ich habe paar Kohlewagen von Roco, denen man ihre "Plastikbeladung" noch auf 10 m Entfernung ansieht. Diese "Plastikbeladung" möchte ich daher gerne gegen echte Kohle austauschen. Beim Händler kostet die Beladung für "Echtkohle" pro Wagen etwa 3,50 €. Nun bin ich stolzer Besitzer eines Kachelofens und habe daher immer Kohlenbriketts im Keller. Mein erster Gedanke war nun das Geld zu sparen, ein Kohlenbrikett in eine Plastiktüte zu packen und mit dem Hammer draufhauen, bis die Kohle schön klein ist. Nur wie kann ich die Kohle in den Wagen fixieren? Denn wenn mir ein Wagen umkippt, soll die Kohle im Wagen bleiben und nicht herauspurzeln. Kann mir jemand einen Tipp gegeben, wie ich die Kohle am besten in den Wagen fixiere?
Hallo Dirk. Ich fülle zunächst 2 drittel des wagens mit einem passenden stück styrodur oder ähnlichem. Allein schon wegen dem gewicht. Dann mit kohle auffüllen und mit dem bekannten leim/wasser/spüli gemisch besprühen oder beträufeln.Schotterkleber geht auch ist aber teuer. Man kann aber auch den einsatz außerhalb vom wagen zunächst fertig machen und dann einsetzten. Dann bleiben die wagen frei von leim/ kleber. Gruß Andy
ich schnitze einen Ladungsuntergrund mit zwei oder drei Schüttkegeln aus Styropor. Dieser erhält eine Grundierung mit schwarzer Acrylfarbe. Dann wird er dick mit Acrylklarlack oder Holzleim eingepinselt und mit Kohle versehen. Mit einer Spritze kann man dann noch nachträglich verdünnten Holzleim eintröpfeln.
Und ja, der mittlere Wagen hatte zum Aufnahmezeitpunkt noch seine Original-Ladung.
ich würde statt Kohlenbrikett als Grundstoff eher ein Stück Stückkohle nehmen, wie es bei Mueumseisenbahnen immer im Gleis rumliegt - oder den Kohlenhändler besuchen, wenns den noch gibt. Nur so hat man den zum Teil echten Glanz bei den Kohlestücken und -stückchen. Der Auftrag geht ganz einfach so wie die Kollegen beschreiben. Meine sind sicher öfter mal umgekippt/entgleist; selten löst sich da ein Stück. Nach einiger Zeit und Verstaubung kann man auch gut nacharbeiten.
erst einmaldanke für die vielen Tipps. Nach langer Recherche bin ich einfach zum nächsten Händler (Werken Spielen Schenken in Berlin Steglitz) gefahren und habe nachgefragt. Dort gab und gibt es Kohle in und für H0 von verschiedenen Herstellern. Ich habe zwei Packungen Kohle und Schotterkleber gekauft. Nun fehlt mir noch Füllmaterial, da ich die Wagen nicht komplett mit Kohle befüllen möchte. Leider hatte der Händler gerade zu gemacht, so dass ich nochmal hinfahren muss. Ich schreibe wieder, wenn ich das Material verbaut habe. Vielleicht kann ich dann auch Fotos hochladen.
Ich verwende ein Gemisch aus Ponal und schwarzer Dispersionsfarbe aus dem Baumarkt. Damit habe ich meine Kohleladungen alle befestigt, gut und preiswert!
#7 von
AmericanCollie
(
gelöscht
)
, 27.05.2013 17:13
Nabend Dirk,
ich hab Styrodur zurechtgeschnitten, daß es nach Ladung aussieht - eben als Füllmaterial, dann mit eine Mischung aus Abdeckfarbe (Schwarz was sonst ) den Styrodurklotz angemalt und mit Kohle (Heki, Faller oder Ähnliches) darübergestreut.
statt Styrodur kann man auch einen Block von diesem Schaum aus dem Blumenhandel nehmen, mit denen diese Blumen in einem Gesteck befestigt werden - komme gerade nicht auf den Namen. Ist viel leichter zu bearbeiten als Styrodur: Wagen umgekehrt draufdrücken, abschneiden, fertig. Dann noch färben/kleben/bekohlen.
wenn du weitere Wagen, die schon eine Plastikschüttung als Ladung haben, beladen willst, so feile doch einfach die Stützen dieses Einsatzes etwas kürzer, so dass der Einsatz tiefer im Wagen sitzt. Dann einfach neue Beladung auf die vorhandene Plastikschicht draufkleben - das geht recht einfach mit Weißleim, dem ein wenig Spüli (um die Oberflächenspannung weg zu bekommen) und Wasser beigemischt wurde.
ich habe mir Einsätze aus Polystyrol gebaut, auf die ich aus Styrodur die Schüttkegel angebracht habe. Dann gabs noch einen Rahmen, der innen die Maße des Omm hatte - Du glaubst nicht, wie das von Hersteller zu Hersteller abweicht.... Dann wurden die Kegel erst schwarz gestrichen und dick mit Weißleim eingepinselt. Dann die Kohle drauf - früher die Zerkleinerung eines Eierbriketts, später dann Aktivkohle aus der Reinigungsanlage eines Schwimmbades. Alles trocknen lassen und anschließend abklopfen, nachbessern und mittels Wasser-Weißleimgemisch fixieren.
