#1 von
Modellbau-Schönwitz
(
gelöscht
)
, 06.09.2012 14:01
Hallo zusammen,
wir waren die Tage ein wenig am werkeln, und was ist dabei herausgekommen? Eine aufgemotzte Märklin Ludmilla.
Da auch ich mich wie so viele andere an der pi-gelben und unrealistischen Standardbeleuchtung stören habe ich Abhilfe mit einer neuen Beleuchtungplatine auf Basis des 21_Pin_Adapters_1 angefertigt.
Was dabei herausgekommen ist, möchte ich euch mit den ersten Bildern zeigen und Eure Meinung dazu erfahren. An der einen oder anderen Ecke wird die LED Platine noch etwas verfeinert, die Bilder stammen vom ersten Prototypen, den ich Heute gelötet habe.
Die Lokomotive hat nun folgende Funktionen: - Schnittstelle für einen 21Pin ESU oder Märklin Decoder - Schnittstellenstecker für zwei Führerstandbeleuchtungen (habe ich noch nicht verbaut) - Warmweißes Spitzenlicht fahrtrichtungsabhängig schaltbar - Warmweißes Fernlicht verbaut in dem oberen Spitzenlicht - Rotes Rücklicht fahrtrichtungsabhängig schaltbar (wahlbar in der inneren oder äußeren Lichtkammer)
Das "Problem" bei diesem Lokmodell ist, dass das rote Rücklicht im Lokgehäuse nicht gebohrt wurde, da sich nicht jeder an das Bohren im Lokgehäuse herantraut kann man zwischen zwei Modi wählen.
Der Modus kann über eine kleine Lötbrücke auf der Platine gewählt werden.
Modus 1 Das Lokgehäuse wird nicht aufgebohrt und das Spitzenlicht teilt sich die Lichtkammer mit dem Rücklicht
Modus 2 - Wie beim Original Die äußeren Lichtkammern werden mit einem 2mm Bohrer aufgebohrt wodurch jede Lichtfarbe einen eigene Lichtkammer bekommt.
Das Spitzenlicht + Fernlicht verhält sich unabhänig vom dem gewählten Modus immer gleich.
Eingeschaltetes Fernlich
Und so schaut das Innere des Prototyps aus.
Verwendet wurden hochwertige DUO SMD LEDs die für eine besonders gleichmäßige Lichtabgabe sorgen. Mit der Helligkeit der LEDs muss ich noch etwas experimentieren, die gefällt mir noch nicht 100%ig.
ich finde es klasse dass Leute wie du da ansetzen, wo die Hersteller "gepatzt" haben (dies geschieht ja leider nur zu bewusst), und es einfach ermöglicht, diese Mankos auszubessern, ohne Elektrotechnik studiern zu haben. Das gleiche Problem mit den verschlossenen Scheinwerfern hat man ja auch bei den Traxxen der zweiten Bauserie von Märklin, und ich habe damals lange überlegt ob ich mir euer Umbauset kaufe, habe dann jedoch einfach meine 482 gegen die von Trix getauscht.
Ich würde sagen, keep up the good work!
PS: seh ich das richtig, wenn man die erste Variante wählt, kommt das rote Licht aus der DUO-LED, und wenn man die zweite wählt, aus der einzelnen Diode außen? Das ist natürlich die Luxus-Lösung
sieht schon mal prima aus allerdings müsste man noch versuchen, die Lichttrennung besser hinzubekommen (Das liegt aber nicht an Deinen Platinen). Wenn ich das richtig sehe werden auch die inneren Büchsen leicht rötlich beleuchtet, wenn die äusseren roten LEDs an sind. Allerdings kann dies auch durch die Aufnahme übertrieben werden und ist in Wirklichkeit gar nicht so stark.
