Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#76

Beitrag von Peter BR44 » Fr 11. Jan 2019, 17:34

Hallo Martin,
Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 15:56
......Dann werde ich vielleicht einmal einen Testkauf Pappel machen, da tendiere ich aber schon zu 12 mm für die Trassen. Vielleicht dann unterstützt von 9 mm Birke. Muß erst schauen, was es in Pappel so gibt.
(Ich brauche die Kombination aus 9 + 12 mm, um die 21 vom Rahmen zu erreichen).....
schade das Du so weit wech wohnst.
Dann hätten wir hier durchs Holzplattenlager gehen können
und Du hättest von mir auch Proben zum Testen bekommen.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#77

Beitrag von oligluck » Fr 11. Jan 2019, 18:40

Peter BR44 hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:54
(...)
Preise aktuell 14:00 Uhr
10mm Pappel 14€ m²
9mm Birke Sperrholz 15€ m²
Nun ist locker 18 Uhr durch, wo stehen die Preise?
Nein, im Ernst:
der Preis steht und fällt damit, was mein Baustoffhöker/Baumarkt/Schreiner um die Ecke gerade da hat oder weiter bringt.

Was nützt es mir, wenn ich zwar nur 20 Euro/m² bezahle, aber dafür eine ganze Tafel abnehmen muss, obwohl ich momentan nur ein Stückle von 70x30cm benötige?

Pappelsperrholz ist weich, dort jage ich eine Schnellbauschraube ("Spax") ohne Vorbohren durch.
Dafür entstehen schnell Macken, wenn ich mit zwei Modulen aneinander ditsche.
In Birke Multiplex darf ich regelmäßig vorbohren, auch für die Schrauben den Senker benutzen.
Ist das jetzt ein Vor- oder Nachteil?

Ich verwende beide gerne, bin da pragmatisch.
Daraus allgemeingültige Aussagen abzuleiten, kann aber eigentlich nur in die Hose gehen.

Und krumm wird sowieso alles. Oder auch nicht - je nachdem, wie man es anstellt... :D

Viele Grüße,
Oliver

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#78

Beitrag von Peter BR44 » Sa 12. Jan 2019, 07:47

oligluck hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 18:40
Peter BR44 hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:54
(...)
Preise aktuell 14:00 Uhr
10mm Pappel 14€ m²
9mm Birke Sperrholz 15€ m²
Nun ist locker 18 Uhr durch, wo stehen die Preise?
Nein, im Ernst:
der Preis steht und fällt damit, was mein Baustoffhöker/Baumarkt/Schreiner um die Ecke gerade da hat oder weiter bringt....
Moin Oliver,

bei mir auf der Arbeit im PC.
Ich verkaufe das Material. :wink: :mrgreen:
Und über den Preis für Stummianer, können wir sprechen.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#79

Beitrag von Lohengrin_Wien » Sa 12. Jan 2019, 12:21

Nun, bei einem Holzhändler im Süden Wiens steht auf der Preisliste bei beiden Plattenarten 18,30 + MWSt. Und ohne Zustellung. Ob ich die ganzen Platte ohne Transportschnitt bei mir in den Anhänger bekomme, muß ich erst ausmessen.

Aber DAS wird mich sicher nicht arm machen......

So nebenbei:
Kennt Ihr eine Schraubentype, die man ohne Vorbohren in Birkensperrholz verwenden kann? Eventuell sogar stirnseitig? Ich denke da an Bohrspitze, Teilgewinde, Senkfräskopf. Z.B. Diese von Würth?

LG

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#80

Beitrag von Schachtelbahner » Sa 12. Jan 2019, 12:32

Ob man vorbohren muss kann nicht pauschal beantwortet werden.

Es kommt auf den Werkstoff an und wie dick der ist, dazu welches Holz.

Bei Harthölzern wird es nicht ohne bohren gehen und dünne Hölzer platzen durch die Schraubenstärke auf. Eine Stirnseitige Verschraubung ist nicht zu Empfehlen, egal ob Massiv oder Sperrholz, die Scharuben finden keinen Halt und dreht sich doll beim eindrehen.

