RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#1 von TRAXXer , 12.03.2013 16:13

Hallo liebes Forum!

Jeder, der keine Anlage hat, kennt es vielleicht; Man möchte von seinen Zügen doch was mehr sehen als nur Pappschachteln mit Piktogrammen. Bis jetzt hatte ich immer ein, zwei Flexgleise auf dem Regal liegen, doch diese Lösung war zumindest für mich nur mäßig befriedigend. Außerdem fand meine Freundin diese Art der Präsentation auch nicht gerade toll.

Außerdem wollte ich seit längerem erste "Gehversuche" bei der Landschaftsgestaltung machen, und dieses Modul stellte sich als die optimale Lösung für dieses Unterfangen heraus, weil der Materialaufwand relativ gering ist.

Nun zum Titel: Da wir sowohl im Wohnzimmer als auch im Schlafzimmer gleich große Ivar-Regale einer bekannten schwedischen Möbelkette aufgestellt haben, erschien es sinnvoll, die Module passgenau für diese Regale zu konstruieren. Der Gedanke war, dass ein Modul genau auf das obere Regalbrett passt, ohne weitere Befestigung zu benötigen. Meine erste Ideensammlung kann man sich hier anschauen.

Das Modul/Diorama soll einen Abschnitt einer relativ jungen doppelgleisigen Hauptstrecke auf einem Bahndamm darstellen. Um das ganze ein wenig spannend zu gestalten, wurde der Gleisverlauf leicht schräg zur Regalkante gewählt. Ich habe mir überlegt, bei einem noch zu bauenden, zweiten Modul eine leichte Kurve zu beginnen, sodass der Gleisverlauf am anderen Ende dann parallel zur Regalkante verlaufen wird.

Ich habe inzwischen einen Baufortschritt erreicht, den ich für präsentabel halte. Deswegen - here we go:

Also auf in den Baumarkt, Sperrholz zuschneiden lassen und ein paar Materialien besorgt.


Benötigtes Werkzeug sind der jute Makita, Holzleim, eine kleine Handsäge (besser: Stichsäge) und Schmirgelpapier


so passt das Modul auf das Ikea-Regal.


An den Ecken sind kleine Ausschnitte vorhanden (auch in der Skizze zu erkennen), sodass es plan auf allen Flächen aufliegt.

Das Trassenbrett ist aufgeschraubt und zusätzlich verleimt. Die mittlere Spante ist bei der Länge des Moduls von 85cm gerade nötig, damit die Trasse nicht durchhängt. Ich habe übrigens Pappelsperrholz 6mm verwendet, dazu Edelstahlschrauben 3*30 (ohne Gewähr - Edelstahl, weil mir das Torx-Bit so gut gefällt ). Zusätzlich werden die Kanten verleimt. Die Schraubenköpfe werden nicht verspachtelt, weil ich den Modulkasten nicht lackieren, sondern nur lasieren wollte, um optisch keinen zu großen Kontrast zum Regal herzustellen.


Die Bettungsunterlage für das Gleis besteht aus einem selbstklebenden Dichtungsband aus dem Baumarkt, welches mit einer Breite von 30mm für H0-Gleis ohne Bettung gerade richtig ist. Ob und wie das Material sich für die Schotterung etc. eignet, stellt sich noch heraus... Das entspricht aber nur dem Versuchscharakter meines Baus.


Die Spanten werden mit der Handsäge so bearbeitet, dass der Querschnitt des Bahndamms entsteht.

Überlegungen zur Landschaftsgestaltung waren nicht ganz leicht. Ich schwankte zwischen Drahtgitter/Gipsbinde, wobei ich dieses Verfahren für ein bisschen veraltet hielt, und Styrodur. Dessen Verwendung wäre ein wenig schwierig geworden, außerdem hätte ich wohl zu große Mengen davon kaufen müssen. Deshalb: Versandkartons zerschnibbeln!


Pappstreifen seitlich an das Trassenbrett tackern...


