RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#1 von Christoph79 , 04.10.2012 14:42

Hallo zusammen!

Ich will mal versuchen, Euch meine "Modellbahner-Karriere" zum einen und meine Nostalgie-Anlage zum anderen vorzustellen und den Weg bis zum aktuellen Baufortschritt nachzuzeichnen.
Eines vorausgeschickt: es geht schon seit Jahren leider nur noch stockend voran, da ich mich mittlerweile für ein Studium bei Berlin entschieden habe und die gesamte Bahn auf dem elterlichen Speicher im Schwäbischen zwischengelagert ist. Ich muß mich also zurzeit auf Planungen und Gedankenspielchen beschränken - und auf den Selbstbau von Gebäuden (dazu ein anderer Thread).

Vorgeschichte
Meine erste Märklin bekam ich Weihnachten 1984 schon im zarten Alter von viereinhalb Jahren, wie es damals noch Standard war, mit M-Gleisen. Bemerkenswert dabei: es war keine Startpackung, alles war einzeln angeschafft. Vadder hatte sich dabei kreativ betätigt und offenbar Spaß am Basteln, denn unterm Weihnachtsbaum stand eine dieser berüchtigten, komplett aufgebauten Spielbahnen, bei denen man nur noch am Regler drehen kann. Es gab nur eine Weiche, das Zweiggleis endete vor dem Bahnhofsgebäude. Die Platte war derart klein, dass an eine vernünftige Erweiterung nicht zu denken war. Eigentlich ein Wunder, dass ich mit dieser Minimal-Anlage und einer 3087 mit fünf Waggons jahrelang glückselig war. Im Lauf der folgenden fünf Jahre kamen noch drei Loks und etwa zehn Waggons dazu.

In den späten Achtzigern stieg ich auf K-Gleis um, mein Vater baute mir dafür einen großen Tisch (3,20x1,80) aus Spanplatten. Darauf legte ich (so um die 12 Jahre alt) bar jeder Kenntnis von Anforderungen an einen Gleisplan und sonstigen Regularien wild drauf los, verlegte die Gleise auf Kork und schotterte alles ein. Sah auch soweit ganz gut aus, nur hatte ich anschließend Bahnsteiglängen von 1,10m. Autsch. Also wieder eine Sackgasse.
Danach passierte lange nichts mehr. Diese Anlage ist inzwischen komplett abgebaut, Gebäude und Gleismaterial eingemottet.

Das Projekt "Retro-Modellbahn 1959"


Wie kam es zu der Idee einer Nostalgieanlage?
Der Funke sprang bei der alljährlichen, vorweihnachtlichen Modellbahnausstellung im Möbelhaus Inhofer in Senden bei Ulm über, das dürfte so um 2006 gewesen sein. Eine Anlage, die mich dort wirklich vom Hocker haute, war eigentlich nur ein Diorama, bestehend aus M-Gleis mit durchgehendem Mittelleiter, Ausschnitt aus einer Bahnhofseinfahrt. Grundfigur war eine simple "Acht" (und nur die war auch befahrbar), über die "Weichenstraße" führte eine große Blechbogenbrücke. Und der Clou: alles war "eingeschneit" und fand auf etwa einem Quadratmeter Platz. Ich weiß nicht, wie lange ich vor dieser bezaubernden kleinen Winterlandschaft gestanden habe. Jedenfalls habe ich mich gleich an den Rechner gesetzt und bei Ebay und später auf Börsen M-Gleise gekauft. Es ging wieder los!

Back to the Roots und noch etwas weiter zurück
Die toll getroffene Nachkriegsoptik der Winteranlage weckte in mir den Wunsch, auch in diese Richtung zu bauen und dabei weitestgehend auf Mittel und Möglichkeiten der Wirtschaftswunderzeit zurückzugreifen. Gleichzeitig wollte ich aber keine reine Tischbahn, sondern in mehreren Ebenen bauen und auch eine realitätsnahe Landschaftsgestaltung angehen. Gewissermaßen eine High-End-Anlage aus damaliger Sicht. Hier einige wesentliche Eckpunkte:

