RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#1 von 3029 ( gelöscht ) , 23.07.2012 15:23

Hallo allerseits --

Wie fange ich an...?

Diese Frage betrifft sowohl diesen Post als auch meine Absicht, mehr als 50 Jahre nach Beginn meines Modellbahnhobbys, in den letzten 25 Jahren allerdings ohne Anlage, nun erstmals eine Digitalanlage zu errichten. Ich habe zwar so manchen Thread im Stummiforum und woanders ebenso durchflöht wie etwa das Miba-Buch zu Digitalanlagen, stehe aber weiter im Wesentlichen ratlos da, weil ich keine Konstellation aufgetrieben habe, die meinen "besonderen Umständen" entspricht.

Meine Ausgangslage, wie auch vor einigen Tagen in meiner Vorstellungsmail angesprochen, ist folgende:

Märklin-Anlage im elterlichen Keller mit hauptsächlich M-Gleisen vor rund 25 Jahren abgebaut und eingemottet. Bestand damals 35 bis 40 Triebfahrzeuge (Sonstiges wie Wagen und etliche alte Trafos etc. lasse ich mal außen vor, letztere kann ich allenfalls noch für stationäre Beleuchtung einsetzen bzw. sie entsorgen). Auch danach weiter interessante Loks gekauft, natürlich entweder Märklin oder kompatibel, denn weder damals noch heute möchte ich den Bestand durchtauschen, auch wenn ein Zweischienen-System realistischer wäre. Ab Anfang der 90er waren das dann in der Regel Digitalloks (wiederum zumeist "M", aber auch einige Fremdfabrikate), und allein von denen habe ich jetzt rund 60 Stück mit verschiedenen Decodern, zuletzt auch einige mfx. Einen größeren Teil der analogen Loks, wenn auch keineswegs alle, würde ich aber auch noch umbauen wollen. Auch die sind, soweit neuer als ca. 1985, im wesentlichen unbenutzt. (Das soll aber ein separates Thema sein.) Wenn ich alles umsetzte, würden es jedenfalls über 100 Triebfahrzeuge sein, die ich (natürlich nicht gleichzeitig) betreiben möchte.

Außer einigen Versuchen mit der Zentrale 6021(?) auf einem Testkreis ca. 1992 habe ich absolut null Erfahrung mit Digitalbetrieb, auch die zugekauften Triebfahrzeuge noch nie laufen lassen .

Ich gehe schon seit einigen Jahren mit der Idee schwanger, nun endlich in den seit 16 Jahren dafür vorgesehenen Kellerraum eine Anlage einzubauen, und die soll selbstverständlich digital betrieben werden. Die bisherigen und teilweise schon "gereiften" Pläne (negativ: Schnapsideen) sehen mindestens eine zweigleisige Hauptstrecke mit möglichst langen Bahnhofsgleisen (> 3 Meter minimal), zwei größeren Doppel-Gleiswendeln (gut 1 Meter Höhe zwischen höchster und tiefster Ebene) und zwei Schattenbahnhöfen (ganz unten) mit ebensolangen Gleisen vor. K-Gleise habe ich mir inzwischen auch teils neu, teils gebraucht zusammengekauft. Es könnte also irgendwie losgehen.

Auf der sichtbaren Hauptstrecke soll der kleinste Radius der des Abzweigs der "schlanken" K-Weichen sein (904 mm?), im unsichtbaren Bereich incl. Wendeln (innen) die 553,6 mm des Gleisstücks 2241. (Ich liebe lange Personenzüge und möchte auch nur maßstäblich lange D-Zug-/TEE-Wagen laufen lassen, daher die Sucht nach langen Bahnsteigen und großen Radien.) Das beschriebene dürfte bereits 200 m Gleislänge überschreiten. Daneben möchte ich mindestens noch ein größeres Bw bauen, um meine Dampfloks "auszustellen", und außerdem vielleicht eine (dann aber mit engeren Kurven versehene) Nebenstrecke für Glaskasten, E 69, Schienenbus und dergleichen. Das ist aber noch mehr im Anfangsstadium als die Hauptstrecke. Jedenfalls gibt es da einen Haufen Strecke mit Strom zu versorgen.

