RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#1 von TRAXXer , 04.08.2013 21:20

Hallo Liebe Stummis,

nachdem ich mir zuletzt eine kleine Airbrush-Ausrüstung zugelegt und eine Abluft-Kabine gebaut habe (siehe hier), musste heute der erste Wagen dran glauben. Es handelt sich um einen modernen Zans-Kesselwagen von Piko, eingestellt bei KVG (heute GATX). Gleich vorweg, ich habe den Wagen erstmal "as is" behandelt, eigentlich bräuchte der Wagen noch neue Trittleitern und -Gitter auf dem Kessel sowie neue Anschriften (nachdem die KVG in der GATX aufgegangen ist).

Es gibt nur Fotos des fertigen Modells, da ich während dem Umbau zu aufgeregt war, welche zu machen

Erstmal ein Foto, um meine Arbeitsweise zu verdeutlichen.



Ich habe mir ein paar Fotos von entsprechenden Vorbildwagen herausgesucht, nach denen ich die Alterung gestaltet habe. (Ich habe keines der Fotos selber gemacht, falls ein Urheber hiermit Probleme hat, bitte melden, habe extra nicht auf die Bilder direkt verlinkt). So konnte ich mich bei jedem Schritt aus erster Hand inspirieren lassen.





Einmal ohne, einmal mit Blitz.

Benutzt wurden Farben von Vallejo aus dem Set "Weathering" (71194). Obwohl man die Farben wohl unverdünnt benutzen kann, habe ich meistens ein paar Tropfen Wasser dazu gegeben. Generell habe ich immer nur wenige Tropfen Farbe in den Fließbecher der Pistole gegeben.

Ich habe den Wagen im Prinzip erstmal zerlegt, das Fahrwerk mit einem feinen Überzug "Rost" und "Sand" bedacht (Die Räder erst mit "Rost", dann mit "Panzerschwarz"). Die Anschriften habe ich nicht überdeckt, sodass diese auch leicht nach Flugrost aussehen. Da ich mit dem Fahrwerk angefangen habe, ist der Farbauftrag hier teilweise unregelmäßig, weil ich zunächst absolut kein Gefühl für die Pistole hatte - wie gesagt, das ist wirklich meine allererste Arbeit...



Der Kessel sollte (wie auf den Vorbildfotos rechts) ziemlich ausgeblichen sein. Deswegen habe ich mit einer Mischung aus "Weiß" und "Lichtgrau", wieder mit Wasser, erstmal aus großer Entfernung den ganzen Kessel von schräg oben und beiden Seiten eingenebelt. Das hat einige Zeit gedauert, weil ich mit viel Luft und wenig Farbe geblasen habe. Leider hat es relativ große Tropfen gegeben. Da muss ich beim nächsten Wagen die Technik verfeinern, wahrscheinlich brauche ich noch mehr Druck...

Außerdem habe ich die Tritte und die Leiter mit dem gleichen Zeug wie das Fahrwerk eingenebelt.



Für die rostigen Kesselringe habe ich "Erde", "Sand" und "Rost" gemischt und mit wenig Druck und wenig Farbe von nahem die Ringe ausgelegt. Leider habe ich es nicht geschafft, die Ringe selber wieder von der Farbe zu befreien. Vielleicht hätte ich es andersrum machen sollen, erst die Ringe einrosten, von den Ringen selber die Farbe wieder abkratzen, und dann die Bleiche drübersprühen. Weiß ich jetzt fürs nächste mal.

Von unten habe ich die Kesselringe mit "Panzerschwarz" ausgelegt. Außerdem bin ich einmal über den ganzen Kessel gegangen, sodass ein dunkler Streifen auf der Unterseite entstand.

Schließlich habe ich noch die (von mir getaufte) Kesselstütze mit "Schwarz" und "Panzerschwarz" ausgelegt. Auf Vorbildfotos war diese immer schwarz lackiert, also auch bei meinem Wagen. Abgeklebt habe ich mit Tesa, hierbei muss man aufpassen, das Band nicht zu feste aufzukleben, weil sonst die Farbe direkt wieder mit runter kommt.



Und zum Abschluss habe ich den Wagen noch mit dem Dreckwasser aus dem Spülglas benebelt. Obendrauf noch eine Schicht matter Klarlack.

