Umbauten / Eigenbauten

RE: Umlackierung von Märklin-Blechwagen - Schürzenwagen der Serie 346

 von Florian Schmidt , 15.12.2019 23:51

Es geht weiter. Während die Teile beim Lackieren waren, entstand die Beschriftung. Bei Wagen aus lithographiertem Blech muß praktisch alles repliziert werden, da u.a. ja auch Türgriffe und Griffstangen als Teil der Lithographie mit bedruckt waren. Beim Neuaufbau nimmt man dafür dann Naßschiebefolien. Die Vorlagen wurden mit Corel Draw erstellt – es gibt dieses Programm neben der teueren „Normalversion“ auch in der Variante „Home & Student“ um die 80 €. Auch wenn man im Netz das ähnliche Programm „Open Office Draw“ kostenlos runterladen kann – mit der kostenlosen Alternative lassen sich keine Grafiken mit Farben im CYMK-Format erstellen – nur RGB. Für den Druck bei den professionellen Anbietern wird jedoch meist CYMK zwingend benötigt. Diese Anbieter verlangen dann auch i.d.R. das Dateiformat "cdr" von Corel Draw.

Hier war teilweise bereits vorgearbeitet wurden, um aus restaurierungsfähigen Serienwagen in Grün (346/1) Varianten zu erstellen, die es ab Werk nicht gab – bspw. gemischtklassige Wagen.

Für die FD-Wagen mußte dann u.a. der Schriftzug "Deutsche Bundesbahn" extra erstellt werden. Bei allen Beschriftungen orientierte ich mich an den Originalmodellen. Das Hundesymbol für die Packwagen wurde komplett neu gezeichnet. Als Muster wurde dafür in Corel Draw eine Pixelgrafik in den Hintergrund eingefügt und anschließend wieder entfernt. Sinnvoll ist es, immer auch Ersatz mit auf den Bogen zu packen. Vor allem die Zierstreifen sind schwierig aufzubringen – sie müssen ja gerade sein - und man hat einigen Verschnitt.

Die Beschriftung originalgetreu zu replizieren, war dann doch etwas aufwendiger als gedacht. Schließlich sollen die umlackierten Wagen ja exakt zu den Originalmodellen passen. Ein Fehler passierte dann beim Schriftzug „Deutsche Bundesbahn“: auf dem ersten Druck wich die Schrift für den Sitzwagen wich doch noch zu stark vom Original ab. Also wurde noch einmal nachgebessert: der Originalschriftzug noch einmal genau vermessen, Buchstaben teilweise einzeln skaliert, der Abstand der Buchstaben angepaßt. Es erfolgte dann ein Probedruck auf Papier zum Abgleich auf den Originalmodellen.

Nicht alle Beschriftungen auf dem abgebildeten Bogen waren für die Schürzenwagen vorgesehen. Ein Teil ist bzw. war für Modellprojekte im Straßenbahn- und Bussektor bestimmt.

346-019 by Florian Schmidt, auf Flickr

346-020 by Florian Schmidt, auf Flickr

Die Wagenkästen kamen dann auch vom Lackieren zurück. Leider verwendeten Modellbahnhersteller in den 50er Jahren keine RAL-Farben. Die Farben wurden oft dem Originalfarbton angenähert oder sogar aufgehellt, da die selbe Farbe auf kleineren Flächen dunkler wirken kann. Daher wurde ein Originalmodell mit eingeliefert, anhand dessen ein passender Farbton gemischt wurde. Bei den beiden ersten Wagen mußte der Innenraum noch von Hand nachlackiert werden, dazu fand Beige von Revell („Aqua Color“ Verwendung.

346-021 by Florian Schmidt, auf Flickr

346-022 by Florian Schmidt, auf Flickr

346-023 by Florian Schmidt, auf Flickr

Gruß
Florian


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Florian Schmidt
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