Meinung nach nur etwas für lange Geraden / bzw. Vitrinen (oder große Schauanlagen).
Die wahre Modellbaukunst im Sinne einer elektrischen Eisenbahn fürs Gemüt, ist nicht die möglichst exakte Längenwahl eines sehr langen Vorbildwagens, sondern seine Gesamterscheinung im Zusammenwirken mit der restlichen Modellumgebung.
Dabei gilt mein Mitleid jenen Zeitgenossen, die nicht über ihren eigenen Schatten springen können, und daher mit über 30cm langen Wagen fahren "müssen", weil das "realistischer" ist - egal wie es aussieht!

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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#324 von Asslstein , 19.02.2013 20:43

Hallo,

ich schließe mich feti erneut an und möchte nochmals für den großzügigen Längenmaßstab 1:220 werben.

Zitat von feti
... Solange die Modellbahner verkürzte Anlagen bauen, sollte man auch bei den Wagenlängen etwas toleranter sein - im Interesse des Gesamteindrucks.
...


Der Gesamteindruck würde gewaltig gewinnen. Endlich in kleinen Radien keine Wagenüberhänge mehr und ein kompletter ICE hätte auch endlich am Bahnsteig einer 5 Meter Anlage Platz.
Alle anderen Längenverkürzungen sind doch nur ein fauler Kompromis, nichts Halbes und nichts Ganzes. Konsequente Längenverkürzung hingegen ist zwar ein ungewöhnlicher, aber meiner Meinung nach der richtige Ansatz.

Gruß
Knut


Bilder meiner Baustelle (Spielanlage)


 
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RE: Wagenmaßstab 1:93,5 in der Sackgasse ????

#325 von feti , 19.02.2013 21:07

Och, nöö...
Das macht das aber keinen Spaß mehr

So ins lächerliche gezogen zu werden, ist nicht im Sinne des gemeinsamen Hobbys.
Aber mit dieser Antwort hast du dich ja selbst abqualifiziert...


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