Besonders im Vergleich mit den unlackierten Wagen wird meine Behandlung deutlich.



Ich muss sagen, ich bin verdammt stolz auf mich Ist zwar noch nicht ganz "Speziguzi", aber für meinen ersten Versuch bin ich schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Investition in die Ausrüstung hat sich schon jetzt gelohnt.

Jetzt muss ich meine übrigen 4 (oder 5?) Wagen noch ebenso (oder ähnlich, schließlich sieht kein Wagen aus wie der andere) behandeln. Mein Ziel ist ein Ganzzug etwa wie dieser, weshalb auch noch einer oder zwei von diesen grünen OnRail-Wagen sowie mit großen GATX-Logo dazu kommen werden. Ich habe jeweils eine kleine Bibliothek mit Vorbildfotos, von denen ich zehren kann. Vorne dran kommt meine HGK-185, die ich (wenn ich den Mut habe) evtl. auch noch gaaaanz fein verdrecken werde.

Alle gezeigten und weitere Bilder gibt es in voller Auflösung hier.

Hoffe, der kleine Bilderbogen hat gefallen! Beim nächsten mal gibt's auch die einzelnen Schritte


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#2 von Pukodriver ( gelöscht ) , 04.08.2013 23:07

WOW !
sieht das klasse aus !

Gruß
Kai


Pukodriver

RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#3 von Alex Modellbahn , 05.08.2013 06:47

Moin Niklas,

Da fällt mir nur eins ein: Sensationell!

Der Wagon ist Dir ausgesprochen gut gelungen, und das für den ersten Versuch. Da hat sich der Bau deiner Kabine auch gelohnt.

Freue mich auf die nächsten Vorstellungen und vielleicht magst Du ja mal deine Vorgehensweise zeigen.


nordische Grüße
Alex


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#4 von Stefan7 , 05.08.2013 07:06

Das gefällt mir sehr gut,

du hättest nicht erwähnen müssen, dass das dein erster Versuch war, denn das schaut sehr gut aus.
Da bin ich mal gespannt, was da noch aus deiner Lackierkabine kommt.

Viele Grüße

Stefan7


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#5 von Lokwilli , 05.08.2013 07:15

Moin Niklas,
die Alterung des Kesselwagens ist Dir sehr gut gelungen

Besonders die Kesselringe sehen Klasse aus.

Beim Fahrwerk entspricht das sicherlich Deinem Vorbildfotos. Ich persönlich sind es aber noch ein wenig zu hell. Aber da findet man in natura auch wirklich alle Schattierungen

Viele Grüße
Phil


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#6 von Schroedjs , 05.08.2013 07:49

Super arbeit, da gibt es sicher nichts zu sagen.
Der vgl. mit dem unbehandelten ist richtig toll.


Liebe Grüße, J.J. (d?ei d?ei)


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#7 von TRAXXer , 05.08.2013 08:05

Guten Morgen zusammen,

ops: danke für den Zuspruch!

Mit ein bisschen Glück gibt es heute nachmittag schon den nächsten Wagen zu sehen

Phil, das mit dem Fahrwerk ist mir auch schon aufgefallen, allerdings ist auf manchen Fotos der Blitz auch einfach unbarmherzig. Ich werde den Wagen jetzt so lassen, richtig und falsch gibt es glaube ich sowieso nicht...


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#8 von torsten83 , 05.08.2013 10:34

Hallo Niklas,

Deine Alterung gefällt auch mir sehr sehr gut und dann auch noch direkt beim ersten Versuch!

Was hat denn Pistole für einen Fließbecher? Integriert oben an der Pistole oder unten/seitlich zum Abnehmen?

Grüße,
Torsten


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#9 von TRAXXer , 05.08.2013 10:59

Hallo Torsten,

die Pistole hat einen oben aufgesetzten Fließbecher von ca. 7ml. Es handelt sich übrigens um eine billige China-Pischtole, die ich mir zum Probieren organisiert habe... KLICK
Ich werde mit der Pistole erstmal Erfahrung sammeln, teilweise ist sie ein bisschen zickig, und wenn ich mich sicher fühle, werde ich auf eine bessere umsteigen.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#10 von TRAXXer , 05.08.2013 16:03

Hallo Forum,

ich bins wieder mit dem zweiten Wagen!

