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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#26 von Maxjonimus ( gelöscht ) , 12.10.2013 23:14

Zitat von SAH
das hieße dann in diesem Fall, der Lopi3 ist besser für den Motor eingestellt als der Lopi4 für den anderen?
In diesem Zusammenhang: welcher DCM ist der dreipolige? (ohne oder mit rotem Fleck auf den Läuferspulen?)


Hallo Stephan-Alexander,
ich weiss nicht, ob beim LoPi4 in der 365 noch etwas rauszuholen ist. man muss ja auch das geringere Gewicht und das unterschiedliche Getriebe der 365 berücksichtigen. Da ist Das schwere Krokodil denke ich im Vorteil.

Beim Anker bin ich mir nicht sicher, die Lok durfte von 1987 sein. Also mir war da glaube ich kein roter Fleck aufgefallen. Leider habe ich kein Foto vom Anker gemacht.

Was ist der Unterschied bei den Ankern?


Maxjonimus

RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#27 von SAH , 12.10.2013 23:29

Guten Abend Maxjonimus,

Zitat von Maxjonimus

ich weiss nicht, ob beim LoPi4 in der 365 noch etwas rauszuholen ist. man muss ja auch das geringere Gewicht und das unterschiedliche Getriebe der 365 berücksichtigen. Da ist Das schwere Krokodil denke ich im Vorteil.
Beim Anker bin ich mir nicht sicher, die Lok durfte von 1987 sein. Also mir war da glaube ich kein roter Fleck aufgefallen. Leider habe ich kein Foto vom Anker gemacht.
Was ist der Unterschied bei den Ankern?



Der DCM1 (ohne roten Fleck) wurde 1973 mit der 03 (3085) eingeführt, der DCM2 (mit rotem Fleck) mit der BR85 (3309) im Jahre 1983.

Die elektromechanischen Eigenschaften:
DCM1 (231440): 12,0 Ohm, 400 Windungen/Spule; 8,5mH; bei 12V: 217mA; 188mW; 187Hz; 5,6%
DCM2 (245480): 8,2 Ohm; 367 Windungen/Spule; 4,3mH; bei 12V: 283mA; 209mW; 196Hz; 4,9%
Angaben aus Ankerseiten für AC-Betrieb.

Edit (13.10.2013): Schreibfehler korrigiert

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#28 von Barmer Bergbahn , 13.10.2013 10:18

Guten Morgen,

eigentlich ist die ganze Beschäftigung mit dieser Thematik doch unglaublich absurd, oder was meint Ihr?
Ich sehe das so: Ganz gleich welcher Motor- und Decodertyp verbaut wird; schlussendlich sollte das Gesamtpaket miteinander harmonieren und nur darauf kommt es doch an. Ein weiterer Aspekt wäre dann noch die Haltbarkeit/Lebensdauer, aber das ist ein gänzlich eigener Bereich.

Wären Märklins aktuelle Motor-Getriebe-Decoder-Kombis adäquat aufeinander ebgestimmt, würde keine Menschenseele auf dem billigen China-3-Poler herumhacken, schätze ich mal ...


Liebe Grüße
Christian



"Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben." (Tolstoi)


 
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#29 von Maxjonimus ( gelöscht ) , 13.10.2013 11:17

Nein, absurd ist das gar nicht. Vielmehr erkennt man Einflussgrössen und Lösungswege für einen besseren Motorlauf.

Unbestritten ist aber doch auch, dass bei ansonsten gleichen Einflussgrössen ein 5-Poler bessere Gleichlaufeigenschaften aufweist als ein 3-Poler. Da sollte man natürlich gleiche Bedingungen vergleichen. Einen schlechten 5-Poler mit einem optimalen 3-Poler zu vergleichen, ist wenig sinnvoll. Es zeigt höchstens, dass man auch einen 3-Poler zu sehr guten Leistungen bringen kann, wenn man den entsprechenden Aufwand betreibt. Die Physik spricht jedoch für den 5-Poler bzw. eigentlich für den Brushless-Motor (SDS).


Maxjonimus

RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#30 von Uwe der Oegerjung , 13.10.2013 11:36

Zitat von SAH
...