...und mit einer gefärbten Gipsmischung überziehen. Der Gips wurde einfach nach Packungsanweisung angemischt. Braun, weil Erde nunmal braun ist - ich verstehe die Modellbauer nicht so recht, die den Untergrund grün anpinseln...

Jetzt mal wieder Passprobe. Zum ersten mal konnte sich jemand anders als ich vorstellen, wie das Modul mal aussehen wird. So auch meine Freundin, von der ich übrigens die ausdrückliche Aufforderung hatte, dieses Modul im Wohnzimmer aufzustellen



Dann der nächste Schritt. Denn nicht nur Landschaftsgestaltung, sondern auch Gleisbau sollen hier trainiert werden. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt den dollen Akkuschrauber meinem Vater wieder zurückgegeben, sodass die Löcher für die Oberleitungsmasten nicht gebohrt, sondern gefräst werden mussten...


Ich habe Oberleitung gepflanzt. Leider musste ich auf die korrekten Fahrdrähte eine Weile warten... deshalb dauerte der nächste Fortschritt erstmal eine Weile.

Auf die Oberleitung habe ich mich besonders gefreut. Ich habe mich für Oberleitungsmaterial von Sommerfeldt entschieden, da es hier in meinen Augen die meisten Freiheiten für die Gestaltung gibt. Außerdem konnte ich das Material relativ günstig bekommen.


Was ist das?


...richtig! Diese Fahrdrahthalter gibt es zwar auch zu kaufen, aber das fand ich blöd. Da die Fahrdrähte mit 500mm sowieso zu lang sind für das Modul, konnte ordentlich gekürzt werden, und es blieb genug Draht übrig, um die gesamte Ausgestaltung der Oberleitung damit vorzunehmen.

Die Oberleitung habe ich komplett verlötet. Dazu habe ich meine Billig-Lötstation und normales Lötzinn mit Flussmittelseele verwendet. Lötöl, welches es von Sommerfeldt gibt, habe ich nicht benutzt, und es hat auch so geklappt. Für meinen ersten Versuch ist mir das in meinen Augen auch recht gut gelungen


Detail der Oberleitung am Oberleitungsmast.

Ich habe versucht, die Oberleitung vorbildmäßig im Zick-Zack zu verlegen. Nach NEM darf zur Gleismitte je 6,5mm rechts und links abgewichen werden. Dieses Maß wurde eingehalten. Leider ist es nicht wirklich möglich, die Oberleitung auf Spannung zu verlegen, weil eine richtige Abspannung aufgrund der offenen Modulenden natürlich nicht möglich ist. Da die Sommerfeldt-Masten jedoch relativ stabil sind, habe ich eine gewisse Grundspannung erreichen können.


So siehts am Modulende aus - ich habe auch hier versucht, Y-Seile nachzubilden.


Auch hier habe ich mit den Resten der abgetrennten Fahrdrahtstücke Y-Seile nachgebildet.

And finally:


So ein zu 75% ausgestreckter Stromabnehmer sieht schon ziemlich sexy aus besonders, wenn er von Roco kommt. Leider ist er aber auch so kräftig, dass er den Fahrdraht zu sehr hochdrückt. Deshalb steht die Lok unterm Mast... Mal schauen, was meine Trix-Loks mit dem Fahrdraht anstellen.

Die Gleise sind übrigens Roco-Line mit Betonschwellen. Die Schwellenprofile sollen noch brüniert werden, außerdem fehlt natürlich noch Schotter, den habe ich schon in zwei Packungen da liegen. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass Schottern natürlich vor dem Verlegen der Oberleitung sinnvoll gewesen wäre.... aber ich wollte die Oberleitung einfach zu dringend aufbauen
Versuche, das Modul zu begrasen, schlugen leider kläglich fehl, weil die selbstgebaute Fliegenklatsche einfach gar keine Power hat. Da wird irgendwann Abhilfe geschaffen, bis dahin strahlt mich die nackte Erde an.

