ich bin schon seit langem auf der Suche nach einem Konzept, um die Lastregelung von Digitaldekodern einzustellen. Da gibt es Werte wie Regeleinfluss, K-Anteil,I-Anteil, Pwm und einiges mehr.
Gibt es irgendwo ein sinnvolles Schema, wie man systematisch beim Einstellen von Dekodern vorgeht? Bei den meisten ist es doch wohl eher ein Ausprobieren und Verändern dieser Werte, ohne genau zu wissen, was man tut.
ich bin schon seit langem auf der Suche nach einem Konzept, um die Lastregelung von Digitaldekodern einzustellen. Da gibt es Werte wie Regeleinfluss, K-Anteil,I-Anteil, Pwm und einiges mehr.
Gibt es irgendwo ein sinnvolles Schema, wie man systematisch beim Einstellen von Dekodern vorgeht? Bei den meisten ist es doch wohl eher ein Ausprobieren und Verändern dieser Werte, ohne genau zu wissen, was man tut.
Danke für eure Hilfe und Gruss Michael
Hallo Michael
nicht so einfach, kommt auf den Decoder und die Lok (Motor) an!!!
Zimo hatte in der Anleitung zum MX64 immer eine Optimierungsstrategie geschildert. Hier auf Seite 17 bis 18. Ich habe mich immer daran entlang gehangelt und innerhalb von 10 Minuten waren die Fahreigenschaften top. Bei der neuen Serie MX63x / MX64x ist das nicht mehr so abgebildet, ich komme damit aber nach wie vor zu den von mir gewünschten Fahreigenschaften. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies so 1:1 auf andere Decoderhersteller übertragen werden kann.
Ansonsten bietet die Regelungstechnik schon Anleitungen und Regeln. Such zum Beispiel mal nach "Ziegler / Nichols". Aber auch das müsste dann jeweils auf den entsprechenden Decodertyp übersetzt werden.
ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei meinen ESU-Decodern die Einstellungen für gleiche Motortypen im Wesentlichen übernommen werden können. Kleine Anpassungen reichen dann meistens für ein gutes Fahrverhalten.
Daraus folgt dann: Eine Datenbank hier im Forum mit den Einstellungen für die wichtigsten Motortypen / wichtigsten Decoder könnte Abhilfe schaffen
In verschiedenen Foren geistert eine Einstellungs-Anleitung für ESU-Decoder herum, welche mutmasslich mal von ESU selbst zusammengestellt wurde. Die ursprüngliche Quelle konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Zitat von ESULeider sind nicht alle Motoren auf dem Markt gleich in Ihrer Bauweise. Sie weichen deshalb auch teilweise stark, auch sogar innerhalb der gleichen Typen, von einander ab. Aus diesem Grund haben wir in unseren Decodern die Einstellmöglichkeit der Lastregelung mit CV 53,54 und 55 für Sie ermöglicht um ein sauberes Laufen der Motoren zu erreichen. Vorher muss natürlich ein richtiger Einbau erfolgt sein. Beachten sie dazu bitte nachfolgende Einbauhinweise:
Zunächst muss jedoch unbedingt sichergestellt sein, dass Kondensatoren von dem Motorkollektoranschluss nach Masse NICHT mehr vorhanden sind.
Die Drosseln mit ca. 4 yH an den Motoranschlüssen MÜSSEN immer eingebaut sein.
Schlechtes Laufverhalten können Sie dann wie folgt einstellen:
Einstellung K-I und Regelungseinfluss am Decoder für die Lok.
(Beachten Sie bitte auch, das bei ROCO OEM LokPilot Decodern und LOPI V1 die CV 51 – CV 53 denen des LoPi 3 CV 53 – CV 55 entsprechen.)
Beim LokPilot Basic ist keine CV 53 enthalten, dort entspricht Cv 53 = Cv 5.
Hier angegebene CV Nummern sind für LS V3.5 und LokPilot V3.0. Für ältere Decoder die entspr. CV Nummern aus dem jeweiligen Handbuch entnehmen.
Für die meisten Motoren sind Standartvorgaben der CV 53, 54 und 55 vorhanden. (s. Decoder Handbuch).
Stellen Sie diese zunächst ein und fahren Sie die Lok zur Probe. Danach tasten Sie sich mit den folgenden Werten in zwei bis dreier Schritten heran.
Dieses „fein“ einstellen geschieht wie folgt:
1. Regelparameter K verändern: Lok in Fahrtsufe 1 laufen lassen. Wenn Lok nur in Fahrstufe 1 „ruckhaft“ läuft. Wert zunächst nach unten, (ca. 3-5 Werte), wieder probieren, usw.
2. Regelparameter I verändern: ABER NUR NÖTIG, wenn Lok beim Anhalten, oder kurz davor noch einen Sprung macht, oder in einem Geschwindigkeitsbereich Sprünge veranlasst. Wert für I dann schrittweise (auch ca. 3-5 Schritte) vom Standartwert zuerst erhöhen bzw. von Standard verringern.
3. Regelungsreferenz: Lok aufs Gleis, wenn bei ¾ Reglergeschwindigkeit bereits volle Geschwindigkeit, dann Regelungsdifferenz verringern (5-8 werte nach unten). Dann noch CV 02 auf 6-8 stellen.
4. Regelungseinfluss: z.B. 50% heißt z.B. beim LS 3.5 bei MM28, bis 14 Fahrstufen wird lastgeregelt, ab Stufe 15 nicht mehr.
Zusätzliche Hinweise:
Bei den K+I Einstellungen sind auch Werte unter 10 (z.B. K=8 und I= 5) durchaus normal für z.B. Maxon / Faulhabermotoren. Grobe Richtwerte für die Einstellwerte sind in unserem neu und ausführlich erstellten Handbuch des LokPilot V3.0, 7. Auflage, Dezember 2008, auf Seite 35, die jedoch auch dennoch durchaus nach oben oder unten abweichen können, aus oben genannten Gründen. Bei M4 Decodern sind die Werte immer x 4 zu nehmen, da der Einstellbereich dort bis 255 geht.
Hochleistungsmotor Mä: CV 54 =20-25 und CV 55= 38. LGB Motore: Einstellung K-Wert = 8 und der I-Wert 30. Brawa HO Köf: CV 54 auf Wert 3, CV 55 auf Wert 80 und Motortaktfrequenz auf 15 KHz umstellen, CV 49 vorh. Wert -2.
Grundsätzlich ist jeder Gleichstrommotor zu einem zufriedenstellenden, sauberen Lauf einstellbar.
ein zu der ESU-Anleitung ähnliches Prozedere findest auch in der Anleitung zu den Tams 30er Decodern hier: http://www.tams-online.de/htmls/digitalfahren.html#multi. Um welche Decoder geht es denn eigentlich? Ich hatte mal versucht die Anleitung zum Uhlenbrock 76200 auf andere Decoder zu übertragen, aber so groß waren die Parallelen dann doch nicht. Da mich dieses Problem auch manchmal plagt hoffe ich ein wenig auf die nächste Ausgabe der Digitalen Modellbahn, in der es um die Programmierung von Decodern gehen soll. Vielleicht wird dort auch auf PID-Einstellungen eingegangen. Viele Grüße,
Zitat von rullrichIch hatte mal versucht die Anleitung zum Uhlenbrock 76200 auf andere Decoder zu übertragen, aber so groß waren die Parallelen dann doch nicht.
das ist auch kein Wunder, denn der 76200 hat die meisten einzustellenden Parameter, die bei den meisten anderen (de facto ist mir derzeit kein anderer bekannt) gar nicht vorhanden bzw. freigegeben sind.