Der DCM1 (ohne roten Fleck) wurde 1973 mit der 03 (3085) eingeführt, der DCM2 (mit rotem Fleck) mit der BR85 (3309) im Jahre 1973.

...
mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn



Moin Stephan-Alexander

Sind DCM1 und DCM2 beide aus 1973 :

Meine erste BR 85 (3309) ist von 1983

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Fahre in H0 mit IB (DCC/MM2) oder analog mit AC oder DC.
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#31 von Peter Müller , 13.10.2013 11:48

Zitat von Maxjonimus
Die Physik spricht jedoch [...] eigentlich für den Brushless-Motor (SDS).


Das trifft für eine fokusierte Betrachtungsweise zu. Im Gesamtkontext blieb der Erfolg aus.



Zitat
Einen schlechten 5-Poler mit einem optimalen 3-Poler zu vergleichen, ist wenig sinnvoll.


Genau! Im Umkehrschluss kann ein moderner Dreipoler genau so gut sein wie ein herkömmlicher Fünfpoler.



Zitat von Barmer Bergbahn
... würde keine Menschenseele auf dem billigen China-3-Poler herumhacken ...


Doch! "Märklin" selber ist in den Augen der Käufer eine "noble" Marke und die Firma schafft es immer wieder, das die Kundschaft einzelne Attribute ihrer Produkte für besonders nobel hält. Ich vermute, dass die "einfachen" Motoren so übel ins Geld gehen, dass dafür jemand den Hut nehmen muss oder bereits genommen hat. Wie sagte Herr Pluta: "Modelleisenbahn ist ein emotionales Produkt". Fakten spielen eine untergeordnete Rolle. Marketing, Einkauf und Entwicklung bei Märklin haben nicht gut zusammen gearbeitet. Den Dreipoler hätte man im Vorfeld offensiv als etwas Besonderes "erklären" müssen.


Grüße, Peter


 
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#32 von Egon , 13.10.2013 12:09

Zitat von Peter Müller
Ich vermute, dass die "einfachen" Motoren so übel ins Geld gehen, dass dafür jemand den Hut nehmen muss oder bereits genommen hat. ...


Hallo Peter,
das würde bedeuten, dass wir demnächst eine 5pol Offensive sehen? Oder Märklin das Thema entsprechend moderiert? Ich glaube weder an das eine noch an das andere, Märklin sagt öffentlich dazu sicher gar nichts. Worin ist deine Vermutung begründet Peter - Baugefühl?

Gruß
Egon


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#33 von SAH , 13.10.2013 12:15

Guten Tag Uwe,

Zitat von Uwe der Oegerjung

Zitat von SAH
...
Der DCM1 (ohne roten Fleck) wurde 1973 mit der 03 (3085) eingeführt, der DCM2 (mit rotem Fleck) mit der BR85 (3309) im Jahre 1973.


Sind DCM1 und DCM2 beide aus 1973 :
Meine erste BR 85 (3309) ist von 1983





Du hast Recht, ich habe mich verschrieben: der DCM2 ist anno 1983!

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#34 von SAH , 13.10.2013 12:27

Guten TagMaxjonimus,

Zitat von Maxjonimus
Nein, absurd ist das gar nicht. Vielmehr erkennt man Einflussgrössen und Lösungswege für einen besseren Motorlauf.
Unbestritten ist aber doch auch, dass bei ansonsten gleichen Einflussgrössen ein 5-Poler bessere Gleichlaufeigenschaften aufweist als ein 3-Poler. Da sollte man natürlich gleiche Bedingungen vergleichen. Einen schlechten 5-Poler mit einem optimalen 3-Poler zu vergleichen, ist wenig sinnvoll. Es zeigt höchstens, dass man auch einen 3-Poler zu sehr guten Leistungen bringen kann, wenn man den entsprechenden Aufwand betreibt. Die Physik spricht jedoch für den 5-Poler bzw. eigentlich für den Brushless-Motor (SDS).