- "Viel bringt viel" als zeitgenössische Maxime: der Bahnhof nimmt den meisten Platz ein und ist zentraler Schauplatz. Die Gleisanlage dominiert zwingend, der Bahnhof ist fünfgleisig. Paradestrecken im Sinne einer "freien Strecke" gibt es nicht wirklich.
- moderne Werkstoffe und Modelle im sichtbaren Bereich sind grundsätzlich zu vermeiden
- möglichst sinnvoller, betriebsgerechter Gleisplan
- alle Gleise sind problemlos auswechselbar, Anschlussgleise werden unter der Platte nur angesteckt und nicht gelötet
- eine vorbildnahe Signalausstattung mit Zugbeeinflussung wird realisiert, vorbildgerecht nur in eine Richtung wirksam (analog ein besch.... Aufwand!)
- alles ist elektrisch/elektromechanisch schalt- und steuerbar über Stellpult oder Kontaktgleise
- Relais und Dioden: ja, digitale Bausteine: nein!
- Bau der Anlage in drei Segmenten als Spantenbau mit Tischlerplatten
- relaisgesteuerter Schattenbahnhof mit 3/(4) Stellplätzen à 1,70m im Tragrahmen integriert
- Realisierung einer Teilstrecke mit Haltepunkt mit altem Puko-Modellgleis 3800/3900 von 1952
- 5 Stromkreise (Strecke, Bhf, Rbf, Oberleitung, Schattenbahnhof)
- Märklin-Oberleitung, die Modellgleisstrecke ggf. mit früher Sommerfeldt-OL
- drei Gleise für Personenverkehr (bedingt wendezugtaugliche Trennstreckenschaltung), davon zwei für Züge bis 1,65m (z.B. Schnellzug aus F 800 mit fünf 24cm-Reisezugwagen als längster Zug), Nahverkehrsgleis bis 1,10m Zuglänge. Wegen der platzbedingten dreiprozentigen Steigung werden die Züge aber wohl kürzer sein
- zeitgenössische Modellhäuser oder Eigenbauten

Bisheriger Verlauf
Offen gestanden habe ich bei der Planung wieder einige Fehler gemacht, die meine Anlage zu einem - nun ja - sehr "organischen" Konstrukt machen. Ich habe direkt am lebenden Objekt geplant, also ohne Planungssoftware und ständig größere und kleinere Umbauten vorgenommen, weshalb inzwischen z.B. Weichen auf Segmentstößen zu liegen kommen Das Feintuning dauert immer noch an und erfordert Nachbesserungen. Auch nicht immer hilfreich sind die tausend neuen Ideen, die ich zwischen zwei "Heimaturlaben" austüftle und die dann nach sofortiger Umsetzung verlangen. Also wieder ein Umbau mehr.
Die Kabel für die Magnetartikel sind inzwischen alle glücklich verlegt, aber noch nicht angeschlossen, die Schaltungen sind derzeit nur auf dem Papier existent - hier erwarte ich aber keine unlösbaren Probleme. Derzeit stecken etwa 600 Meter Kabel in der Anlage, klassischerweise zu Bäumen gebunden.

Der aktuelle Gleisplan (die Bogenstrecke zwischen den roten Pfeilen ist mit Modellgleis 3800/3900 gebaut)
In beide Richtungen gibt es eine Kehrschleife, der Haltepunkt im Nordosten kann im Kreis befahren werden. Insgesamt ist es möglich, jeden ausfahrenden Zug einmal durch die gesamte Anlage zu schicken, bevor er wieder in den Bahnhof einfährt. Bezieht man den Schattenbahnhof (gesonderter Gleisplan folgt noch) mit ein, legt der Zug fast 30m zurück. Bei einer Anlagengröße von nur 3,60x1,80 ist das schon eine ganz nette Strecke.


Das älteste Foto, das ich zur Hand habe, zeigt den Gleisplan schon so, wie er weitgehend auch jetzt noch ist. Die Straße verläuft natürlich nicht mehr unter den Abstellgleisen durch, sondern führt außen herum.


Der hinzugekommene Haltepunkt, hier noch ohne Gütergleis. So schöne Radien gab es bis 1956 als M-Gleis. Dass die Modellgleise zu teuer (weil aufwendig) waren, weiß man und kann man nachvollziehen. Warum sie allerdings nicht im späteren, einfacheren Puko-Gleis übernommen wurden, verstehe wer will.