Eierbriketts habe ich übrigens mit Mohn nachgebildet - zwar etwas zu groß in der Körnung, aber schaut echt gut aus. Der musste dann nur noch schwarz lackiert werden - und etwas Kohlestaub wurde auch zugesetzt zwecks des Glanzes...
die Kohle und den Kleber habe ich mir in Berlin bei "Werken Spielen Schenken" gekauft. Ich habe zwei verschiedene Hersteller genommen und die Kohle zu Hause gemischt. Den Plastikeinsatz habe ich entfernt. Dann die Wagen mit Zeitungspapier und Styroporfüllmaterial vom letzten Versand aufgefüllt. Eigentlich wollte ich die Wagen mit einer Styroporplatte füllen, jedoch verläuft zwischen den Wagen eine Querverstebung aus Plastik. So war die Styroporplatte zu hoch und ich mußte auf das zuvor genannte Füllmaterial zurückgreifen. Zum Schluss habe ich die Kohle darauf geschüttet und mit dem Kleber übergossen. Die Blasen, die aus dem Flüssigkleber entstehen, habe ich noch zerstochen und dann alles trocken lassen. Das Ergebnis seht ihr in dem Beitrag weiter oben.
hier mal eine kleine Bastelei für Kohle und andere Schüttgüter.
Ausgangsmaterial ist 20mm dickes Jakodur, gibts in jedem Baumarkt. Weiterbearbeitung mit Bastelmesser und Feile(Raspel), danach wird der Einsatz eingefärbt. Nach dem Trocknen wird dann das Streumaterial aufgeklebt und fertig.
Zunächst einmal vielen Dank an Schwelleheinz für die Tolle Anleitung. Bei den verschiedenen Schaumstoffen tut man sich mit den Namen doch recht schwer. Jakodur werde ich mir auf jeden Fall mal organisieren :)
Vor ca. 15 Jahren wollte ich einen Selbstentladewagen mit Kohle füllen. Ich habe mir dann Kohle Ladegut aus schwarzem Glas gekauft - müsste NOCH 9202 gewesen sein. Als der Wagen mit dem Glas befüllt war, hat es mir überhaupt nicht gefallen. Es hat zu sehr geglänzt, war nicht richtig Schwarz (Braunstich) und an manchen Stellen viel zu scharfkantig.
Damals hatten wir noch einen Eimer mit Eierkohle aus gepresstem Steinkohlestaub :o Ich habe dann ein Ei in einer Kunststofftüte mit dem Hammer zerkleinert. Das ist zwar ein bisschen Arbeit und man macht auch etwas Sauerei, aber das Ergebnis ist viel realistischer:
Sicher auch nicht 100% originalgetreu (die Körnung) aber immerhin aus dem richtigen Material :o Ob es sich tatsächlich um Steinkohle handelt kann ich nicht sicher sagen, vielleicht war es auch Braunkohle. Leider glitzert die Kohle nur vereinzelt - wenn der Wagen in Bewegung ist, sieht man das aber sehr gut 8) Fragt mich nicht nach dem Unterbau der Kohle, das ist viel zu lange her
Jetzt wollte ich weider Kohle klein machen aber die Eierkohlen sind mittlerweile verfeuert. Ich habe dann an Braunkohle Brickets gedacht aber die gefallen mir nicht so richtig. Sie sind auch nur aus gepressten Resten und es wird dann wieder keinen richtigen Glanz geben. Und bevor ich mir mit dem Zerkleinern viel Aufwand gemacht habe, habe ich Steinkohle organisiert.