Tja, soweit bin ich bis jetzt. Ich hoffe, mein Bilderbogen hat gefallen, vielleicht konnte ich den ein oder anderen inspirieren und anregen! Ich werde beizeiten über weitere Fortschritte berichten.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#2 von Fuckelfredi ( gelöscht ) , 12.03.2013 18:00

Hallo
Schöne unterkonstruktion. Nur 2 Sachen, die du noch etws ausarbeiten solltest:
1. Randgestaltung: Es fehlen Noch Büsche und gestrüpp.
2. Schienen: Ich würde Wechsenstromgleise nehmen. (An sonsten habe ich immer Stromprobleme, mit meinen Locks!!!!)


Fuckelfredi

RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#3 von Leuchtdiode ( gelöscht ) , 12.03.2013 18:12

Hi Nachbar

Schöner Anfang! Die Oberleitung sieht echt gut aus.
Dann freue ich mich schon auf den Schotter und die Landschaft. Also ich begrase auch ohne Elektrostat, ich stelle die langen Fasern mit der Hand auf und die kurzen mit der Noch-Dose. Wenn dich das Ergebnis interessiert, dann guck dir doch mal meine Anlage an (Link in der Signatur)


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#4 von TRAXXer , 12.03.2013 18:47

Zitat von Fuckelfredi

2. Schienen: Ich würde Wechsenstromgleise nehmen. (An sonsten habe ich immer Stromprobleme, mit meinen Locks!!!!)


Hallo "Fredi"?
Danke für das Lob, allerdings werde ich nach meinem Fuhrparkumbau auf Zweileiter mitnichten anfangen, auf einmal die Gleise zu verbauen, die der Grund waren für meinen Systemwechsel

Zitat von Leuchtdiode
Also ich begrase auch ohne Elektrostat, ich stelle die langen Fasern mit der Hand auf und die kurzen mit der Noch-Dose.


Naja, früher oder später werde ich mir das Werkzeug sowieso anschaffen (und ich bin einer, der sagt, dass gutes Werkzeug unbedingt notwendig ist, aus eigener Erfahrung) - solange kann ich noch warten. Und was manche Leute hier im Forum zeigen, lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#5 von Knud , 12.03.2013 22:30

Hallo Niklas

Voll cooler Bericht.

Zusammen mit den Tips in meinen Ivar Tread, hat dein Beitrag mir geholfen wie ich im Regal bauen kann.
Gute Nahaufnahme von "Kasten" mit der verschraubung.

Hast du noch mehr detail Fotos? Auch mit Baufortschritten!


MfG
Knud
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#6 von TRAXXer , 12.03.2013 23:05

Hallo Knud,

danke! Freut mich, dass dir mein Bericht gefällt.

Wie schon geschrieben, zeigen die letzten Fotos meinen aktuellen Baufortschritt, deswegen gibt es noch nichts neues. Wenn ich weiterbastle, werde ich davon auch Fotos zeigen Kann doch die Stummis nicht auf dem Trockenen sitzen lassen! Ich lade gerade alle Fotos hoch, die ich vom Bau habe, da kannst du dich dann gleich durchklicken, noch ein wenig Geduld EDIT: hier sind alle Fotos!

Trotzdem noch mal ein Foto mit einem anderen Zug. Ich versuche, die Garnituren möglichst realistisch zu gestalten. Die HGK-Lok mit Kesselwagen kommt schonmal gut hin Ein paar andere hab ich auch noch in petto, mal schauen.



Man sieht hier eigentlich auch ganz gut die Zuglänge, die auf dem Modul möglich ist. Dann ist mir noch aufgefallen, dass der Trix-Stromabnehmer ein wenig sanfter zur Oberleitung ist, sodass diese nicht so krass hochgedrückt wird.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#7 von Jürgen , 14.03.2013 12:53

Hallo,

nette Arbeit, die Du da gemacht hast. Aber warum hast Du Dir denn so viel Mühe beim Aussägen der Kopfplatten gemacht ? Es reicht doch, wenn diese auf den Stützen aufliegen. Ich habe eine etwas andere Vorgehensweise gewählt, bei der ich die Deckplatte eingespart habe. (->Maulbronn) und durch Leisten ersetzt. Ich habe dadurch etwas mehr Platz im Regal.