Die absolute Luxusvariante wäre übrigens, wenn auch die äussere LED eine Duo-LED wäre und Lötbrücken alle möglichen Kombinationen möglich machen:
Die DB Varianten haben das Fahrlicht in den inneren Büchsen und das Schlusslicht aussen, Fernlicht oben. So sind die Loks gebaut worden und die meissten haben auch immer noch dieses Scenario: http://karow900.startbilder.de/1024/232-...eren-100868.jpg
Einige aufgearbeitete Loks weichen aber ab wie ich bei der Recherche feststellen musste:
#5 von
Modellbau-Schönwitz
(
gelöscht
)
, 06.09.2012 16:12
@b216 Ich werde an den Vorwiderständen für die LEDs wohl noch etwas drehen, 100%ig gefällt es mir auch noch nicht, zumal die Ludmilla im Original ja nur "möchtegern-funzel-Scheinwerfer" hat.
@Niklas Vielen Dank für deine bekräftigenden Worte. Eine solche Entwicklung kostet viel Zeit und in der Produktion dann auch eine Menge Geld, doch wenn ich solche Kommentare, dann weiß ich, dass es neben dem Spaß an der Sache selbst noch einen anderen Sinn hat .
Ja genau, jeder kann wählen wie die rote Beleuchtung geschaltet wird. Die Platine wird später voll bestückt ausgeliefert.
@Jörg Danke für deine Anregungen, ich habe in der Tat auch Gedanken über die Lokomotiven der "Privatbahnen" gemacht, da schaut es wirklich etwas anderes aus. Doch ich glaube das wäre dann zuviel des guten zumal die Duo LEDs an der Seite nicht mehr perfekt sitzen würden.
Eventuell lasse ich dann eine Sonderserie statt mir seitlichen roten mit warmweißen LEDs bestücken.
Nochmal Danke für Eure Anregungen, über weiteres Feedback freue ich mich natürlich Christian
Zitat von Modellbau-Schönwitz@Niklas Vielen Dank für deine bekräftigenden Worte. Eine solche Entwicklung kostet viel Zeit und in der Produktion dann auch eine Menge Geld, doch wenn ich solche Kommentare, dann weiß ich, dass es neben dem Spaß an der Sache selbst noch einen anderen Sinn hat .
Also mir gefällt es auch sehr gut, und sobald Märklin/Trix die nächste vr BR232 mit eckigen Puffern rausbringt werde ich auch sofort das Umbauset bestellen.
Warum die Hersteller nicht gleich eine gescheite Beleuchtung der Modelle anbieten werde ich auch nie verstehen, ich bin jedenfalls auch froh, das es Leute gibt, die eine einfache Möglichkeit anbieten solche Modelle brauchbar zu machen.
Besten Dank für Deine Arbeit, Thorsten
Epoche VI (3L K-Gleis) mit Märklin CS3+ und MS2 Rollmaterial von Brawa, Fleischmann, Märklin, Piko, Roco, Trix und vielen mehr
Zitat von sirz-mobaWelches Material wird von Dir empfohlen um die aufgebohrten roten Lichter mit Lichtleiter zu versorgen?
Ich schneide immer die Plastikkolben der roten 2mm Tower LED's ab und bastele mir "Linsen" um die gebohrten Löscher auszufüllen. Damit sehen die Rücklichter auch rot aus wenn sie nicht angeschaltet sind.
MfG Wracker
Letzte Anschaffung: ESU DB 103 (31174)
So muss ein Putzzug aussehen, dann klappt es auch mit der MoBa. PS: Sollte ein Bild in einem Beitrag verloren gegangen sein, bitte eine PN an mich.
#9 von
eisenbahnstube
(
gelöscht
)
, 07.09.2012 20:58
Hallo zusammen.
Solange man nur eine Lp hinter den Linsen "anordnet", wird es nie eine vernünftige und überzeugende Lichttrennung geben. Selbst bei direkt am Lichtleiter angebrachten LEDs muss man die Seiten und Rückseiten sorgfältig lichtundurchlässig abdecken, sonst hat man u.U. sogar noch eine etwas unpassende Führerstandsbeleuchtung.
Aber diese Fehler passieren ja nicht nur bei Märklin ... Wieso stellt man die von Märklin eigentlich nur immer als doof hin?
