RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#1 von TRAXXer , 23.07.2013 23:33

Hallo liebes Forum,

ich möchte euch ein kleines Projekt vorstellen, welches mich schon länger beschäftigt hat, und welchem ich mich jetzt in der vorlesungsfreien Zeit ("Semesterferien") angenommen habe. Vorab: Ich weiß, dass es solchartige Bauberichte bereits gibt, denke aber, dass sich mein Projekt aufgrund seiner Neuartigkeit doch vorzustellen lohnt.

Ich beschäftige mich seit einer Weile mit der Beschaffung einer Airbrush-Grundausrüstung. Ein Kompressor wurde angeschafft, eine günstige Pistole für die ersten Gehversuche. Als "bastlerische Herausforderung" sowie aus Notwendigkeit sollte außerdem eine kleine Lackierkabine bzw. Abluftkabine hinzukommen, da ich keine designierte Werkstatt habe, sondern meine Arbeiten auf dem Schreibtisch im Wohnzimmer durchführen werden muss.

Platz ist eindeutig ein Faktor, deswegen hatte ich mir überlegt, die Abluftkabine zerlegbar zu gestalten. Selbstbau war weiterhin ein muss, weil die kaufbaren Modelle mir teilweise die Tränen in die Augen trieben (z.B. hier). Es wurden immer mal wieder Skizzen angefertigt, außerdem habe ich mir einige Selbstbauten anderer Modellbauer(/-bahner) hier im Forum sowie in anderen Foren zu Gemüte geführt.

Nachdem der Plan (mehr oder weniger ) stand, bin ich in den Baumarkt gefahren und habe weiterhin einige Bestellungen getätigt.

Los gings:


Das kreative Chaos ist bei mir oft Bestandteil von solchen Basteleien. Auf dem Holzstück für die Seitenteile habe ich noch einige andere Stücke untergebracht.

Die Kabine entsteht aus 4 mm starkem Birken-Multiplex, welches ich mir im Baumarkt grob habe zuschneiden lassen. Laut Baumarkt ist das Multiplex wesentlich belastbarer als normales Sperrholz, und da das Holz für meine Anwendung "nichts können muss", habe ich mich für dieses anstelle von Sperrholz (8 mm für den gleichen Preis) entschieden. Für die gesamte Kabine habe ich etwa 0,5 m² Holz verbraucht, sodass ich hierbei bei <10 € geblieben bin.


Eine erste Passprobe für das Grundelement, welches die Lüfter sowie die Elektronik enthält.

Im Prinzip soll die Kabine wie eine Dunstabzugshaube funktionieren. Also muss eine Art Trichter entstehen, welche den Luftfluss hin zu den Lüftern lenkt.


Im Deckel ist eine kleine Kante angebracht, die drei Funktionen hat...

Beim Bau der Kabine habe ich zwei neue Werkzeuge/-Stoffe kennengelernt, die mich begeistert haben. Für die meisten wahrscheinlich nichts neues, für mich jedoch schon, da ich bisher meist eher der Theoretiker war.

Zum einen wurde, wie schon im Foto oben zu sehen, Spachtelmasse verwendet. Hiermit habe ich insgesamt einen glatteren und gefälligeren Look hingekriegt.


Zunächst wurden der Deckel, die hintere Blende sowie das Element vor den Lüftern erstellt und lackiert.

Gesägt wurde mit der Stichsäge, kleinere Bohrungen (in Ermangelung eines Akkuschraubers flaster: ) mit dem Dremel gefräst... nicht sehr elegant, aber ich habe den Job erledigt. Lackiert wurde mit grauer Grundierung aus der Dose; wenn ich mal Lust habe, kommt da evtl. noch mehr. Eine richtige Lackierausrüstung habe ich ja jetzt, wer weiß... Alle Verbindungen, die nicht gelöst werden sollen, wurden mit stinknormalem Holzleim ausgeführt.


Jetzt kann man sich vorstellen, wie die Kabine später mal aussehen wird.