Auch ob Teil- oder Vollgewinde richtet sich nach den Anforderungen. Mit Teilgewinde kann ein Holzstück an das Trägerstück rangezogen werden, mit Vollgewinde nicht.

Fazit. Vorbohren, keine verschraubung in Stirnhölzer sondern andere Befestigung wählen und Schrauben mit Teilgewinde nehmen.

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Grüße von Kurt
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#81

Beitrag von Peter BR44 » Sa 12. Jan 2019, 16:28

Hallo Martin,

mit den Schrauben ist es so wie Kurt schreibt.
Es kommt immer darauf an.
Es gibt Schrauben mit Fräsköpfen.
Diese versenken sich selbst.
Aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt.

Aber es gibt da noch hier.
Damit kannst Du Bohren und versenken in einem Arbeitsgang.

Neben Würth gibt es noch von Reisser, Dresselhaus und SPAX sehr gute Schrauben.
Da muss man nicht gleich den Namen mitbezahlen.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#82

Beitrag von Peter BR44 » Sa 12. Jan 2019, 16:37

Hallo Kurt,
Schachtelbahner hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 12:32
......Eine Stirnseitige Verschraubung ist nicht zu Empfehlen, egal ob Massiv oder Sperrholz, die Scharuben finden keinen Halt und dreht sich doll beim eindrehen.....
für solche Anwendungen, gibt es Konstruktionsschrauben.
Diese haben ein speziellen Bohr- und Schraubgewinde.
Damit werden heutzutage Balkenkonstuktionen verbunden.
Diese Schrauben haben dafür sogar eine Zulassung.

In die Schichten von Sperrhölzern kannst Du bedenkenlos eine vernünftige Verschraubung setzen.
Musst nur an diesem Werkstück eine Schraubzwinge mit Zulagen spannen.
Mache ich immer so, wenn ich zu faul bin einen Lamello zu setzen. :oops:
Natürlich verleime ich alles mit Propellerleim von Bindan.

In diesem Sinne, allen ein nicht zu sehr verregnetes Wochenende.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#83

Beitrag von Schachtelbahner » Sa 12. Jan 2019, 16:41

Hallo Peter.

Bei 10 oder 12 mm Sperrholz kannst Du das aber vergessen.
Grüße von Kurt
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#84

Beitrag von Peter BR44 » Sa 12. Jan 2019, 17:06

Hallo Kurt,

dachte mehr an 15mm Stärke aufwärts.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#85

Beitrag von oligluck » Sa 12. Jan 2019, 17:49

Hallo Martin,
ich habe lange Zeit sehr viel mit Würth-Schrauben hantiert, hauptsächlich, weil dort der Vertreter vorbei kam und ich mir die Fahrt zum Großhandel sparen konnte.
Wenn meine Arbeitszeit mehr kostet, ist das eine sinnvolle Rechnung...

Dort gab es Schnellbauschrauben, die kleine Grate am Kopf haben und wie ein Senker funktionieren, aber eher mäßig.
Solche würde ich für Spanplatten nehmen, dort sind sie eine Erleichterung. Bei Sperrholz, insbesondere Birke, wären sie jedoch überfordert.

Hier wären die von Peter verlinkten Aufsatzsenker überlegenswert, wobei ich mit den 6-schneidigen Senkern nie richtig warm geworden bin. Sie machen eher einen 6-eckigen Kegel als einen Runden...
Natürlich ist es Geschmacksache, aber ich bevorzuge Querlochsenker, weil das Ergebnis (mir) besser gefällt.

Da vorhanden, nehme ich eine Bohrpistole zum Vorbohren, und je einen Schrauber zum Senken und schrauben.
Dank Schnellspannfutter ist aber ebenso ein werkzeugloser Wechsel möglich.