Nehmen wir also einmal an, ich verschiebe die Entscheidung über die genaue Ausgestaltung der Steuerung und baue bei Unterkonstruktion und Strecke einfach drauf los: Worauf muss ich denn dabei schon achten, um mir nicht spätere Möglichkeiten zu verbauen? Was muss ich vorsehen, um später mit der Digitalsteuerung z.B. Blockabschnitte und Bremsstrecken einzurichten? Ist es sinnvoll, z.B. die Bahnhofs- und Schattenbahnhofsgleise als mehrere (elektrische) Einzelabschnitte zu bauen? Gerade und leicht gebogene Strecken will ich sowieso mit Flexgleisen bauen...sollte ich da überhaupt die Mittelleiterverbinder einstöpseln, oder wäre es nicht ggf. sinnvoll, diese einfach wegzulassen und jedes lange Stück per angelötetem Kabel einzeln an die Stromversorgung zu hängen, so dass man auch jeden Abschnitt bei Bedarf wieder trennen bzw. für eine zusätzliche Block- oder sonstige Funktion auslegen kann?

Wie gesagt möchte ich auf spätere Eventualitäten vorbereitet sein, statt wieder etwas auseinanderrupfen zu müssen. Vielleicht habt ihr dazu schon mal Ideen...auf die eigentlichen Probleme bei der Auswahl der Steuerung und Weiteres komme ich besser separat in diesem oder einem anderen Thread zurück.

Dankbar nach eurer Expertise lechzend
Till

PS für den Admin: Ich habe bei der Forensuche nach "umstieg analog digital" die meisten Fundstellen im Digital-Forum gefunden und poste deshalb hier, nehme es aber nicht übel, wenn ihr diesen Thread in die Anfänger-Rubrik verschiebt... ops:


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#2 von SAH , 23.07.2012 19:28

Guten Abend Till,

zuerst: herzlich Willkommen in diesem Forum!

Zu Deinen Fragen sei vorweggenommen, daß die Umstellung in 99% aller Fälle lediglich die Lokomotiven und die zugehörigen Steuergeräte betroffen sind. Mit Anderen Worten: den Schienen und Wagen ist das Betriebssystem (fast) völlig gleichgültig.

Nun zu den Details:

Zitat von 3029
Einen größeren Teil der analogen Loks, wenn auch keineswegs alle, würde ich aber auch noch umbauen wollen. Auch die sind, soweit neuer als ca. 1985, im wesentlichen unbenutzt. (Das soll aber ein separates Thema sein.) Wenn ich alles umsetzte, würden es jedenfalls über 100 Triebfahrzeuge sein, die ich (natürlich nicht gleichzeitig) betreiben möchte.



Umrüstbar sind diese Modell auf alle Fälle. Welchen Weg Du damit gehst, hängt in erster Linie von Deinen Präferenzen und Erfahrungen ab.

Zitat von 3029

Jedenfalls gibt es da einen Haufen Strecke mit Strom zu versorgen.



Zur Aufteilung der Anlage in Versorgungsbereichen (Zentraleinheit und Leistungsverstärker/Booster) solltest Du eine Leistungsabschätzung machen:
1VA pro Glühbirne, 10VA pro Lok und 10VA pro Weiche im Schaltbetrieb. Es ist zu empfehlen stationäre Verbraucher (Lampen, Weichen, Signale....) mit separater Stromversorgung zu speisen, dann steht insgesamt mehr Leistung für den Fahrbetrieb zu Verfügung.

Zitat von 3029

Nehmen wir also einmal an, ich verschiebe die Entscheidung über die genaue Ausgestaltung der Steuerung und baue bei Unterkonstruktion und Strecke einfach drauf los: Worauf muss ich denn dabei schon achten, um mir nicht spätere Möglichkeiten zu verbauen? Was muss ich vorsehen, um später mit der Digitalsteuerung z.B. Blockabschnitte und Bremsstrecken einzurichten? Ist es sinnvoll, z.B. die Bahnhofs- und Schattenbahnhofsgleise als mehrere (elektrische) Einzelabschnitte zu bauen? Gerade und leicht gebogene Strecken will ich sowieso mit Flexgleisen bauen...sollte ich da überhaupt die Mittelleiterverbinder einstöpseln, oder wäre es nicht ggf. sinnvoll, diese einfach wegzulassen und jedes lange Stück per angelötetem Kabel einzeln an die Stromversorgung zu hängen, so dass man auch jeden Abschnitt bei Bedarf wieder trennen bzw. für eine zusätzliche Block- oder sonstige Funktion auslegen kann?



