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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#1 von swisstrain , 30.06.2013 17:14

Hallo zusammen

Ich habe einige Lötstellen bei Sommerfeldt Oberleitungen, die zu rosten beginnen. Frage: Was verursacht das Rosten? Ist das Lötöl dafür verantwortlich?

Oder was greift sonst die Metallprofile und -Ausleger an?

Wie kann man das verhindern?

Danke für Eure Tipps im Voraus!

Lieber Gruss
Alex


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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#2 von DeMorpheus , 30.06.2013 18:36

Zitat von swisstrain
Was verursacht das Rosten? Ist das Lötöl dafür verantwortlich?


Hallo Alex,

das Lötöl kann sehr gut dafür verantwortlich sein.
Da sind meistens Zusätze enthalten, die auf die Dauer stark korrosiv wirken. Wen dem so ist, sollten entsprechende Hinweise (verklausuliert) auf der Verpackung zu finden sein. Um welches Produkt handelt es sich denn?

Abhilfe schafft das gründliche Reinigen der fertigen Lötstelle oder die Verwendung von Flussmittel auf Kolophonium-Basis, wie es in Elektroniklot als Seele enthalten ist.

Schöne Grüße,
Moritz


Viele Grüße,
Moritz

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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#3 von Südbahnler , 30.06.2013 19:34

Hallo,

Sommerfeldt empfiehlt ausdrücklich in seiner Aufbauanleitung nach dem Löten die Lötstellen mit Spiritus zu reinigen, um die Rückstände des Lötöls zu entfernen.


Viele Grüße
Albrecht

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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#4 von supermoee , 30.06.2013 20:43

Hallo,

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Gruss

Stephan


MM freie Zone, während DCC sich bei der Steuerung von Loks immer breiter macht. Sonst mfx.


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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#5 von Jör g Schmidt , 01.07.2013 23:54

Zitat von supermoee
Hallo,

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Gruss

Stephan



Moin
jetzt ist es vermutlich zu spät was dran zu ändern, oder gibt es da in dem Stadium noch Tipps zur Umkehrung?

@Stephan
wenig hilfreich und wer bitte liest denn Anleitungen bevor etwas nicht von alleine funktioniert?


schöne Grüße von der Wupper
Jörg

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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#6 von floete100 , 02.07.2013 17:58

Zitat von Jör g Schmidt
Moin
jetzt ist es vermutlich zu spät was dran zu ändern, oder gibt es da in dem Stadium noch Tipps zur Umkehrung?


Wozu umkehren? Was soll groß passieren? Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. "Use as is": Ich wette, bei der "echten" Bahn gibt's viel mehr Rost als auf der Moba - und dieser Rost ist sogar echt . Durchrostung ist erst in 100 Jahren zu befürchten ...
2. Rost grob entfernen (Drahtbürste, ggf. Schmirgel), dann mit passender Farbe nachlackieren.

Gruß,
Rainer


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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#7 von ET 65 , 02.07.2013 20:38

Zitat von floete100

Zitat von Jör g Schmidt
Moin
jetzt ist es vermutlich zu spät was dran zu ändern, oder gibt es da in dem Stadium noch Tipps zur Umkehrung?


Wozu umkehren?


Hallo Rainer,

damit es nicht weiter rostet!

Zitat von floete100
Was soll groß passieren?

Durchrosten? Die Fahrleitung unbrauchbar machen?

Hier wäre die Frage sinnvoll gewesen, ob es nur die Lötstellen am Fahrdraht betrifft oder auch Lötstellen zwischen Fahrdraht und Masten?

Zitat von floete100
Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. "Use as is": Ich wette, bei der "echten" Bahn gibt's viel mehr Rost als auf der Moba - und dieser Rost ist sogar echt .

Rost an der Fahrleitung - vor allem am Fahrdraht - wirst Du bei der "echten" Bahn nicht finden. Wieso ist dieser dann beim Modell echt?

Zitat von floete100
Durchrostung ist erst in 100 Jahren zu befürchten ...

Bist Du Experte, um eine solche Behauptung aufstellen zu können?

Zitat von floete100
2. Rost grob entfernen (Drahtbürste, ggf. Schmirgel), dann mit passender Farbe nachlackieren. ...