12mm-Multiplex wird bei mir stumpf verschraubt, der Leim hat mehr eine Alibi-Funktion.
Wenn ich einen guten Tag habe, werden auch schon mal Lamellos gesetzt, aber das kommt selten vor:
ich baue Module, keine Möbel :D

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#86

Beitrag von Peter BR44 » Sa 12. Jan 2019, 18:49

Hallo Oliver,
oligluck hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:49
....Wenn ich einen guten Tag habe, werden auch schon mal Lamellos gesetzt, aber das kommt selten vor:
ich baue Module, keine Möbel :D ...
:gfm:
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#87

Beitrag von Lohengrin_Wien » So 13. Jan 2019, 15:11

Die Schrauben waren tatsächlich für Sperrholz 15 und 21 mm gedacht.
Da ich eine Niederlassung von Fürth in der Nähe habe, werd ich schaun, ob ich vielleicht ein paar Probeexemplare bekomme.
Wenn die Bohrsenkschraube keinen Arbeitsgang spart, kann ich sie auch gleich weglassen und die Kilopackung Spax kaufen.

LG

Martin.
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#88

Beitrag von oligluck » So 13. Jan 2019, 15:36

Hallo Martin,
ich muss mich korrigieren:

die Schnellbauschrauben mit den "Riffeln" zum Senken kannte ich zwar ursprünglich von Würth, es gibt sie aber bei Spax ebenso, ich habe gerade im Kasten nachgeschaut.
In wieweit es auch auf Schrauben anderer Hersteller, bei denen ich nicht den Markenname mitbezahle, zutrifft, wäre herauszufinden :)

Schaue halt, was bei dir in der Umgebung einfach aufzutreiben ist.
Und dass ich von dieser "Riffelung" nicht allzu viel halte, zumindest nicht für den angesagten Zweck, muss ja nicht zwingend bedeuten, dass du es genauso siehst!

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#89

Beitrag von Peter BR44 » So 13. Jan 2019, 16:34

Hallo Oliver,
oligluck hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 15:36
.....In wieweit es auch auf Schrauben anderer Hersteller, bei denen ich nicht den Markenname mitbezahle, zutrifft, wäre herauszufinden :)....
Peter BR44 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 16:28
...Neben Würth gibt es noch von Reisser, Dresselhaus und SPAX sehr gute Schrauben.....
oligluck hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 15:36
....Schaue halt, was bei dir in der Umgebung einfach aufzutreiben ist....
Da bin ich genau Sie Ihrer Meinung da! :wink:
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#90

Beitrag von Lohengrin_Wien » Mo 14. Jan 2019, 16:12

Die hier schaut auch gut aus.....

LG

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#91

Beitrag von kleineWelt » Di 15. Jan 2019, 21:34

Hallo Erich,
Erich Müller hat geschrieben:
Do 13. Dez 2018, 00:11
lass es mich mal so sagen: dein Beitrag enthält keine Argumente. Er begründet keine Ansichten, sondern trägt sie plakativ vor. Das unterscheidet ihn aber schon deutlich von den Ausführungen des TE.
Das ist wohl eher andersherum ;-) Der TE begründet seine Abneigung gegen Spanplatten mit deren Verhalten, wenn sie jahrelang offener Witterung im Freien ausgesetzt sind. Das ist kaum wissenschaftlich oder werkstofftechnisch fundiert.
Aber ich will hier im Forum auch nicht herumstreiten.
Ich besitze ein Möbel aus den Fünfziger Jahren, in dem auf einer acht oder neun Millimeter dicken Sperrholzplatte Bücher stehen, zweireihig und auf einer Breite von etwa 1,5m. Ich sehe, um wieviel diese Platte durchhängt und was sie wiegt
Das "Buchregalargument" ist keines, denn wie gesagt, müssen bzw. sollten Spanplatten bei einer Plattenanlage an geeignet vielen Punkten unterstützt werden, damit sie ihre Form behalten. Gilt prinzipiell für jede Art Holz - nur bei Metall kann man sich sowas weitestgehend sparen.
Viele Punkte müssen das nicht sein, es hängt von der Konstruktion ab. Auch ich habe hier ein Bücherregal aus Spanplatte, an drei Punkten unterstützt, ist es elegant und schnurgerade schon seit 15 Jahren. Eben richtig gemacht.
Klar - man kann mit Spanholz eine Anlage bauen, und man kann eine Anlage mit Sperrholz bauen. Für das Spanholz braucht man halt ein durchgängig tragendes Untergerüst, sonst schlägt es allein schon durch sein eigenes Gewicht Wellen.
Das Problem beim Sperrholz im Gegensatz zu Spanplatte ist, dass es sich von selbst verzieht - oder zumindest, die Gefahr sehr groß ist. Schau Dir mal frische Sperrholzplatten im Baumarkt an: dort findest Du schon ab Werk Wellen, da es sich um organisch gewachsenes und entsprechend inhomogenes Material handelt. Für eine Plattenanlage nicht zu empfehlen.
"Durchgängig tragend" muss das Gerüst für eine Spanplattenanlage auch nicht sein. Es reichen ein paar richtig gewählte Unterstützungspunkte (wie bei mir).

