Kleine Spuren (Spur TT, N, Z)

(N) Dudelburg: Fleischmann 721012, BR 202 333-1, Wiederauflage 2020, Erfahrungsaustausch?

 von Brownie reloaded , 18.09.2020 12:44

Moin,

ich hatte schon länger den Wunsch, noch eine Lok aus diesen Baureihen anzuschaffen, aber auf den Börsen und in der Bucht war nichts ordentliches zu finden, was dann nicht schon an Neupreise grenzte.

So hatte ich schon vor ein paar Jahren eine solche Fleischmann neu geordert. Damals gerade wieder neu mit der Modellbahn angefangen und in Digital absoluter Neuling, hatte ich diese dann aber recht schnell zurück gegeben, weil sie Kontakt zu den Gleisen in jeglicher Form nicht mochte.

Als Fleischmann dieses Jahr eine Wiederauflage ankündigte, habe ich mir eine 721012 vorbestellt, in der Hoffung, dass sie für die Neuauflage überarbeitet wurde.

Gestern habe ich sie dann auspacken können :

    Beim vorsichtigen Betrachten lagen plötzlich sehr kleine Teile auf dem Tisch, mehrere Haltestangen waren einfach abgefallen, Löcher zu groß oder Stangen zu dünn. Habe erst mal alle sicher beiseite gelegt.


    Zwei Haltestangen neben den Führerstandstüren blieben auch gleich danach an den Fingern haften. Mit Sekundenkleber per Stecknadel in die Löcher wieder eingeklebt. Hält jetzt.


    Testfahrt auf meinem Analogkreis. Lok bleibt alle paar Millimeter stehen.


    Lok geöffnet. Eine Metallfeder, die den Strom von der unteren Schleiferplatine zur oberen befördert, ist gar nicht vorhanden, muss schon bei der Montage abgebrochen sein, da sie auch nicht in der Lok herum liegt.


Nun. Eigentlich sofort zurück schicken, ich weiß. Hatte ich z.B. bei der Gravita 10 BB von Brawa. 2 x umgetauscht und danach noch 3 x eingeschickt. Dafür steht sie heute in der Vitrine. Zur Zeit unbrauchbar. Also. Ich will so eine verdammte Lok. Der Ehrgeiz hat gepackt. Behalten. Selber machen. Und hoffen, das es bald wieder Börsen geben kann. Also ...

    Kabel anstelle der fehlenden Feder eingelötet, Decoder eingesetzt ....... Lok fährt nur, wenn sie gerade will.


    Lok weiter untersucht. An beiden Drehgestellen sind die je zum Lokende zeigenden Schleifer so herunter gedrückt, das sie flach auf dem Drehgestell liegen. Kontakt zur Schleiferplatine Glückssache.


    So, nun habe ich ja schon dran rumgelötet, also auf gehts. Lok komplett zerlegt. Dabei gefunden, dass von einem Niederhalter der Kupplungsdeichsel eine der beiden Rastnasen abgebrochen ist. Nun ja, warum nicht.


    Also im Zuge der Basteleien die Schleifer der Drehgestelle korrigiert, Schleiferbahnen von schwarzen Fettresten gesäubert, den Rest vorsichtig etwas gefettet und geölt, und die Lok wieder sauber zusammen gebaut.


    Testfahrt auf der Anlage noch naja. Weichen sind ihr unangenehm und auch manche Gerade. Lok in beiden Richtungen jeweils etwa 20 Minuten fahren lassen. Wesentlich besser, aber noch nicht so, wie es sein sollte.


    Beim Anfahren hält sie manchmal ganz kurz inne und ruckt dann los. Und man hört in bestimmten Situationen deutlich ein ganz ganz helles metallisches Fiepen. Ich tippe darauf, dass die Schwungmasse je nach Kraftrichtung auf die Motorachse Kontakt zum Chassis bekommt. Das ist jedenfalls teils extrem eng gebaut und nicht ganz einsichtig.



Heute morgen habe ich sie noch fahren lassen und weiter gestestet. Sagen wir so: Zum normalen im Kreis fahren ist sie jetzt gut, als Rangierlok im Langsambetrieb aber noch nicht sicher genug. Bisher eine Verbesserung von etwa 90% zum Auslieferungszustand.


Also werde ich sie noch einmal von Grund auf zerlegen, alles kontrollieren, sauber montieren und versuchen, die Kontaktsicherheit noch zu verbessern. Dazu ist geplant ....

    Die beiden Achsen mit Haftreifen durch welche ohne Haftreifen ersetzen (Habe ich gerade geordert).


    Dabei die Radschleifer und die Radkränze richtig säubern, da ist nämlich Fett drin.


    Die Schleiferplatinen ganz entfernen, Schleifer kürzen und Microlitze von den Schleifern nach oben zur Hauptplatine legen.


    An die Stelle der Schleiferplatinen 1 mm starke Bleiplatten in gleicher Größe kleben.


    Je nachdem, was dann dabei heraus kommt, werde ich eventuell noch Pufferspeicherkondensatoren (von Carsten) im Führerstand unter bringen.



Habt Ihr noch andere, hilfreiche Tipps, wie man die Lok noch optimieren kann ???


Gruß Dietmar


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