nach langer Pause - als Kind habe ich mit meinem Vater zusammen Modellbahn gebaut - steige ich gerade wieder ein. Ich habe schon ein wenig im Forum gestöbert und mich jetzt angemeldet, um aktiv teilzunehmen. Ich befürchte allerdings, daß ich mich eher auf der Seite der Fragesteller als bei den Antwortgebenden aufhalten werde. Sollte es gewünscht sein, daß ich mich näher vorstelle, sagt Bescheid. Da ich keinen Vorstellungsbereich gesehen habe, lasse ich das erstmal.
Zum Thema: Ich habe meinen ersten Personenzug: Eine Roco BR 24 und 3-achsige Personenwagen von Fleischmann. Die sollen jetzt beleuchtet werden. Da ich es vermeiden möchte, in jeden einzelnen Wagen eine Stromabnahme einzubauen und um die Kontaktsicherheit zu verbessern, möchte ich gerne stromführende Kupplungen einbauen. Nun gibt es hier bereits den einen oder anderen Thread zu diesem Thema, aber was mich interessieren würde, ist: Wie schließt ihr diese Kupplungen an? Damit meine ich: Welche Signale legt ihr auf die beiden Leitungen? Es gibt so viele Möglichkeiten und jede hat Vor- und Nachteile: 1. Die Spannung vom Gleis in der Lok auf die Leitungen legen. 2. Wie 1., zusätzlich noch in einem Wagen Strom abnehmen. Problem: Wenn die Kontakte in der Kupplung übereinander liegen (wie z.B. bei Tams), darf man den Wagen nicht umdrehen oder von der anderen Seite ankuppeln, sonst gibt es einen Kurzschluss. Bei Krois liegen die Kontakte nebeneinander, da ginge das. 3. Lok und Wagen gar nicht elektrisch verbinden, sondern nur die Wagen untereinander. Dann geht die Beleuchtung auch ohne Lok bzw. kann mit einem Decoder geschaltet werden. Auch hier besteht wieder das Kurzschlussproblem aus 2. 4. Einen Decoderausgang der Lok auf die Leitungen legen, um die Wagenbeleuchtung schaltbar zu machen.
Könnt ihr mir einen Tip geben oder von euren Erfahrungen berichten?
Das Gleissystem ist 2L-Gleichstrom, noch analog, die Umrüstung auf digital soll aber dieses Jahr erfolgen.
bei den TAMS Kupplungen kannst Du die Wagen beliebig anordnen - der obere Kontakt bleibt immer der obere Kontakt....wichtig ist nur, dass Du die Verbindung entsprechend lötest...
Ich persönlich baue einen Funktionsdecoder in einem Packwagen ein und steuere die beiden Pole via Relais (kleines 12V SIL-Relais). Potential ist bei mir Mittelleiter - im 2-Leiter System würde ich die "alte" + Schiene (roter Decoderversorgungsanschluß)nehmen Oberer Kontakt Innenbeleuchtung Wagen (bei mir F1/Aux1 des Decoders) Unterer Kontakt Schlußbeleuchtung letzter Wagen (bei mir F3 / Aux3 des Decoders) F2 / Aux3 steuert die Schlußbeleuchtung im Packwagen
Die Innenbeleuchtung benötigt in diesm Fall einen Gleichrichter - ebenso die Schlußbeleuchtung des letzten Wagens. Der 2. Anschluß des Gleichrichters wird mittels Radschleifer auf die - Schiene alter Benennung gelegt (Da wo der schwarze Decoderversorgungsanschluß auch liegt).
Irgendwo im Forum gibts auch die entsprechende Anschlußskizze....
Es ist immer zu bedenken wie du deine Wagen zusammenstellst . Bleiben sie immer gleich gekoppelt oder werden sie des öftern getrennt . Um keine Trabls zu bekommen nimm gleich Ledbeleuchtungstreifen mit Decoder und die Stromabnahme von den Räder des jeweiligen Wagon . Eventuell Pufferkondensator dazu um flakern zu minimieren . ca. 25 Euro Stelle einmal die Kosten zusammen Stromkupplungen dafür billigere Lichter oder Einzel - Ledstreifen mit decoder u. P-Kondensator . Jetzt wieg die Vor - Nachteile ab . Solange kein Digital vohanden ist leuchten die digitelen Ledstreifen immer . Danach kanst du sie schalten . Bei Einzeleinbau kanst sogar getrennte einstellungen vornehmen . bzw, adressieren .