Wird ergänzt.


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#2 von Knallfrosch139 , 04.10.2012 15:02

Hallo Christoph,

Schön, noch eine Nostalgieanlage! Man merkt echt, dass immer mehr Leute eine Anlage nach altem Vorbild bauen, das finde ich schön! Deine ersten Bilder zeigen viel solide Arbeit und vor allem viele Schienen mit durchgehendem Mittelleiter.

Mach weiter so, auch der Gleisplan gefällt mir!

Beste Grüße
David


Viele Grüße, David


Knallfrosch139  
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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#3 von manni1948 ( gelöscht ) , 04.10.2012 15:04

Hallo Christoph 79,
erstmal hier im Forum.
Wieder ein M-gleis Fan und dann auch noch eine Retro-Anlage, schön...
Deine Anlage kann sich jetzt schon sehen lassen, habe allerdings festgestellt, das du einige PUKO`s verbaut hast.
Falls du noch 36er Gleise und Weichen suchst, habe da noch eine Quelle wo man was bekommen könnte.
Wenn ja, schick einfach eine PN.
Weiterhin viel Erfolg mit deiner Anlage...

Schönen Gruß

Manfred


manni1948

RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#4 von Christoph79 , 04.10.2012 15:18

Zitat von manni1948
Hallo Christoph 79,
erstmal hier im Forum.
Wieder ein M-gleis Fan und dann auch noch eine Retro-Anlage, schön...
Deine Anlage kann sich jetzt schon sehen lassen, habe allerdings festgestellt, das du einige PUKO`s verbaut hast.
Falls du noch 36er Gleise und Weichen suchst, habe da noch eine Quelle wo man was bekommen könnte.
Wenn ja, schick einfach eine PN.
Weiterhin viel Erfolg mit deiner Anlage...

Schönen Gruß

Manfred



Danke!
Die sichtbaren Puko-Gleise sind ohne "aber" verbaubar, da es sich dabei um das alte Modellgleis von 1952-1956 handelt. Diese Gleise findet man i.d.R. nur selten, weshalb sogar einige Märklinbahner sie überhaupt nicht kennen. Die Böschung ist aus Blech, wobei der Schotter nur gedruckt und nicht geprägt ist. Die Schwellen sind eingesetzt und aus Kuststoff, das Gleis ist also wesentlich leiser. Sieht man hier ganz gut. Das Modellgleis macht sich traumhaft auf einer Nostalgieanlage, alleine schon aufgrund der weiten Radien und relativ schlanken Weichen. Man bekommt es jedoch nur selten in gutem Zustand. Auch die Gleisgeometrie ist z.T. völlig absurd und hat mit der des 3600er-Gleises nichts gemeinsam. Weil es extrem aufwendig (eine Weiche besteht aus fast 100 Einzelteilen!!!) und deshalb enorm teuer war, stellte Märklin die Produktion Mitte der Fünfziger wieder ein.
Was das Gleismaterial angeht, so bin ich bereits gut versorgt, aber trotzdem vielen Dank für den Tip!

Grüßle,
Christoph

P.S.: es gibt aber trotzdem ein 5100er-Pukogleis, das ich erst noch gegen ein 3600er tauschen muß. Mal sehen, wer es findet!


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#5 von Nichteisenbahner ( gelöscht ) , 04.10.2012 15:19

Zitat von Christoph79

Boah ey!
Sag mal, kommst Du da überall von außen dran? Oder hast Du Löcher eingeplant?
Gruß
Martin
(auch Nostalgiker)


Nichteisenbahner

RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#6 von Christoph79 , 04.10.2012 15:26

Zitat von Knallfrosch139
Hallo Christoph,

Schön, noch eine Nostalgieanlage! Man merkt echt, dass immer mehr Leute eine Anlage nach altem Vorbild bauen, das finde ich schön! Deine ersten Bilder zeigen viel solide Arbeit und vor allem viele Schienen mit durchgehendem Mittelleiter.

Mach weiter so, auch der Gleisplan gefällt mir!

Beste Grüße
David



Hallo David,

danke für das Lob. Leider sieht es durch die vielen Umbauten inzwischen sehr zusammengestückelt aus, aber schließlich wird ja noch alles überbaut...
In der Tat scheint man das M-Gleis nicht totzukriegen!!