Genauer gesagt Anthrazit Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt Koks zu nehmen aber dann habe ich Bilder von Anthrazit gesehen Gefördert wurde Anthrazit in Deutschland noch bis Ende 2018. Wer in der Region wohnt, kann es auch günstig beziehen. Leider bekommt man bei uns keine kleinen Mengen, also musste es eben ein 25kg Sack sein. Der Glanz ist einmalig und die Farbe ist tiefschwarz, schwärzer geht nicht mehr:
Die Bilder sind nicht optimal, man muss das einfach selbst in den Händen halten :o Ich war übrigens positiv überrascht, dass die Körnung so klein ist. Ich hatte mit größeren Brocken gerechnet. So wird es beim Zerkleinern sicher schneller gehen 8)
In den nächsten Tagen werde ich die Kohle mal zerkleinern und (zunächst noch lose) einen Wagen befüllen :)
Ich habe etwas Anthrazit gebrochen und muss meine Aussage, dass die NOCH Kohle zu sehr glänzt, zurückziehen
Die Kohle splittert als wäre es Glas Vielleicht war Anthrazit doch nicht das richtige Material um Kohle für H0 klein zu machen :? Ich habe noch nicht viel ausprobiert aber ganz so einfach wird es nicht werden die Kohle in gleichmäßig große Stücke zu brechen.
die Kohle mit dem Hammer zerkleinern und anschließend mit einem Metallsieb aus dem Küchenbedarf (Tee / Kaffee / Nudeln) sortieren, dürfte die zielführende Variante sein. Aber lass dich nicht von der "Küchen-Chefin" erwischen...
Zuerst mit einem groben Sieb die Stücke aussortieren, die noch einmal bearbeitet werden müssen und dann mit ein oder zwei feineren Sieben die verschiedenen "Körnungen" aussortieren. Idealerweise sind es Metallsiebe, da sie sich anschließend deutlich besser reinigen lassen als solche aus Kunststoff.
Danke für die Tipps, genau so hatte ich das auch geplant.
Die länglichen Splitter machen mir jedoch etwas Sorgen. Dadurch könnte das eine unendliche Geschichte werden
Edelstahl Siebe haben wir in unterschiedlichen Größen in der Küche. Sie sind aber wahrscheinlich zu fein um die groben von den passenden Stücken zu teilen Um von den passenden Stücken den Staub zu trennen sollten sie jedoch super passen.
Zum Zerkleinern der ersten Stücke habe ich den Schraubstock verwendet. Dadurch kann man die Arbeit viel besser kontrollieren aber das geht natürlich nur für den ersten Bruch der großen Stücke. Danach wollte ich die Kohle zwischen zwei Stahl Platten kleiner hämmern. Kohle auf die eine Platte, die zweite darauf und dann die Ränder mit Klebeband "abdichten" Dadurch sollte sich die Sauerei durch umher fliegende Kohle in Grenzen halten
Gestern war ich in zwei Baumärkten, da Styrodur wohl doch nicht jeder im Angebot hat...
Ursprünglich wollte ich ein anderes Material für die Beladung verwenden, aber dazu finde ich einfach keine Infos. Wer bei Reichelt bestellt, kennt es sicher: es sind ca. 5mm dicke weiße Platten aus Hartschaum. Reichelt schützt damit z.B. IC-Sockel für den Versand. Mit diesen kleinen Resten habe ich schon einiges gebastelt
Bei Reichelt habe ich auf Nachfrage die Info bekommen, dass es sich um Styropor handeln soll Da es sich zumindest um kein herkömmliches Styropor handeln kann, habe ich mir dann Styrodur geholt.
Mit den Namen konnte ich zuerst nicht viel anfangen, hier eine kurze Erklärung: Styrodur = XPS = Extrudierter Polystyrol Hartschaum (= Jakodur) Styropor = EPS = Expandiertes Polystyrol (daher die Kügelchen) Sucht man nur nach Polystyrol, bekommt man meistens Styropor angeboten.
Falls jemand die korrekte Bezeichnung der weißen Platten von Reichelt kennt, bitte her damit
Der heftige Erzbeladung dürfte die Wagen durch die Gleise drücken...! Die wurde ich bestimmt auch in Kohleladungen umgestalten.
Hallo Morton,
das genaue Gegenteil ist der Fall. Die Kohlewagen sind schwerer als die Erzwagen. Die Kohlewagen stammen von Roco, bei denen ich den Plastikeinsatz durch echte Kohle für H0 ausgetauscht habe. Damit die Wagen nicht so schwer werden, sind die Wagen mit Zeitungspapier gefüllt und nur die oberste Schicht besteht aus Kohle.
Alles klar Ich denke da hast du mich missverstanden: Erz sind beim Vorbild sehr schwer. Wurde die wagen so wie bei die Modelle im hintergrund mit Erz gefüllt wäre es durch die Schienen gegangen...
Zitat Alles klar Ich denke da hast du mich missverstanden: Erz sind beim Vorbild sehr schwer. Wurde die wagen so wie bei die Modelle im hintergrund mit Erz gefüllt wäre es durch die Schienen gegangen...
Hallo,
da habe ich dich tatsächlich falsch verstanden. Du hast recht, dieTrix-Wagen sind nicht vorbildlich beladen, das Erz darf in den Wagen nicht so voll beladen sein. Aber dann wäre das Erz in den Wagen in der Modellbahn kaum zu erkennen, daher kam wohl diese "Ungenauigkeit".