#10 von
Modellbau-Schönwitz
(
gelöscht
)
, 08.09.2012 19:03
@Ingo Ich würde den Lichtleiter gar nicht ersetzen, die Lichtübertragung ist auch über die kurzen Stummel sehr akzeptabel. Allerdings empfehle ich diese noch auf der Rückseite anrauen, damit wird das Licht Diffuser.
@Wracker Danke für den Tip, ist eine klasse Idee die ich im Hinterkopf speichern werde .
@Wolfram Das Problem lässt sich super mit ein paar sauberen Pinselstrichen schwarzer Farbe lösen. Dadurch gibt es fast Perfekte Ergebnisse.
Aufgrund der Anfragen, ja das Umbauset wird produziert und ist in ca. 4-6 Wochen vorrätig. Vorbestellungen sind in kürze über den Shop möglich.
#12 von
Modellbau-Schönwitz
(
gelöscht
)
, 23.09.2012 22:09
Hallo Volker,
wie dir schon gesagt eine gute Idee! Mir ist da aber noch eine andere Idee gekommen. Wie wäre es mit bereits rot eingefärbten roten LEDs, die würden die Lichtkammer auch im ausgeschalteten Zustand rot einfärben.
wie dir schon gesagt eine gute Idee! Mir ist da aber noch eine andere Idee gekommen. Wie wäre es mit bereits rot eingefärbten roten LEDs, die würden die Lichtkammer auch im ausgeschalteten Zustand rot einfärben.
Viele Grüße Christian
Das hat nicht die Wirkung, die die Edding-Lösung hat. Habe bei meiner Märklin-Ludmilla auf die selbe Weise die roten Lichtleiter eingefärbt (in meinem Fall mit Lampenlack), und die Wirkung ist wirklich enorm.
Wenn man sich dann noch traut, die schwarzen Dichtgummis der Lampen nachzuziehen, sowie den Steg zwischen rotem und weißem Licht hellgrau einfärbt, sieht das Modell richtig aus aus.
Also wie gesagt, die Lichter mit rotem Tauchlack vom Conrad, und die Gummidichtungen der Frontfenster sowie der Spitzenlichter mit Revell Schwarz Matt 8 behandelt. Zwischen roter und weißer Leuchte etwas helle Farbe macht die Optik ebenfalls realistischer.
ich hatte mir gerade Gedanken gemacht wie man das Überblenden in den Griff bekommen könnte. Ganz vermeiden kann man es wohl nicht, da Aussen ein zusammenhängendes Lampenglas ist.
Ob es möglich und sinnvoll ist Masken aus Pappe für die Beleuchtungsplatine lasern zu lassen?
#18 von
Alpen-Bahner
(
gelöscht
)
, 15.10.2012 23:36
Hallo Christian,
top Idee mit der Platine und super Umsetzung! Vielen Dank für den tollen Bericht. Das wird auch für den bevorstehenden Umbau meiner Mätrix-Ludmilla interessant! An das Aufbohren der Rückleuchten habe ich mich bislang noch nicht herangetraut. Muss man hierfür etwas Spezielles beachten oder genügt ein scharfer 2mm-Metallbohrer mit einer Packung Mut? Hast du mit einer hoher oder geringer Drehzahl gebohrt? Ich habe Bauchweh, dass beim Bohren um das Loch herum Stücke ausbrechen und damit das Gehäuse "versaut" wird.
top Idee mit der Platine und super Umsetzung! Vielen Dank für den tollen Bericht. Das wird auch für den bevorstehenden Umbau meiner Mätrix-Ludmilla interessant! An das Aufbohren der Rückleuchten habe ich mich bislang noch nicht herangetraut. Muss man hierfür etwas Spezielles beachten oder genügt ein scharfer 2mm-Metallbohrer mit einer Packung Mut? Hast du mit einer hoher oder geringer Drehzahl gebohrt? Ich habe Bauchweh, dass beim Bohren um das Loch herum Stücke ausbrechen und damit das Gehäuse "versaut" wird.
