Coming soon: AUSSTELLUNG MUSEUM KLEINES KLINGENTAL (MAI - SEPTEMBER 2005) [/i]
Erste Gehversuche, Bau 1:100
28. Feb 2012, 13:00: Mit staunenden, teilweise ungläubigen Augen und grosser Begeisterung lesen wir bereits seit ca. einem Jahr interessiert eure Forumsbeiträge. Nun wollen wir euch gerne an unserem Projekt teilhaben lassen. Gebaut wird das Aufnahmegebäude des Basler Bahnhofs der Schweizerischen Centralbahn von 1860. Das Gebäude wird voraussichtlich auf einem Spezialmodul als Ensemble mit dem historischen "Güterexpeditionsbureau" und zwei Güterschuppen seinen Platz finden.
Motivation: Bei einem Besuch in einem Fastfood-Restaurant am Centralbahnplatz waren wir über eine dort an der Wand hängende, vergrösserte historische Fotografie erstaunt, welche den Bahnhof Basel zeigen soll. Das abgebildete Gebäude glich zwar dem heutigen Bau in gewisser Weise, war aber irgendwie anders. Die Recherche im Internet - insbesondere auf den Seiten des Staatsarchivs Basel - und später auch in der Fachliteratur verriet, dass es sich dabei tatsächlich um einen Vorgängerbau handelte. Immer mehr interessierten wir uns für "das verschwundene Basel" und als Eisenbahnfreunde für die verschwundenen Bahnbauten. Irgendwann verschmolz das historische Interesse mit unserer Freude an der Modelleisenbahn. Letztlich faszinierte uns der Gedanke, Vergangenes plastisch darzustellen.
Historischer Abriss: Die Eisenbahn erreichte 1844 die Stadt Basel aus dem Elsass (Chemin de fer de Strasbourg à Bâle, später Chemin de fer de l'Est). Damit war Basel die erste Schweizer Stadt mit Eisenbahnanschluss (innerhalb der noch intakten und eigens für den "Französischen Bahnhof" erweiterten Stadtmauern!). Die zweite Bahn die sich der Stadt näherte und schliesslich ihren eigenen Bahnhof in Basel erhielt, kam aus Baden-Württemberg (erster Badischer Bahnhof Basel von 1859). Die erste Schweizerische Eisenbahngesellschaft, welche die Stadt erschloss, war die Schweizerische Centralbahn (SCB, nicht zu verwechseln mit der heutigen Zentralbahn). 1860 wurde der Basler Bahnhof der SCB (nachfolgend: Centralbahnhof Basel) eingeweiht. Die Gebäude stammten vom Direktionsarchitekten der SCB Rudolf Ludwig Maring. Das Gebäude des "Französischen Bahnhofs" sowie die dazugehörigen Anlagen wurden im gleichen Jahr abgerissen, da der Centralbahnhof Basel sowohl die SCB als auch die Französische Ostbahn beherrbergte. 1902 wurde der Centralbahnhof Basel abgerissen und durch den heutigen, sich an gleicher Stelle befindlichen, Bahnhof Basel SBB von 1907 ersetzt. An den alten Bahnhof erinnern noch die Bezeichnungen Centralbahnstrasse und Centralbahnplatz.
Historische Bilder und weitere Informationen über die historischen Hintergründe findet ihr auf unserer Internetseite http://centralbahnhof.jimdo.com.
DER NACHBAU IM MASSTAB 1:100 BEGINNT.
Material und Werkzeuge: Der Rohbau des Aufnahmegebäudes wird zurzeit aus PVC-Platten, dünnen Schaumgummimatten, Knetmasse und natürlich Leim hergestellt. Die Säulen bestehen aus den Stielen von Lollypops. Für die Fenster und Türen werden PET-Folien und bedruckte Kopierfolien eingesetzt. Der Materialaufwand soll - bisher mehr oder weniger erfolgreich - möglichst gering gehalten werden. Das eingesetzte Werkzeug beschränkt sich im Wesentlichen auf 2 Bastelmesser, einen Schneidezirkel, 3 Lineale und verschiedene Kleingegenstände, um Abdrücke in der Knetmasse zu erstellen.
Bilder:
Kopien des Originalplans werden in Einzelteile zerschnitten.
Das Prinzip ist simpel...
Die Rückseite mit eingeritzten Mauerstrukturen...
Testweises Einsetzen einer Türe...
Und zum Schluss eine Übersicht des geplanten Moduls:
Wir wünschen viel Vergnügen beim Anschauen! (Wir bitten um viiiiel Geduld für weitere Baufortschritte )
da entsteht ja etwas ganz Feines. Das ist schon jetzt zweifelsfrei zu erkennen. Ich wünsche Euch viel Glück bei Eurem weiteren Baufortschritt und ich danke Euch, dass Ihr uns daran teilhaben lasst.
ZitatDas Prinzip ist simpel...
