nachdem ich hier nun seit einiger zeit mitlese ist es wohl an der zeit selber mal zu offenbaren, was ich so tue wenns nichts anderes zu tun gibt.
als ich die deutschen gefilde vor knapp vier jahren verliess, habe ich meine im bau befindliche anlage abreissen dürfen. den kellerraum von damals 5.5m x 7.5m vermisse ich schmerzlich...
nun hier im land der riesenstachelbeeren hatte ich zunächst eine anlagenflaeche von 3.0m x 0.5m + 2.0m x 0.25m als über eck l. der schmale streifen ist nur als fiddleyard gedacht - auf dem breiten streifen sollten 3 segemente ausgestaltete anlage entstehen.
nach einem erneuten umzug, diesmal aber nur 8km - immer noch beio den stachelbeeren - ist einfach geil hier, habe ich mit meiner frau eine übereinkunft geschlossen, die da besagt, dass die autos draussen schlafen müssen und die doppelgarage, die bei uns hier den keller darstellt, meine mancave ist und dort werkbank und modellbahn regiert.
zuerst hatte ich eine menge regale zu bauen, die unser ganzes gelumpe und natürlich bau- und rollmaterial aufnehmen. diese arbeit ist erledigt. anschliessend folgte der bau der werkbank. diese ist nun auch fast fertig. die restlichen schubläden fehlen noch.
zuallererst musste ich aber unseren vermieter um erlaubnis fragen, da ich alles in den wänden verduebelt habe. als er dann die stabilität der regale gesehen hat, hab ich grünes licht für alles bekommen, was ich ändern möchte. lt. seiner aussage hat er zwei linke hände und lauter daumen.
nun kann der weiterbau beginne, sofern denn genug zeit zur verfügung steht. aber zuerst stelle ich mal die bilder ein, die ich schon habe.
cheers, klaus
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
Freut mich, dass Du jetzt auch anfängst! Platz genug dürftest Du ja jetzt haben! Ich bin schon auf den ersten Gleisplan und auf die ersten Bilder gespannt! Viel Spaß bei dem schönsten Hoby der Welt!
hier zunächst mal die gleispläne für all unsere fetischisten...
der bahnhof:
der fiddleyard:
das gebilde links im bahnhof soll eine segmentdrehscheibe darstellen, die ich selber bauen will. die form des segmentes resultiert aus der beschaffenheit und zugang zu dem raum im alten haus. da war sonne bekloppte tür im weg.
ale segmentkaesten (bis auf dem mittleren im fiddleyard) sind gebaut und elektrisch fertiggestellt. auch die gleise liegen schon. ich war ja nicht ganz untätig!
ach ja, beim klick auf meine bilder öffnen die sich in der echten aufloesung im browser. muss die bilder dann zwar doppelt hochladen, aber was solls.
(es koennte ja mal einer das img tag im bbcode (oder das ganze bbcode) auf einen aktuellen stand hochbringen. dann könnte man das width tag im img benutzen.
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
1 - segementdrehscheibe, gueterschuppen und freiladegleis
2 - bahnhof
3 - weichensträsschen
dem geschulten auge wird vielleicht auffallen, dass ich doppelschwellen in den gleisen vorgesehen habe. allerdings habe ich nicht penibel die schwellen gezählt sondern ca. alle 21cm eine doppelschwelle eingebaut. die weiche auf dem segmentdrehscheibenmodul war allerdings schon verklebt. da also zu spät. das minimodul mit dem weichensträsschen habe ich allerdings so gebaut, dass die weichen ihre doppelschwellen bekommen haben. das ist hier freilich noch nicht zu sehen, da das bild schon ein wenig älter ist.
die segmentdrehscheibe ist hier noch aus plastik. unbefriedigend. den antrieb habe ich auch nicht so hinbekommen, dass es mich zufriedenstellt. da bin ich grade dabei eine bühne aus messing zusammenzulöten. das ist mein erstes messingprojekt und ja, ich werde bilder machen. als antrieb habe ich im moment einen druckerschlitten vorgesehen. mal schauen wie das wird.
