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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#1 von airsimmer , 30.01.2012 12:21

Hallo zusammen,
mit Hilfe von Forumsmitgliedern bin ich derzeit an der Planung/Umsetzung einer Ringleitung für die Einspeisung von Digitalsignal bei unserer Teppichbahn mit 53 Meter C-Gleis.
Es wird eine Ringleitung geben mit einer Zwillingslitze mit 1 qmm Querschnitt (etwa 15-20 Meter mit etwa 6-8 Abzweigungen). Die Abzweigungen zu den Gleisen erfolgt mit Zwillingslitze 0,25 qmm (pro Abzweig werden ca. 3-6 Anschlüsse notwendig). Die Entfernung von den Abzeigungen bis zu den Gleisen wird zwischen 10 und 50 cm betragen.

Nun aber zu den Verbindungen.
Da ich mit meinen Kindern per Teppichbahn fahre und die Anlage alle 1-3 Monate umgebaut wird, möchte ich eine praktikable Steckverbindung haben, die auch mein 8-jähriger Sohn ohne Probleme anwenden kann. Mit der Farbgestaltung ist es für die Kinder dann auch problemlos. Richtige Farbe, Stecker rein und gut (Natürlich kontrolliere ich das ... ).
Mit Lüsterklemmen und ähnlichem ist mir der Aufwand des Verschraubens zu hoch und ist für die Kinder auch nicht so praktisch.

Nun habe ich die Idee, die Verteiler von Märklin (und Co; z.B. 7209) zu nutzen und natürlich entsprechend die Bananenstecker. Wie ist es aber mit den Widerständen der Verteiler und Stecker. Geht mir da viel verloren?

Eigentlich hatte ich diese Lösung schon in meinem Kopf fertig.
Nun wollte ich bei meinem Händler die Dopplellitze und die Stecker bestellen. Er hat mich etwas verunsichert, weil er sagte, daß die Stecker ggf. zu hohen Widerstand verursachen und somit Signal verloren geht.
Daher wollte ich hier im Forum mal nachfragen.

Danke schon mal!


Gruß
Andreas

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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#2 von rmayergfx , 30.01.2012 12:43

Hallo Andreas,

mein Vorschlag:
http://www.amazon.de/L%C3%BCsterklemmen-...27923566&sr=8-1
Habe ich erfoglreich bei mir im Gleisanschlußbereich für die verschiedenen Zentralen,
Verpolung bei gleicher Ausrichtung der Stecker eigentlich kaum möglich, oder sofort sichtbar.
Vorteil: Du kannst da ordentlich was an Querschnitt fahren und nicht nur so dünne Kabel
die in die teueren Standardstecker für die MOBA passen.

mfg

Ralf


Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern und nicht umgekehrt!
Neue Kupplungen für Faller OHU Selbstentladewagen: viewtopic.php?f=27&t=82863
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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#3 von Railstefan , 30.01.2012 13:00

Hallo Andreas,

der Widerstand von Steckern und Verteilern sollte vernachlässigbar sein, solange derenn Querschnitt nicht kleiner ist als der der verwendeten Kabel.
Du könntest allerdings gewisse Verluste haben, wenn du viele Stücke mit Steckern hintereinander schaltest, da sich dann irgendwann die Übergangswiderstände bemerkbar machen könnten.

Kabel mit größeren Querschnitten würde ich persönlich nicht beim MoBa-Händler besorgen, sondern eher im Baumarkt. Da bekommst du Kabel mit größeren Querschnitten vermutlich erheblich günstiger. Du kannst dort nämlich auf 'normale' Stromkabel, die eigentlich für 230V vorgesehen sind, zurückgreifen und die sind Massenartikel, also recht günstig.

Viel Erfolg
Railstefan


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Die Erkenroder Straßenbahn - meine Straßenbahn-Anlage mit DC-Car-System hier im Forum: RE: Re: Die Erkenroder Straßenbahn - Alterungen und Beleuchtungen Häuser Teil 6

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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#4 von airsimmer , 30.01.2012 16:06

Hallo,

@Ralf
Vielen Dank für Deinen Link.
Preistechnisch komme ich damit gar nicht so viel günstiger. Habe eben mal ein wenig gerechnet. Für die Kinder sind diese Stecker vielleicht auch etwas unpraktisch zum anfassen. Bei den 2,6 mm Querlochsteckern können die besser anfassen.

@Railstefan
Ich gehe davon aus, daß der Querschnitt der Stecker mit Querloch (2,6 mm) für die 1,0 qmm der Ringleitung ausreichen sollte. Hintereinander sollen die Stecker nicht zur Anwendung kommen. Die Stecker kommen an die Ringleitung und dann jeweils an das Anschlusskabel Richtung Gleis. Am C-Gleis werde ich die Litzen anlöten.
Ok, dann wäre das vernachlässigbar.

Nein, die Kabel und Stecker kaufe ich nicht bei einem Mobahändler. Es ist ein Händler für Elektrodinge etc.. Also auch preiswert.


Gruß
Andreas

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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#5 von eisenbahnstube ( gelöscht ) , 30.01.2012 16:50

Hallo Andreas.

Hier findest Du alles, was Du wissen willst: http://www.der-moba.de/index.php/Fahrstromverdrahtung

Gruß, Wolfram.


eisenbahnstube

RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#6 von kaeselok , 30.01.2012 18:29

Hey Wolfram,

tolle Seite! Kannte ich noch nicht! ops:

Viele Grüße,

Kalle


 
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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#7 von eisenbahnstube ( gelöscht ) , 30.01.2012 21:09

Hallo Kalle,

man kann nicht alles kennen oder wissen.