Grüße
Jürgen


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#8 von TRAXXer , 14.03.2013 14:02

Hallo Jürgen,

ich bin mir nicht ganz sicher, was genau du meinst. Ich versuche mal, die Hintergedanken zu erklären:

- es sollte ein Bahndamm sein, deswegen die "Spanten" - also auch das Stirnbrett, da die Gleise nicht einfach auf dem Regalbrett liegen sollten.
- das Modul soll optisch so gut wie möglich zu dem Regal passen, deswegen die Ausschnitte für die Regalstützen. So entstehen an keiner Stelle irgendwelche Spalten bei gleichzeitiger vollständiger Ausnutzung der gesamten Regalbrettfläche
- zu guter letzt hat die ganze Sägerei garnicht so lange gedauert, vielleicht eine halbe Stunde - vertretbar


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#9 von Carolusmagnus1911 ( gelöscht ) , 14.03.2013 14:15

Hallo Niklas,

da gehts ja los bei dir, die Idee ist cool. Habe den Thread nur schnell überflogen, wollte aber wenigstens mal einen Kommentar da lassen

Ganz was Anderes: Die Böschung am Bahndamm ist aber brutal steil, ist das so gewollt oder hat das einen besonderen Grund?

Viele Grüße
Daniel


Carolusmagnus1911

RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#10 von TRAXXer , 14.03.2013 15:11

Hallo Daniel,

naja, was heißt brutal steil - ich habe mich nicht an einem konkreten Vorbild orientiert, wohl aber an diversen Vorbildsituationen angelehnt, die ich so kenne.

Ich habe bewusst das Umfeld offen gelassen, so könnte also dieses Modul für sich sowohl in der Pampa, aber auch in einem Vorort oder gar mitten in der Stadt situiert sein - das könnte ich zumindest hier in Köln alles belegen

Wenn ich jetzt ein zweites Modul hinzunehme, würde ich das ganze ein wenig spezifizieren - beispielsweise mit einer Unterführung. Diese würde in meinen Augen perfekt zur Neigung des Bahndamms passen.

Ansonsten hätte ich noch ein Foto für dich - KLICK - hier habe ich bei der Planung ab und zu mal draufgeschaut, außerdem möchte ich das Vorsignal, was ja teilweise zu sehen war, noch mit einem solchen Geländer einfassen. Dieses gibt es übrigens schon, auch aus Oberleitungsresten gelötet, allerdings muss es noch verbaut werden


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#11 von Jürgen , 14.03.2013 15:16

Ich meinte, Du brauchst kein Regalbrett, da die statische Wirkung sowohl von Kopfbrett wie auch der Längsspanten völlig ausreichend ist. Somit sind weder Ausschnitte noch Regalbrett erforderlich.

Andere Frage: Hast Du schon über die Methodik bei Kurvenmodulen nachgedacht ?

Grüße
Jürgen


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#12 von TRAXXer , 14.03.2013 15:40

Achsoo, klar

Okay, dann nochmal zur Ausgangssituation: Das Regal steht im Wohnzimmer und ich überlege, wie ich meine Modellbahn besser präsentieren kann. Idee: "Modul"-->Regal ("Modul" weil es ja eher ein modulares Diorama ist). Soll heißen, am Regal wird nichts geändert und ich kann das Modul ohne Aufwand entweder hier im Wohnzimmer oder aber auch im [s]Schlagzimmer[/s] Schlafzimmer aufstellen. Netter Nebeneffekt ist, dass ich noch einige Materialien in dem Modulkasten lagern kann (Platz ist knapp hier in der Studentenbude), und das ginge nicht wenn das Regalbrett nicht da wäre.

Du sprichst Kurvenmodule an; wie gesagt, ist das Modul mehr ein modulares Diorama. Das heißt, dass höchstens noch ein, zwei weitere Module hinzukommen, die neben das bestehende auf das Regal gestellt werden. Momentan sind alle unsere Regale maximal zwei "Einheiten" breit; außerdem ja sowieso nur gerade, deswegen stellt sich die Frage nach Kurvenmodulen nicht wirklich. Wie ich schon gesagt habe, werde ich beim nächsten Modul die Gleise leicht geschwungen verlegen, dann passt das nächste Modul entweder rechts oder links an das bestehende dran.