Gruß,
Christoph


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#7 von Chneemann , 04.10.2012 15:31

Ich finde M-Gleis Anlagen super
Aber so altes Gleismaterial habe ich aber noch nicht gesehen.
Meins kommt aus den 70ern und ist also deutlich jünger.


Gruß Florian

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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#8 von Christoph79 , 04.10.2012 15:37

Zitat von Nichteisenbahner

Sag mal, kommst Du da überall von außen dran? Oder hast Du Löcher eingeplant?



Nein, es gibt keine Wartungsöffnungen. Ich komme aber trotzdem von überall so einigermaßen ran.

Zitat von Chneemann
Ich finde M-Gleis Anlagen super
Aber so altes Gleismaterial habe ich aber noch nicht gesehen.
Meins kommt aus den 70ern und ist also deutlich jünger.



Die hier verwendeten Gleise wurden nur bis 1956 produziert. Das Modellgleis mit Plastikschwellenband entfiel (leider!) ersatzlos, das Gleissystem mit der Mittelschiene ist von der Geometrie her völlig identisch mit Deinen Punktkontakt-Gleisen. Sie sind frei kombinierbar. Trotzdem Vorsicht: wegen der riesigen Weichenlaternen kann man beim 3600er Gleis keine Waggons über 25cm Länge sicher einsetzen, da sie sonst anstoßen!

Gruß,
Christoph


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#9 von Chneemann , 04.10.2012 15:55

Zitat von Christoph79
Trotzdem Vorsicht: wegen der riesigen Weichenlaternen kann man beim 3600er Gleis keine Waggons über 25cm Länge sicher einsetzen, da sie sonst anstoßen!


Ich habe auch noch ein paar alte Weichen wo die größeren Wagen immer an den Laternen hängen geblieben sind.
Da habe ich aber dann mit dem Drehmel die Unterseite der Wagen "optimiert" und es ging.

Wenn Deine allerdings noch größer sind, dann ist da natürlich nichts zu machen.


Gruß Florian

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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#10 von Christoph79 , 04.10.2012 16:02

Zitat von Chneemann
Da habe ich aber dann mit dem Drehmel die Unterseite der Wagen "optimiert" und es ging.


Warum hast Du nicht einfach die alte Weiche mit würfelförmiger gegen eine neuere mit kleiner flacher Weichenlaterne getauscht?? Mußte auch nicht an Deinem Rollmaterial rumflexen...


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#11 von DerDominik , 04.10.2012 16:07

Hallo Christoph,

ein tolles Retro-Projekt. Mir gefällt der Gleisplan sehr gut - und darüber hinaus ist das, was Du schon gebaut hast, sehr vielversprechend. Super

Was den Chneemann angeht: Der ist ein Freak. Glaub mir, ich kenne ihn sehr gut und er hilft mir auch bei meiner Anlage. Meistens. Manchmal versteckt er auch Preiserleins und so...

Ich freue mich schon auf weitere Fotos von Dir! Ich werde bei solchen Fotos immer angenehm nostalgisch gestimmt. Wunderbar!

Viele Grüße
Dominik



(Klick auf das Bild führt zu meinem Anlagenthread)

Fototutorial: Wie man zu guten Modellbahnfotos kommt


 
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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#12 von Nichteisenbahner ( gelöscht ) , 04.10.2012 16:14

Zitat von Christoph79
...Warum hast Du nicht einfach die alte Weiche mit würfelförmiger gegen eine neuere mit kleiner flacher Weichenlaterne getauscht?? Mußte auch nicht an Deinem Rollmaterial rumflexen...

Vielleicht ...
... ist ihm seine Retro-Weiche mehr wert als so ein x-beliebiger moderner Drehgestellwagen?
denkt sich
Martin


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#13 von tauberspatz ( gelöscht ) , 04.10.2012 16:15

Hallo Christoph
auch von mir, dein Gleisplan ist fantastisch , wow


tauberspatz

RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#14 von Chneemann , 04.10.2012 16:17

Zitat
Warum hast Du nicht einfach die alte Weiche mit würfelförmiger gegen eine neuere mit kleiner flacher Weichenlaterne getauscht?? Mußte auch nicht an Deinem Rollmaterial rumflexen...