Grüße Jonathan
Hallo Jonathan,
ich bin zwar nicht Christian, kann Dir aber schreiben wie ich es gemacht hatte.
Vorab aber erst mal dieses! Ich möchte keinen ermutigen an seiner Lok zu bohren, wer dieses macht ist selber für verantwortlich Der Modus 1 wirkt auch sehr gut und ich habe schon von einigen gehört das sie lieber nicht bohren möchten und es auch nicht machen lassen möchten.
Ich hatte an meinem Lokgehäuse als erstes die Dachaufbauten, Puffer und Lichtleiter entfernt. Dann hatte ich sehr lange überlegt wie ich das wohl am besten gebohrt bekomme. Wollte erst irgendwie das Gehäuse einspannen, hatte aber keine Lösung gefunden, so das ich das Gehäuse zwischen meine Beine eingespannt hatte Gebohrt hatte ich die Löcher mit einem Dremel und 2mm Bohrer bei niedrigster Drehzahl. Zum Glück ist hier aber Werk schon etwas Loch vorgegeben welches mir als Führung diente. Hier hatte ich den Boher drin angesetzt und dann erst den Dremel eingeschaltet. Das Bohren ging dann fast von selber, nur wie der Bohrer durch ging mußte ich den Dremel zurückhalten damit das Bohrfutter nicht an das Gehäuse gezogen wird. Vorm Rausziehen das Bohrers aus dem Loch hatte ich den Dremel ausgeschaltet damit ich nicht noch beim Rausziehen Schaden anrichte.
#20 von
Alpen-Bahner
(
gelöscht
)
, 16.10.2012 11:22
Hallo Volker,
besten Dank! Das sind wertvolle Tipps. Ich werde es mir überlegen, ob ich bohre oder nicht. Da ich jedoch die Dachlüfter durch Brawa-Lüfter ersetzten möchte und diese auch noch motorbetrieben sein sollen, bleiben Bohr- und Fräßarbeiten am Gehäuse unverzichtbar.
#22 von
Modellbau-Schönwitz
(
gelöscht
)
, 17.10.2012 14:10
Hallo zusammen,
@Jonathan Das Bohren ist halb so schlimm wie man anfangs denkt. Der Volker hat das eigentlich schon ganz gut erklärt (er hat sich übrigens anfangs auch nicht getraut, ich musste es ihm erst Erfolgreich vormachen .)
Entfern alle Kleinteile, die an dem Modell abbrechen können. Verwende einen neuen scharfen Bohrer und arbeite mit einem hochwertigen Dremel oder einer Mini Bohrmaschine wie von Proxxon. Das Modell selbst in einem kleinen Schraubstock einspannen oder einfach nur gut Festhalten (so habe ich es gemacht).
Die Hand mit der Bohrmaschine ruhig halten und eventuell sogar auf der Tischplatte / Kante auflegen und vorsichtig Bohren. Immer wieder absetzen, die Späne rausholen. Stück für Stück und nichts überstützen. Am letzten Stück merkst du das der Bohrer etwas nach innen ziehen will. Doch wenn du das ganze langsam angehst und immer nur kleine Stücke Bohrst kann auch nichts verrutschen.
Am Ende alle schon entgraten.
@Carsten Auf dem 21-Pin Adapter Befinden sich 4 Transistoren, die die LEDs ansteuern. ESU hat ja unverstärkte AUX3 und AUX4 Ausgänge. Die Beleuchtungsplatinen an sich wird es auch wie bei dem 185er Umbauset einzeln mit oder ohne Kabel geben.
Zitat von Modellbau-Schönwitz Die Beleuchtungsplatinen an sich wird es auch wie bei dem 185er Umbauset einzeln mit oder ohne Kabel geben.
Hallo Christian,
die Platine gibt es einzeln, das ist prima. Dann beantrage ich nur noch eine Beleuchtungsplatine, bei der entweder normales Licht oder Fernlicht an sind... wie neulich schon per eMail geschrieben