cheers, klaus
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na im Gesamten sieht das doch schon mehr als nur interessant aus. Als Antrieb für die Bühne könnte man vielleicht ein 10 kg Servo nehmen und mit einem Servodecoder ( ESU ) punktgenau ansteuern. Ein Achslager und zwei kleine Kugellager könnten für "Leichtigkeit" sorgen. Hast du mal Bilder von dem genaueren Aufbau der Segmentdrehscheibe ?
die bahnsteigkante ist auch schon fertiggestellt. als erstes habe ich eine 10mm holzleiste zur stabilisierung aufgeklebt um dann schienenstücke in eine kleine bohrung in die platte vor der leiste zu versenken und festzukleben. die schwellen bestehen aus balsaholz, das ich eingeritzt habe und mit asoa beizen gealtert habe. die alten schraubenlöcher wollte ich erst nur mit einer nadel anpiksen - das hat man nach dem beizen aber nicht mehr gesehen. so habe ich letztendlich mit einen schwarzen stabilo stift punkte gemalt.
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@manuel ich hatte es probeweise mit einem starken servo versucht. es klappte aber nicht. die einzelnen schritte waren zu grob. da die buehne 27cm lang ist hatte das mehr character einer alten bahnhofsuhr, die von sekunde zu sekunde springt.
deswegen möchte ich den versuch mit dem druckerschlitten wagen und mittels eines armes eine kontinuierliche langsame bewegung erreichen.
als achse und achslager habe ich einen 6.3mm klinkenstecker missbraucht. durch einige gescheiterte versuche mit dem servo und anderen moeglichkeiten ist von dem Stecker allerdings nur noch die hülse übrig.
hier kannst du auch die alte Plastikbühne nochmal sehen.
mit messing wird das alles besser, bunter, schöner lasst mir meine hoffnung...
auf jedenfalls will ich auch eine funktionierende verriegelung einbauen. dafür habe ich den kleinen motor oben rechts neben der alten bühne vorgesehen. den habe ich einem alten bemo weichenantrieb entliehen.
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
als häuslebauer habe ich mich auch ein wenig versucht und den güterschuppen vorbereitet. das gebäude ist hauptsächlich aus pappe entstanden. das mauerwerk ist papier im massstab n. das h0 Zeugs war mir einfach zu grob. nun es war ja eigentlich auch 00 Zeugs, da ich hier ja kaum h0 bekomme sondern das meiste europäische das englische 00 ist.
das gebälk ist aus eisstielen und den größeren geschwister der stiele den spachteln entstanden. die bretterimitation im dach besteht aus furnierholz, das ich eingeritzt habe um somit die bretterstruktur zu imitieren. die verlattung innen und aussen besteht aus einzelnen brettchen, die ich aus balsa geschnitten habe, damit es unregelmäßig wirkt. anschliessend mit asoa beize versehen sieht es auch hab verwittert aus.
die dachpappe besteht aus sandpapier wobei ich die masse der rollen nicht 100%ig eingehalten hab. die regenrinne war mal ein messingröhrchen, das ich mit der proxxon aufgeschnitten habe und dann die einzelnen halter jeden cm aus draht angelötet habe.
so, habe fertig für heute.
cheers, klaus
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Hi Klaus na das sieht ja schon mal sehr gut aus, was Du da baust. Der Gleisplan und der Güterschuppen lassen mein Herz schon mal höher schlagen... Beachtlich auch die saubere Darstellung des Treppenabgangs im Haus. Auch die Bahnsteigkante gefällt mir, da freu ich mich schon auf mehr... Weiterhin viel Spaß bei Deinem schönen Projekt.