Nein, das war für mich als 14jähriger einfach die schnelle und billige Variante ops:
Heute würde ich auch erst nach anderen Alternativen schauen


Gruß Florian

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#15 von Christoph79 , 04.10.2012 16:57

Zitat von DerDominik
Hallo Christoph,
ein tolles Retro-Projekt. Mir gefällt der Gleisplan sehr gut - und darüber hinaus ist das, was Du schon gebaut hast, sehr vielversprechend.


Zitat von tauberspatz
Hallo Christoph
auch von mir, dein Gleisplan ist fantastisch , wow



Danke! Auch wenn die Grundfigur schon seit längerer Zeit feststeht, habe ich noch ziemlich lange daran herumgefeilt. Ich wollte z.B. die kurzen Ausgleichstücke weitgehend ausmerzen, die doch immer für Gepolter, Entgleisungen und Stromaussetzer gut sind. Dann auch einen möglichst asymmetrischen Gleisplan ohne Parallelen und ohne vermeidbare S-Kurven, alles soll sich elegant in die Landschaft legen - so gut es mit M-Gleis eben geht.
Ein Wermutstropfen ist allerdings die Kreuzung im "Norden", da habe ich bei der frühesten Planung schon gepennt und ohne massive Umbauten wäre da nichts zu machen. Aber irgendwann muß halt auch mal gut sein.

Gruß,
Christoph

Hier noch Bilder vom aktuellen Zustand. Bis auf die Kirche und das Einfamilienhaus (Faller) sind alle Gebäude auf der Anlage Eigenbauten


Detail Laderampe (werde ich aber ändern) und meine ersten zaghaften Versuche, Felsen zu imitieren. Die vermalten und rostigen Gleise sind Platzhalter und werden natürlich irgendwann ausgetauscht!

Blick unter der Brücke durch zur Laderampe

Einsamer VT 95 im Oberleitungs-Dschungel. Rechts das wunderschöne Faller-Bahnhofsgebäude "Neustadt" von ca. 1955


Ich hoffe, es gefällt!


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#16 von hks77 , 04.10.2012 17:53

Hallo Christoph,
eine wunderbare Anlage mit tollem Gleisverlauf hast Du da

Wo ist das Puko-Gleis?
Ich denke ich habs entdeckt:



Hier schau ich gerne weiter zu


Gruss Jürgen

Spielbahnplan pur gefällig: https://abload.de/img/grnscheidnurc3e_aktuetnly7.jpg


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#17 von DerDominik , 04.10.2012 18:02

Zitat von Christoph79
Aber irgendwann muß halt auch mal gut sein.



Hey Christoph,

genau das trifft den Punkt auf den Nagel. Es ist ein Hobby. Es geht nicht um Perfektionismus, sondern, was Dir gefällt. Und natürlich musst Du jetzt nicht mehr alles auseinanderreißen Bau lieber weiter, und zwar so, wie es Dir Spaß macht. Dann haben wir hier im Forum auch den meisten Spaß, Deinen Fortschritt zu betrachten. Oder auch mal nicht, wenn Du eine Pause einlegst

Ich finde Deine neuen Photos übrigens super. Graustufen passen sowas von gut zu Deinem Projekt...

Viele Grüße
Dominik



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Fototutorial: Wie man zu guten Modellbahnfotos kommt


 
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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#18 von Christoph79 , 04.10.2012 18:15

Zitat von hks77
Wo ist das Puko-Gleis?
Ich denke ich habs entdeckt:



Hier schau ich gerne weiter zu


Nein, tut mir leid. Aber Du bist schon recht nahe dran!!
Ich freu' mich, dass es Dir gefällt!
Das Kontaktgleis ist übrigens nicht für den BÜ, sondern schaltet die Trennstrecke des Einfahrsignals in Gegenrichtung durch, bzw. das Einfahrsignal auf Hp0 zurück. Der BÜ wird durch Einfahr- bzw Ausfahrsignal Hp1/Hp2 geschlossen. Zu den vorgesehenen Schaltungen sage ich vielleicht ein ander Mal noch mehr.

