Eine Unterführung aus Gips entsteht

Basis-Grundlagen von Usern dieses Forums zusammengestellt.
Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Eine Unterführung aus Gips entsteht

#1

Beitrag von mattes74 » Sa 7. Mai 2011, 17:10

Eine Unterführung aus Gips entsteht.

Hallo zusammen,

nachdem die bereits im Baubericht vom Nordmodul, http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&t=54665, ein so positives Feedback erhalten hat, habe ich mich entschieden, hier einen gesonderten Baubericht der Unterführung in Firm einer Schritt für Schritt-Anleitung einzustellen.

Folgende Randbedingungen sollte die Unterführung erfüllen:
Unterführung eines Feldweges unter einem zweigleisigen Bahndamm.
Der Bahnkörper wird von Flügelmauern abgefangen, die im Winkel von 30° nach außen geneigt sind.

Da ich bereits verschiedene Silikonformen für die Erstellung von Gipsabgüssen besitze, entschied ich mich auch beim Bau der Unterführung für Gips als Werkstoff.
Für die Stirnseiten der Unterführung benötigte ich noch die Form Bruchsteinarkaden aus dem Sortiment von Langmesser Modellwelt.

Benötigtes Material

Silikonformen von Wolfgang Langmesser
- 2 Arkaden mit Abdecksteinen
- 2 niedrige Mauern aus unregelmäßigem großem Bruchstein mit Abdeckung
- Hohe Mauer aus unregelmäßig großem Bruchstein
- Stützen und Abdeckungen aus großem Bruchstein
Gips zum Ausgießen der Formen
Styropor in verschiedenen Stärken
Papprolle
Tiefengrund
Farbenset „Mauern“ von Langmesser, bestehend aus 8 Vallejo-Farben
Braune und graue Abtönfarbe
Verschiedene Pinsel
Netzmittel oder Wasser/Spüli-Gemisch in einer Sprühflasche
Moltofil Holz-Reparaturspachtel
Reißnadel oder ausgediente Zahnarztsonden
Schleifpapier
Weißleim
Spatel und Gummibecher zum Rühren des Gipses
Fein gesiebter Sand

Nachdem die Bauweise und die genaue Positionierung der einzelnen Bauteile festgelegt war, wurden zuerst die Gipsabgüsse erstellt. Ich verwende hierfür Dentalgips, der gegenüber dem Modellgips aus dem Baumarkt den Vorteil hat, dass er etwas härter ist und nicht so leicht bricht.

Nach einigen Versuchen hatte ich das ideale Mischungsverhältnis von Gips und Wasser ermittelt. Wichtig ist, dass der Gips eine gute Fließfähigkeit aufweist, also nicht zu zäh ist. Das stellt sicher, dass er auch alle Vertiefungen und Ecken der Formen ausfüllt und keine Lufteinschlüsse entstehen.
Ich habe mich für das Verhältnis 2 Volumenteile Wasser und 3 Volumenteile Gips entschieden (dieses Verhältnis kann je nach verwendetem Gips etwas abweichen)

Die Silikonform wird zur Vorbereitung mit Netzmittel oder Wasser/Spüli-Gemisch eingesprüht, um die Oberflächenspannung des Gipses aufzuheben und die Fließfähigkeit weiter zu verbessern. Beim Ausgießen ist unbedingt darauf zu achten, dass die Form auf einer ebenen Unterlage liegt.
Bild

Beim Anrühren des Gipses bitte immer den Gips in das Wasser rühren und nicht umgekehrt. Dann das ganze ca. 30 sek. „sumpfen“ lassen und anschließend 30 sek. gut durchrühren, bis eine cremige Masse entstanden ist.
Bild

Der Gips wird langsam von der Mitte aus in die Form gegossen, bis diese ausgefüllt ist.
Bild

Um sicherzustellen, dass auch keine Hohlräume im Gips verbleiben und die Form vollständig und ohne Lufteinschlüsse ausgefüllt wird, habe ich die Form einige Male geschüttelt. Dadurch ergibt sich auch eine annähernd ebene Oberfläche. Ggf. überschüssiges Material wird mit einem Stahllineal abgezogen.
Bild

Nach einer Aushärtezeit von ca. 15 min können die Abgüsse vorsichtig aus den Formen ausgeschalt werden. Dazu werden zuerst die Ränder beginnend an den Ecken vorsichtig nach außen gebogen. Anschließend wird die Silikonform immer weiter nach hinten gebogen, bis der Gipsabguss entnommen werden kann.
Bild

Die Abgüsse müssen nun bis zur Weiterverarbeitung noch zwei bis drei Tage durchtrocknen. Erst dann haben sie die endgültige Festigkeit erreicht und können weiterverarbeitet werden. Der Gips ist dann schneeweiß, alle Restfeuchtigkeit ist verdunstet.