Aber ich fürchte, die Argumente drehen sich im Kreis. Meine Plattenanlage ist - aus gründlicher Überlegung und Kenntnis der Werkstofftechnik heraus - ganz bewußt aus Spanplatten aufgebaut. Bis heute ist alles eben, weil eben richtig gemacht. Null Problemo sozusagen ;-)

Ich musste mich übrigens deswegen für die Bauform "Plattenanlage" entscheiden, da ich im Wohnzimmer vor allem eine geringe Bauhöhe brauchte. Man sollte noch darunter sitzen können, und andererseits sollte die Grundfläche nicht sehr hoch liegen, ergo: Plattenanlage. Und auch die dreissig Schattenbahnhofsgleise wurden auf einer zweiten Plattenebene aus diesem Grund untergebracht.

Damit werde ich mich aber aus diesem Diskussionsseitenthema zurückziehen, bevor es endgültig kreiselt.

Viele Grüße
Chris

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Jürgen
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#92

Beitrag von Jürgen » Di 29. Jan 2019, 15:47

Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:29
Andererseits muß ich eigentlich die vorberechnete Menge bei mir auf Lager legen, damit sich das Holz akklimatisieren kann. Erfahrungsgemäß kommt Plattenmaterial recht übertrocknet aus der Produktion. (Meine Arbeitsplatte, Eichenleimholz, ist bei 60% rLF um über 5% gewachsen! Das hält jetzt, nach 2 Jahren, noch immer an....)
Hallo Martin,

echt ? Deine Arbeitsplatte ist um 5cm/m (sic!) gewachsen ? Das ist eine seltsame Holzvermehrung oder vielleicht ist es doch nicht ganz so viel ? :wink:

Was die Schrauben betrifft, Ihr macht Euch viele Gedanken um die Ersparnis eines möglichen Arbeitsgangs, der nur Sekunden dauert. Das Nachdenken darüber bzw. das Einholen von Probeschrauben und entsprechende Tests dürfte doch etwas länger dauern ... Was bei einem Profi sinnvoll ist, muss bei einem schlichten Freizeitschrauber noch lange nicht sinnvoll sein.

Das betrifft mMn auch die Materialwahl. Die Anforderungen an das Material und dessen Verarbeitung sollte im Mittelpunkt stehen. Man kann auf Spanplatten eine Anlage bauen. Ob es Spaß macht, ist etwas anderes. Aber wenn man es macht, muss man die Eigenheiten bedenken. Manche bauen im Kellerraum, bei dem im Verlauf des Jahres Feuchteschwankungen ohne weitere Maßnahmen in größerem Umfang normal sind. Manche auf dem Dachboden. Hier herrschen eher Temperaturschwankungen. Wir verkleben mittelbar Holz mit dem Metall der Schienen. Holz arbeitet durch Feuchteänderungen, aber wenig durch Temperaturänderungen. Bei Metall ist das genau anders herum. Daran sollte man denken, nicht nur an das Material. Der Ausstellungsbetrieb hat noch einmal andere Anforderungen. Da wechselt so ziemlich alles und zwar ziemlich schnell.