Heute ist es einer von Märklin, eingestellt bei der ermewa. Hier gilt direkt das selbe für die Piko-Wagen, die Leitern und Laufgitter sollen irgendwann noch ausgetauscht werden. Vorgestellt habe ich mir in etwa eine Optik wie bei diesem Wagen. Offensichtlich also etwas dezenter als der letzte Piko-Wagen.



Erstmal habe ich versucht, dem Trittblech ein bisschen mehr Tiefe zu geben, indem ich mit verdünnter schwarzer Farbe und einem Pinsel die Vertiefungen ausgelegt habe.



Ich habe wieder mit dem Chassis angefangen. Zunächst wurden die Bedieninstrumente mit weiß ausgelegt und die Hebel mit einem roten Fineliner nachgezogen.



Dann wurde mit "Rost", "Dunkler Erde" und "Panzerschwarz" der Rahmen eingenebelt. Die Instrumente werden damit direkt wieder schön dreckig.





Auch die Drehgestelle werden damit besprüht. Allerdings habe ich später noch "Rost"-Akzente gesetzt und diese wieder mit "Schwarz" und "Panzerschwarz" überdeckt.



Dann kam zum ersten mal der Kessel dran. Diesmal wurden zuerst die Kesselringe gerostet, mit "Rost" und "Panzerschwarz".



Nebenbei habe ich mit der "Schwarz"/"Panzerschwarz"-Mischung noch ein paar feine Spuren über die dünneren Ringe am Kessel gezogen (sollen das Schweißnähte sein?)



...Dann wurden die Kesselringe selbst wieder freigelegt, mit einem Zahnstocher. Nebenbei habe ich auch wieder die Kesselstützen schwarz abgehoben.



Die angebrachten Schilder haben auch Dreck abbekommen, ich glaube "Rost" und "Panzerschwarz".



Hier ist der gesamt-Schmutzgrad zu erkennen...



Zum Schluss wurde der Kessel noch leicht ausgebleicht. Hier gibts wieder dicke Tropfen auf dem Kessel, die von weitem wie Staub aussehen... ob es an der Farbe liegt?

Naja. Hier der fertige Wagen:



Das Fahrwerk im Vergleich zum letzten Wagen:



Und der Zug wächst!



Später, wenn die Sonne in die Küche scheint, werde ich euch noch bessere Fotos zeigen

Ich habe die Fotos hier angehängt.

Natürlich habe ich auch ein offenes für Kritik!


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#11 von DeMorpheus , 05.08.2013 16:59

Hallo Niklas,

ich hätte ja nicht gedacht dass man ohne Übung mit der Airbrush solche Alterungen schaffen kann.
Beide Wagen gefallen mir schon sehr gut, der Piko-Wagen eigentlich noch etwas besser. Beim blauen Ermewa-Wagen wirkt das Ausbleichen mit hellgrau/weiß mE nicht so gut wie auf dem grauen KVG-Wagen (und ja, auch die Tropfenstuktur ist nicht so toll, aber das sagts du ja schon selber).
Die Wagen gewinnen durch deine Alterung jedenfalls deutlich.

Was mir unabhängig von der Alterung im Vergleich der beiden Wagen auffällt: Der Märklin-Wagen mit seinem etwas grob und hoch geratenen Drehgestell beißt sich total mit dem feinen Gleis, das flachere Piko-Drehgestell macht sich da deutlich besser.

Schöne Grüße,
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#12 von Alex Modellbahn , 05.08.2013 18:00

Hallo Niklas,

Auch der 2. Wagen ist Dir sehr gut gelungen. Ich glaub ich muss mich da auch Malerin trauen. Auf jeden Fall wird es ein sehr schöner Zug werden.
Der 1. Wagen gefällt mir persönlich etwas besser. Mag sein da er etwas dreckiger aussieht.


nordische Grüße
Alex


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#13 von TRAXXer , 05.08.2013 19:20

Hallo zusammen,

danke für's Lob! Hat mich gleich angespornt, noch einen dritten Wagen zu behandeln.