Nun müssen die Arkaden bearbeitet werden. Der zurückliegende Mittelteil muss verschwinden, damit eine Durchfahrtöffnung entstehen kann. Dazu wird entlang der Mauerkante mit einem harten, spitzen Gegenstand, z.B. einem Nagel, einer Reißnadel oder einem feinen Schraubendreher mehrfach entlang geritzt. Anschließend kann der Mittelteil vorsichtig! Mit einer kleinen Zange von unten aus der Mitte heraus beginnend, ausgebrochen werden, bis nur noch der äußere Bogen übrig ist.

Edith sagt: "Das geht auch einfacher. Schneide aus Styrodur oder Styropor eine Form etwas kleiner als der Bogen aus und lege sie vor dem Ausgießen auf den Bogen und beschwere sie entsprechend. Beim Ausgießen mit Gips wird dann dieser Bereich nicht gefüllt und kann nach dem Ausschalen der Form mit relativ wenig Aufwand von Gipsresten freigekratzt werden. Das Feintuning erfolgt dann wie oben beschrieben."
Danke, Edith!
Bild

Die Bruchkante wird etwas geglättet und die Steinstruktur im hinteren Bereich mit der Zahnarztsonde eingeritzt.
Bild

Nachdem dies geschehen ist, werden die Seitenwände auf die erforderliche Länge gekürzt. Dazu wird die Mauer an der erforderlichen Stelle mit einer feinen Säge ca. 1 Drittel der Materialstärke eingesägt. Den Rest erledigt rohe Gewalt, indem die Mauer mit der Schnittkante über der Tischkante abgebrochen wird.
Bild

Jetzt wird die Unterführung zusammen gebaut. Um eine parallele Ausrichtung der Seitenwände zu gewährleisten, wird ein Streifen 1 cm starkes Styropor in der Breite der Öffnung der Stirnseiten zugeschnitten. Die Stirnseiten werden auf das Styropor aufgesteckt und die Seitenwände probeweise angehalten. Zur Stabilisierung und zur Erhöhung der Standsicherheit werden die Seitenwände auf der Rückseite mit 2 cm starkem Styropor beklebt.
Bild

Wenn alles passt, werden die Stirn- und Seitenteile mit Holz-Reparaturspachtel zusammengeklebt. Hierbei ist auf eine exakt rechtwinklige Ausrichtung der einzelnen Teile zu achten.

Während der Trocknungsphase der eigentlichen Unterführung widmen wir uns den Flügelwänden.
Diese Wände haben im Original die Funktion, den Bahndamm abzustützen. Man kann diese in verschiedenen Positionen anordnen. Sie können in jeder beliebigen Position vom Verlauf in Längsrichtung des Bahndamms bis zu 90° gedreht, also quer zum Bahndamm stehen. Je nach Anordnung ändern sich Form und Größe der Wände.
Verlaufen die Flügelwände parallel zum Bahndamm, so bilden sie ein Dreieck mit oben liegender Grundseite. Stehen sie in anderen Winkeln zum Bahndamm, so ist die Grundseite des Dreiecks unten. Hier sollen die Wände in einem Winkel von 30° nach außen geneigt sein. Die Ermittlung der Größe erfolgt in zwei Schritten. Zuerst wird die Länge der Grundseite bei einer 90°-Anordnung zum Bahndamm berechtet. Dabei ist die Neigung des Dammes zu berücksichtigen. Im Original hat der Damm eine Neigung von 1:1,5. D.h. mit jedem Höhenmeter wächst der Dammfuß 1,5 m in die Breite.
Verstanden? Ich weiß im Moment nicht, wie ich es besser erklären sollte.
Ein Beispiel: Der Bahndamm ist 9 cm hoch. Dann beträgt die Breite am Dammfuß 14,5 cm (9 cm x 1,5 = 14,5 cm).

Genau dieses Maß setzen wir an, um nun im zweiten Schritt die Länge der Grundseite bei einem Winkel von 30° zu berücksichtigen. Hier hilft uns die Mathematik weiter: Die neue Grundseite hat eine Länge von 14,5 / cos 30° = 16,75 cm.

Nachdem die Seitenlängen der Dreiecke für die Flügelmauern ermittelt wurden, können wir diese aus den Abgüssen der Gipsmauern erstellen. Wir müssen also 4 rechtwinklige Dreiecke mit den Seitenlängen 9 und 16,75 cm herstellen. Dabei ist zu beachten, dass wir linke und rechte Seiten haben. Wir benötigen jeweils zwei linke und zwei rechte Seitenteile. D.h. einmal muss die Diagonale von unten links nach oben rechts gezeichnet werden, das andere Mal von unten rechts nach oben links.
Zur Herstellung der Dreiecke wird analog dem Kürzen der Seitenwände verfahren.
Da die Flügelwände nach außen geneigt sind, muss die senkrechte Seite entsprechend auf Gehrung gefeilt werden. Die Passgenauigkeit ist immer wieder zu überprüfen.
Bild

Zur Montage der Flügelwände wird eine Schablone gebaut, dazu werden die Konturen auf ein Holzbrett gezeichnet. Daran werden nun die Bauteile ausgerichtet.
Bild