Was die Plattenstärken betrifft, hier sind die Belastungen zu berücksichtigen. Das ist zum einen das Gewicht. Einer baut mit sehr viel Gips, der andere mit Styrodur. Je mehr Gewicht um so dicker die Platte. Je dicker die Platte, um so mehr Gewicht hat man. Hauptaugenmerk ist also die Gewichtsersparnis. Sie hilft doppelt im Sinne der Plattenstärke. Ein weiterer Punkt ist die Spannweite, über die die Last abgetragen wird. Eine Verdopplung der Stützweite verachtfacht die Durchbiegung in der Mitte bei einer gleichmäßigen Belastung und versechsfacht sich bei einer Einzellast in der Mitte (Lastfall zwei Auflager an den Enden). D.h. für die Durchbiegung ist auch der Auflagerabstand von Bedeutung. Das weiß jeder, aber keiner redet darüber. Da wird z.T. einfach Material angehäuft. Sperrholz ist wesentlich belastbarer als z.B. Spanplatte. Wenn man dann noch eine kluge Konstruktion wählt, kann man mehr Festigkeit mit weniger Material bekommen. I.d.R. nimmt man Leisten zur Unterstützung der Platte. Mit einem schmalen Streifen Sperrholz als Untergurt in Richtung der Lastabtragung kann man die Tragfähigkeit einer Platte enorm erhöhen.

Es gibt viel mehr, was man für die Konstruktion machen kann, als nur nach einzelnen Punkten zu schauen. Das Gesamtpaket zählt.

Grüße
Jürgen
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#93

Beitrag von Schachtelbahner » Di 29. Jan 2019, 17:02

Ich kann da Jürgen nur voll beipflichten. Es kommt nicht auf die Materialstärke an um Stabilität zu erreichen sondern auf die Konstruktion. Bis in 1960gern wurden Segelfliger und nicht nur diese, voll aus Sperrholz gebaut. Und stellt euch vor, die Tragflügel haben die Belastugen anstandslos überstanden. Die ganze Konstruktion bestand aus sehr dünnem Brikensperrholz in Verbindung mit Buchensperrholz glaube ich mich zu erinnern.
Zuletzt geändert von Schachtelbahner am Mi 30. Jan 2019, 01:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße von Kurt
dem Schachtelbahner

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#94

Beitrag von Lohengrin_Wien » Di 29. Jan 2019, 23:19

Jürgen hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 15:47
Deine Arbeitsplatte ist um 5cm/m (sic!) gewachsen ?
Natürlich meinte ich 5 ‰, also 5 mm / m. Da war ich ein bisl schlampig beim Tippen.... Habs aber im Beitrag in Millimeter ausgedrückt gehabt!
Schachtelbahner hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 17:02
Bis in 1060gern wurden Segelfliger und nicht nur diese, voll aus Sperrholz gebaut. Und stellt euch vor, die Tragflügel haben die Belastugen anstandslos überstanden. Die ganze Konstruktion bestand aus sehr dünnem Brikensperrholz in Verbindung mit Buchensperrholz glaube ich mich zu erinnern.
Damit bin ich gut vertraut, hab schon ein paar Segelflieger auf Holmen und Rippen gebaut.

Natürlich läßt es sich nicht vermeiden, daß beim Aufschneiden einer Sperrholzplatte Kräfte frei werden. Eine 12 mm - Birkenplatte hat aber schon eine ganz schön große Kraft, die auch kompensiert werden muß. Deswegen werde ich wahrscheinlich eher auf dünnere oder ganz dicke Birkenplatten und sonst Pappel setzen.

LG


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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#95

Beitrag von Jürgen » Mi 30. Jan 2019, 07:53

Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 23:19
Jürgen hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 15:47
Deine Arbeitsplatte ist um 5cm/m (sic!) gewachsen ?
Natürlich meinte ich 5 ‰, also 5 mm / m. Da war ich ein bisl schlampig beim Tippen.... Habs aber im Beitrag in Millimeter ausgedrückt gehabt!
Hi Martin, ist schon klar, habe das ja auch mit einem Augenzwinkern gesehen. Aber selbst 5 mm/m ist ganz schön viel. Typische Werte bei Feuchteänderung von ca. 1% des Darrgewichtes beträgt rechtwinklig zur Faser ca. 0,24 % (Mittelwert tangential/radial). Längs zur Faser beträgt der Wert ca. 0,01% (https://www.gdholz.net/fachwissen-holz/ ... indet.html).