Moritz,
der ermewa-Wagen sollte an sich auch nicht so ausgebleicht sein. Ich persönlich finde den ersten Piko-Wagen auch besser, aber es kann ja nicht jeder Wagen so auffallen. Der ermewa-Wagen wird sich mit all seinen Macken (Märklin ) ganz unauffällig im Zug verstecken. Das mit dem Bleichen habe ich jetzt besser hinbekommen, einfach mit "Weiß" und dem Dreckwasser aus dem Reinigungsbecher und mit viel Druck aus der Ferne drüber. Da bleiben die Tropfen aus.

Alex,
nur zu. Es war für mich wirklich so einfach, wie ich es mir im Voraus vorgestellt habe. Inzwischen würde ich den ersten Wagen wahrscheinlich wieder leicht anders machen, aber wie gesagt, richtig oder falsch gibt es nicht, und ein Händchen hat man recht schnell entwickelt.

Den neuen Wagen, wer findet ihn? Tipp; der ganz links ist es nicht. Gleichzeitig die versprochenen Sonnenbilder:



Klar, der ist es... "Vorbild" war in etwa dieser Wagen. Ich habe beim säubern mit Nagellackentferner anscheinend ein wenig fest aufgedrückt. Ist aber nicht schlimm, die kaputte Beschriftung ist so garnicht vorbildwidrig. Die Rostspuren sind diesmal mit "Rost" und "Mahagoni" entstanden.



mal die drei gealterten:



...und ein ganz fixer Fuzzi hat die Wagen schon im harten Einsatz fotografieren können. Die HGK-Lok findet man übrigens oft vor diesen Zügen, mann ist die sauber...


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#14 von Bodo , 05.08.2013 19:43

Hallo Niklas,

das ist wirklich super - und Kesselwagen sind nicht gerade die leichtesten Objekte. Bei matt grauen Wagen kommt die Alterung tatsächlich oft besser an, als bei anderen Farben. Der zuletzt gezeigte Wagen ist wirklich fast perfekt ... "fast", weil Du die Bremshebel vergessen hast - das wirkt auf dem "ermewa" besser .

Viele Grüße, Bodo


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#15 von TRAXXer , 05.08.2013 20:19

Hallo Bodo,

rost: ja, die Hebel fehlen, beim letzten Wagen wollte ich schon zack, zack machen und habe es deswegen (bewusst) gelassen. Eigentlich blöd, weil es keine drei Minuten dauert. Naja. Beim nächsten mal wieder!


Schöne Grüße, Niklas


 
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#16 von DeMorpheus , 05.08.2013 21:20

Hallo Niklas,

wie zu erwarten ist der dritte Wagen noch etwas besser gelungen. Auch das etwas dunklere Fahrwerk weiss zu gefallen!
Eigene Wagen müsste man haben, dann könnte man ja auch mal ...
 
Ich wollte gerade anregen im doch etwas nackten Rahmenbereich den bei einigen Vorbild-Bauarten vorhandenen dünnen Rohrrahmen um den großen Hebel der Entleerungsvorrichtung nachzubilden (wenn eh schon Leitern und Bühnen getauscht werden sollen ), aber ...
... Piko baut eine Entleerung, die ohne filigrane freistehende Teile auskommt (clever) und anscheinend auch ohne Hebel.
... Märklin hat gar keine Anschlüsse, diese aber beschriftet.
 
Naja, war eh nur so ein Hirngespinst. Immer wenn ich Kesselwagen sehe, wo alles mögliche komplett frei unten dran herumhängt, frage ich mich wie oft da mal was kaputt geht.

Schöne Grüße,
Moritz


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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#17 von TRAXXer , 05.08.2013 21:36

Hallo Moritz,

die Entladeinstrumente samt nicht vorhandenem Geraffel drumherum sind mir, naja, vielleicht nicht ein Dorn im Auge, aber zumindest aufgefallen. Die Hebel farblich abheben (wie ich es nicht gemacht habe ) ist wahrscheinlich das beste, was man tun kann, wenn man sich nicht verzetteln will.
Es gibt den Wagentyp ja auch nochmal von Tillig. Allerdings kenne ich das Modell nicht, allerdings sehen die Instrumente da nochmal anders aus... KLICK

Was mich aber eigentlich viel mehr stört, und zwar bei allen Wagen, sind die Rangiertritte, Leitern und Trittbleche auf dem Dach. Die sind so klobig... Hier werde ich mir für alle Wagen Ätzteile anfertigen (lassen), wenn die mal drauf sind mit durchbrochenen Gittern usw. ist der Rest vergessen. Oder ich fertige für die Instrumente untenrum weitere Teile an (--> Reminder für die To-Do-Liste gesetzt).