man stößt bei der Motorkonstruktion an die physikalischen Grenzen des Machbaren, wollte man die Unterschiede 3/5 Poler bis zum Exzess ausreizen.
Die markanten Unterschiede bei den konventionellen Märklinmotoren (also DCM) basieren auf der Gestaltung des Läufers selbst. Bei den gekapselten Motoren sind andere Konstruktionsmerkmale (z.B. Schrägnutung) mehr am besseren Lauf beteiligt als die Polzahl. Bei gleichen Abmessungen gibt es u.U. gar keinen Laufunterschied zwischen 3 und 5 Poler ohne Messtechnik mehr festzustellen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht sinnvoll, mehr Pole zu verlangen; zumal keinerlei Aussagen zur Polzahl vom Hersteller gemacht werden. Die ganze künstliche Aufregung um Läuferpolzahlen ist modellbahnpolitisch in hohem Maße destruktiv.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#35 von Schwanck , 13.10.2013 12:46

Moin Peter,

du sprichst von Märklin und dem Dreipoler. Welchen meinst du denn dann? es gibt inzwischen mindestens deren 3 , doch es können auch schon 5 sein! Der aus den sog. Hobby-Loks ist in jeder Hinsicht wohl der billigste und neigt schon bei nach kurzer Lastfahrt zum Windungsschluss und stammt von Mabuchi; dann gibt es mindestens 2 Typen im dunkel gebeizten Gehäuse mit aufgedruckten Nummern aber nicht erkennbaren Hersteller. Alle ähneln sich in der Bauform und unterscheiden sich in der Länge. Wegwerfteile sind sie sowieso.
Über ihre Belastbarkeit kann ich wenig sagen, weil ich die Dauerlastfahrten z.B. mit dem Krokodil oder 58er noch scheue.


Tschüss

K.F.


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#36 von Peter Müller , 13.10.2013 12:47

Zitat von Egon
Märklin sagt öffentlich dazu sicher gar nichts. Worin ist deine Vermutung begründet Peter - Bauchgefühl?


Ich kenne das bei mir: es gibt Dinge, die haben mich so lange nicht gestört, bis mich jemand darauf aufmerksam gemacht hat.

Der Unterschied der Dreipoler-Geschichte zur Sinus-Geschichte ist allerdings der, dass beim Dreipoler die negativen Eigenschaften den meisten nur erzählt und nicht von ihnen bemerkt werden. Könnte haarscharf gut gehen. Aber es sind immer mehr Modelleisenbahner Internet-belesen. Die meisten werden irgendwann von den "einfachen Motoren" erfahren. Was Märklin davon merkt, wissen wir erst in zwei bis drei Jahren - je nachdem, ob es dann noch die einfachen Motoren gibt oder die nächste Lösung gefunden wurde.

Den Zeitpunkt, offensiv mit dem Thema umzugehen, hat Märklin verpasst. Jetzt würde man mit einer Reaktion nur schlafende Hunde wecken. Da geht einzig und alleine Augen zu und durch. Wer weder sich noch Märklin schaden will, kauft nicht und ist still. Mein letzter Beitrag zum Thema; ich würde die Lok mit den Motoren kaufen, ist aber generell nicht meine Preisklasse.


Grüße, Peter


 
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#37 von Mattlink , 13.10.2013 13:28

Hallo,

die Diskussion finde ich jetzt irgendwie müßig.

Fakt ist, dass eine BR 58 mit Billigmotor gute Fahreigenschaften liefert, für mich eben auf ein5em Niveau mit vielen Fahrzeugen mit 5-Polern. Fakt ist auch, dass die Lok auch analog noch einsetzbar ist und eben nicht ruckelt. Insofern ist der Billigmotor vielen Modellen mit irgendwelchen Sinus Konstruktionen ebenfalls haushoch überlegen. Als Bonus macht die Lok nicht mal Schwierigkeiten wenn man den Decoder tauschen will. Da braucht man kein blödes Treiberplatinengedöns...

Mir ist schlicht egal was theoretisch besser ist, mich interessiert das Ergebnis!

Relativ einfache Motoren können sehr gute Fahreigenschaften liefern, das zeigt Roco schon seit zig Jahren. Dafür braucht man heute nicht mehr unbedingt einen Glocki. Schlimm ist nur, wenn man erst einen Glocki verspricht, aber dann Billigschrott liefert der nicht funktioniert, so wie es bei der Märklin/Trix BR 94 passiert ist, und das ganze auch noch mit einem schlecht eingestellten Decoder garniert...
Dann ist so ein Modell nachher nur noch über den Wühltisch zu verkaufen.