Als Trägermaterial der Flügelwände dienen wiederum passend zur Neigung des Bahndammes zugeschnittene Styroporteile.
Bild

Diese Teile werden, nachdem die Passgenauigkeit überprüft wurde, mit Weißleim an die Träger der Seitenwände geklebt. Anschließend werden die Flügelmauern mit Holz-Reparaturspachtel an die Styroporträger und an die Stirnwände der Unterführung geklebt
Evtl. austretendes, überschüssiges Material wird entfernt.
Bild

Abschließend werden die Übergänge der einzelnen Bauteile mit Gips geschlossen, sodass eine einheitliche Fläche entsteht. Dazu wird etwas Gips angerührt und mit einem Zahnstocher oder der Zahnarztsonde in die Zwischenräume gedrückt und mit einem angefeuchteten Pinsel geglättet
Bild

Zum Schluss werden noch die Abdecksteine auf die Flügelmauern geklebt, sodass nach oben hin ein Abschluss besteht
Bild

Nachdem alles gut durchgetrocknet ist, wird die Unterführung mit Tiefengrund grundiert.

Damit ist der Rohbau erstellt. Ich hoffe, ich konnte einige Stummis zum Nachbauen anregen. Es ist gar nicht so schwer und man schafft sich ein sehr individuelles Bauwerk.

Der nächste Teil der Bauanleitung beschäftigt sich mit der Farbgebung. Ein dritter Teil beschreibt dann noch die Begrünung und Gestaltung drumherum.

Ich wünsch viel Spaß beim Nachbauen und Abwandeln meiner Vorschläge.
Über ein Feedback der Tauglichkeit meiner Beschreibung freue ich mich. Denn dann kann ich´s beim nächsten Mal besser machen :)
Zuletzt geändert von mattes74 am Mo 21. Sep 2015, 11:53, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

Harald
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2067
Registriert: Sa 14. Mai 2005, 11:58

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#2

Beitrag von Harald » Sa 7. Mai 2011, 17:38

Hallo Matthias,

super Anleitung, gute Fotos, ich bin beeindruckt... 8)

Viele Grüße von

Harald


steve1964
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3112
Registriert: Mo 15. Feb 2010, 18:49
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: analog
Gleise: K-Gleis , Roco line
Wohnort: Hamburg
Alter: 44
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#3

Beitrag von steve1964 » Sa 7. Mai 2011, 20:12

ich gaube ,

erst alles schwarz spritzen , damit die farbe auch in den Fugen sitzt ,

trocknen lassen ,

dann wieder mit einem feinen Schaumstoffroller sehr dünn mit Grau oder weiß

darüber , mehrfach


oder aber auch tupfen oder wischen mit einem harten Pinsel , nur sehr dünne Farbe ,

in mehreren Schichten ,

dann bekommt man auch eine schöne Mauerstruktur .


Steve

----
Ich baue , also bin ich .

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#4

Beitrag von mattes74 » Sa 7. Mai 2011, 21:08

Hallo zusammen,

@ Harald
Danke für das Lob. Ich hoffe, Du kannst hier etwas Honig saugen für die eigene Anlage.

@ Steve
Sehr interessante Vorgehensweise zur Farbgebung hast Du geschildert.
Hast Du diese Art der Farbgestaltung schon mal ausbrobiert? Wenn ja, warst Du mit dem Ergebnis zufrieden?
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht


hg75
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#5

Beitrag von hg75 » Sa 7. Mai 2011, 21:23

Hallo Mathias,

sehr schöner und ausführlicher Bericht. :clap: :clap:

Ich verwende für die farbliche Gestalltung von Gipsteilen meist Lasuren aus Pulverfarbe oder Revell Aquacolor.
Da arbeite ich dann von Hell nach Dunkel.

Gruß

Georg

Benutzeravatar

181fan
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2171
Registriert: Fr 25. Jul 2008, 11:43
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: Z21
Gleise: K-Gleis
Wohnort: SaarCentral
Alter: 48
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#6

Beitrag von 181fan » So 8. Mai 2011, 06:12

Mattes, vielen Dank! Alleine der beiläufige Hinweis auf Langmesser Modellwelt... endlich mal ein Formenhersteller, der seine Produkte auch im Netz zeigt. Ich war nämlich nicht gewillt nach Nürnberg oder Dortmund zu fahren nur um ein paar Spörleformen kaufen zu können.

Und auch der Rest des Berichtes ist sofort in meine persönliche Ruhmeshalle (OneNote) gewandert.

Vielen Dank dafür!!!
Gruß
Martin (181fan)
---------

Letztes Projekt: Sammlungsverkleinerung!
Aktueller Zug: -+-
Next: Es wird die Bahn gebaut!


Helmi
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#7

Beitrag von Helmi » So 8. Mai 2011, 10:38

Super Bericht! Auch ich bin großer Fan der Langmesser Formen. Hab das ja hier auch schon mehrfach gezeigt, mir hatte aber immer die Geduld gefehlt das ganze als so tollen Bericht zu präsentieren. Super.