Aber zu den Übergangswiderständen von Steckverbindern kann vielleicht SAH was sagen, zumindest hat er m.W. schon Gleisverbindungen (Kontaktlaschen - Vierdrahtmessung) durchgemessen. Ich hab bisher nur meine leitenden Eigenbaukupplungen untersucht, bei intakten Steckern dürfte sich das im einstelligen mOhm - Bereich bewegen. Völlig unkritisch.

Die Kontaktlaschen waren schlimmer.

Gruß, Wolfram.


eisenbahnstube

RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#8 von airsimmer , 31.01.2012 00:20

Nabend,
eine Aussage in der Zusammenfassung macht mich natürlich schon wieder unsicher:
"... Sofern Steckverbindungen eingesetzt werden sollen, muß man auf professionelle Stecksysteme zurückgreifen. Die von der Modellbahnindustrie angebotenen Kabel und Stecker sind für einen sicheren Betrieb nicht ausreichend dimensioniert. ..."

Also doch keine Modellbahnstecker?


Gruß
Andreas

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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#9 von Rainer Lüssi , 31.01.2012 06:28

Hallo Andreas

Die Märklin Verteilerplatten sind meiner Meinung nach für Teppichbahnen denkbar ungeeignet, da diese vollkommen offen sind und nur einpolig. Für eine Einspeisung müssen also immer zwei Stück relativ nahe beieinander liegen, was dann beim fliegenden Aufbau zum Kurzschluss führen kann.
Besser sind da die zweipoligen Brawa Verteilerplatten.

Die Stecker sind für den fliegenden Aufbau (Teppichbahn) durchaus geeignet, für eine stationäre Anlage würde ich diese nicht nehmen.

Für eine Teppichbahn würde ich allerdings die Einspeisung für den Bahnstrom direkt unter den Gleisen ziehen und ganz einfach an den Laschen der C-Gleise anschliessen (direkt von Gleis zu Gleis). So ist auch alles gut verstaut. Märklin hat solche Verbindungsleitungen im Programm, man kann diese aber auch selber herstellen mit den entspr. Flachsteckern.

Gruss
Rainer


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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#10 von SAH , 31.01.2012 08:30

moin Wolfram und Kalle,

Zitat von eisenbahnstube

Aber zu den Übergangswiderständen von Steckverbindern kann vielleicht SAH was sagen, zumindest hat er m.W. schon Gleisverbindungen (Kontaktlaschen - Vierdrahtmessung) durchgemessen. Ich hab bisher nur meine leitenden Eigenbaukupplungen untersucht, bei intakten Steckern dürfte sich das im einstelligen mOhm - Bereich bewegen. Völlig unkritisch.
Die Kontaktlaschen waren schlimmer.



die größten Probleme bereiten die Kontaktlaschen, alles andere sind ,,Peanuts".
Die Verteiler von Märklin sind auch unkritisch.
Ein wichtiger Einfluß ist auch der Zustand der Schienen (Außen- und Mittelleiter). Gerade deshalb ist für viele besonders große Anlagen eine Parallelleitung geradezu Pflicht, selbst wenn zum Erstellungszeitpunkt ,,keine besonderen Spannungsabfälle" bemerkt werden.
BTW: Teile dieses Dokuments sind aus meiner FAQ H0AC

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#11 von Martin Lutz , 31.01.2012 08:51

Zitat von Rainer Lüssi
Hallo Andreas

Die Märklin Verteilerplatten sind meiner Meinung nach für Teppichbahnen denkbar ungeeignet, da diese vollkommen offen sind und nur einpolig. Für eine Einspeisung müssen also immer zwei Stück relativ nahe beieinander liegen, was dann beim fliegenden Aufbau zum Kurzschluss führen kann.
Besser sind da die zweipoligen Brawa Verteilerplatten.

Die Stecker sind für den fliegenden Aufbau (Teppichbahn) durchaus geeignet, für eine stationäre Anlage würde ich diese nicht nehmen.

Aus einer kurzen Not habe ich 2 solcher Platten mal auf ein Anlagenbrett (Spante) geschraubt und die 1.5mm2 Litzen direkt in die Bananenbuchsen dieser Verteilplatte gelötet. Geht ganz gut und ist dauerhafter als die Mini Bananenstecker. Von diesen bin ich aus der Lego-Zeit schon ein wenig "vorbestraft". Diese musste man immer wieder frisch spreizen, damit sie sich satt einstecken liessen. Für die Modelleisenbahn haben die nicht zuletzt deshalb für mich ein Verbot erhalten.

Ich kenne die aktuellen Märklin- (oder Modellbahn-) Bananenstecker nicht aber ich denke die sich verlierende Federkraft ist ihr grösstes Problem, welches immer wieder zu Kontaktproblemen (und letztlich auch zu höheren Übergangswiderständen) führen können.


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RE: Widerstand Märklin Verteiler und Stecker

#12 von Schwanck , 31.01.2012 09:32

Moin,

sicher ist, dass nichts sicher ist! Am wenigsten die die Klemmschraubenverbindungen an den Steckern und Buchsen. Bei dünneren Litzen hat es sich bei mir bewährt es so zu machen: 4 mm abisolieren, Adern verdrillen, um die Isolierung zurückbiegen und mit dieser in der Schraubklemme mittelfest anschrauben. Solange die Isolierung elastisch bleibt, hält sie die Klemmschraube unter mechanischer Spannung und diese kann sich nicht lockern. Nicht bewährt hat sich das Verzinnen der Litzenadern. Wahrscheinlich die beste Lösung ist das Aufquetschen von Adernendhülsen, das heute in der Mechatronik Vorschrift ist.
Weil aber trotz allem der 1. Satz gilt, ist es wichtig, alle solche Verbindungen regelmäßig zu kontrollieren und zu reparieren, bevor es qualmt und brennt.

Tschüss

KFS


Tschüss

K.F.


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