Grüße,

Matthias


Letzte Neuzugänge:

Märklin 39043 BR 42 555
Liliput 131187 BR 75 270
Märklin 39095 BR 95 006
Märklin 39553 BR 57 584 (Loksound + Telex)
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Fleischmann BR 81 004
Fleischmann BR 56 2621 (AC Umbau mit Telex)


 
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#38 von Ohayo , 13.10.2013 13:52

Zitat von Mattlink
Hallo,

die Diskussion finde ich jetzt irgendwie müßig.

...und das ganze auch noch mit einem schlecht eingestellten Decoder garniert...
...


Grüße,

Matthias



Apropos Decoder und um es etwas aufzulockern. Da Du den Decoder ansprichst, was raucht füher ab...3-Poler oder Decoder.


Franz

-------------

Toleranz ist vor allem die Erkenntnis, daß es keinen Sinn hat, sich aufzuregen.
>Helmut Qualtinger<
-------------
Alle sagten: "Das geht nicht!"
Dann kam einer der wusste das nicht und hat's gemacht!


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#39 von Egon , 13.10.2013 15:02

Zitat von Peter Müller

Zitat von Egon
Märklin sagt öffentlich dazu sicher gar nichts. Worin ist deine Vermutung begründet Peter - Bauchgefühl?


Ich kenne das bei mir: es gibt Dinge, die haben mich so lange nicht gestört, bis mich jemand darauf aufmerksam gemacht hat.
...



Hallo Peter,
das kann ich nach vollziehen. Man sollte auch mal nach vorn (zeitlich) denken. Zum einen fällt mir da das lange gültige Argument ein "zuerst muss die Lok mechanisch ok sein, sonst lohnt ein Decoder nicht!" - gilt das nicht mehr, macht der Decoder ab jetzt aus eine mechanisch schwachen Lok ein gutes Modell? Zum anderen sollte man eine Modellbahnlok auch mal ordentlich über längere Zeit belasten - denn das muss sie aushalten, besonders bei diesem Modell.

Ich bemühe mal wieder Aston Martin, Zitat: Wir bauen deshalb einen Saugmotor ein weil wir da Leistung _und_ Drehmoment satt haben - von Anfang an.
Bezogen auf eine Modellbahnlok - ein guter leistungstarker Motor hat noch keiner Lok geschadet. Eine alte 3722 von Märklin hat(te) deshalb so gute Laufeigenschaften weil sie einen vergleichweise großen Motor von den Konstrukteuren bekam. Auch der hat nur 3 Pole.

Gruß
Egon


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#40 von khpmueller , 14.10.2013 07:32

Zitat von Peter Müller

Bezogen auf eine Modellbahnlok - ein guter leistungstarker Motor hat noch keiner Lok geschadet. Eine alte 3722 von Märklin hat(te) deshalb so gute Laufeigenschaften weil sie einen vergleichweise großen Motor von den Konstrukteuren bekam. Auch der hat nur 3 Pole.

Gruß
Egon



Hi Egon,

auch eine 3X22 hat prinzipell einen Anfahrruck, wenn sie auf Permanetmagnet umgebaut wurde. Selbst mit dem Fünfpoler ist nur ein relativ hartes Anfahren in Verbinding mit dem mSD bzw mLD möglich. Aber hier kann ich es akzeptieren, ist ja eine quasi 30 Jahre alte Konstruktion - schön, das man das Teil überhaupt noch so "modernisieren" kann!

Begeistert bin ich jedoch nicht, wenn morgen die "neue" E93 und eventuell die "neue" E94 durch Verwendung eines Dreipolers genauso hart anfahren muss, wie die alte E94.

Nette Grüße
KHPM


Der Motor ist das Herz einer Lokomotive (Märklin Zitat) - Leider sind die meisten "neuen" Märklin Loks ab Werk herzkrank


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#41 von H0 , 14.10.2013 08:15

Moin!

Zitat von Peter Müller
Der Unterschied der Dreipoler-Geschichte zur Sinus-Geschichte ist allerdings der, dass beim Dreipoler die negativen Eigenschaften den meisten nur erzählt und nicht von ihnen bemerkt werden.