@Steve: Ich glaube bei eintritt der Nacht ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen!

Gruss
Helmi

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#8

Beitrag von mattes74 » So 8. Mai 2011, 14:47

Hallo zusammen,

es geht schneller als erwartet weiter, hute mit Teil 2 des Berichts, der Farbgebung.

Zuerst einmal herzlichen Dank für die Kommentare und Eure Tipps zur Farbgebung

@Georg:
da ich noch nicht so fürchterlich viel Erfahrung mit Pulverfarben habe, und meine Ergebnisse auf dem Gebiet eher als "dürftig" zu bewerten sind, ich andererseits viel mit Acrylfarben von Vallejo arbeite, were ich das auch hier tun. Natürlich ist auch Deine Variante zielführend. Aber wie so oft: viele Wege führen nach Rom, und für einen mjuss man sich ja schließlich entscheiden, wenn man als Ziel kommen will :wink:

@Martin:
Freut mich, dass ich Dir einen guten Tipp bzgl der Silikonformen geben konnte, und Danke für Dein Lob.
Auch wenn es hier manchmal so klingen mag, aber ich mache hier keine Schleichwerbung für irgendeinen Hersteller oder irgend ein Produkt. :wink: Ich bekomme auch von niemandem Geld oder "Naturalien" gestellt, dafür, dass hier in regelmäßigen Abständen bestimmte Namen fallen oder Produkte erwähnt werden. :wink:
Ich gebe nur meine Erfahrungen wider. Und die Formen von Langmesser haben mich halt überzeugt. Ich habe vorher auch mit Spörle-Formen gearbeitet, aber die sind leider von der Qualität nicht so gut. Aber sie haben den Weg bereitet, das Arbeiten mit Gips populär zu machen. Wie heißt es so schön: Das Bessere ist der Feind des Guten. Das trifft auf die von mir verwendeten Formen zu.

@ Helmi:
Die Geduld hatte ich auch lange nicht. Wenn Du meinen Baubericht vom Nordmodul aufmerksam liest, dann hast Du festgestellt, dass ich diesen Bericht hier schon seit Monaten angekündigt habe. Man muss sich nur hinsetzen und anfangen. Da meine bessere Hälfte derzeit auch viel unterwegs ist, konnte ich ohne schlechtes Gewissen etwas Zeit (na ja, etwas mehr Zeit..) in diesen Bericht und die Fotos investieren.

So, und nun zum Colorieren der Unterführung:
Teil 2, Die Farbgebung

Wie gesagt, ich habe mir das ganz vorne unter den benötigten Materialien erwänhte Farbset gekauft. Da ist auch eine Anleitung zum Bemalen der Mauerteile bei, an die habe ich mich gehalten. Alle Farben wurden mit Pinseln in verschiedenen Stärken aufgetragen, Es ist ratsam, drei Breiten zu benutzen.
Ein sehr feiner Pinsel für das Bemalen einzelner Steine, ein mitteldicker Pinsel für Flechten und Moose und ein breiter Pinsel für die großen Flächen.
Außerdem empfieht es sich, die Farben in einem alten Marmeladenglasdeckel anzurühren.

Aufgrund der Größe der zu bearbeitenden Fläche entstehen keine Wartezeiten, weil die Farbe des vorangegangenen Arbeitsschritts noch nicht trocken ist. Wenn man mit der einen Farbe hinten angekommen ist, kann man vorne mit der nächsten Farbe nahtlos weitermachen.
Ich habe für die Colorierung der gesamten Unterführung ca. 2 Stunden benötigt.
Bei allen Arbeiten hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die bearbeiteten Flächen schräg gehalten werden.
Der Charakter der Flächen verändert sich von Schritt zu Schritt mitunter sehr stark. Manchmal beschleicht einen das Gefühl, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Ich kann nur sagen: Ja! Habt Geduld, und obwohl man am Ende sich wieder die Frage stellt, wozu der ganze Aufwand, man sieht doch kaum die Unterschiede. Aber die feinen Nuancen in der Farbgebung kommen dann doch heraus und machen den Unterschied. Vor allem im richtigen Licht betrachtet.

Es geht los mit der Grundierung des Bahndammes. Dieser wird einfach mit brauner Abtönfarbe aus dem Baumarkt gestrichen.
Bild

Als nächstes wird die Unterführung gemäß Anleitung einer Mischung aus 1 Teil silbergrau und 2 Teilen Wasser grundiert.
Bild

Man sieht es kaum auf der fertigen Fläche, betrachtet man jedoch eine teilgrundierte Fläche, wie im nachfolgenden Bild zu sehen, erkennt man den Unterschied recht deutlich
Bild

Als nächstes wird der Flechten- Moos- und Algenbewuchs aufgetragen, also Verwitterungsspuren dargestellt.
Dazu nimmt man etwas Gelbgrün unverdünnt mit der Pinselspitze auf, streicht sie wieder etwas ab und tupft die Farbe an Kanten, Rissen und markanten Stellen unregelmäßig von oben nach unten fleckig auf.
Bild