... die Ausführung nicht ...
Eine Frage: der von Euch eingesetzte Zirkel kann anreißen und schneiden ? Wenn letzteres, könnt Ihr ein wenig dazu schreiben ?
Vielen Dank für Euer Interesse und Eure Rückmeldungen! Hat uns sehr gefreut!
Zu deiner Frage Jürgen:
Zitat von Jürgender von Euch eingesetzte Zirkel kann anreißen und schneiden ? Wenn letzteres, könnt Ihr ein wenig dazu schreiben ?
Der Zirkel ist mit einer Klinge ausgestattet, welche ausgetauscht werden kann. Papier, Karton und dünne Schaumgummimatten (wie wir sie verwenden) schneidet er problemlos bei ein bis zwei Umdrehungen. Für die harten PVC-Platten muss der Zirkel schon einige Male auf der Vor- und Rückseite der zu schneidenden Fläche gedreht werden (20-30 Mal). Dabei darf nicht zuviel Druck ausgeübt werden, weil der Zirkel einerseits aus Plastik besteht und daher leicht verzieht und andererseits kein regelmässiger Schnitt zustande kommt. Bei längerer Anwendung waren Blasen an den Fingern zu beklagen... Aber alles in allem ein nützliches Gerät, das wir in der Bastelabteilung eines Baumarkts gefunden haben (vgl. auch http://www.pearl.de/a-PE8911-5020.shtml).
***BAUFORTSETZUNG*** Wie erwähnt, benutzen wir Knete (offiziell: lufttrocknende Modelliermasse) für einige Fassadenelemente. Hier ist die Entstehung dokumentiert:
Zuerst wird eine "Wurst" geformt:
Dann wird die Wurst platt gedrückt und in die gewünschte Form gebracht:
Hier wird mit Hilfe eines Bausatzteils (nennt man dies nun auch kitbashing? :wink die gewünschte Struktur eingedrückt:
Schliesslich kommt das fertige Element an den gewünschten Platz:
Hallo zusammen! Zuerst wollen wir uns für das Interesse an unserem Projekt und eure Kommentare bedanken! Das Wochenende nutzten wir, um die beiden äusseren Gebäudeteile inkl. Raumeinteilung zu bauen. Zudem haben wir im bestehenden Teil Böden, kleine Treppen und sonstige Kleinigkeiten ein- und angebaut. Schliesslich fertigten wir den langen Bahnsteig seitlich und hinter dem Gebäude an. Aber Bilder verraten mehr als Worte:
Ansicht des äusseren Gebäudeteils, im Bild: Pavillon links, Bahnverwaltung SCB:
Detailansicht eines Fensters:
Mittelbau von der Seite, der gezwirbelte Draht wird an allen Fenstern dieser Grösse angebracht. Das "Laub" um die Wappen stammt von Noch:
Rückseite mit allen Gebäudeteilen und dem Bahnsteig:
Detailansicht Bahnsteig, die Säulen stammen aus einem Fallerbausatz (Reservesatz für Spur N). Die Säulen werden noch mit einem Aufsatz aus Modelliermasse auf H0-Mass erhöht:
Gesamtansicht mit dem provisorischen Dach aus Balsaholz:
Abgesehen von weiteren Ausbesserungen und der Fertigstellung fehlender Fassadenelemente wird der nächste Schritt - sofern alles gut geht - das Anmalen des Gebäudes sein. PS: Wir werden für das Modul K-Gleise verwenden, die C-Gleise sind eine "Stellprobe"
Zitat von JürgenGibt es auch "lange" Weichen für Märklin ?
Hallo Jürgen, All unsere Hoffnungen ruhen auf den längeren und schmaleren K-Gleis-Weichen (Art.-Nr. 22715 und 22716, Weichenbogen: 14°26'). Der Gleisabstand verringert sich dadurch ebenfalls auf 5,7mm zwischen den Gleismitten.
Übrigens: Unser geschätzter Kater ist mit der Grösse der beiden geplanten Güterschuppen nicht einverstanden... Wir werden seine Meinung jedoch eher nicht berücksichtigen...
Zitat von steve1964Ist es Styrodur oder Architekturkarton ?
Hallo Steve, Vielen Dank für dein Kompliment. Die Fassaden-Grundelemente (Wände mit Fenster- und Türaussparungen) bauen wir weder mit Styrodur noch mit Architekturkarton, sondern mit PVC-Platten (Polyvinylchlorid). Diese PVC-Platten gibt es im Baumarkt in verschiedenen Grössen und Farben zu kaufen. Das Material ist sehr stabil, dafür teilweise auch mühsam zu bearbeiten. Weitere Fassadenelemente schneiden wir aus dünnen Schaumgummimatten oder formen diese mit Modelliermasse.
Endlich hatten wir wieder ein bisschen Zeit, um an unserem Bahnhof weiterzubasteln...