Ich habe die Lollo 37740 und finde die Fahreigenschaften gar nicht mal so gut. Ich hatte kurzzeitig einen ESU-Decoder eingebaut und fand die Fahreigenschaften gar nicht mal so gut. Habe auch einen mLD ausprobiert (mit den Einstellungen des Werksdecoders) und die Fahreigenschaften waren schlechter als mit dem Werksdecoder.

Jetzt frage ich mich, ob da auch ein Dreipoler drin ist.

Wichtig ist (mir) nicht die Polzahl, wichtig sind die Fahreigenschaften. Und die sind allenfalls ausreichend.

Märklin erwähnt positive Eigenschaften im Katalogtext (z. B. fünfpolig, schräg genutet). Bei den neuen Dreipolern steht nur "geregelter Hochleistungsantrieb", auch bei der Lollo.

HAG verbaut Dreipoler, Piko verbaut angeblich auch Dreipoler - warum fallen die Dreipoler nur beim ITG durch schlechte Fahreigenschaften auf?

Die Spannungsempfindlichkeit beim "Ruckel-Sinus" haben viele nur erzählt bekommen.


Viele Grüße
Thomas


 
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#42 von Schwanck , 14.10.2013 09:37

Moin Thomas,

du spichst von schlechten Fahreigenschaften deiner Lollo ganz pauschal und sagtst nicht einmal, welcher Motor in ihr werkelt. Im Prinzip ist das auch nicht wichtig, weil ein Modell, das nicht gut läuft, nach Göppingen muss!
Übrigens werkelt in meiner Lollo 37741 ein schwarzer Dreipoler, der E162120. Mit ihrem Original mLD läuft die Lok 2+.


Tschüss

K.F.


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#43 von OttRudi ( gelöscht ) , 14.10.2013 11:32

Zitat von Schwanck
Moin Thomas,

du spichst von schlechten Fahreigenschaften deiner Lollo ganz pauschal und sagtst nicht einmal, welcher Motor in ihr werkelt. Im Prinzip ist das auch nicht wichtig, weil ein Modell, das nicht gut läuft, nach Göppingen muss!
Übrigens werkelt in meiner Lollo 37741 ein schwarzer Dreipoler, der E162120. Mit ihrem Original mLD läuft die Lok 2+.



Dem kann ich nur zustimmen, bitte überprüfe mal, ob die Antriebswellen nicht ausgeschlagen sind. Ich habe dies beim meiner 212 37005 entdeckt, allerdings auf der Schleiferseite, wo man sehr genau hinsehen muss, dass dies einem auffällt.

Rüdiger


OttRudi

RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#44 von khpmueller , 14.10.2013 13:12

Zitat von OttRudi

Dem kann ich nur zustimmen, bitte überprüfe mal, ob die Antriebswellen nicht ausgeschlagen sind. Ich habe dies beim meiner 212 37005 entdeckt, allerdings auf der Schleiferseite, wo man sehr genau hinsehen muss, dass dies einem auffällt.
Rüdiger



Hi Rüdiger,

wieso sind die Antriebswellen deiner 37005 ausgeschlagen? Die Lok kann doch noch nichtmal ein Jahr alt sein?

Meine 37000 läuft seit Monaten mit Last (4 Silberlinge) im Testmodus vorwärts und rückwärts, suche die optimalen Einstellungen Betreffs Anfahrruck. Da ist noch nichts ausgeschlagen. Im Gegenteil, vielleicht wäre das die Lösung, wenn das Getriebe ein ähnliches Spiel wie bei der alten V100 hätte. Dann kommt der Ruck nicht gleich auf die Achse

Nette Grüße
KHPM


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#45 von Uwe der Oegerjung , 14.10.2013 15:05

Zitat von khpmueller

...
Aber hier kann ich es akzeptieren, ist ja eine quasi 30 Jahre alte Konstruktion - schön, das man das Teil überhaupt noch so "modernisieren" kann!

Begeistert bin ich jedoch nicht, wenn morgen die "neue" E93 und eventuell die "neue" E94 durch Verwendung eines Dreipolers genauso hart anfahren muss, wie die alte E94.