@Klaus Daß oben immer oben bleibt, ist klar. Wenn ich aber in der Lok und in einem Wagen Strom abnehme, darf ich den Wagen nicht rumdrehen. Ebenso wenn ich eine der beiden Schienen für den geschalteten Stromkreis mitbenutze.
@Anton Die Wagen bleiben voraussichtlich fest gekoppelt, insofern reduziert sich das Problem. Um Kosten geht es mir primär auch nicht, sondern um Kontaktsicherheit und - das muß ich gestehen - ein bißchen um den Arbeitsaufwand.
Übrigens: Wie bekommt man denn das Wagendach am einfachsten ab?
Hallo ! Das Wagendach abzubekommen , ist möglich nur mit den gesamten Wagengehäuse. Wegen der Stromkupplung kannst auch bei Krois Modellbahn schauen was der hat. http://www.krois-modell.at/
wirst recht haben - ich habe ja Schleifer...... Und ich dachte, durch Digitalisiserung sind gewisse Nachteile der Unsymmetrie beim Zweileitersystem aufgehoben. Mußte mir Deine Bemerkung anhand einer Zeichnung erst mal richtig zu Gemüte führen. Allerdings solltest Du dan das Thema bei den anderen Kupplungen dann auch haben - oder hab ich jetzt einen kompletten Denkfehler?
je mehr ich mir das Thema durch den Kopf gehen lasse, desto mehr neige ich dazu, zwischen Lok und Wagen gar keine elektrische Verbindung herzustellen, sondern nur zwischen den Wagen untereinander. Diese bleiben dann sowieso fest gekuppelt.
@Anton Die Krois-Kupplungen habe ich mir schon angeschaut. Dort hat man bis zu 6 Leitungen zur Verfügung und kann dann einige Dinge schaltbar machen...
@Klaus Wenn die Anschlüsse in der Kupplung nebeneinander liegen, kann man sie im Wagen mit der Schiene auf der gleichen Seite verbinden. Wenn man den Wagen rumdreht, liegt der zugehörige Anschluß auch auf der anderen Seite und alles paßt wieder. Wenn ich aber die Wagen sowieso fest gekuppelt lasse, ist es egal, denn dann wird kein Wagen rumgedreht.
ich habs nochmal auf dem Papier durchprobiert.... Das Thema Verpolung wirst Du wahrscheinlich haben, egal welche Kupplung Du nimmst, es sei denn, Du kannst die Kontakte symmetriesch belegen. Eine einfache Lösung ist mir leider bisher nicht eingefallen - vielleicht ist ein 2-Leiter-Fahrer hier, der da weiterhelfen kann - ich muß mich aus dem Thread ausklinken - leider.
nachdem ich mir jetzt tagelang den Kopf zerbrochen habe, bin ich zu folgender Lösung gelangt:
Die Wagen werden untereinander mit Krois-Kupplungen (5- oder 6-polig) gekuppelt und bleiben dann auch zusammen. Vorne und hinten sowie an die Lok kommt je eine Tams-Kupplung (2-polig). Die kann ich dann so anschließen, daß ich die Lok von beiden Seiten ankuppeln kann. Einen Wagen rüste ich mit Radschleifern aus, dadurch sollte ich im Fahrbetrieb ganz guten Kontakt haben (Lok + Wagen), wenn die Wagen abgestellt sind, haben sie trotzdem Strom (um sie z.B. in der Vitrine zu beleuchten). In einen Wagen baue ich einen Decoder und schalte damit die Beleuchtung, die Schlußleuchten (vorne + hinten getrennt) und - bei einem Steuerwagen - das Dreispitzenlicht.
Damit ist dann alles, was man braucht, abgedeckt.
Ich danke euch für eure Hilfe! Sobald ich alles eingebaut habe, berichte ich, ob es funktioniert.
Ich habe die zweipoligen Krois-Kupplungen im Einsatz (günstig geschossen) und muss sagen, dass ich sie sehr fummelig finde mit den kleinen Drahtstiften. Aber da es auch um einen weitgehend festen Zugverand handelt, fällt der Negativpunkt nicht so ins Gewicht, und so wie es aussieht, bei dir auch nicht.