Die Lüfter sind solche aus dem PC-Zubehör; Ich habe neue gekauft, weil ich erstens keine alten Lüfter zur Hand hatte, und die PC-Lüfter einen leisen Lauf und einen hohen Luftdurchsatz versprachen. Jeder Lüfter soll knapp 100 m³ Luft pro Stunde fördern, die zwei zusammen also wesentlich mehr als der oben verlinkte Apparat von Conrad.


Die Fläche des Absatzes ist nachher parallel zum Tisch und wird die Beleuchtung tragen (Funktion 1). Außerdem blicke ich so nicht direkt in die Lichtquelle (Funktion 2)


Detail der Rückansicht mit Stromversorgung und zweistufigem Schalter

Die Stromversorgung erfolgt über das Netzteil, welches dem LED-Band beilag (12 V/2 A). Praktischerweise benötigen die Lüfter die gleiche Betriebsspannung. Das Netzteil ist ausreichend dimensioniert. Die Buchse im Gehäuse stammt auch aus diesem Kauf, leider brach beim Einsetzen in die Rückwand eine der Verbindungen zur Anschlussklemme. Also habe ich die Kunststoffummantelung der Buchse abgeschnitten und die Buchse "nackt" in die Wand eingesetzt. Ein Schuss Heißkleber hält sie an der Stelle.


Hier ist die gesamte Elektrik zu sehen.

Die Beleuchtung ist bei gestecktem Netzteil immer an; die Lüfter können über den Schalter in zwei Stufen geschaltet werden. Dazu habe ich einen Widerstand von 10 Ω an den einen Pol des Schalters verdrahtet. Die Kabel nach oben sind für die Beleuchtung im Deckel gedacht. Hier kommt die Klemme aus der Buchse wieder zum Einsatz.


Detail der Elektrik


Erster Funktionstest mit fertiger Elektrik. Great Success!

Wie bereits erwähnt, soll eine Beleuchtung in den Deckel der Kabine eingebaut werden. Hierzu habe ich mir LED-Band besorgt. Es handelt sich um kaltweiße PLCC6-LEDs, 5 m inkl. Netzteil für 19,99 €. Für die Verbindung zum Grundelement werden (überdimensionierte ) Kabel verlegt, und, wie übrigens überall, mit Heißkleber fixiert. Diese Verbindung hält auf dem Multiplex-Material sehr gut.


Das LED-Band in doppelter Ausführung für höhere Lichtausbeute

Das LED-Band wurde an der vorgesehenen Stelle abgeschnitten, kurze Kabel verbinden beide Stränge miteinander. Das selbstklebende Band hält auf dem lackierten Spachtel/Holz ausreichend fest.




Aus einem kleinen Stück Holz, Draht und Schrumpfschlauch habe ich einen Stecker gebastelt, der genau auf die grüne Klemme passt. Er soll die schnelle Verbindung der Beleuchtung beim Zusammensetzen der Kabine ermöglichen.

Da die Kabine ja zerlegbar bleiben soll, musste ich mir etwas einfallen lassen. Vor längerem habe ich durch Zufall kleine Neodym-Magnete in die Hand bekommen, und war erstaunt, wie kräftig diese Magnete sind! Für diesen Anwendungsfall schienen mir die Magnete geeignet. Die Seitenwände und der Deckel sind mit jeweils zwei mal zwei Magneten aneinander befestigt, zusätzlich die Seitenwände und der Deckel untereinander:


Hier sieht man, wie Deckel und Seitenwand aneinander haften sollen. Der Magnet des Deckels ist an dem schmalen Absatz befestigt (Funktion 3)

Die Magnete habe ich, wie das meiste andere Material auch, bei ebay bestellt; ø 7 mm/h 2 mm, 20 St. für 7€. Gebraucht habe ich 16.

Das nette an der Magnetgeschichte ist: Man kann die Teile einfach zusammen stecken, die Magnete ziehen alle Teile in Position. Die Magnete sind kräftig genug, um die Kabine zusammen zu halten. Man kann sie an den Seitenteilen hochheben, ohne dass sie auseinander fällt. Trotzdem ist die Demontage leicht.