Dein Güterschuppen sieht ja auch schon sehr vielversprechend aus. Das Mauerwerk gut getroffen und das Gebälk, da kann sogar ein Zimmermann neidisch werden.
der Anfang sieht absolut Klasse aus - toll. Vor allem der Güterschuppen - allererste Sahne!! Wie ich sehe benutzt Du auch die WA5 von MBtronik - sehr gute Entscheidung - hab nie Probleme mit den Teilen gehabt. Was mir ansonsten nur aufgefallen ist, daß die Bahnsteigkanten sehr hoch sind - so wie Dein Bahnhofsplan aussieht ist es ja eher ein Nebenbahnhof kleinster Kategorie und da wurden die Schüttbahnsteige oft nur in geringe Höhe aufgeschüttet. Mag allerdings auch an der Perspektive der Bilder liegen das es höher aussieht.
Matthias
Matthias aka sarguid ------------------------- H0 und H0e digital DCC - TrainController - Tams Redbox+ IB Basic - Tillig/Roco - Gleichstrom HompageStummiforumYoutube Kanal
@david, peter, alex, mattias herzlichen dank fuer euer lob. es hat schon lange gedauert, bis dass ich hier angekommen bin, da meine zeit doch recht beschraenkt ist. ich weis, man muss sich einfach mal mehr davon nehmen...
@peter aussen hui und innen pfui? nee, nee! besonders bei schmalen segmentanlagen, muss man doch auch in den gebaeuden relativ detailiert arbeiten, da ansonsten doch die ganze illusion dahin ist, wenn man durch offene tueren oder fenster schaut. ab er das weisst du mit deiner segmentanlage ja auch bestens. ich weiss nur noch nicht, wie ich da noch ein treppengelaender dranfriemeln kann. aber das wird schon...
@alex haben wir zimmermaenner unter uns? ich hab hier mal im netz gefischt und mir einiges ueber dachkonstruktionen angeschaut. dann einen (kleinen) plan gemacht und losgebaut. war ganz schoen nervenaufreibend, bis das gehalten hat. fuer das mauerwerk kann ich nix. das ist, wie schon geschreiben, eine gekaufte pappe. allerdings gegenueber anderen gesehenen gefiel mir diese auch recht gut. habe nur bei den stuerzen einen fehler gemacht und diese ueber die oeffnungen herauslaufen lassen. ist aber zuviel aufwand das wieder zu aendern. also bleibts.
@matthias mbtronik stimmt. sind aber noch die alten wa4. hat jemand ne ahnung, wie man an der rueckmeldung da noch nen relais anbauen kann? bin nicht der elektronik-freak. ich will die nicht anliegende zunge jeweils stromlos schalten um kurzschluesse zu vermeiden. die bahnsteigkante ist in der tat eigentlich zu hoch. normalerweise wurden nur 2 schwellen uebereinander genutzt. ich fands nur optisch einfach schoener mit 3 schwellen. und garantiert existiert auch diese ausnahme irgendwo im realen. und da das gesamte bahnsteigsareal hoeher liegt und zur strassenseite mittels treppen wieder absinkt, passt das schon. das liegt auch an den geografischen gegebenheiten, da hier ein erd-/felshuegel effizient genutzt wurde und nicht das ganze areal planieren zu muessen. man braucht halt nur ne ausrede
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
Wegen des WA4 würde ich Klaus Holtermann einfach mal anschreiben (Telefonisch geht auch - aber das könnte von da unten vielleicht etwas teuer werden - es sei denn du hast einen günstigen Skype Anschluss oder was auch immer). Ich hatte ihn mal wegen einigen Problemen in der Stromversorgung (Beschrieben auf viewtopic.php?f=21&t=65804 ) angesprochen und er hat mir sehr viele gute Tipps gegeben.