Hallo Rainer, ich habe div. Wagen mit tams-Kupplung versorgt. Wenn du einen Wagen als Stromabnehmer einsetzt und die anderen Wagen kuppelst (ohne Kontakt zur Schiene), gibt es keinen Kurzschluss. Du schleifst ja beide Pole durch. Du kannst die Wagen auch drehen. Stromzufuhr reicht einmal (bei mir seit Jahren für viele beleuchtete Züge) pro Zug (bis zu 6 bis 7 Wagen). Stromabnehmer sind bei mir gerne Packwagen (viel Platz für Gleichrichter, Dekoder etc - bin ja AC-Motorolaflackern) Zu deinen Fragen: Ad 1: Habe ich nicht gemacht, bringt keinen Vorteil, auch im Original muß die Lok nicht alles machen. Ad 2: Wie oben Ad 3: Ist meine Lösung, Kurzschluss sehe ich nicht. Ad 4: Bedenke die Belastbarkeit des Lokdekoders Hoffe, dir geholfen zu haben Für Rückfragen offen Robert
ich wollte eine kurze Rückmeldung über das Projekt geben.
Ich habe jetzt folgendes gebaut: - Der erste und der letzte Wagen haben Radschleifer. - Im Gepäckwagen liegt ein Funktionsdecoder + Stützkondensator, wobei letzterer über einen AUX-Ausgang schaltbar ist. Er ist aber wahrscheinlich entbehrlich, denn auch bei abgeschaltetem Kondensator flackert nichts. - Am ersten und letzten Wagen habe ich eine 2-polige Tams-Kupplung verbaut. Damit könnte ich, wenn ich die gleiche in der Lok einbaue, die Stromabnahme verbessern. Sie kuppelt aber auch mit der derzeit verbauten Fleischmann-Profikupplung. - Ebenfalls am ersten und letzten Wagen sind rote Schlußleuchten angebracht, die über den Decoder geschaltet werden können. - In jedem Wagen ist eine LED-Beleuchtung verbaut, schaltbar über den Decoder. - Zwischen den Wagen habe ich 5-polige Krois-Kupplungen verbaut (Gleis rechts, Gleis links, Innenbeleuchtung, Schlußleuchte, U+). Diese sind IMHO sehr schwer zu kuppeln, eine richtige Fummelei. Da die Kupplungen nicht symmetrisch sind, kann man einzelne Wagen nicht umdrehen, was mich aber nicht stört.
2 Dinge habe ich beim Umbau gelernt: 1. So ein Umbau dauert - vor allem für ungeübte - viel länger als gedacht. 2. Man kann Unmengen an Geld versenken.
Jeder Wagen bekommt eine Stromabnahme, mit der Stromführenden Kupplung wird diese durch die 3 Wagen geleitet, das erhöht die Stromabnahmebasis. Zudem bekommt jeder Wagen einen Gleichrichter und zur Not einen kleinen Kondensator. Hier kann ich jetzt die Wagen lustig verdrehen, weil der Gleichrichter sowieso immer am selben Ende Plus und Minus rausgibt. Dann brauchts für die LEDs noch nen Vorwiderstand. Wenns schaltbar sein soll, würde ich es ebenso machen, aber eben mit 4 poliger Kupplung, und einem Decoder im Packwagen (da wo halt Platz ist). Eine breite Stromabnahmebasis ist nicht zu verachten, kann aber natürlich auch bei stromlosen Abschnitten zu Probleme führen!
Um maximal flexibel im einsatz der wagen zu bleiben, würde ich es bei dc-gleis allerdings vorziehen, in jedem wagen preisgünstig die stomabnahme über radschleifer bzw. achs-hülsen zu realisieren. Zusätzlich die preisgünstigen china-led-strips + vorwidersstand je nach helligkeitswunsch verbauen. Für das nun eingesparte geld dann in jedem wagen eine kleinen, einfachen funktionsdecoder verwenden. Dann ist die polung völlig egal und es kann auch ein pufferkondensator mit ladewiderstand als flackerschutz "in die toilette" + an die led-strips. Mit einem decoder können dann verschiedene "lichtspiele" realisiert werden (rotes rücklicht, weiß in der speisewagenküche, gang separat usw).
Jetzt hast du hier viele unterschiedliche vorschläge bekommen. Bei der beurteilung würde ich die stromversorgung von der eigentlichen beleuchtung getrennt betrachten - und natürlich die kosten.