Zitat von DerDominik

Hey Christoph,

genau das trifft den Punkt auf den Nagel. Es ist ein Hobby. Es geht nicht um Perfektionismus, sondern, was Dir gefällt. Und natürlich musst Du jetzt nicht mehr alles auseinanderreißen Bau lieber weiter, und zwar so, wie es Dir Spaß macht. Dann haben wir hier im Forum auch den meisten Spaß, Deinen Fortschritt zu betrachten. Oder auch mal nicht, wenn Du eine Pause einlegst
[...]
Viele Grüße
Dominik


Das war auch der Hauptgrund, weshalb ich die K-Gleise eingemottet und so großen Spaß an meiner Uralt-Märklin habe: sie ist von Haus aus schon so "unperfekt", dass man einfach mal einen Gang runterschalten und ohne sich zu schämen Kompromisse eingehen kann. Das geht bei einer modernen Modellbahn nicht ganz so einfach. Entweder man baut alles ohne wenn und aber maßstäblich, oder es sieht doof aus. Die, die es drauf haben (und auch das nötige Kleingeld...), schaffen bisweilen Sachen, wo man fassungslos ist ob der Perfektion. Weil es bei mir als Student aber schon alleine an den Finanzen scheitert, entspricht die Nachkriegszeit zur Zeit auch irgendwie meinem eigenen Handlungsrahmen: wenig Geld --> Kreativität und Improvisationsvermögen ist gefragt! (Die Straßenpfosten sind z.B. Zahnstocher) Ich habe mit der Wirtschaftswunder-Modellbahn definitiv meine "Kuschelecke" gefunden, und wie es aussieht bin ich da nicht alleine!

Grüße,
Christoph


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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#19 von Alex Modellbahn , 04.10.2012 21:40

Hallo Christoph,

erst mal ein von mir.

Deine Anlage finde ich echt gut. Das Konzept sehr selten, das Material einzigartig und die Umsetzung sieht sehr gut aus. Dein Gleisplan gefällt mir und ich bin neugierig, wie Du die Landschaft hinzaubern wirst.

Ich werde auf jeden Fall wieder vorbei schauen.


nordische Grüße
Alex


meine Anlage Traventall
mein aktuelles Modul Betriebshof Eching

meine alte M-Gleis-Anlage: Imoli


 
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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#20 von Christoph79 , 04.10.2012 22:13

Zitat von Alex Modellbahn

Dein Gleisplan gefällt mir und ich bin neugierig, wie Du die Landschaft hinzaubern wirst.

Ich werde auf jeden Fall wieder vorbei schauen.


Danke für den Ansporn! Bei der Landschaft bin ich allerdings noch lange nicht angelangt. Erst muß die Elektrik reibungslos funktionieren und alleine das wird noch ein Weilchen dauern, zumal ich - wie eingangs erwähnt - nur selten in Reichweite meiner Baustelle bin. Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, in welchen landschaftlichen Kontext ich die Anlage setzen will. Entweder bayerische Alpen oder Schwäbische Alb... wahrscheinlich.

Zitat von DerDominik

Ich finde Deine neuen Photos übrigens super. Graustufen passen sowas von gut zu Deinem Projekt...


Muchas gracias! Ich denke, ich werde auch weiterhin in s/w Bericht erstatten


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#21 von M-Gleis , 05.10.2012 09:51

Hallo Christoph,

da bin ich aber froh, dass ich nicht der einzige "Blechmann" bin. Dein Anlage gefällt mir gut, denn sie hat alles was das Kinderherz im "alten" Körper begehrt Und ich habe das moderne Plastikzeug angetestet - es hat einfach nicht den Charme. Wäre das nicht toll wenn jemand das alte Blechgleis, vielleicht erweitert um größere Radien und ein paar schlankere Weichen wieder aufleben lassen könnte? Gibt es da schon Kommentare von Herstellern dazu? Vielleicht sollten wir mal eine Petition einreichen


Mit scheppernden Grüssen

Ralf

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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#22 von Christoph79 , 05.10.2012 11:52

Zitat von M-Gleis
Hallo Christoph,

da bin ich aber froh, dass ich nicht der einzige "Blechmann" bin. Dein Anlage gefällt mir gut, denn sie hat alles was das Kinderherz im "alten" Körper begehrt Und ich habe das moderne Plastikzeug angetestet - es hat einfach nicht den Charme. Wäre das nicht toll wenn jemand das alte Blechgleis, vielleicht erweitert um größere Radien und ein paar schlankere Weichen wieder aufleben lassen könnte? Gibt es da schon Kommentare von Herstellern dazu? Vielleicht sollten wir mal eine Petition einreichen


