RE: Spur Z & PWM

#1 von bernd-das-brot , 29.11.2012 22:55

Hallo erstmal,

ich habe vor einiger Zeit eine Märklin Spur Z Startpackung geerbt und recht schnell den Entschluss gefasst, daß für mich nur eine Kofferanlage in Frage kommt:
1. wegen der Größe meiner Wohnung,
2. wegen der Kosten und
3. wegen Junior (2 Jahre jung), der nur zu gerne alles in den Mund stecken möchte! So eine kleine Anlage lässt sich wunderbar mit einer Plexiglasscheibe schützen.

Vorbelastet von der Modelleisenbahn bin ich durch meinen Vater, habe mich selbst aber in Richtung RC-Modellbau entwickelt. Ganz verkümmert war das Interesse an der Modellbahn aber nie.

Aus dem Mischmasch von Modellbahn und RC-Modellbau ist auch meine Frage entstanden, die ich, trotz langem Studium diverser Texte im Internet, bisher nicht wirklich befriedigend beantwortet bekommen habe. Es geht um die Verträglichkeit von Spur Z Motoren mit PWM-Reglern, wie sie auch bei Digitalsteuerungen verwendung fndet, dort aber wohl mit Frequenzen um 30KHz. Ich möchte so viele Teile aus meiner Grabbelkiste wie möglich verwenden, bevor ich anfange neues zu kaufen oder zu bauen. Deshalb war auch schnell klar, daß ich einen vorhanden RC-Fahrtenregler in Verbindung mit einem Servotester als Regler verwenden möchte. Die Kombination hat nebenbei noch den Vorteil, daß man keinen Schalter für die Fahrtrichung benötigt, sondern es sich anfühlt wie mit einem "richtigen" Trafo. Als Stromversorgung sollen zwei Lifepo4 Zellen mit 6,6V dienen. Sollte sich die Spannung als zu niedrig erweisen, kann auch auf 3 Zellen mit 9,9V ausgewichen werden. Auf dem Teppich war die Lok mit 6,6V aber schon ziemlich flott unterwegs.

Jetzt zur Problematik:
Ich habe gelesen, daß die Motoren recht empfindlich auf PWM-Frequenzen reagieren können, was zur Überhitzung bei langsamen und mittleren Geschwindigkeiten führen kann. Der Regler, den ich verwenden möchte, stammt aus einem Boot und hat eine für RC-Regler recht niedrige Schaltfrequenz von 50Hz. Die niedrige Frequenz verhindert im Boot, mit seinem wunderbaren Klangkörper, das nervende Pfeifen. Das, was hinten aus dem Regler raus kommt, hat schon sehr starke Ähnlichkeit mit einem Halbwellenregler, für den ich im Netz eine Bauanleitung gefunden habe und der ja auch mit 50Hz Netzfrequenz arbeitet. Das Einzige was fehlt ist eine saubere Sinuswelle. Auf dem Teppich konnte ich bisher nur kurze Testfahrten machen, da ich die Bahn und die fliegende Elektrik, wegen Junior, leider nicht offen stehen lassen kann. Laufe ich Gefahr mit meinem Regler den Motor zu ruinieren? Ganz aufgeben möchte ich die Variante mit den RC-Komponenten nicht, da ich mich mit einem Schalter zum Richtungswechsel nicht wirklich anfreunden kann. Ich mag einen einfachen Drehknopf für hin und her einfach lieber.

Danke schon mal für eure Hilfe


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RE: Spur Z & PWM

#2 von 95er ( gelöscht ) , 30.11.2012 08:43

Hallo,
für Z gilt das gleiche wie für alle anderen Spurweiten mit 2-Leitergleichstrom. Die Motoren sind von gleicher Bauart, lediglich wird mit einer geringeren Spannung als die sonst üblichen 12V gefahren. PWM ist sicher möglich, allerdings sollte man im Teillastbereich schon darauf achten, ob sich der Motor unverhältnismäßig stark erwärmt. Durch den PWM- Betrieb wird im Motor einfach ein höheres Drehmoment erzeugt, dementsprechend ist auch die Leistungsaufnahme und damit auch die Wärmeentwicklung je nach Wirkungsgrad etwas größer als normal. Eine sofortige Zerstörung kann man aber ausschließen. Welche Frequenz letztendlich die wirksamste ist, kann man eigentlich am Besten durch Versuche herausfinden. Grundsätzlich gilt aber, je höher die Frequenz, umso besser, gerade im Hinblick auf eventuelle Glockenankermotoren, welche ja hier etwas empfindlicher sind. Allerdings werden die Eigenschaften mit steigender Frequenz sich denen von reinem Gleichstrom (auf die verwendeten Motoren bezogen) annähern.


95er

RE: Spur Z & PWM

#3 von Dölerich Hirnfiedler , 30.11.2012 11:23

Hallo Bernd,

Sparsamkeit hat durchaus meine Sympathie. Aber "richtige" Spur-Z Trafos mit Drehknopf gibt es zuweilen für einstellige Eurobeträge bei Ebay. Billiger als die Batterien die Du einsetzen willst.

mfg

D.


Früher war mehr Lametta.


 
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RE: Spur Z & PWM

#4 von bernd-das-brot , 30.11.2012 19:23

Theoretisch brauche ich ja nichts zu kaufen, es ist alles vorhanden um die Lok fahren zu lassen, auch der Akku. Das hat auch nichts mit Geiz oder Sparsamkeit zu tun sondern eher mit der sinnvollen Dezimierung von Überbestand.


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RE: Spur Z & PWM

#5 von Bernydoz , 01.12.2012 11:27

Hallo Bernd,
da solltest Du Dir keine Sorgen machen.
Ich fahre teilweise mit PWM (Jörger und Heiswolf).
Die aktuellen Freqeunzen bei Jörger kennen ich nicht sollten aber im unteren Bereich liegen.
Heisswolf geht von 16 Hz bis zu 100Hz.
Es gab auch im Dauerbetrieb bei niedriger Frequenz keine Ausfälle.
Schädlich ist eher die Dauerfahrt bei 10V oder mehr. Ob die 6,6 V ausreichen mußt
Du wissen es gibt Loks die fahren da erst an.
Märklin Trafos liefern im Ruhezustand bis zu 17V.
Viele Grüße
Bernhard


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RE: Spur Z & PWM

#6 von Feder , 13.12.2012 17:43

Zitat von Bernydoz
Hallo Bernd,
Märklin Trafos liefern im Ruhezustand bis zu 17V.
Viele Grüße
Bernhard




Und diese 17 V halten Z-Motoren aus???????????
Märklin muss ja vor lauter Reklamationen gar nicht in den Schlaf kommen, oder??

mfg
Feder


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RE: Spur Z & PWM

#7 von 8erberg , 13.12.2012 17:49

Hallo,

die 17 Volt sind aber sehr optimistisch.

Meist reicht schon der Anschluß des Voltmeters und die Spannung bricht bei den "weichen" Trafos gewaltig ein.

Und "voll aufdrehn" tut man bei den rasant abgestimmten Lokgetrieben eh nicht. Da erreichen die Loks zu schnell die Fluchtgeschwindigkeit...

Peter


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