Als erstes zeigen wir euch Bilder vom "Vestibül". Der Boden wurde mit Farbstiften (teilweise nass, teilweise trocken) gemalt. Die Schalter bestehen aus Balsaholz und einigen Bausatzresten:
Wie auf dem letzten Bild bereits zu sehen ist, hat die Gebäudefassade einen Anstrich bekommen. Zuerst haben wir das Gebäude mit Acryl-Farbe angemalt (Farbton Sepia) und danach mit schwarzer Wasserfarbe verschmutzt:
Im Innern des Wartesaals III. Klasse wurde bereits ein Bild aufgehängt und eine Sitzbank montiert:
Zum Abschluss noch eine Gesamtansicht:
Wir sind gespannt, ob euch die Bilder gefallen und wünschen ein schönes restliches Wochenende!
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Überzeugter Europäer - gegen die Verblödung des Abendlandes
Nun mussten wir unseren Thread zuerst einmal suchen! Unser bescheidenes Projekt in der Ruhmeshalle!? ops: Vielen herzlichen Dank für euer Interesse und eure Unterstützung, insbesondere auch für die netten Kommentare von Jürgen, Johannes, Stefan7, Ronald, Steve und Armin. Das freut uns ausserordentlich!
Eigentlich wollten wir ja nur unseren gestrigen Beitrag um drei Bilder von Einrichtungsgegenständen für das Post- und das Polizeilokal ergänzen. Zuerst noch ein Grundrissüberblick (Originalplan):
Im Polizeilokal findet sich eine Karte der Stadt Basel um 1900 sowie ein Tisch und ein Bücherregal.
Das Postlokal wurde mit einem Tisch, einem Wägelchen, einem abschliessbaren Aktenschrank, einigem Versandmaterial und einem Bild vom Schweizerischen Bundesrat von 1900 bestückt :
Leider haben wir nur eine alte Kompaktkamera, deshalb ist die Bildqualität nicht so gut. Schaut man durch das Fenster im Turm links vom Eingang, kann man die verschiedenen Einrichtungsgegenstände je nach Winkel sehen:
Also, noch einmal vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir unseren Thread suchen mussten...
Dachte ich mir doch, dass Euer Bahnhof in der Ruhmeshalle landet. Herzlichen Glückwunsch. Es ist wirklich ein fabelhaftes Gebäude, sowohl das Original wie auch das Modell. Großes Kino !
ZitatWir sind gespannt, ob euch die Bilder gefallen
Eure Bescheidenheit in Ehren, aber das ist wohl keine Frage ! Aber jetzt kommt mein "Gemecker" . Wenn Ihr bessere Fotos machen wollt, ist nicht die Kamera das erste Problem, sondern das Licht. Versucht doch einmal, Fotos im Freien bei Tageslicht zu machen. Da sind auch die Farben besser zu erkennen. Schaut Euch diesbezüglich die Bilder bei viewtopic.php?f=51&t=3333&start=575 an, dann wisst Ihr, was ich meine.
@Manuel: Vielen Dank für dein Lob! Sobald wir zur Landschafts- und Szeneriegestaltung schreiten, werden wir wohl öfters Kottenforst besuchen Schöne Anlage!
@Jürgen: Danke für die Glückwünsche . Wir werden deinen Ratschlag in Sachen Fotografie gerne berücksichtigen und baldmöglichst einige Fotos im Freien machen und natürlich hier einstellen. Leider spielt das Wetter noch nicht so richtig mit... Danke auch für den Link.
Heute hatten wir Glück mit dem Wetter und wir konnten im Freien fotografieren. Anfangs war der Himmel noch bewölkt und plötzlich zeigte sich die Abendsonne. Die doch recht aufwendige Aktion wird nicht so schnell wiederholt
Ganz toll und bewundernswert, was ihr bis jetzt schon auf die Beine gestellt habt. Als euer Nachbar aus Weil am Rhein würde es mich interessieren wo genau dieser wunderschöne Bahnhof gestanden hat.
Macht weiter so und auch natürlich von mir beide Daumen hoch für die Hall of Fame
Ganz toll und bewundernswert, was ihr bis jetzt schon auf die Beine gestellt habt. Als euer Nachbar aus Weil am Rhein würde es mich interessieren wo genau dieser wunderschöne Bahnhof gestanden hat.
Macht weiter so und auch natürlich von mir beide Daumen hoch für die Hall of Fame
Schöne Grüße aus Weil am Rhein - Klaus
Ich würde mal sagen, dass dieser Bahnhof heute auf den Namen "Basel SBB" hört und an der Tramhaltestelle "Bahnhof SBB/SNCF" steht
Hallo Klaus, danke für das Kompliment! Simon hat Recht. Es handelt sich jedoch nicht um das gleiche Gebäude: Das Vorbild für unser Modell wurde 1902 komplett abgerissen, um Platz für den heutigen Bau von 1907 zu schaffen.