je größer der Versorgungsbereich, desto mehr Leistung wird i.d.R. benötigt. Nun fällt an jedem Leiter (also auch den Schienen!) Spannung mit zunehmender Länge ab. Daher ist gerade im Digitalbetrieb unbedingt eine schienenunabhängige, zusätzliche Versorgungsleitung notwendig um o.g. Spannungsabfälle (neuerdings Spannungsfälle genannt) abzufangen. Vor allem Dekoder mit spannungsempfindlichkeit danken es.
Blockabschnitte sind prinzipiell genauso wie im Analogbetrieb anzulegen, mit Details die Dir andere Teilnehmer sicherlich näher erläutern werden.
Zur Leistungsabschätzung könnte Dir evtl. die FAQ H0AC Abschnitt 5.4 weiterhelfen.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


SAH  
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#3 von 3029 ( gelöscht ) , 24.07.2012 10:31

Vielen Dank, Stephan, für deine Hinweise. Auf deiner Website scheinst du dich ja vorrangig mit den physikalischen Seiten der Modellbahn zu befassen, von daher bin ich insoweit bei dir "richtig".

Es scheint mir so, als ob in der Tat beim grundsätzlichen Aufbau nicht viel anderes erforderlich ist als bei einer analogen Anlage auch. Ich würde also mal vorsorglich alle max. 2 Meter (und an Abzweigstellen etc.) schlicht und einfach keine Mittelleiterverbindung einbauen bzw. diese unterbrechen. Die einzelnen Abschnitte würde ich dann per angelötetem Kabel im Untergrund an die zu schaffende Hauptleitung hängen (Verteiler mit Bananenstecker oder dergleichen...ich habe auch noch jede Menge kleiner Märklin-Stecker und -muffen, die ja lokal auch ausreichen sollten), so dass man sie auch mal (wofür dann auch immer) leicht stromlos schalten kann.

Wenn ich dann als Haupt-Stromleitung ein Kupferkabel von, sagen wir, 1,5 mm² in der Nähe der Gleise verlege und von dort dünnere Kabel an die Mittelleiter führe, sollten sich die Leitungsverluste stark in Grenzen halten, oder? Muss (oder sollte) ich dasselbe auch mit dem Masseleiter machen?

Ist es richtig, dass irgendwelche Rückmeldesysteme nachträglich angebracht werden können, also nicht zwingend schon beim Grundaufbau berücksichtigt werden müssen? (Wie befürchtet, führt eine Frage zur nächsten...)

Also zunächst nochmals danke, und vielleicht haben ja andere auch noch Tipps insoweit.

Gruß
Till


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#4 von rhb651 , 24.07.2012 11:46

Zitat von 3029
Ist es richtig, dass irgendwelche Rückmeldesysteme nachträglich angebracht werden können, also nicht zwingend schon beim Grundaufbau berücksichtigt werden müssen? (Wie befürchtet, führt eine Frage zur nächsten...)



Hallo Till,
das ist aber auch von der Gleiswahl abhängig. Bei Verwendung von M-Gleisen gibt es ja spezielle isolierte Gleisstücke. Bei C- und K können sie prinzipiell später geschnitten werden und dann angeschlossen werden . Aber wer will das schon. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, in nicht-sichtbaren Bereichen mit Lichtschrankensystemen zu arbeiten.


Viele Grüße,
Achim
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#5 von 3029 ( gelöscht ) , 24.07.2012 11:58

Ja, danke, Achim. Ich werde definitv nur mit K-Gleisen arbeiten und hatte auf die genannte Weise auch früher schon mal per Metallsäge Kontaktgleise "gebastelt". Ich will aber insgesamt digital, und zwar über PC, steuern und werde da wohl andere Optionen benötigen (idealerweise mit Zugerkennung per RFID oder sonstwas) ...sonst kommt die Säge wieder zum Einsatz.