Ich habe zwei Eichenplatten (ca. 3m Länge) als Arbeitsplatten in der Küche, aber solche eine Veränderung konnte ich bisher nicht feststellen. Aber sie ist ja auch erst 8 Monate eingebaut.

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#96

Beitrag von Stadtbahner » Mi 30. Jan 2019, 09:33

Hallo liebe Mitleser,
kleine Info am Rande, Schnellbauschrauben werden für Gipskarton (Rigips etc.) verwendet.
Was ihr mit dem Begriff meint, sind jedoch Spanplattenschrauben.

Für den Bau von Kleinmöbeln, Kästen, etc. verwende ich inzwischen bevorzugt Schrauben von Spax mit Torx-Antrieb "T-Star-Plus" (hat eine proprietäre Führungsbohrung für deren Bits, die wiederum von Wera für Spax produziert werden). In Situationen, wo Massiv- und Sperrholz zum Reißen neigen, bohre und senke ich vor.
Holzdübel nehme ich dann, wenn es mir sinnvoll erscheint (Stabilität) und/oder wo es mir auf schraubenfreie Optik ankommt.

Was für ein Material ich nehme, hängt vom Anwendungszweck ab.

Ein maßgeschneidertes HiFi-Regal für Tapedeck, Plattenspieler, CD-Spieler, SVHS-Recoder & co. habe ich aus weiß beschichteter Spanplatte hergestellt und anschließend mit Kantenumleimern die Sägekanten kaschiert. Hier ist mir wichtig gewesen, dass sich das Regal gut in den Rest der Wohnzimmereinrichtung einfügt, und dass keine sichtbaren Schraubverbindungen zu sehen sind. Viel Gewicht muss es nicht tragen, und auch keine langen Spannweiten der Böden.

Bild


Eine mobile Workstation für den Modellbau aus Kiefernsperrholzplatten und Kiefernholzleisten. Anschließend klar lackiert. Robust soll es sein, und auch rauen Umgang und schwere Werkzeuge aushalten. Unterhalb der Bodenplatte befinden sich verdeckt zwei Leisten zur Versteifung des Rahmens.

Bild


Ein Aufbewahrungskasten für den Proxxon Bohrständer MB 140/S aus Siebdruckplatte (Sperrholz beschichtet), keine Nachbehandlung erforderlich. Die Kiste trägt für ihre kleinen Abmessungen viel Gewicht und ist darum robust ausgeführt.

-> https://www.1-2-do.com/projekt/Aufbewah ... 99#gallery
Zuletzt geändert von Stadtbahner am Mi 30. Jan 2019, 16:16, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße, Marc

Meine kleine Parkettbahn... noch im Wachstum.
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#97

Beitrag von oligluck » Mi 30. Jan 2019, 14:38

Moin Marc,
Stadtbahner hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 09:33
kleine Info am Rande, Schnellbauschrauben werden für Gipskarton (Rigips etc.) verwendet.
Was ihr mit dem Begriff meint, sind jedoch Spanplattenschrauben.
Da hast du völlig Recht!
Ich unterstelle jedoch, dass Schnellbauschrauben nicht unbedingt in Modellbahners Gedächtnis auftauchen, die kenne ich nur aus dem Trockenbau und mit dem hat ein normaler Modellbahner wenig bis gar nichts zu tun, wenn er nicht unbedingt mit der Materie vertraut ist.
Sondern verbindet damit die "üblichen" Spaxschrauben, und nennt sie so, egal, ob da nun "ABC-Spax" oder "Max Bahr" als Hersteller auf dem Karton prangt.

Ähnlich, wie du von "Brettern" sprichst, obwohl du eigentlich Platten meinst.
(Achtung, Klugschissmodus mit Anlauf!).

Meine Spanplattenschrauben sind mitnichten aus Spanplatte, wie auch Holzschrauben selten aus Holz sind.
Und "ABC-Spax" ist nur ein Hersteller, nicht aber eine Schraubenart.

Wenngleich ich zugeben darf/muss, den Begriff "Schnellbauschraube" fälschlich benutzt zu haben, so plädiere ich allerdings für eine "weiche" Auslegung. So lange mein Gegenüber weiß, was gemeint ist.