Hallo Ralf,

schön, dass es Dir gefällt. Es wurde hier schon gestern festgestellt, dass es immer mehr Nostalgie-Bahner zu geben scheint. Auch in Göppingen hat man die Signale wohl gehört, denn immerhin bringen sie seit ein paar Jahren regelmäßig den einen oder anderen Blech- und Guss-Klassiker wieder heraus. Die alten Loks wie jüngst die neuaufgelegte V200 spielt Dir doch eigentlich voll in die Hände, nachdem Du ja digital fährst.
Umrüsten würde ich meine Loks z.B. nicht. Und da ich noch mit den alten 280er Fahrgeräten fahre, würde es mir auch sofort die Elektronik zerschießen. Der Analogfahrer hat davon also nichts, zumindest nichts von den Loks.
Ich glaube kaum, dass Göppingen das M-Gleis neu auflegen und Geld für neue Gleissegmente investieren würde. Da ist einfach viel zu viel gebraucht im Umlauf. Und wenn dann ein - hypothetisches, neukonstruiertes - Gleis mit extra-weitem Radius über 4€ kostet, ist das Geschrei auch wieder groß.
Da würde ich eher eine "Petition" an Märklin aufsetzen, in dem die Fertigung von Teilesätzen klassischer Loks und Waggons gefordert wird. Aber dann bitte wahlweise digital und analog!!

Gruß,
Christoph

Hier noch ein Bild mit einigen meiner Eigenbauten im Blickfeld. Ich weiß, die Umbauwagen passen nicht so ganz...


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#23 von DerDominik , 05.10.2012 19:36

Hey Christoph,

was für ein shcönes Übersichtsbild. Nimm das bitte als Kompliment: Das erinnert mich an die uralten Anlagen in meinen Magazinen aus meiner Kindheit. Und das ist verdammt schön, dass das so ist!

Warum hast denn nichts vor die Umbauwagen geschnallt?

Mich würden ein paar Detailaufnahmen Deiner Eigenbauten interessieren!

Viele Grüße
Dominik



(Klick auf das Bild führt zu meinem Anlagenthread)

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#24 von Chneemann , 05.10.2012 19:40

Schönes Übersichtsbild.

Warum passen die Umbauwagen denn nicht?
Die gibt es doch schon seit anfang der 50er und sie fuhren bis in die 80er.
Welche Zeit willst Du denn dastellen?


Gruß Florian

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Chneemanns Anlage (2012-2016)


 
Chneemann
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RE: Projekt Retro-Modellbahn "1959" mit M-Gleis 3600

#25 von Christoph79 , 05.10.2012 20:02

Zitat von DerDominik
Das erinnert mich an die uralten Anlagen in meinen Magazinen aus meiner Kindheit. Und das ist verdammt schön, dass das so ist!

Warum hast denn nichts vor die Umbauwagen geschnallt?


Dann bin ich ja auf dem richtigen Weg, denn ich liebe solche alten Anlagenfotos auch sehr
Gute Frage... warum habe ich eigentlich nichts vor die Umbauwagen geschnallt?

Zitat von Chneemann
Warum passen die Umbauwagen denn nicht?
Die gibt es doch schon seit anfang der 50er und sie fuhren bis in die 80er.
Welche Zeit willst Du denn dastellen?


Also eisenbahnhistorisch gesehen sind die natürlich völlig in Ordnung. Nur hatte Märklin erst seit den späten 60ern Umbauwagen (Dreiachser) im Programm - weshalb auch immer erst so spät. Die vierachsigen gibt es sogar erst seit 1986, das waren mit die ersten Waggons mit Normschacht. Deshalb passen sie nicht in eine Retro-Anlage, die auch mit zeitgenössischem Material betrieben werden soll! --> ergo: Ep.III Weil sie mir aber so gut gefallen, spanne ich ab und zu die 38 mit Wannentender davor - ein großartig banaler Nahverkehrszug!


Hier geht's nach Cornwall: "Rose-an-Grouse" - ein Betriebsdiorama in N nach englischem Vorbild


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