Gruß
Till

PS: Gruß nach Pittsburgh, ich habe da Verwandtschaft und war einige Male dort.


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#6 von Alter Schwede II ( gelöscht ) , 24.07.2012 12:28

Hallo Till !

Ich bin auch ein blutiger Digitalanfänger mit eine Analoge vergangenheit also
sehe ich das mit andere augen als die "Digitalprofis" hier in Forum.
Bei mir kommen M,C und K-gleise zum einsatz.

Ich habe einfach "losgebaut" und als erstes eine Streckenführung hinbekommen die mir gefällt.
Dabei habe ich versucht zu lernen was ich wie im Digitalen bereich alles machen kann, und wo
die unterschiede zu den Analogen Zeiten liegen wenn es z.B. um Zugsteuerung geht.

Danach habe ich festgestellt wo meldeabschnitte und was für ein typ benötigt werden.
Es gibt ja verschiedene arten z.B., die die ein Strohmverbrauch melden und die klassischen mit eine überbrückung
der masse (Schienen). Es gib auch optische, magnetische und.. und.. die komplett unabhängig sind von den Gleisen.

Bei den M-gleisen waren es "damals" die überbrückung die für eine meldung sorgte.
Für mich ist es bis jetzt nicht so einfach gewesen solche M meldegleise selbst herzustellen. ops:
Ich habe zwar ein paar mit hilfe von bastlereien mit schrupfschlauch hinbekommen, aber es ist eine friemlerei.
Also habe ich mich für die weiteren meldeabschnitte bei M-gleisen für melder die ein verbrauch melden entschieden.
Da muss ich nur den mittelleiter isolieren, mit eine separate speisung über mein meldemodul versorgen und fertig.

Bei C und K gleis ist die herstellung eigene meldegleise sehr viel einfacher. Mit hilfe von ein Dremel oä. und eine Zange sowie Lötkolben geht es in wenigen minuten. Was dabei rauskommt ist die Überbrückungsvariante.

Ich denke das es gut ist erst Loszubauen, ein wenig zu "spielen" und feststellen was wo benötigt wird und erst danach,
bei der feste verlegung der Gleisen sich 100% festzulegen wenn es um die Rückmeldung geht.

Als ich anfing wollte ich "nur" Digital fahren. Mittlerweile bin ich soweit das ich eine PC steuerung (Rockrail)
einsetzten möchte und mit handbetrieb mischen. Um das umzusetzen sind andere meldepunkte notwendig als bei der
reine betrieb über eine Zentrale. Jetzt kann ich es noch mit wenig aufwand machen und testen ob die abschitte so funktionieren wie ich es möchte. (z.B. Einfahr-, Brems- und Halteabschnitte bei Signalen.)

Aber wie gesagt, ich bin nur ein Digital Anfänger und vielleicht (warscheinlich) gibt es auch "schlauere"
und bessere methoden um ans Ziel zu kommen.

Beste Grüsse

Erich


Alter Schwede II

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#7 von rhb651 , 24.07.2012 14:32

Hallo,

falls noch die isolierten M-Gleise benötigt werden, ich habe noch ein paar, da ich einen Schattenbahnhof auf K-Gleise umgestellt habe.


Viele Grüße,
Achim
rhb651


 
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#8 von 3029 ( gelöscht ) , 24.07.2012 14:37

Danke fürs Angebot, Achim, aber wie gesagt werde ich ausschließlich mit K-Gleisen arbeiten und habe selbst einen größeren Posten M-Gleise loszuwerden...wenn auch keine Kontaktgleisstücke.


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#9 von rhb651 , 24.07.2012 14:38

Hallo Till,

das ist kein PRoblem, es gibt immer noch Einsatzmöglichkeiten und wenn es ein Abstellgleis beim LTE ist.
Ist zwar nicht so gut wie C-Gleis, aber immerhin ein Abstellgleis.