Ein "Brett" ist sägerauh, maximal zöllig. Alles darüber ist eine Bohle.

Das magst du aber gerne nennen, wie du möchtest, denn da ein "Regalbrett" mittlerweile einen gewissen Anklang im Sprachgebrauch gefunden hat, zacke ich mir auch keine Krone aus der Breche, diesen Begriff ebenso zu benutzen 8)

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#98

Beitrag von Lohengrin_Wien » Mi 30. Jan 2019, 15:14

oligluck hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 14:38
Ein "Brett" ist sägerauh, maximal zöllig. Alles darüber ist eine Bohle.

Das magst du aber gerne nennen, wie du möchtest, denn da ein "Regalbrett" mittlerweile einen gewissen Anklang im Sprachgebrauch gefunden hat, zacke ich mir auch keine Krone aus der Breche, diesen Begriff ebenso zu benutzen 8)
Jetzt muß ich auch noch ein bisl gscheit daherreden....

Als „Brett“ würde ich jedes flache (die Zoll-Grenze würde ich auch nehmen) und lange Stück Holz nennen, das aus dem Vollen geschnitten ist. Unter 3 mm wäre der Ausdruck „Furnier“ angebracht, aber das ist sehr flexibel, weil niemand bei Balsaholz 1000/100/3 mm von einer Furnier sprechen würde, sondern von einem Brett(-chen).
Und ungehobelt muß es nicht sein. Es darf auch höflich sein. :fool:

Ich würde auch so weit gehen, daß ein aus mehreren Brettern nebeneinandergeleimtes Stück auch noch als Brett zu bezeichnen ist. Das Kennzeichen einer modernen Leimholzplatte ist ja, daß es aus schmalen Leisten zusammengesetzt ist.

Und solche „Bretter“, manchmal aus einem Stück, manchmal aus 2 Brettern verleimt, waren früher eben auch Regal-„Bretter“. Und deswegen ist auch für ein solches aus Plattenmaterial diese Bezeichnung aus historischen Gründen zulässig. Schließlich sagt niemand „Regalplatte“. (Die Bezeichnung „Regalboden“ ist m.E. nur für fest eingabaute, den Korpus aussteifende Elemente richtig.)

Und die dickeren Bretter heißen bei uns Pfosten. (Ja, da gibt es lustige Witze über einen bekannten Herrn in der Unterhaltungsbranche.....)
Die regionalen Unterschiede bei solchen Bezeichnungen muß man also auch beachten. Schließlich wollen wir keinen sprachlichen Einheitsbrei. Sonst hätten wir ja nichts mehr zu diskutieren.

Aber wurscht, solange das Gegenüber weiß, was gemeint ist, und keine Mißverständnisse entstehen.

LG

Martin.
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#99

Beitrag von baureihe482 » Fr 1. Feb 2019, 18:18

Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 15:14
oligluck hat geschrieben:
Mi 30. Jan 2019, 14:38
Ein "Brett" ist sägerauh, maximal zöllig. Alles darüber ist eine Bohle.

Das magst du aber gerne nennen, wie du möchtest, denn da ein "Regalbrett" mittlerweile einen gewissen Anklang im Sprachgebrauch gefunden hat, zacke ich mir auch keine Krone aus der Breche, diesen Begriff ebenso zu benutzen 8)
Jetzt muß ich auch noch ein bisl gscheit daherreden....

Als „Brett“ würde ich jedes flache (die Zoll-Grenze würde ich auch nehmen) und lange Stück Holz nennen, das aus dem Vollen geschnitten ist. Unter 3 mm wäre der Ausdruck „Furnier“ angebracht, aber das ist sehr flexibel, weil niemand bei Balsaholz 1000/100/3 mm von einer Furnier sprechen würde, sondern von einem Brett(-chen).
Und ungehobelt muß es nicht sein. Es darf auch höflich sein. :fool:

Ich würde auch so weit gehen, daß ein aus mehreren Brettern nebeneinandergeleimtes Stück auch noch als Brett zu bezeichnen ist. Das Kennzeichen einer modernen Leimholzplatte ist ja, daß es aus schmalen Leisten zusammengesetzt ist.