Bild

Für die Darstellung von feinen Algen wird die Farbe im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnt und fleckig aufgestrichen. Die Farbe läuft in die Fugen und Vertiefungen und bildet dort grünliche Schatten.
Bild

Als nächstes werden einzelne Steine farblich hervorgehoben. Dazu verwendet man im Verhältnis 1:2 mit Wasser verdünnte Farbe in den Tönen Mittelgrau, Grünbraun und Wash Black, bzw. eine Mischung daraus. Hier lasst Eurer Krativität freien Lauf. Erlaubt ist, was gefällt.
Bild

Bild

Anschließend erfolgt das Abdunkeln der Mauern und Fugen, indem zuerst verdünntes Gelbgrün im Verhältnis 1:4 ungleichmäßig über die Mauer aufgetragen wird.
Bild

In zweiten Schritt wird eine Mischung aus Wash Black, Weißgrau und Wasser im Verhältnis 1:3:6 ebenfalls ungleichmäßig aufgetragen.
Bild

Als nächstes werden Lichter gesetzt, indem mit fast trockenem Pinsel die Farben Mittelgrau, Silbergrau und Weißgrau übergewischt werden. Und zwar in der genannten Reihenfolge.
Dazu nimmt man mit der Pinselspitze etwas unverdünnte Farbe auf und streicht den Pinsel auf einem Blatt Papier wieder aus, bis scheinbar keine Farbe mehr im Pinsel enthalten ist. Nun wischt man mit der flachen Seite des Pinsels ohne Druck über die Mauern, die im Pinsel enthaltenen Restpigmente setzen sich nun an den erhabenen Stellen der Mauern ab und hellen diese auf.
Bild

Bild

Bild

Zu guter Letzt werden die Fugen imt einer Mischung aus Wash Black, Silbergrau und Wasser im Verhältnis 1:5:10 ausgelegt. Die sehr dünne Farbe läuft in die Fugen und imitiert den Zement. Fertig.
Bild

Mir erschien das ganze aber zu hell und ich habe es noch mit verdünntem Wash Sepia abgedunkelt.
Als letztes haben die Maueroberteile noch einen Überzug aus einer Mischung aus Wask Black und Wash Sepia im Verhältnis 1:1 erhalten.
Bild

Zum Schluss noch ein paar Impressionen der Unterführung im natürlichen Sonnenlicht. Ich denke, die Bilder sprechen für sich...
Bild

Bild

Bild

Bild

Damit ist der Part Farbgebung abgeschlossen. Der nächste Teil beschäftigt sich mit dem "Drumherum und der Einbindung in die Landschaft.
Einen schönen Sonntag noch.
Zuletzt geändert von mattes74 am Do 10. Sep 2015, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

kaeselok
ICE-Sprinter
Beiträge: 6792
Registriert: Mo 30. Apr 2007, 13:15
Nenngröße: 1
Stromart: digital
Steuerung: ECoS II / TAMS
Gleise: Hübner nach NEM
Wohnort: Brühl

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#9

Beitrag von kaeselok » Mo 9. Mai 2011, 07:03

Tolle Farben! Sieh aus wie STEIN! :D

Perfekt!


Viele Grüße,

Kalle


norbi-h0
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#10

Beitrag von norbi-h0 » Mo 9. Mai 2011, 15:24

Hallo,

wow - ich bin begeistert! Wirklich klasse!!!

Ich spiele auch mit dem Gedanken, mir einige Langmesser-Mauern auf ein zukünftiges Modul zu setzen.

Bei der Ausführung bin ich zum einen abgeschreckt, ob ich die Farbgebung auch so hinbekomme. Zum anderen reizt es aber, sowas zu versuchen...

Gruss, Norbert


Helmi
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#11

Beitrag von Helmi » Mo 9. Mai 2011, 16:14

Norbert, positiv denken - DU BEKOMMST ES SO HIN - und wenn nicht so, dann ein klein wenig anders. Es macht tierisch Spass mit den Formen zu arbeiten und Sie zu gestalten. Farblich ist es halt ein learning by doing.

Liebe Grüße
Helmi


Reinhard Heckmann
InterCity (IC)
Beiträge: 527
Registriert: Di 13. Sep 2005, 21:17
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Lenz TrainController Gold
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Igling
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#12

Beitrag von Reinhard Heckmann » Di 10. Mai 2011, 15:36

Hallo Matthies,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht. :D

Der kommt gerade rechtzeitig, da ich ich nach den Gipskunstbauten bei meiner Anlage Igling II nun mit dem Colorieren anfangen möchte.

Ich habe mir auch den Vallejo Farbset von Wolfgang Langmesser gekauft, und hoffe eine ähnlich schöne realistische Bemalung meiner Tunnel, Brücken und Stützmauern hinzubekommen.