Naja, erstmal wird der Zug zusammengestellt und fertig gemacht. Das wird mit den übrigen zwei Wagen wohl ziemlich schnell gehen, danach muss Nachschub her! Hiervon einer oder zwei, sowie diese und diese.


Schöne Grüße, Niklas


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#18 von Yamby ( gelöscht ) , 06.08.2013 02:35

Hallo.

Sehen gut aus die Kesselwagen und wie du entdeckt hast ist es eigentlich ganz leicht brauchbare Ergebnisse zu erzielen. So ähnlich gehe ich bei meinen Fahrzeugen auch immer vor. Ein paar Tipps hätte ich für dich:

Deine Flecken und Kleckse kommen daher das du Wasser zum verdünnen nimmst. Auch wenn da steht das die Farben wasserverdünnbar sind solltest du den passenden Verdünner von Vallejo nutzen, das Spritzbild wird gleich viel feiner. Ein bissl probieren mit Fliessfähigkeit und Druck dann sollte es einen gleichmässigeren Farbauftrag geben. Bei den einfachen Pistolen ist aber eher ein Hang dazu da das sie die Farbe rotzen.
Das Tesa wird dir immer wieder die Farbe abreissen, manchmal ja ein gewollter Effekt. Du kannst es vorher entweder woanders aufkleben um die Klebewirkung abzuschwächen oder du nutzt das sehr gute Abklebeband von Tamiya mit dem man sehr sauber abkleben kann.
Die Kesselringe kannst du auch mit sehr dünner Farbe betonen, wenn sie mal nicht so hervorstechen sollen. Gut geeignet sind Ölfarben aus dem Künstlerbedarf, die kriechen förmlich von alleine in die Ritzen, bedürfen aber einer Mattierung hinterher. So habe ich es bei diesem Wagen hier gemacht um die Türen nur leicht hervorzuheben.


Bei den Umstellhebeln solltest du aber immer den Bremsartwechsel, das ist in deinem Detailbild der linke, mit gelber Farbe versehen.

Gruss Jens


Yamby

RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#19 von TRAXXer , 06.08.2013 09:25

Moin Jens,

danke für's vorbeischauen, und die Ratschläge!

Was das Farbbild angeht, ich habe bis jetzt grundsätzlich alle Farben mit Wasser verdünnt, meistens 3:1-1:1 (Farbe:Wasser). Die Tropfen habe ich nur bei der weißen Farbe gehabt, was mich ein bisschen irritiert hat. Ich werde es aber auch mal mit anderer Verdünnung probieren.

Dass mir das Tesa die Farbe abreißt, hatte ich im vorhinein schon vermutet und es in Kauf genommen. Glücklicherweise hat man ja meistens mehr als einen Versuch bei einem Wagen.

Die Kesselringe habe ich beim letzten Wagen sogar relativ früh mit weiß und Dreckwasser hervorgehoben. Dazu hab ich mir kleine Masken aus Papier ausgeschnitten, die ich so um den Kessel gelegt habe dass nur der jew. Ring freigelegt war. Nach der fertigen Alterung war davon fast nichts mehr zu sehen, der Effekt war für mich in Ordnung.

Deine Wagen sehen interessant aus, hast du die Graffitis selber gezeichnet? Solche Veränderungen werde ich wohl nicht vornehmen, weil mir die Sprüherei auf Rollmaterial gegen den Strich geht; auf Schallschutzwänden usw. finde ich es nicht so tragisch.