Die Magnete sind mit meinem zweiten neuen Werkstoff verklebt worden: 2-Komponenten-Epoxidkleber. Das Zeug stinkt zwar wie flaster: , ist aber gut zu verarbeiten (es sei denn, man vertut sich mit dem Mischungsverhältnis ), und klebt nach ein paar Minuten bereits bombenhart.


Hier ist nochmal die Lichtausbeute zu sehen. Es gibt keine prägnanten Schatten, was ich mir besonders fürs Lackieren als recht vorteilhaft erwarte.


Und schließlich die fast fertige Kabine!

Eine Lieferung fehlt noch, und zwar fast die wichtigste. Für die Filterung habe ich (bei ebay) Filtermaterial für Dunstabzugshauben bestellt. Es handelt sich um eine Kombination aus Feinstaub- und Aktivkohlefilter, welche ich für ausreichend halte (hoffentlich nicht, um eines besseren belehrt zu werden...).
Das Filtermaterial wird in die im letzten Foto zu sehende Halterung von oben eingeschoben. Ich habe drei Stücke Aluminium-U-Profil mit Epoxid an die Seitenteile bzw. das Grundelement geklebt. Evtl. muss ich noch ein Stück Gitter zuschneiden, falls das Filtermaterial zu sehr in Richtung der Lüfter durchbiegt.

Noch eine kleine Materialliste:

  • Gehäuse: Birke Multiplex 4 mm / ca. 0,5 m² - ~7€
  • Lüfter: Arctic F12 120*120*25 mm / 2 Stück - 9€
  • Licht: LED-Band kaltweiß 5 m / ca. 90 cm - ~3,60€
  • Schalter zweistufig EIN/AUS/EIN - 1,60€
  • Alu-Profil "U" 1 m / ca. 70 cm - ~1€
  • Filtermaterial 5,30€ - ergibt ca. 3 Filter
  • Magnete NEODYM ø 7mm / h 2mm / 20 Stück - 7€
  • Kleinmaterial wie Kabel, Kabelschuhe, Widerstand, ... aus der Bastelkiste


Macht nach Adam Riese 35,50€ für diese einzigartige Abluftkabine, die meinen Anforderungen gerecht wird.
Den Zeitbedarf kann ich nicht genau beziffern, hab inkl. einiger Trödelei knapp 3 Tage benötigt. Eingerechnet sind Trockenzeiten für Lack, Spachtel und Kleber... Natürlich bin ich nicht ganz zufrieden, manchmal hätte ich beim Zuschnitt bzw. dessen Planung genauer sein können. So gibt es noch einige Spalte in der Konstruktion, die sich aber hoffentlich nicht negativ auswirken.

Die obigen und weitere Fotos gibt es hier: KLICK

Ich hoffe, dass mein Baubericht gefallen konnte! Vielleicht ist es für den einen oder anderen ja auch Alternative zum teuren Kauf...


Schöne Grüße, Niklas


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#2 von Pukodriver ( gelöscht ) , 23.07.2013 23:41

Heiho
es war sehr interessant dir hier beim Bau zuzusehen
ich bin beeindruckt

Gruß
Kai


Pukodriver

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#3 von trashmaster , 23.07.2013 23:55

Sehr interessante Sache!
Jetzt bin ich am Überlegen ob ich mir auch soetwas zusammenzimmern soll. Bei mir stehen auch bald die ersten Airbrushversuche an.

Nur mit dem 100Ohm Widerstand wäre ich vorsichtig, nicht dass der eine zu geringe Leistung hat. Ich hoffe du hast mal durchgemessen was du für einen Spannungsabfall an dem Ding hast, nicht dass der langsam wegschmort.


Grüße Georg


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#4 von Pukodriver ( gelöscht ) , 23.07.2013 23:58

Zitat von trashmaster
Sehr interessante Sache!
Jetzt bin ich am Überlegen ob ich mir auch soetwas zusammenzimmern soll. Bei mir stehen auch bald die ersten Airbrushversuche an.