Nette Grüße
KHPM



Moin KHP

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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#46 von Peter BR44 , 14.10.2013 18:47

Zitat von Uwe der Oegerjung

Zitat von khpmueller

...
Aber hier kann ich es akzeptieren, ist ja eine quasi 30 Jahre alte Konstruktion - schön, das man das Teil überhaupt noch so "modernisieren" kann!

Begeistert bin ich jedoch nicht, wenn morgen die "neue" E93 und eventuell die "neue" E94 durch Verwendung eines Dreipolers genauso hart anfahren muss, wie die alte E94.

Nette Grüße
KHPM



Moin KHP

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Hallo zusammen,

trotz des hohen Alters von fast 50 Arbeitsjahren,
fährt meine trotz Umbau immer noch ohne murren.
Sie geht mit mir zusammen in Rente.


Viele Grüße Peter


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#47 von Lok-Paul ( gelöscht ) , 15.10.2013 11:07

Zitat


man stößt bei der Motorkonstruktion an die physikalischen Grenzen des Machbaren, wollte man die Unterschiede 3/5 Poler bis zum Exzess ausreizen.
Die markanten Unterschiede bei den konventionellen Märklinmotoren (also DCM) basieren auf der Gestaltung des Läufers selbst. Bei den gekapselten Motoren sind andere Konstruktionsmerkmale (z.B. Schrägnutung) mehr am besseren Lauf beteiligt als die Polzahl. Bei gleichen Abmessungen gibt es u.U. gar keinen Laufunterschied zwischen 3 und 5 Poler ohne Messtechnik mehr festzustellen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht sinnvoll, mehr Pole zu verlangen; zumal keinerlei Aussagen zur Polzahl vom Hersteller gemacht werden. Die ganze künstliche Aufregung um Läuferpolzahlen ist modellbahnpolitisch in hohem Maße destruktiv.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn



Hallo Stephan- Alexander

dem muss ich aber etwas wiedersprechen, tut mir leid. Dann hätte ich in Physik etwas nicht mitbekommen, ein 3Poler hat ein grösseres Rastmomment als ein 5Poler, auch wenn der 3Poler ausgewuchtet und schräg genutet sein sollte. Ein 5poler kann auch von der Konstruktion grazieler vom Läufer her gestaltet werden, um beim 3Poler die gleiche Leistung zu erziehlen muss der Anker viel grösser gebaut werden was der Laufkultur schon wieder schadet. Im Modellbahnmarkt auch bei Flugzeugen und Autos werden immer Motoren in der Grosserie verwendet welche mindest 5 Pole haben, der 3 Poler ist hier seit jahren tot wegen verschiedener Nachteile gegenüber dem 5 Poler.Produktionstechnisch ist ein 3 Poler preiswerter sollte klar sein, deshalb verwendet Märklin diesen Motor auch um eine Gewinnmaximierung durchzuführen. Übrigens Piko genau aus diesem Grund und das merkt man den Modellen auch an. Roco verwendet einen leisen 5 Poler Flachmotor seit Jahrzenten, jedoch passt dieser nicht in jede Lok in Ihrer eigenen Produktion, selbiger ist ein ziemlich grosser Klumpen und passt niemals in eine Dampflok zum Direktantrieb. Deshalb muss auch immer der Antrieb in den Tender verfrachtet werden bei Schlepp- Tender Dampfloks, was nicht jedem Käufer gefällt. Märklin bevorzugt ja den Motor in der Lok und deshalb muss immer ein in kompakter Form leistungsfähiger Motor selbige antreiben. Der Glockenanker ist aber relativ teuer in der Produktion und auch als Ersatzteil nicht gerade preiswert, jedoch meines Erachtens die beste Wahl in solch einer Lok.

* Wobei ich anmerken muss, das bei den Allstrom Motoren von Märklin mit einem 3Poler und einem Esu Magnet +Decorder gute Laufeigenschaften bescheinigt werden muss, nach Umbau auf eine 5 Pol HLA kein soo grosser Unterschied zu verzeichnen war, das ist aber eine andere Geschichte.