Viele Grüße,
Achim
rhb651


 
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#10 von Manipol ( gelöscht ) , 24.07.2012 15:02

Hallo Till,

willkommen im Kreis der volljährigen Spielkinder mit Erziehungsberechtigung

Wenn ich Deinen post so richtig lese, hast Du noch einiges an (Wieder-)Lernphasen vor Dir - wie ich auch vor gut 6 Jahren. Und nirgends wird es einem so praktisch "beigebogen" wie unter Gleichgesinnten. Du gibst als Heimatbahnhof Nordheide an, da könnte es sein, daß Dir die HAMSTER sehr nützlich sein könnten, Einfach mal bei einem der Treffen auftauchen, sie haben m.W. noch nie jemanden den Zutritt verweigert. Da kannst Du alles fragen, was Du schon immer wissen wolltest, sofern Du praktische Hilfe brauchst, wirst Du sie sicher bekommen.

Gruß vom Main in die Nordheide
Manfred

P.S. Du mußt kein Insider sein, um in diesem Kreis willkommen zu sein!


Manipol

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#11 von 3029 ( gelöscht ) , 24.07.2012 15:13

Auch dir danke für den Tipp, Manfred... man wird wohl eher selten vom Weißwurstäquator aus auf lokale Nordlichttreffen gestoßen.

So regelmäßige Stammtischtreffen kollidieren leider meist mit meinen Bürozeiten, speziell wenn ich dazu auf die andere Seite von HH muss. Aber mal schauen, vielleicht ergibt es sich irgendwann.

Gruß
Till


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#12 von Manipol ( gelöscht ) , 25.07.2012 07:40

Till,

dann wirf doch gelegentlich mal einen Blick auf den Anhang in diesem post, vielleicht ist da etwas Näheres verfügbar


Manipol

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#13 von hdw_64625 , 25.07.2012 15:23

Hallo Till,

herzlichen willkommen in der digitalen Welt, Auch ich habe im zarten Alter von 56 Jahren den digitalen Neueinstieg gewagt. Die Digitalisiereung meiner Anlage habe ich durchgeführt, nachdem sie bereits fast fertig aufgebaut war. War ein ziemlicher Aufwand das nachträglich hinzubekommen, speziell was den Einbau der Rückmeldegleise betrifft.

So schnell zwischendurch will ich mal eine Frage von Dir beantworten:

Zitat von Till
Ist es sinnvoll, z.B. die Bahnhofs- und Schattenbahnhofsgleise als mehrere (elektrische) Einzelabschnitte zu bauen?



Notwendig ist dies nicht unbedingt! In der digitalen Steuerung wird der Zug ja über Rückmelder (die verschiedenen Arten werden weiter oben schon beschrieben) in der Steuerung erkannt und über den Lok-Decoder "abgebremst". Einzelne Stromkreise, welche über eine separate Einspeisung (Booster) verfügen sind jedoch durchaus sinnvoll, je nach Last (wird auch schon weiter oben ausgeführt).

Ich betreibe meine Anlage (13 Loks) mit einem Stromkreis. Ist zwar ein bißchen grenzwertig, aber funktioniert (noch). Das kam ganz einfach deshalb so, weil ich es beim Einstieg auch nicht besser wusste ops: .
Ich sollte es aber eigentlich auftrennen, z.B. mindestens in den Innen- und Außenkreis und diese über separate Booster versorgen. Wenn es draußen wieder früher dunkel und unschön wird, werde ich das mal angehen!

Viel Spaß weiterhin beim Einstieg in die digitale Welt.


Gruß Holger


Gruß aus Bensheim

Holger

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Meine neue Anlage im Aufbau


 
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#14 von Andy ( gelöscht ) , 25.07.2012 21:03