Nur mit dem 100Ohm Widerstand wäre ich vorsichtig, nicht dass der eine zu geringe Leistung hat. Ich hoffe du hast mal durchgemessen was du für einen Spannungsabfall an dem Ding hast, nicht dass der langsam wegschmort.



kann ich zum beispiel nicht

sowas tolles zu bauen lass ich lieber die Leute die das können im gegensatz zu mir

Gruß


Pukodriver

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#5 von TRAXXer , 24.07.2013 00:20

Hallo ihr zwei,

danke für's Lob.

Georg, ich weiß nicht genau ob es was ausmacht, aber es sind 10 Ω, nicht 100 Ich habe das ganze nicht genau durchgerechnet, sondern lediglich probiert, welcher Widerstand für eine sinnvolle "Stufe 1" sorgt. Der Widerstand stammt aus einem Billigsortiment, leider kenn ich mich mit der Hardware nicht wirklich aus, bin wie gesagt eher Theoretiker, könnte es schwierig werden?

Edit:
Die Lüfter ziehen jeweils 150 mA. Also haben wir am Widerstand einen Spannungsabfall von 0,3A * 10Ω = 3V.
3V * 0,3A = 0,9W. Halte ich jetzt für unbedenklich, ohne jedoch die Daten des Widerstandes zu kennen.

Oder liege ich mit der Rechnung ganz daneben? ops:


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#6 von Alex Modellbahn , 24.07.2013 06:49

Moin Niklas,

Sehr schöner Baubericht, animiert zum nachmachen. Die Kabine macht einen guten Eindruck.

Jetzt fehlen nur noch die Zeichnungen für die Einzelteile.


nordische Grüße
Alex


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#7 von TRAXXer , 24.07.2013 08:34

Moin Alex,

die könnte ich noch nachliefern. Wie gesagt, passen allerdings manche Sachen nicht hundertprozentig... Wenn ich eine Zeichnung mache, dann von der imaginären verbesserten Version. Stay tuned!


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#8 von Balde99 ( gelöscht ) , 24.07.2013 08:52

Zitat von TRAXXer
Moin Alex,

die könnte ich noch nachliefern. Wie gesagt, passen allerdings manche Sachen nicht hundertprozentig... Wenn ich eine Zeichnung mache, dann von der imaginären verbesserten Version. Stay tuned!




Sowas hatte ich vor Jahrzehnten auch schon geplant, damals mit einer alter Dunstabzugshaube!

Mal sehen könnt ich eigentlich wieder aufleben lassen - so wie bei dir!

Nur werd dich die dann fest einbauen mit nem Drehteller und so!


Balde99

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#9 von silz_essen , 24.07.2013 09:07

Hallo zusammen,

ich habe mir vor Jahren etwas ähnliches gebaut. Die offenen Lüfter verdrecken allerdings sehr stark, da ja immer ein gewisser Farbnebel mitgerissen wird. Daher habe ich einfach Papierfilter von einer Dunstabzugshaube vor die Lüfter gemacht. Der Luftabzug ist immer noch gut genug, die Lüfter bleiben sauber, und die Filter werden bei Bedarf kostengünstig getauscht.
Weiterhin habe ich die Spritzkabine zusammenklappbar gemacht, sodaß sie bei Nichtbenutzung nocht so viel Platz weg nimmt und neben dem Schrank verstaut werden kann.

Gruß
Martin


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#10 von TRAXXer , 24.07.2013 09:18

Hallo Martin,

wenn du alles gelesen hättest wüsstest du, dass Filtermaterial noch kommt.

Zitat von TRAXXer
Kombination aus Feinstaub- und Aktivkohlefilter


Natürlich möchte ich den anfallenden Farbnebel nicht 1:1 auf den hinter der Kabine stehenden TFT-Monitor pusten

Und zerleg-, wenn auch nicht klappbar ist meine Kabine ja auch, das war ja der Sinn der Sache.

Bernd,
ich habe bei der Recherche sogar von jemandem gelesen, der einfach eine Dunstabzugshaube mit Klappen versehen hat. So geht es natürlich auch.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#11 von TRAXXer , 25.07.2013 13:27

So, hier noch das Finish.