Für Einbauten in Diesel und E-loks ist der Glockenanker( hatten wir ja schon bei der Trix 290 um nur ein Beispiel zu nennen) schon geeignet, aber das würde den Preis der Loks wieder in Richtung der Modelle bewegen welche mit SDS ausgliefert wurden und hier hat die Mehrzahl der Kunden zu recht wie ich finde, auch gemault. Also muss ein Motor her welcher kostengünstig zu beschaffen ist und ausreichend gute Laufeigenschaften vorweist, das sollte doch keine Hexerei sein. Meines Wissens war doch der Motor in der BR 218 ein 5 Pol Motor verbaut und jeder dachte nun das dies der neue Einheitsmotor wird, die meisten hier im Forum waren damit zufrieden, warum ist Märklin wieder noch einen Schritt zurück gerudert zu den 3 Poler Motoren welche schon in den Hobby Loks nicht besonders gut laufen, versteht wohl keiner so richtig, ausser dem Einkäufer der Teile bei Märklin


Lok-Paul

RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#48 von Schwanck , 15.10.2013 11:30

Moin Lok-Paul,

fast alle reden vom Rastmoment und vergessen dabei, dass es das nur im stromlosen Zustand des Motors gibt. Dreht sich die Maschine aber unter Spannung, dann gibt es nur noch einen von der Polzahl abhängigen ungleichmäßigen Drehmomentverlauf. Dieser ist bei guter Auslegung des Getriebes jedoch vernachlässigbar.
Die ebenso oft falsch verstandene Schrägnutung hilft auch nur bei walzenförmigen Ankern und kann auch sehr negativ sein, was schon hier angesprochen wurde.
Insgesamt gesehen ist es müßig, solche Diskussionen unter Laien zu führen, wo jeder redet wie er's versteht; jedoch nichts genaues weiß man nicht!
Übrigens gab es in Märklins 218 nur den SDS und danach den kleinen schwarzen Dreipoler mit den breiten Polschuhen.


Tschüss

K.F.


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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#49 von MatthiasW , 15.10.2013 12:00

Zitat von Schwanck

Übrigens gab es in Märklins 218 nur den SDS und danach den kleinen schwarzen Dreipoler mit den breiten Polschuhen.



Hallo,

noe, nicht ganz, in der 37218 (die 218er in orientroter Versuchslackierung) war ein Glockenanker eingebaut.

viele Grüße
Matthias


MatthiasW  
MatthiasW
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RE: Der Dreipoler Anfahrruck

#50 von Lok-Paul ( gelöscht ) , 15.10.2013 12:46

Zitat von MatthiasW

Zitat von Schwanck

Übrigens gab es in Märklins 218 nur den SDS und danach den kleinen schwarzen Dreipoler mit den breiten Polschuhen.



Hallo,

noe, nicht ganz, in der 37218 (die 218er in orientroter Versuchslackierung) war ein Glockenanker eingebaut.

viele Grüße
Matthias




Da steht aber auch in der Beschreibung der weitläufige Begriff geregelter Hochleistungsantrieb. :

@Schwank

Zitat
Insgesamt gesehen ist es müßig, solche Diskussionen unter Laien zu führen, wo jeder redet wie er's versteht; jedoch nichts genaues weiß man nicht!


Hallo,
nun nicht jeder kann ein Fachmann in Elektrotechnik sein, entschuldige nur bitte. Wenn die 3 Pol Motoren im Gegensatz zu den 5Pol Motoren keinen wesentlichen Nachteil haben, wäre schon aus Produktionstechnischen Gründen überall der 3 Poler in der Anwendung. Den wesentlichen Vorteil können wir ja auch bei den jetzigen Märklin Modellen sehen.

Zitat
Die ebenso oft falsch verstandene Schrägnutung hilft auch nur bei walzenförmigen Ankern und kann auch sehr negativ sein, was schon hier angesprochen wurde.


Wir reden hier doch von walzenförmigen Ankern bei den verbauten Flachmotoren in den Märklin Loks....richtig.
Übrigens ist mir das bei der 218er bekannt, das SDS Modell habe ich selber in meinen Bestand, jedoch war ich der Annahme das die jetzigen 218er einen 5 Poler Flachmotor besitzen, ok dann war ich falsch informiert.Dann dürfte ja auch die BR 216 Lollo den gleichen Motor verbaut haben, auch die BR 94?

Ziehe meine Frage hiermit zurück, in den meisten neuen Loks werkelt ja( nach Recherchen) der schöne schwarze 3 Poler.


Lok-Paul

   


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