Viele Grüße

Reinhard
System HO 2-Leiter, Tillig Elite und RocoLine, Weichenantriebe Roco und Flüster(Servo)antriebe, Lenz 3,6 TC Gold V8
http://ModellbahnFreunde-Landsberg.de
Mein Projekt: viewtopic.php?f=64&t=25446&p=682560#p682560

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#13

Beitrag von mattes74 » Di 10. Mai 2011, 18:09

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure lobenden Worte.

@ Kalle:
Ein größeres Lob man man wohl nicht mehr aussprechen, vielen Dank.

@ Norbert:
Auch Dir vielen Dank für die lobenden Worte.
Die Langmesser-Formen sind auf jeden Fall eine gute Wahl, Du wirst Deine Freude daran haben.
Und sei Dir sicher, da gebe ich Helmi zu 100 % Recht, auch Du bekommst solche Ergebnisse hin. Zwar kannst Du meine Arbeit nicht kopieren, das bekomme ich auch nicht mehr hin, aber qualitativ wird Dein Ergebnis genau so gut sein. Du kannst es ja hier zum Vergleich posten.
Probier die beschriebene Technik an einem Probestück aus. Ich habe auch nur ein Probestück bearbeitet und anschließend diese Unterführung produziert...

@ Reinhard:
Ich habe vor ein paar Tagen Deine grandiose Anlage hier entdeckt und bin hin und weg. Allein schon diese Größe, da werden bestimmt 95% der Forumanen neidisch.
Deine Arbeit gefällt mir ausgesprochen gut, auch die Gestaltung der Tunneleinfahrten.
Toll, dass Du gleich mit meiner bescheidenen Vorlage in die Farbgestaltung einsteigen kannst. Das Ergebnis interessiert mich sehr. Du wirst bestimmt ausführlich darüber berichten und bist, genau wie Norbert, herzlich eingeladen, Deine Ergebnisse auch hier zu zeigen.
Das Farbset von Langmesser ist echt gut. Du bekommst alle Farben, die Du braucht zum gleichen Preis wie im Laden und erhältst noch sozusagen gratis eine vorzügliche Bemalanleitung oben drauf. Ich wünsch Dir viel Spaß beim malen.


Eine Sache habe ich noch vergessen.
Meine Unterführung bekommt natürlich noch ein Tonnengewölbe aus einer alten Posterrolle. Auch darüber werde ich demnächst berichten.
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#14

Beitrag von mattes74 » Mo 16. Mai 2011, 20:18

Hallo zusammen,

heute gibt´s ein update zum Bau der Unterführung aus Gips.

Nachtrag zum zweiten Teil:

Die Unterführung noch ein Tonnengewölbe. Dieses entstand aus einer alten Posterrolle, die auf Länge geschnitten und in Längsrichtung mittig halbiert wurde.
Bild

Bild

Die beiden Teile wurden mit Weißleim verklebt und die Seiten nochmals geschliffen und entgratet.
Anschließend wurde die Innenseite mit 120er Schleifpapier beklebt. Da das Schleifpapier in diesem Fall schon eine passende Farbe besaß, habe ich auf eine weitere fatbliche Behandlung verzichtet.
Bild

Jetzt sind noch die überstehenden Ränder mit einem scharfen Cutter abzuschneiden und das Bauteil in die unterführung einzusetzen. So sieht das Gewölbe im eingebauten Zustand aus.
Bild

Bild

Im letzten Teil geht es um die Landschaftsgestaltung und Begrünung:

Der Feldweg soll leicht ansteigend und in einem leichten Boden verlaufend die Bahnstrecke unterqueren. Entsprechend wurde der Styroporuntergrund gestaltet und die Oberfläche abschließend mit einer dünnen Gipsschicht überzogen.
Bild

Bild

Nach dem Trocknen wurde der Verlauf des Feldweges mit Weißleim eingestrichen und mit fein gesiebtem Sand bestreut. Nach dem Trocknen des Leims wurde überschüssiges Material mit einem Pinsel abgefegt.
Bild

Alle anderen Flächen wurden mit brauner Abtönfarbe grundiert.
Bild

Die nachstehend gezeigten Fotos zeigen nicht die bisher in diesem Beitrag vorgestellte Unterführung, sondern die bereits eingebaute Unterführung aus dem Nordmodul. Da ich beim Bau der dortigen Unterführung keine Fotos während des Baus gemacht hatte, musste ich halt noch eine Unterführung bauen. Dabei konnte ich auch die Farbtipps von Langmesser ausprobieren. Die Erste Unterführung wurde nach einem anderen Prinzip coloriert.
Nachdem die braune Farbe getrocknet ist, wird unverdünnter Weißleim aufgestrichen und es erfolgte die Grundbegrasung mit 2 mm kurzen, mittelgrünen Grasfasern von Heki, in einem zweiten Arbeitsgang wurde in den noch feuchten Leim 4,5 mm lange Grasfasern Frühherbst von miniNatur eingebracht. Hierzu wurden die Flächen wiederum mit Weißleim bestrichen und die Grasfasern verschieden dicht aufgebracht und überschüssige Fasern sofort wieder abgesaugt. In den noch feuchten Leim wurden dann die 4,5 mm langen Fasern, ebenfalls verschieden dicht, aufgebracht.
Das ganze durfte dann über Nacht trocknen.
Wer mag, kann natürlich noch in einem weiteren Arbeitsgang dunklere oder hellere Fasern fleckig aufbringen, um die Flächen aufzulockern.