Sollte das Modul wirklich mal irgendwann Einsatz in einer Anlage finden, so lasse ich mir was einfallen So weit denke ich jetzt aber noch nicht.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#13 von Jürgen , 14.03.2013 15:54

Vor dem Hintergrund ist das natürlich eine feine Methode, zumal das Teil nicht herunterfallen kann.

Grüße
Jürgen


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#14 von Carolusmagnus1911 ( gelöscht ) , 14.03.2013 15:54

Hallo Niklas,

das Thema mit der steilen Böschung ist jetzt nicht tragisch, beim Fotografieren hättest du zum Beispiel ja eh nur die Dammkrone im Bild.
Das verlinkte Foto mag ja einen zunächst steil erscheinenden Böschungswinkel (Im Regelfall hat dieser rund 34° zur Horizontalen/Dammsohle), aaaaber wenn du mal genau schaust ist dieser nicht sonderlich steil. Ein Anhaltspunkt ist z.B. der Betonsockel am Vorsignal, da kannst du den Winkel besser erahnen.
Wenn du diesen Sockel fürs Vs im Modell baust, wirst du sehen, dass es steiler ist. Aber wie gesagt, ist nicht schlimm. Hat mich nur gewundert.

Deine Oberleitung gefällt mir übrigens sehr, da wiederum, habe ich allerdings keine Ahnung von - Ep. 2 halt

Viele Grüße
Daniel


Carolusmagnus1911

RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#15 von TRAXXer , 14.03.2013 16:26

Zitat von Carolusmagnus1911
Deine Oberleitung gefällt mir übrigens sehr


Danke! Ich bin auch ziemlich stolz auf mein Erstlingswerk

Zitat von Carolusmagnus1911
(...)habe ich allerdings keine Ahnung von - Ep. 2 halt


soll das jetzt 'ne Ausrede sein? KLICK Kennste? Das müsste doch vom Zeitraum her auch ugf. dein Zeitalter sein... eine Ausrede wär natürlich wenn dein Vorbild das nicht hergibt


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#16 von Carolusmagnus1911 ( gelöscht ) , 14.03.2013 16:31

Jau! Kenn ich, natürlich gab es das damals schon, nur nicht auf der Strecke, an der Palenberg liegt. Elektrifiziert wurde dort erst 1966/67. Von daher fällt das aus meinem Interessengebiet raus. Erfreuen an schönen Oberleitungen kann ich mich trotzdem. Und der verlinkte Beitrag ist mir von Anfang an bekannt, der wäre wohl hier im Forum bzw. in der Rumpelhalle besser aufgehoben als dort, wo er jetzt ist bzw. war.

Viele Grüße
Daniel


Carolusmagnus1911

RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#17 von paloo , 14.03.2013 17:03

Hallo Niklas,

ist ja ne spitzen Idee, den Kasten so auf die Stützen einzupassen! Wär mir aber zu viel Aufwand gewesen
Ich finde die Böschung auch etwas arg steil, aber wenn du es so gesehen hast...und zum Fotografieren ist es ja eh egal, wie Daniel schon schrieb.
Eine Frage am Rande noch:
Woher stammt das Bild aus deiner Signatur? Sieht total klasse aus, ist das von dir?
Wenn ja, hätte ich dann auch mal eine Frage zu den Gleisen...

Grüße,
Lukas


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#18 von TRAXXer , 14.03.2013 17:25

Hallo Lukas,

danke für deine lobenden Worte

das Einpassen auf den Stützen war gar keine so große Arbeit, einmal mit dem Maßband ausgemessen und schon wusste ich was ich wie ausschneiden muss. Wie gesagt alles in allem vielleicht ne halbe Stunde Arbeit.