So sieht das Filtermaterial aus:



Ich habe im Baumarkt Streckmetall, also Gitter besorgt. Aus einem mir nicht ersichtlichen Grund sollte Alu-Gitter in der gleichen Abmessung und Maschenweite 11€, Stahl-Gitter 4,50€ kosten.... Nunja. Ich habe mich für das Stahlgitter entschieden. Um das Material zurechtzuschneiden, habe ich den Dremel mitsamt Trennscheibe bemüht. Nicht optimal, aber ich kann mir nicht alles an Werkzeug anschaffen... Zu Hause war die Garage immer voll mit allem Da hatte es auch eine kräftige Blechschere.



Ich habe mir also quasi einen Filter-Einsatz für meine Haube gebaut. Dazu habe ich die Ränder des Gitters um das Filtermaterial gebogen. Hoffentlich muss ich den Filter nicht allzu oft wechseln... Das Gitter ist schwer zu biegen, und wahrscheinlich nach zwei mal auf und zu durchgebrochen.



Jetzt noch ein Foto der fertigen Kabine:



Wie gesagt, ich bin nicht zu 100% zufrieden, habe aber das Lastenheft abgearbeitet und eine funktionierende Kabine.

Ich habe die Galerie mit den Fotos aktualisiert. Wer übrigens Links zu den Artikel haben möchte, mag mich doch bitte kontaktieren.

Danke für's zusehen!

PS: Um meinen neuen Airbrush auszuführen, habe ich mir ein erstes Projekt überlegt. Einen kleinen Hinweis gibt es hier, hier und hier!


Schöne Grüße, Niklas


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#12 von Leuchtdiode ( gelöscht ) , 25.07.2013 15:12

Hi Niklas
Die Kabine ist ja nicht schlecht geworden! Hast du wirklich ordentlich hinbekommen.
Machst du auch Auftragsarbeiten mit dem Airbrush?


Leuchtdiode

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#13 von TRAXXer , 25.07.2013 16:02

Zitat von Leuchtdiode
Auftragsarbeiten mit dem Airbrush?


Du weißt noch garnicht, ob du das willst Ich habe noch absolut keine Erfahrung und werde erstmal selber solche sammeln. Das oben erwähnte Projekt ist dann wohl mein Erstlingswerk, welches ich selbstverständlich präsentieren werde, und dann gucken wir weiter


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#14 von trashmaster , 25.07.2013 23:08

Zitat von TRAXXer


Edit:
Die Lüfter ziehen jeweils 150 mA. Also haben wir am Widerstand einen Spannungsabfall von 0,3A * 10Ω = 3V.
3V * 0,3A = 0,9W. Halte ich jetzt für unbedenklich, ohne jedoch die Daten des Widerstandes zu kennen.

Oder liege ich mit der Rechnung ganz daneben? ops:



Die Rechnung is Grundlegend mal nicht falsch, nur kanns sein dass sich die 300mA durch den Widerstand verändern. Als am besten Einfach mal den Spannungsabfall über den Widerstand im Betrieb messen. Ein Multimeter wirst du ja haben, oder?

Dann ergibt sich der Leistungsabfall am Widerstand durch:

P=U*I mit
I=U/R

Durch den Vorwiderstand werden wohl nichtmehr die vollen 300mA fließen.

Nachdem deine Rechnung aber wohl nicht ganz daneben ist hier gleich meine Warnung:
Ein Widerstand dieser Bauform verträgt 0,25W !!!!
Du überlastest den möglicherweise ums Vierfache! Im Dauerbetrieb kann das schnell sehr böse enden. Wenn du Glück hast raucht dir nur der Widerstand ab, nachdem das Ding aber nahe an der Holzkonstruktion ist...


Also miss den Widerstand mal unter Last aus, und besorge dir was von der Leistung passenderes.
Sowas zum Beispiel: Link zum großen C
Heiß wird der andere Widerstand sicher auch, die Leistung die in Wärme umgesetzt wird ist ja die gleiche. Nur hat der Widerstand dann etwas mehr Kühlfläche. Also trotzdem ausreichend Abstand zum Holz halten.