Die Grundbegrasung ist erstellt
Bild

Bild

Ich entschied mich jedoch dafür, die weitere Gestaltung der Vegetation mit kleinen, zurecht gerissenen Stückchen Heki Decovlies Wildgras in den Farben Mittelgrün und Savanne, einem etwas hellerem Ton, zu gestalten. Dazu wurden diese Teile willkürlich auf die Grundbegrasung geklebt, so entsteht der Eindruck von verschiedenen Gräsern.
Bild

Bild

Abschließend wurden diverse Filigranbüsche und Unkrautbüschel in den Farben Sommer und Frühherbst von miniNatur gepflanzt.
Bild

Bild

Auf der Nordseite fand sich ein schönes Plätzchen für einen selbstgebauten Laubbaum, uter dem im nächsten Sommer bestimmt der ein oder andere Radfahrer ein kleines Päuschen genießen wird…
Bild

So, das war´s. Damit ist der Bau der Unterführung abgeschlossen.
Die Gestaltung des Bahndammes erfolgt erst nach endgültigem Einbau, um einen übergangslosen Damm zu bekommen. Hier kann man ebenso mit Grasfasern gestalten oder Matten aufkleben.

Ich hoffe, dass ich Euch ein paar Anregungen geben konnte und wünsche Euch viel Spaß beim Nachbau.
Ich freue mich wie immer über Kommentare und Feedback zu Euren Nachbauten.
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

kaeselok
ICE-Sprinter
Beiträge: 6792
Registriert: Mo 30. Apr 2007, 13:15
Nenngröße: 1
Stromart: digital
Steuerung: ECoS II / TAMS
Gleise: Hübner nach NEM
Wohnort: Brühl

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#15

Beitrag von kaeselok » Di 17. Mai 2011, 05:58

Tolle Arbeit, Matthias! Danke für die Bilder.

Viele Grüße,

Kalle


Reinhard Heckmann
InterCity (IC)
Beiträge: 527
Registriert: Di 13. Sep 2005, 21:17
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Lenz TrainController Gold
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Igling
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#16

Beitrag von Reinhard Heckmann » Di 17. Mai 2011, 08:12

Hallo Matthias,

auch die Begrünung ist Dir sehr gut gelungen. Man könnte vielleicht noch einige Fahrspuren andeuten (Vertiefung oder Farbspuren) .

Auch Dokumentation ist wie gewohnt sehr professionell. :D

Viel spaß bei Deinen Projekten

Reinhard
System HO 2-Leiter, Tillig Elite und RocoLine, Weichenantriebe Roco und Flüster(Servo)antriebe, Lenz 3,6 TC Gold V8
http://ModellbahnFreunde-Landsberg.de
Mein Projekt: viewtopic.php?f=64&t=25446&p=682560#p682560

Benutzeravatar

B-B
InterRegio (IR)
Beiträge: 154
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 09:19
Nenngröße: G
Stromart: digital
Wohnort: Waldbröl
Alter: 54

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#17

Beitrag von B-B » Mi 18. Mai 2011, 07:16

Hallo Matthias,

danke für deinen Profi Baubericht. Gerade die in kleinen Schritten gezeigten Bilder laden ein zum Nachbau. Sollte man den Beitrag nicht lieber nach "Grundlagen" verschieben um dort bessere Erreichbarkeit zu erhalten?
Nochmals vielen Dank.

Grüße Bernd


Wieder-Infizierter
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#18

Beitrag von Wieder-Infizierter » Mo 20. Jun 2011, 20:20

Moin Matt,

es ging doch. Irgendwie war mein Zugang freigeschaltet, ohne es zu merken. Also, eine würdige Premiere! Den ersten Beitrag von mir ausgerechnet in deinem Baubericht.

Hast du fein gemacht!

Aber das Feld werde ich dir nicht alleine überlassen. Bald gibt es Bilder von mir!

Grüße in die Stadt, wo das Leben tobt....Fulda!!

Sascha


Wieder-Infizierter
Ehemaliger Benutzer

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#19

Beitrag von Wieder-Infizierter » Di 21. Jun 2011, 12:51

Hier kommt ein kleiner Vorgeschmack auf meine Stützmauer aus Gips. Bei gefallen gerne mehr.

http://www.abload.de/img/dsc_0280ed7n.jpg

Grüße,

Sascha
Zuletzt geändert von Wieder-Infizierter am Di 21. Jun 2011, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.