Das Bild habe ich selbst gemacht, entstanden ist es auf einem ehemaligen Militärumschlagplatz in der Nähe des Kölner Flughafens (das Gelände ist übrigens frei zugänglich). Du kannst mir gerne eine Frage zu den Gleisen stellen, ob ich sie beantworten kann...?


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#19 von paloo , 14.03.2013 17:34

Hi Niklas,

oooouuuh
Ich dachte, das wäre ein Modellfoto....
Keine Ahnung wie ich darauf kam, jetzt siehts gar nicht mehr so nach Modell aus


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#20 von Cyberrailer , 16.03.2013 22:33

Hallo

Ich finde das Ivar System klasse.
Ich hab in TT eine 42 Meter Fahrstrecke in einem Ivar Regalsystem realisiert.
Allerdings nicht auf einem niedrigen Regal, sondern in einem Hohen.
Darin haben dann die ganzen Bücher und Zeitschriftensammlungen Platz.
In einer Ecke ist dann noch die Werkstatt untergebracht.



Mario


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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#21 von TRAXXer , 16.03.2013 22:55

Hallo Mario,

das ist natürlich die ultimative Ausbaustufe. Macht den Anlagenbau natürlich recht flexibel. Hast du denn "Normen" für den Modulübergang, sodass die Module austauschbar sind, oder hat alles seinen festen Platz?

Wie hast du die Anlage auf dem Regal aufgebracht, hast du wie ich noch extra Modulkästen gebaut oder die Gleise direkt auf's oberste Regalbrett?

Bei mir steht das Modul auf einem etwa 1,60m hohen Regal. Ist in meinen Augen die gerade noch sinnvolle Höhe, bevor die ersten nichts mehr sehen

Im Regal ist natürlich trotzdem genug Platz für alles außerdem steht an 'ner anderen Wand noch ein 2,30m hoher Brummer.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#22 von TRAXXer , 17.03.2013 22:15

Schönen Sonntagabend miteinander

kleines Update:

nachdem die Lernerei heute abend zu keinem Ziel mehr führte, hab' ich sie kurzentschlossen drangegeben (Klausur morgen wird schon schiefgehen), um mein teuflisches Labor zu errichten.

Ich hatte mir von Anfang meines Projektes an immer wieder Gedanken gemacht, wie ich die Gleisprofile einfärbe. Die übliche Einmatscherei mit brauner Farbe mochte mir nicht so zusagen. Außerdem habe ich nach eingehender Studie des Vorbilds eher den Eindruck bekommen, dass die Schienenprofile an viel befahrenen Strecken relativ wenig Farbe tragen, sondern meistens eher grau-schwarz (mit höchstens einem leichten Hauch braun) gefärbt sind.

Aus o.g. Gründen fiel die Wahl dann auf Brüniermittel, da die Färbung hier chemisch vonstatten geht und das Profil so nur einen hauchdünnen Farbauftrag erfährt. Gleichtzeitig ist die Färbung äußerst gleichmäßig und in meinen Augen optisch einfach "schön". Ich habe ein wenig recherchiert, und bin auf Brünierpatina von Ndetail gestoßen. Habe mir je ein Fläschchen braun und schwarz besorgt und dann losexperimentiert.

Es stellte sich relativ schnell heraus, dass keins von beiden das Wahre ist; das graue Brüniermittel hinterließ nur einen matten Schleier auf dem Neusilberprofil, während das schwarze Mittel das Profil direkt tiefschwarz färbte. Ich habe dann (einem Hinweis auf der "Packungsbeilage" folgend) das Profil mit einer Mischung beider Farbtöne, wobei der Anteil des grauen Mittels größer war, das Profil eingestrichen und Zack - stellte sich nach ein wenig warten gleich ein sehr gutes Ergebnis ein. Also unter laufendem Wasser abgewaschen, und in meinen Augen kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Was die elektrische Leitfähigkeit angeht, so hoffe ich, dass ich mir hier kein zu krasses Nadelöhr einbaue. Testen habe ich es noch nicht können, das wäre der nächste Schritt. Ich habe bei dem langen Stück (unten zu sehen) das Profil bewusst nicht sehr aufwändig gereinigt, sodass sich die Brünierung (wie es auf dem Beipackzettel zu lesen war) eventuell wieder abreiben lässt, idealerweise von den drüberrollenden Zügen, sodass wie beim Vorbild nur der Schienenkopf blankgerieben wird. Das alles wird sich zeigen.