Hallo Till,
1996 stand ich auch da wo Du heute stehst, wollte eine Digitalanlage. Da ich aber kein Material hatte, bin ich in ein Fachgeschäft gegangen welches Fleischmann, Roco und Märklin Anfangspackungen anbot. Nach gut zwei Stunden bin ich mit einer digitalen Anfangspackung von Märklin 29845 nach Hause gefahren. Diese Packung hatte zwei Züge, die 6021 Steuerung und einen Kreis mit Ausweichgleis und einem 6001 Trafo. Dann habe ich den Kreis aufgebaut, die Zentrale angeschlossen und einfach gefahren. Am nächsten Tag bin ich zurück in das Fachgeschäft und wollte mir zwei Weichenantriebe besorgen. Nach Hause bin ich dann mit einem Keyboard, einem Weichendecoder, den Antrieben und zwei Büchern:
1. Märklin Nr. 308 Einstieg in Märklin Digital
2. Digital Praxis auch von Märklin
Das erste Buch ist nicht so toll, steht zwar alles drin, ist aber sehr theoretisch.
Das zweite Buch ist reich bebildert, steht eigentlich das gleiche drin und es wird anhand von Beispielen erklärt. Zumindest konnte ich Dummy es verstehen, da es sehr leicht und verständlich geschrieben ist.
Es machte dann sehr schnell klick bei mir und mir war klar wofür man einen Weichendecoder oder einen Schaltdecoder brauchen kann, was ein S88 Rückmelder kann und das noch Fahrstrassen mit einem Memory aufgebaut werden können.
Nun ist natürlich die 6021 mit Keyboard und Memory nicht mehr Stand der Technik und es gibt heute neue Zentralen wie z. B. die 60215 von Märklin. In diesen Zentralen sind Keyboards, Memorys und die Fahrprotokolle Motorola, MFX und DCC enthalten und man kann parallel Loks mit Motorola, MFX und DCC Decoder auf einem Gleis zur gleichen Zeit betreiben. Aber was ich sagen will ist, kauf Dir die zwei Bücher, es hilft Dir ein Grundverständnis für die digitale Welt zu erlangen. Anschließend wirst Du dann die Manuals der Zentralen besser verstehen und Du kannst Dir dann die für Dich am besten geeignete Zentrale aussuchen.
Auch solltest Du Dir erst einmal eine kleine Testanlage aufbauen mit der Du Fahren, Schalten und Melden ausprobieren kannst.
Hoffe es hilft
Liebe Grüße
Andy


Andy

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#15 von 3029 ( gelöscht ) , 26.07.2012 16:47

Vielen Dank auch an die Autoren der weiteren Beiträge. Die Ratschläge werde ich weitgehend beherzigen. Ich glaube, ich sehe schon ein ganzes Stück klarer...aber freut euch nicht zu früh...

Till


3029

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#16 von Hühnerkamp ( gelöscht ) , 21.08.2012 09:03

Hallo Till,

wie du bereits gemerkt hast bist du nicht allein mit der Konstellation "Wiedereinstieg und Digital"
Auch ich stand und stehe noch immer davor, hier im Forum wird einem auch immer weitergeholfen da hier auch viele Wiedereinsteiger sind. Was du aber m.E. unbedingt brauchst ist ein Gleisplan, wie deine Anlage aussehen soll! Mit diesem Plan kannst du alles besser koordinieren. Welche und wieviel Gleise brauche ich, wo kann ich eine Erweiterung später vornehmen, wo muß ich Digitalstrom einspeisen, welche und wieviel Digitalhardware brauche ich? Alle die Fragen lassen sich mit einem Gleisplan klären. Seit 6 Jahren plane ich den Wiedereinstieg, zur Zeit baue ich die alten Loks auf digital um und im kommenden Winter werden ich mit der Anlage anfangen so der Raum endlich frei wird. "Klopf, klopf".

Viele Grüße
Heinz


Hühnerkamp

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#17 von hu.ms , 21.08.2012 19:17

Hallo Till,

vor dem aufbau eine größeren anlage habe ich meine "digital-lehre" an einem testkreis mit 2 ausweichen gemacht.
Habe dort alle damaligen komponenten im "fliegenden" aubau getestet und für mich abgewogen, was für meine geplante anlage das brauchbarste war:
K83 mit extra schaltstromeinspeisung, S88 mit stromfühlern am puko (statt mechanische schaltgleise), bremsstrecken, halbautomatische schattenbahnhofsteuerung in eigenbau.
Später dann mit cs2 weichenstraßen, ds-steuerung u.a.
Beim aufbau der anlage konnte ich dann komplette elektrische einheiten bequem vorfertigen.