Berderwe
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1689
Registriert: Mi 22. Dez 2010, 15:00
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: CS1 (r) + CS2 + CS3
Gleise: C-Gleise, M-Gleise
Wohnort: 04626 Dobitschen (Ostthüringen)
Alter: 69

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#20

Beitrag von Berderwe » Di 21. Jun 2011, 14:09

Hallo Matthias und Moba-Kollegen,

eine kurze Zwischenfrage zu den gelungenen Bildern:

Womit schneidest Du das Styropor so sauber?

Bei mir bröselt es meist.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Welz

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#21

Beitrag von mattes74 » Fr 24. Jun 2011, 18:07

Hallo zusammen,

@ Reinhard:
Ich schneide das Styropor mit einem scharfen Cuttermesser, weit ausgefahren, schräg gestellt und mit weing Druck, ggf. auch mehrmals zihen, um die Tiefe zu bekommen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Styropor bröselt, wenn ich den Cutter zu steil oder gar senkrecht zur Schnittkante stelle.

@ Sascha:
Herzlich willkommen hier im Forum, mein Freund. Schön, dass Dein account funktioniert.
Es ist mir eine Ehre, für Dich die Premierenplattform zu stellen. Und auch das Lob aus Deinem Mund nehme ich gern entgegen.
Auch die Stützmauer auf Deinem Bild ist sehr gelungen. Und den angesprochenen Landschaftsmaler habe ich auch gleich entdeckt :)
Ich freue mich schon auf die Bilder Deiner Anlage. Damit wäre der Wettbewerb eröffnet, mögen die Spiele beginnen :)
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

Bodo
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2284
Registriert: Do 28. Apr 2005, 08:59
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: IB1 & CS2
Gleise: C-Gleis
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#22

Beitrag von Bodo » Do 30. Jun 2011, 15:56

Hallo,
mattes74 hat geschrieben:Nun müssen die Arkaden bearbeitet werden. Der zurückliegende Mittelteil muss verschwinden, damit eine Durchfahrtöffnung entstehen kann. Dazu wird entlang der Mauerkante mit einem harten, spitzen Gegenstand, z.B. einem Nagel, einer Reißnadel oder einem feinen Schraubendreher mehrfach entlang geritzt. Anschließend kann der Mittelteil vorsichtig! Mit einer kleinen Zange von unten aus der Mitte heraus beginnend, ausgebrochen werden, bis nur noch der äußere Bogen übrig ist. ...
Ich wünsch viel Spaß beim Nachbauen und Abwandeln meiner Vorschläge.
eine super Baubeschreibung ... für die "Nachbauer" hätte ich aber einen Vorschlag, da ich mich mit einer ähnlichen Idee (Bau eines kleines Viaduktes) auch schon beschäftigt habe: Es ist wesentlich einfacher, die Form nur bis zur Hälfte (also mit freibleibendem Bogen) auszugießen, statt den Innenteil nachträglich herauszuschneiden ;-).

Viele Grüße, Bodo
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau)

Meine Anlage - Meine Dauerbaustelle
Platinen für Modellbahn- und Arduino-Anwendungen

Benutzeravatar

Threadersteller
mattes74
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 388
Registriert: Mo 25. Okt 2010, 16:10
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: Märklin K und C
Wohnort: vor den Toren Hannovers
Alter: 44

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#23

Beitrag von mattes74 » Mo 23. Feb 2015, 12:47

Hallo,

um das Thema Unterführung zum Abschluss zu bringen, möchte ich noch ein paar Fotos der Unterführung nach dem endgültigen Einbau hier einstellen.
Diese Fotos gibt es auch in meinem Baubericht zum Nordmodul, damit man aber nicht hin und her springen muss, kommen die Bilder nun auch hier:

Fotos vom Einbau:
Nach dem probeweisen Einbau muss noch die Geländekontur des Modulkastens angepasst werden.
Bild

Rohbau des Bahndammes
Bild

Die Ausgestaltung des Bahndammes hat begonnen
Bild

Auch hat die Unterführung nun endlich ein Geländer erhalten...
Fotos vom Endzustand.
Bild

Bild

Damit ist das Thema nun abschließend behandelt und ich wünsche allen viel Spaß beim Nachbauen und hoffe dem einen oder anderen ein paar brauchbare Anregungen und Tipps gegeben zu haben.
Viele Grüße,
Matthias

____________________________

hier geht es zu meinen Themen:
Baubericht vom Nordmodul
Eine Unterführung aus Gips entsteht

Benutzeravatar

Andreas Hackenjos
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 294
Registriert: So 5. Sep 2010, 14:23
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: ESU Ecos 2.1
Gleise: Roco line 2,1mm
Wohnort: St.Georgen im Schwarzwald
Alter: 28
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#24

Beitrag von Andreas Hackenjos » Mo 23. Feb 2015, 13:41

Hallo,

das sieht ja mal sehr schön aus :gfm:

Grüße Andreas

Benutzeravatar

Harald
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2067
Registriert: Sa 14. Mai 2005, 11:58

Re: Eine Unterführung aus Gips entsteht

#25

Beitrag von Harald » Mo 23. Feb 2015, 18:31

Ist toll geworden....... 8)

Antworten

Zurück zu „Grundlagen“