Darf ich da ergänzen, dass die Ursache für den Rost weg muss. Die Reinigung mit Spiritus hat den Vorteil, dass neben den Rückständen des Flussmittels auch Feuchtigkeit beim Abdunsten des Spiritus mit beseitigt wird. Nach vollständigem Entfernen des Rostes sollte die Stelle mit einem entsprechenden Mittel grundiert und erst dann lackiert werden.

Wenn es sich hier um Fahrleitung handelt, die auch vom Schleifstück des Pantographen berührt wird, empfehle ich trotz des Aufwandes den Austausch des betroffenen Fahrdrahtes. Denn das geflickte Stück ist deutlich rauher, die Farbe wird doch durch das Schleifen des Pantographen nicht halten und die Pantographen stärker abnutzen.

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#8 von floete100 , 03.07.2013 18:05

Schöne lange Antwort, Heinz.

Zitat von ET 65
Bist Du Experte, um eine solche Behauptung aufstellen zu können?


Wie sieht's denn bei Dir aus - wie gut kennst Du Dich mit Korrosions- bzw. Elektro-Chemie aus?

Zitat von ET 65
... damit es nicht weiter rostet!


Was erwartest Du? Dass sich der Rost ausbreitet wie ein Schimmelpilz?

Korrosion entsteht durch Oxidation. Dazu muss dem Stahl ein Oxidationsmittel angeboten werden, an das er Elektronen abgeben kann. Das war hier das Lötöl - aber in sehr begrenzter Menge: Ein Tropfen. Der hat nun seine Wirkung getan - er hat Elektronen aufgenommen, soviel er konnte. Der betroffene Stahl ist ein bisschen gerostet - und das war's!

Für weitere Korrosion wäre zunächst die weitere Zufuhr von Oxidationsmittel erforderlich. Aber so beknackt wird wohl niemand sein, neues Lötöl aufzubringen!

Auf dieser Basis habe ich meine Tipps gegeben. Und ich halte das Reinigen mit Spiritus (außer sofort nach dem Löten, natürlich - um die Korrosion zu verhindern), die Grundierung und erst recht das Austauschen von Fahrdrähten für überflüssig. Wenn die Unterseite der Drähte betroffen ist (mit der die Pantos in Berührung kommen), ist natürlich etwas Nacharbeit sinnvoll: Glätten mit einer feinen Feile zum Beispiel.

Übrigens: Ich habe Lötstellen (zumal Fahrstrom- und Masseanschlüsse an meinen M-Gleisen), die ich z. T. vor über 30 Jahren erstellt habe. Mit (säurefreiem) Lötfett, ohne jede Nachbehandlung. Die haben teilweise geringfügige Umrostung - aber mehr ist nicht passiert. 30 Jahre lang! Soviel zum "Weiter-/Durchrosten".

Gruß,
Rainer


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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#9 von swisstrain , 07.07.2013 16:14

Gemäss der Anleitung von Sommerfeldt soll man beim Zusammenlöten von Schweizer Querjochen mit einem in Sprit getränkten Pinsel die Lötstellen behandeln.

Frage: Wird da nicht einfach das Lötfett verteilt, statt entfernt?


Denn genau das denke ich, könnte bei mir passiert sein. Ich habe nämlich durchaus gelesen, was bei Sommerfeldt steht (@Stephan).

Wie sieht ihr das?

Lieber Gruss
Alex


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RE: Lötstellen rosten bei Sommerfeldt Oberleitung

#10 von floete100 , 07.07.2013 16:31

Alex, dann müsstest Du aber Lötfett im Übermaß verwendet haben! Es reicht eine winzige Menge, um die Lötstellen oxidfrei zu bekommen. Beim Lötvorgang brennt noch etwas davon weg. Und evtl. dann noch vorhandene Spuren können mit Spiritus entfernt werden - ich würde dafür aber lieber einen Lappen als einen Pinsel nehmen.

Übrigens, noch eine Frage: Du schreibst jetzt von "Lötfett". Hast Du Lötfett verwendet oder das Lötöl von Sommerfeldt? Ich weiß noch, dass ich zunächst beim Bau meiner Quertragwerke das Lötöl versucht habe. Ich bin dann aber schnell wieder zu meinem gewohnten Lötfett zurückgekehrt, weil ich feststellte, dass sich das Lötöl schlecht dosieren ließ (vulgo: Es kam zu viel an die Lötstelle!).

Gruß,
Rainer


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