Grüße Georg


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#15 von TRAXXer , 26.07.2013 00:44

Hallo Georg,

danke für den Hinweis! Ich wusste nicht, dass diese üblichen Widerstände so schwach auf der Brust sind. Ich werde mich drum kümmern.

Habe übrigens doch noch eine kleine Sache nachgeholt; nachdem ich heute meinen Airbrush mal ausprobiert habe, habe ich noch eine kleine PS-Glas-Abdeckung über den LEDs angebracht, da diese immerhin nicht wasserfest sind. Eigentlich reine Spielerei, aber wenn es für was gut ist...


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#16 von Manolo , 26.07.2013 07:22

Will ja hier nicht unken, aber wie war das mit der Explosionssicherheit?

Ansonsten: Wirklich eine schöne Kiste, viel Spaß damit!


Gruß, Manuel


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#17 von Enno62 , 26.07.2013 09:25

Keine Sorge Manuel,

beim Airbrushen verwendet man meistens wasserbasierte Farben. Da gibt es dann keine explosiven Dämpfe.
Und selbst wenn lösemittelhaltige Farben verwendet werden, dann sind die Mengen an verdampftem Lösemittel insgesamt nicht so groß, dass eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann. Bei starker Belastung der Raumluft durch Lösemittel muss ohnehin für eine ausreichende Lüftung des gesamten Raumes gesorgt werden, sonst kippt eher der Lackierer aus den Latschen, als dass eine Explosion eintritt.


Mit freundlichen Grüßen
Enno
Teppichbahner aus der Löwenstadt Braunschweig


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#18 von ICStuttgart , 11.09.2013 14:29

So ihr lieben Leute,

jetzt hab ich mir deine (@TRAXXer) Bauanleitung geschnappt und probiert nachzubauen - ein bissl modifiziert hab ich sie!
Ich wollte gerne 3x Lüfter verwenden, um die Kabine entsprechend größer/breiter zu gestalten. Die ersten Versuche im Airbrushbetrieb haben gezeigt, dass es ohne Probleme funktioniert - nur das Filtermaterial macht mir Sorgen ! Vielleicht habt ihr nen Tipp?

Ich nutze als Filter Material vom Küchenabzug 2-lagig, läuft aber nur ordentlich mit einer Lage, d.h. ohne den Kohlefilter (schwarze Matte) - was nutzt ihr? Gibt es noch etwas besseres?


Vorderseite im laufenden Betrieb, ohne Filter und Gitter


Rückseite mit drei Lüftern, Lackierung der Kabine fehlt noch!


Filter nach ersten Airbrush Versuchen (schon relativ verschmutzt)


Vorderseite, halb zu mit Gitter und Filtermaterial


Grüße Florian

Meine Anlage: schlanke Weichen, große Radien - Epoche VI, 12qm


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#19 von Stellwerk , 13.09.2013 18:37

Hallo Zusammen,

vielen Dank für Eure tollen Bauberichte. Da ich gerade anfage mich mit dem Thema Airbrush zu beschäftigen, sind mir Eure Versuche und Basteleien eine willkommene Lektüre.

Vielen Dank für die vielen Bilder. Für den Filter stelle ich mir die Frage, ob da nich Flies ausreicht um die Farbe aufzufangen?


Viele Grüße aus dem Rheinland
Thomas

Meine Anlage: 6,2 x 2,2 m Zustand fast fertiger Rohbau im Märklin C Gleis System


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#20 von TRAXXer , 13.09.2013 19:02

Hallo Florian,

das ist ja der Hammer! Die Abstammung ist nicht zu verkennen Freut mich, dass ich dich anregen konnte.
Ich denke, dass ganz normales Vlies es auch tut. Allerdings ist es interessant, wie viel Dreck bei dir bereits abgefallen ist, bei mir sah der Arbeitsplatz nie so dreckig aus, auch nach mehreren Durchgängen.