Schöne Grüße, Niklas


 
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#20 von saerdna , 06.08.2013 10:47

Moinmoin,

deine Kesselwagen sehen recht ansprechend aus. Kesselwagen sind nicht gerade die idealen Anfängermodelle zum altern, aber du hast es echt gut umgesetzt.
Die Bremsstellamaturen kannst du auch nach der vollendeten Alterung anbringen und anschließend mit etwas Schmutzbrühe noch abmildern.
Zum verdünnen der Farbe benutze ich 70% Isopropylalkohol aus der Apotheke. Ist viel preiswerter und funktioniert mit allen Farben, die auf Acrylbasis sind, sehr gut. Nach einiger Zeit hat man das Mischungsverhältnis schnell raus.
Zum abkleben benutze ich auch das von Tamiya, habe jetzt im Baumarkt aber auch von Tesa eine Rolle Abklebeband im Großformat entdeckt und das ist im Verhältnis viel billiger.
Also ich hoffe auf weitere Bilder deiner Werke.
Viel Spaß beim altern.

Gruß

Andreas


.............und wenn du Nachts in den Sternenhimmel schaust, dann denk an ihn................an den Nightrider.

Ja, Richtig! Hier geht es lang... https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=27&t=156927


 
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RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#21 von Yamby ( gelöscht ) , 06.08.2013 12:13

Mahlzeit.

Ja die Graffitis sind selber gezeichnet. Ob man sie mag oder nicht, sie gehören zu unserer Zeit dazu und diese weissen Wagen ziehen die Sprayer magisch an. Ich habe noch keinen ohne Verzierung gesehen. Auf Güterwagen scheint es einige Firmen nicht so arg zu stören, nur wenn die Anschriften verdeckt sind wird bei der Revision gehandelt. Das hat sich sogar etwas rumgesprochen so das einige Sprayer die Anschriften freilassen oder neben ihre Werke sprühen damit die Bilder unangetastet bleiben. Man sieht die denken doch sogar .

Von dem Isopropylalkohol liest und hört man häufig, habe bisher aber Bedenken das er zu scharf sein könnte.
Bei dem Abklebeband aus dem Baumarkt kann man aber wirklich nur das von Tesa nehmen. Ich kam auch auf die Idee die Bänder nach dem Wändestreichen so aufzubrauchen. Leider waren es irgendwelche no-Name die mir die gesamte Lackierung oft ruiniert haben so das ich alles wieder abwaschen musste.

Mit Masken für die Kesselringe habe ich es auch einmal probiert und gleich wieder verworfen. Der Aufwand war mir einfach zu hoch gewesen.
Hier mal ein Bild von meinen Versuchen:


Gruss Jens


Yamby

RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#22 von TRAXXer , 06.08.2013 13:53

Hallo Jens und alle anderen,

Jens,
es gibt wirklich keine Bahnanlage ohne Graffiti, das stimmt.
Als Verdünnung bräuchte ich wahrscheinlich etwas recht mildes. Ich weiß leider nicht, was die Dichtungen so aushalten, aber ich vermute, dass es bei diesen Billigprodukten nicht viel ist. Da muss ich halt ein wenig experimentieren.

Deine Wagen gefallen mir gut. Die Gaskesselwagen habe ich auch noch da, von Piko. Da wird auch noch einiges passieren, nehme ich an aber, und das bitte jetzt nicht persönlich nehmen, das Foto vom Märklin-GATX-Wagen bestärkt mich doch, diese Wagen nicht zu kaufen. Die Buchstaben liegen ja auf den Kesselringen, da sie zwar an der richtigen Stelle, die Ringe dies dafür nicht und außerdem auch nicht in der richtigen Anzahl vorhanden sind - bzw., der Märklin-Wagen bildet einen andern Vorbild-Typen nach (wie originalgetreu, weiß ich nicht). Deine Alterungen sehen davon unabhängig jedoch klasse aus, und subjektiv auch irgendwie feiner als bei mir... Vielleicht liegt das aber auch nur an dem klasse gemachten Foto. Schöner touch übrigens, das Foto auf einer richtigen Schiene zu machen.

----

Tja, ich habe heute morgen noch den vierten und vorletzten (vorhandenen) Wagen gemacht. Es war derjenige, welchen ich schonmal mit Kreide verunstaltet habe (dazu gibt es einen Bericht im Forum, wer ihn findet, darf ihn behalten). Die Reinigung erfolgte mit Nagellackentferner, meine Freundin braucht jetzt neuen. Vielleicht sollte ich mir auch noch eigenen holen, der dann nicht so nach Mandeln riecht..