Und solche „Bretter“, manchmal aus einem Stück, manchmal aus 2 Brettern verleimt, waren früher eben auch Regal-„Bretter“. Und deswegen ist auch für ein solches aus Plattenmaterial diese Bezeichnung aus historischen Gründen zulässig. Schließlich sagt niemand „Regalplatte“. (Die Bezeichnung „Regalboden“ ist m.E. nur für fest eingabaute, den Korpus aussteifende Elemente richtig.)

Und die dickeren Bretter heißen bei uns Pfosten. (Ja, da gibt es lustige Witze über einen bekannten Herrn in der Unterhaltungsbranche.....)
Die regionalen Unterschiede bei solchen Bezeichnungen muß man also auch beachten. Schließlich wollen wir keinen sprachlichen Einheitsbrei. Sonst hätten wir ja nichts mehr zu diskutieren.

Aber wurscht, solange das Gegenüber weiß, was gemeint ist, und keine Mißverständnisse entstehen.

LG

Martin.

Hin und wieder muss ich den Spaß auch mal noch unterstützen...

Habe grade die Skripten aus Werkstoffkunde Holz rausgesucht: Abmessungen und Bezeichnungen :wink:
Da gibt es erst mal eine Unterteilung in Vollquerschnitte und Brettware. Brettware bezeichnet alles was "flach" und "breit" ist, ein Vollquerschnitt hat keine Querschnittsmaßverhältnis von 1:unendlich

Vollquerschnitte:
- alles bis maximal 6x4cm Querschnitt nennt sich Latte
- bis Querschnitt maximal 16x10cm (hätte hier gerne etwas genauer mitgeschrieben...) nennt sich Kantholz
- und darüber existiert nur noch der Begriff Balken

Brettware Massivholz!:
- Furnier gibt es meines Wissens nach bis 2...2,5mm
- bis 16mm nennt es sich Spaltware
- Bretter haben dann maximal 40mm (4cm) Dicke
- und darüber existieren je nach sprachlicher Gegend verschiedene Begriffe, z.B. Bohle, Rahmen, Diele


Beachtet bitte dass diese Bezeichnungen nicht für Plattenware gelten (Span, Faser, Sperrholz, Leimholz,...). Dies wiederum sind Produkte aus Furnier, Latten, Kanthölzern, Holzbestandteilen,...

Schöne Grüße,
Christian
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#100

Beitrag von kleineWelt » Do 7. Feb 2019, 16:56

Hallo Jürgen,
Jürgen hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 15:47
Das betrifft mMn auch die Materialwahl. Die Anforderungen an das Material und dessen Verarbeitung sollte im Mittelpunkt stehen. Man kann auf Spanplatten eine Anlage bauen. Ob es Spaß macht, ist etwas anderes. Aber wenn man es macht, muss man die Eigenheiten bedenken. Manche bauen im Kellerraum, bei dem im Verlauf des Jahres Feuchteschwankungen ohne weitere Maßnahmen in größerem Umfang normal sind. Manche auf dem Dachboden. Hier herrschen eher Temperaturschwankungen. Wir verkleben mittelbar Holz mit dem Metall der Schienen. Holz arbeitet durch Feuchteänderungen, aber wenig durch Temperaturänderungen.
wobei hier auch wieder gilt, dass die Spanplatte die besten Eigenschaften hinsichtlich Schwinden oder Quellen in Länge und Breite hat, und selbst in der Dicke sind die Schwankungen auf Grund von Luftfeuchtigkeit gering. Also lieber Spanplatte als Sperrholz bei einer Plattenanlage in Luftfeuchte-kritischen Umgebungen. Hinzu kommt, dass sich Sperrholz auf größere Längen hin gern verzieht und/oder verwindet, im Gegensatz zur Spanplatte. Und die Verwindungen, hoch- oder heruntergebogene Eckteile etc. in größeren Sperrholzplatten wieder herauszubekommen oder zu kompensieren, das ist beileibe kein einfacher Akt, und da wünsche ich viel Vergüngen, und gutes Gelingen... :wink:

Viele Grüße
Chris

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