Edit: heute mal ein Flexgleis vollständig versuppt, Kabel angelötet, MS2 angeschlossen und was soll ich sagen - keine einzige Unterbrechung! Die Lok (ohne Pufferkondensator) schnurrt ansatzlos hin und her, so ist mein letzter Zweifel gegenüber dieser Technik ausgeräumt

Jetzt aber erstmal Fotos:

(leider steht man durch den ganzen Energiesparwahn nur noch mit Kunstlicht da, was zumindest meine Kamera eher verwirrt, Energiesparlampe und LED sind echt keine ideale Beleuchtung für den Fotograph! Ich habe versucht, mit dem Weißabgleich das Optimum herauszuholen

Die Fotos habe ich übrigens auch meinem weiter oben verlinkten SkyDrive-Album hinzugefügt.


Hier einmal ohne Blitz und ohne direkte Beleuchtung. Ein Profil "roh", eins gefärbt. Der Farbton auf dem Foto geht aber zu sehr ins bräunliche.


Mit Blitz. Hier ist der Farbton recht gut getroffen, man sieht sehr schön, wie matt das Schienenprofil durch die Behandlung geworden ist.


Mit LED ausgeleuchtet. Auch hier ist der Farbton gut wiedergegeben.

und schließlich noch eins mit "echtem" Glühbirnenlicht:


Die Wirkung im vergleich zu den unbehandelten Profilen finde ich phantastisch!

Ich habe die Profile übrigens mit einem Q-Tip angepinselt. Die Brünierbeize zieht sich durch die Kapillarwirkung zumindest bei einem sauberen Profil überall hinein, sodass man relativ schnell ein Profil von 900mm eingefärbt hat. Im Internet habe ich aber auch von jemandem gelesen, der ein kleines Kunststoffröhrchen benutzt, um darin die Profile in der Brüniersuppe zu baden. Diesbezüglich werde ich sicherlich auch noch experimentieren.

Tja, ich hoffe wie immer, den einen oder anderen angeregt und inspiriert zu haben Bei Fragen, einfach fragen!

wünsche noch ein angenehmes Restwochenende


Schöne Grüße, Niklas


 
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#23 von Cyberrailer , 17.03.2013 22:49

Hallo

Meine Segmentkästen laufen komplett im Regalsystem.



Die Segmente sind nicht gegeneinander austauschbar.
Durch die kleinen Maße kann man aber recht schnell neue anfertigen

Gruß Mario


Schaut doch mal bei mir vorbei :

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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#24 von TRAXXer , 19.03.2013 17:32

Hallo Mario,

deine Anlage sieht ja klasse aus, vom Gleisplan, aber auch von dem Foto her. Hast du irgendwo mal ein paar Fotos und ein paar Worte dazu geschrieben? Ich würde gerne mehr sehen


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Modulbau nach IVAR-Norm - Jahre später!

#25 von TRAXXer , 20.03.2013 23:31

Kurz noch ein kleines Update:

habe mal ein Teststück geschottert. Zum Einsatz kam zweierlei Schotter von Spurenwelten sowie Wasser/Leim/Spüli. Die Schotterei hat besser funktioniert als ich mir das gedacht habe, aber wer weiß, vielleicht werde ich das auch nochmal revidieren, wenn ich mal den Meter auf dem Regal hin und zurück beschottert habe... Nunja: hier ein paar Bilder

Das Gleisstück ist noch ein Rest, die Schienenprofile stammen aus Brünierungsversuchen, die Kleineisen habe ich noch leicht mit braun hervorgehoben.

Die Ausleuchtung geschah mal wieder mit Kunstlicht... Die Fotos habe ich noch meinem Album hinzugefügt






Schöne Grüße, Niklas


 
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