Hubert


Mein anlagenneubau: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=140152
Meine fahrzeugverbesserungen: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=27&t=132888


hu.ms  
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RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#18 von rainerwahnsinn ( gelöscht ) , 21.08.2012 20:42

Zitat von 3029
Hallo allerseits --
...Was muss ich vorsehen, um später mit der Digitalsteuerung z.B. Blockabschnitte und Bremsstrecken einzurichten? ...


Hallo Till,

das fragte ich mich letztes Jahr auch. Hatte es dann aber nach hinten gestellt, da es mir als zu sehr fortgeschrittenen vorkam.

Wenn du mit solchen Rafinessen aber schon Erfahrung hast, solltest du "einfach" mal recherchieren, wie die jeweilige digitale Lösung z.B. für Bremsstrecken aussieht, und welche Mindestvoraussetzungen erfüllt sein müssten.

Hier meine Orientierungshilfe: http://www.tams-online.de/htmls/produkte.html. Da gibt es ein durchgänges und aufgeräumtes Produktportfolio aus dem sich erkennen lässt, welche digitale Bausteine für was relevant werden könnten.

Viele Grüße
Rainer...


rainerwahnsinn

RE: Alter Hase mit null Peilung (Umstieg A -> D) - Frage 1

#19 von Heinzi , 22.08.2012 11:39

Hallo Till
Ich weiss nicht ob es schon gesagt wurde,
Bei digital gibt es grundsätzlich zwei arten der Steuerung. (ich weiss nicht wie ich das anders ausdrücken soll.

Allgemein ist unter „Digital“ erst mal eine Mehrzugsteuerung mit lediglich einem Regler zu verstehen. Dabei werden die Fahrinformationen nicht mehr in einzelnen Abschnitten mittels analog verstellbare Spannungen auf den Geleisen der Lok mitgeteilt, sondern mit digitalen Signalen an die Lok(Adresse) selber geschickt. Diese speichert dann den Befehl und führt ihn aus. Alles was auf einer allfällig vorhandenen analogen Bahn vorhanden ist sollte grundsätzlich weiter funktionieren, Blocksteuerung, Signale, Bremsstrecken. Zur Umrüstung einer solchen Bahn brauchst du grundsätzlich nur die vielen Regler auszubauen alle Abschnitte zu einem Zusammenzuhängen und ein digitales Fahrgerät (mit genügender Leistung natürlich) anzuschliessen. Schon fährst du Digital. Du steuerst aber weiterhin jede Lok manuell, mit dem Unterschied, dass du die Lok auf der ganzen Anlage mit einem Regler steuern kannst. Du Fährst digital, steuerst aber manuell, gesichert wird weiterhin mit Blockstrecken und Signalen mit Bremsabschnitten.
Grundsätzlicher Unterschied ist also.
Analog: Du steuerst Abschnitte
Digital: Du steuerst die Lok, wobei die Lok ebenfalls Bremsabschnitte und selbstverständlich stromlose Geleise, etc erkennt.

Die andere Möglichkeit „digital“ zu fahren ist: Du fährst digital und steuerst digital.
gemeint ist damit dass die Sicherung, also der Blockstreckenbetrieb, das anhalten bei roten Signalen etc. ebenfalls digital erfolgt. Dazu benötigst du dann ein PC mit einem Programm.
Damit das dann aber alles funktioniert muss dieses Programm aber genau wissen welche Lok sich wo befindet. Dazu must du nun die Geleise in sogenannte Rückmeldeabschnitte unterteilen. Diese sollten/müssen so angeordnet sein, dass die Software einen fahrenden Zug von Besetztabschnitt zu Besetztabschnitt auf der gesamten Anlage immer eindeutig verfolgen kann. Anhand der Besetztmeldungen und dem Wissen wo sich welche Lok befindet weiss die Software dann auch, welcher Lok sie gegebenenfalls einen Anhaltebefehl senden muss, oder Fahrtbefehl.
So gesteuert benötigt die Anlage im Prinzip keine Signale mehr. (Man verwendet dann im Prinzip Signale ohne Funktion rein der Optik wegen). Stromlose Sicherungsabschnitte braucht es im Prinzip nur noch weil man dem Program nicht traut.


Gruss Heinzi
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