Noch viel Spass
Matthias
Matthias aka sarguid ------------------------- H0 und H0e digital DCC - TrainController - Tams Redbox+ IB Basic - Tillig/Roco - Gleichstrom HompageStummiforumYoutube Kanal
leider wird diese woche nix weitergebaut, da ich ja eigentlich urlaub gehabt haette. der wurde aber gestrichen.
aber hier mal eine frage an alle messies oder vermessenen: wenn ihr ein messing u-profil ruecklinks auf eine messingplatte befestigen wollt, loetet ihr das, oder klebt ihr das? das u-profil ist 3 x 20 mm. die platte stellt dabei eine seitenwand der drehbuehne dar und das u-profil die versteifung. es muss anschliessend noch ein weiteres u-profil gleichen masses, nur laenger, im rechten winkel draufgeloetet werden. geht dabei eine klebeverbindung wieder los?
@matthias danke fuer den tipp. werde mich in diese richtung beim wa4 mal kundig machen.
cheers, klaus
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
so, liebe leutz, habe mal ein wenig weiter gebastelt.
ich hab mich nun mal an die zweite version der segmentdrehscheibenbuehne gewagt, die ich nun aus messingprofilen erstelle. die erste version aus kunststoff und den plan fuer die zweite version habt ihr ja schon weiter oben gesehen. obwohl - der plan ist hier ja auch wieder auf den bildern drauf
als erstes habe ich die wangen auf laenge geschnitten. das sind in diesem fall 275mm. warum so lang? damit eine rangierlok und gueterwagen auf der buehne platz finden. an einer seite (unten) wurde von mir dann ein winkelprofil angeloetet, damit die sache schon mal verwindungssteifheit bekommt. oben im bild sieht man schon das u-profil fuer den naechsten schritt. (das u-profil heisst dann hier gleich c-channel, wo dann wieder zwei ratlose, ein deutscher und ein kiwi, gegenueberstanden und raetselten, was der andere wohl meint )
zum loeten hatte ich mir phosphorsaeure und niedertemperatur schmelzendes loetzinn (133˚C) besorgt. bin dann aber nach kurzer zeit wieder auf mein bleihaltiges loetzinn und 400˚C zurueckgekommen. klappte irgendwie besser.
hier ist nun das u-profil auf entsprechende laengen gekuerzt ausgelegt und die erste wange schon fertig. puuhhh grad nochmal dran gedacht, dass die zweite wange ja spiegelverkehrt sein muss. schwein gehabt!
zu anfang hab ich wieder mit meinem loetkolben/loetstation gearbeitet, was eine totale fieselarbeit bei der justage war und elendig gedauert hat. in meinem hinterkopfgehirnwindungen projezierte sich dann das bild eines bunsenbrenners - und genau sowas hatte ich doch in einer meiner tool kisten gesehen. aufgesprungen und losgekramt, kam er dann zum vorschein: ein feuerzeug betriebener kleiner brenner - hot spot schimpft sich das dingen. damit ging es dann recht flott. als erstes das u-profil und die wnage mit loetoel (von sommerfeldt) bestrichen und dann duenn verzinnt. (das duenn wurde mit der zeit immer besser) das verzinnte profil dann auf die wange gelegt, ausgerichtet, angedrueckt und dann mit der loetflamme erhitzt - fertig.
so sehen nun beide wangen aus. fuer ein messingerstlingswerk bin ich erst mal zufrieden.
auf der rechten seite muss ich nun die laufraederkonstruktion einpassen, nachdem diese erst mal erstellt ist.
und hier nochmal der aufruf: NIETEN
nicht ihr, aber wie stellt ihr die einfach! dar? ich hab keinen bock hunderttausend loecher zu bohren und einen draht einzuloeten um ihn dann fast plan wieder abzukeifen...
ich hatte schon die idee schotterkoernchen aufzukleben...
cheers, klaus
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...
Wirklich saubere Arbeit! Ich bin schon sehr auf die weitere Umsetzung gespannt! Wie wäre es mit aufgemalten Nieten oder welche durch einen dickeren Farbklecks dargestellte?