Der rechte isses:



Erstmal das Wichtigste; ich habe wieder die Instrumente behandelt



Wie man sieht, wurde der letzte Wagen wieder stärker ausgebleicht. Ich habe mich wieder an diesem Foto orientiert. Das Bleichen hat einige durchgänge gedauert, wieder mit "Weiß" und Dreckwasser.



Die Kesselringe habe ich diesmal vor der Behandlung erst mit "Rost" und "Mahagoni" großflächig eingesprüht und direkt wieder abgerieben, sodass nur in den Fugen seitlich der Ringe Farbe übrig geblieben ist. Für alle späteren (bis auf den letzten) Lackiervorgang habe ich die Ringe mit fein geschnittenem Tesafilm abgeklebt, damit sie keine Farbe abkriegen.



für den allgemeinen Rostton auf dem Dach habe ich wild gemischt; "Rost", "Sandgelb", "Mahagoni" und Dreckwasser. Nach dem entfernen der Abklebestreifen habe ich noch einen feinen Überzug mit "Hautfarbe" gemacht, weil der Rost sehr orange-artig aussieht (auf dem Foto).

Zum Schluss wieder Klarlack etc.

Sonnenbilder gibts heute abend in meinem Skydrive, Link ist immer noch KLICK. Muss leider warten bis die Sonne ums Haus ist und in die Küche scheint


Schöne Grüße, Niklas


 
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#23 von Kehrdiannix , 06.08.2013 19:19

Hallo Niklas,

die Wagen sehen echtg super aus und bestärken mich in der Annahme, dass ich mir Kesselwagen zulegen sollte

Das Problem mit dem Tropfenlack hatte ich auch mal, bei lichtgrauer Farbe. Ich glaube, dass genau dieser Topf Farbe nicht zu stark verdünnt werden konnte ... Wenn man immer nur ganz wenig gesprüht hat, ging es.
Ich denke, ich werde es auch mal mit Isopropanol probieren, vielleicht geht das besser.


Gruß,
David




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#24 von Leuchtdiode ( gelöscht ) , 06.08.2013 21:02

Hi Niklas,
die Wagen sehen alle vier richtig geil aus! Ich würde sagen besser kann man es nicht hinbekommen . Jetzt musst du aber noch die HGK-Lok einsauen .
Aber als erstes Projekt hast du das richtig gut gemacht. Was macht denn eigentlich die Landschaft auf deinem Modul?


Leuchtdiode

RE: meine Alterungs-Projekte, neu: Rungenwagen Res mit Drahtrollen 1.3.'20

#25 von TRAXXer , 06.08.2013 21:06

Hallo David,

deine Aussage verstehe ich nicht recht. Du meinst wohl, du solltest dir Kesselwagen selber bauen?!

Tja, irgendwie finde ich die Kesselwagenzüge einfach schön. Ich habe auch schon überlegt, für ein Anlagenkonzept ein Farbenwerk, einen Chemieproduzenten o.Ä. einzuplanen, um diverse Kesselwagentypen zu rechtfertigen. In meinem Fuhrpark treiben sich auch noch Gaskesselwagen und solche Wagen rum, die auf eine Alterung warten - bei denen wohl dezenter.

Hi Christoph,

danke!
Ja, die HGK-Lok wird noch behandelt. Sicher ist das, die Frage ist nur wann. Wobei ich sagen muss, dass ich mir das inzwischen schon zutraue. Wir werden sehen. Besonders dreckig ist sie aber nicht unterwegs, siehe hier oder hier, wobei, naja, auf dem letzten Foto ist schon ein Schleier von Dreck erkennbar. Ich werde dran denken

Die Ausbleichung hat beim letzten Wagen besser, will sagen sauberer funktioniert. Hier noch die Sonnenfotos:

Der Wagen...;



...der Zug, wie er bis jetzt aussieht...;



...und das Detail, die Instrumente mit Farbbehandlung. Man beachte das gelbe Handrad.



So. Ein Wagen ist noch übrig, der kommt irgendwann dran, und ein grüner OnRail-Wagen ist bestellt en:


Schöne Grüße, Niklas


 
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