Thomas,
der Gedanke bei dem Aktivkohlezeugs war eigentlich nur, gegen Eventualitäten gerüstet zu sein. Meine Farben (Acrylfarben von Vallejo) sind relativ unproblematisch, was die Belastung der Raumluft angeht, bei den üblichen Lacken (oder was ihr auch immer so durch eure Pistolen pustet) bin ich mir da ein bisschen unsicher, und wünsche mir deshalb, dass so gut es geht alle Partikel aus der Luft gefiltert werden. Es "geht" aber sicherlich auch mit einfachem Vlies. Das Material, welches ich gekauft habe, ist aber nicht sonderlich teuer oder so, deswegen war das für mich ein no-brainer. Außerdem funktioniert es in Verbindung mit der Entlüftung ganz gut.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#21 von Metronom96 , 21.12.2013 23:33

Hallo Niklas,
der Baubericht ist spitze.
Ich habe mir überlegt, mit Hilfe deines Bericht eine Kabine zu bauen. Dürfte ich fragen, welche Maßen die Kabine hat?


MfG
Bjarne

Mein aktuelles Projekt: DBpza 751.9 in H0


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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#22 von Thorbjoern ( gelöscht ) , 24.12.2013 16:28

Licht und Absaugung, das fehlt meiner Airbrush Box auch noch, danke für die Hinweise.

Was ich aber drin habe, ist eine Styroporplatte als Boden, so kann ich Kleinteile auf einen Zahnstocher/Draht kleben und dann in der Box fest montieren.


Thorbjoern

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#23 von TRAXXer , 24.12.2013 17:13

Moin zusammen,

Bjarne, sorry, völlig übersehen - die Kabine ist an der Öffnung 45cm breit und 35cm hoch, und wird nach hinten schmaler.

Das mit der Styroporplatte ist eine gute Idee, sowas werde ich mir auch noch zulegen, allerdings vielleicht eher einen Styrodurblock, der krümelt nicht so. Als "Boden" bzw. Unterlage nutze ich im Moment Karton. Hat den Vorteil, dass man hier nichts dreckig macht was nicht dreckig werden soll, und man kann die Pistole testen. Das mit den Zahnstochern ist auch nicht uninteressant, alternativ wäre auch eine "3. Hand" von Vorteil mit Krokodilsklemmen. Sowas besitze ich zwar schon, allerdings mit Lupe, die sollte nach Möglichkeit sauber bleiben


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#24 von neanderix ( gelöscht ) , 24.12.2013 22:14

Da wäre sowas hier:
http://www.rai-ro.de/product_info.php?pr...baf5048dbbfba3d

sicher nicht verkehrt, nur wenn ich mir den Preis anschaue, geht mir die Hutschnur hoch!
Ich überlege schon, wie ich mir sowas selber bauen könnte, bzw. hab dazu sogar schon eine vage Idee ...

Mal sehen, vielleicht demnächst, zwischen all meinen anderen Projekten und Anschaffungen...

Volker


neanderix

RE: Airbrush-Entlüftung selbstgebaut! Version 2.0!

#25 von dienstmann , 26.12.2013 06:49

Hallo Niklas,

trage mich auch mit dem Gedanken einer Selbstbakabine.
Da kommt Dein Bericht gerade recht - super umgesetzt
Um die Leistung deines Widerstands zu erhöhen und Du keinen einzelnen "vergoldeten"
1W-Typ schicken lassen musst, kannst Du 4 St. 1/4W parallel betreiben.
Aber Ihr habt in Köln sicher eine Conrad-Filiale.

@ Volker

bezüglich des Preises der von Dir verlinkten Halterung hab ich auch so geschaut-
Da wäre eine Konstruktion mit modifizierten Mini-Wäscheklammern denkbar (vordere Rundung abschleifen)

http://de.dawanda.com/product/48883562-2...CFeTLtAod3GkApg

Befestigen könnte man diese auf biegsame Drähte und das Ganze auf einer Drehscheibe.

Also, wo sind unsere Kreativ-Bastler

Viele Grüsse

Siegfried


ESU ECoS II / TrainController 9 Silver / ESU SP-Servo + Extension / GBM mit RM S88N v. Zimmermann
Lok-Dekoder hpts. ESU
Neue Anlage mit 12 Segmenten


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