Lohnt sich die Digitalisierung von Kollektormotoren?

Umbauanleitungen von Usern dieses Forums zusammengestellt.

Heinzi
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#26

Beitrag von Heinzi »

Evtl kann man aber auch mit einem normalen Lopi das machen, der hält ja 1,4A aus.
bei den verwendeten "allstrom" motoren dürfte das knapp werden! alleine schon wegen den fahreigenschaften würde ich auf hla umrüsten. dann sollten auch die 1,4 A längstens reichen.
:wink:
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Grisnigt
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#27

Beitrag von Grisnigt »

Werter Horst,
Baureihe23 hat geschrieben:Hallo Grisnigt,

recht herzlichen Dank. Einfach toll Deine Antwort. Sehr ausführlich und informativ. Gerade deswegen weil ich zwei 3021 umzurüsten möchte.

Eine davon besitzt zwei Motore. Hierfür wurde der Grundrahmen von zwei Lokomotiven durchgesägt und wieder neu verschweisst. Analog läuft die Lok prima und hat eine sehr hohe Zugkraft. Jetzt muss sich mir nur einen Decoder suchen mit einem kräftigen Motorausgang.

Heinzi und Thorsten,

warum bezahlt Ihr Zollgebühren auf einem Waldweg? Das mit der Schokolade sehe ich ein!


Viele Grüsse aus Hamburg
Horst
Est ist wegen der Kontaktsicherheit empfehlenswert diese Scheibe (Sie hat 3 Federteile!) zwischen der Drehgestelle (mit dem Schleifer) und der Bodenplatte ein zu bauen!
Die Federseite habe Ich in der Richtung der Bodenplatte eingebaut!
Ich habe das auch so gemacht und vielleicht habe Ich deswegen keine Kontaktstörnisse mit dem Esu Lopi V.3.

Bild

Diese Scheibe ist ein Märklinteil.
Es hat den Bestnr. 401640

Sehe zum Einbau auch:
htopic,10180,Federscheibe.html
Zuletzt geändert von Grisnigt am Do 20. Dez 2007, 10:19, insgesamt 3-mal geändert.
Mit fr. Gr.
Reijer Grisnigt NL
[img]http://home.kpn.nl/grisnigtra/afb/Bahnland%20Schweiz.jpg[/img]
[size=150][color=darkblue]Märklin und HAGzüge bevorzugt[/color][/size]

SAH
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#28

Beitrag von SAH »

Hallo Heinzi,
Heinzi hat geschrieben:
Evtl kann man aber auch mit einem normalen Lopi das machen, der hält ja 1,4A aus.
bei den verwendeten "allstrom" motoren dürfte das knapp werden! alleine schon wegen den fahreigenschaften würde ich auf hla umrüsten. dann sollten auch die 1,4 A längstens reichen.
:wink:
wie kommst Du darauf?
Der verwendete Motor hat eine Stromaufnahme von ca. 400 mA im Leerlauf (12VAC) und ca. 700mA bei "Voll-Last"; lediglich die Impulsströme könnten größer sein.
Ein HLA kann bei diesem Motor nicht mithalten!
vgl.:
http://www.sheyn.de/Modellbahn/mb_lokte ... /index.php
Einträge mit 3021 zum Vergleichen

mfG.
SAH
Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php

Heinzi
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#29

Beitrag von Heinzi »

wie kommst Du darauf?
Der verwendete Motor hat eine Stromaufnahme von ca. 400 mA im Leerlauf (12VAC) und ca. 700mA bei "Voll-Last"; lediglich die Impulsströme könnten größer sein.
Ein HLA kann bei diesem Motor nicht mithalten!
aus eigener erfahrung.
vorauszuschicken ist dass ich mit der ms (1,2A mobile station und 60VA trafo) begonnen habe. inzwischen bin ich bei der 1,9A version angelangt9 :mrgreen:
bei mir war das so, dass ich mit diesem motor an der 1,2A ms gerade mal 1 lok mit 4 wagen laufen lassen konnte. eine zweite mit ebenfalls 4 wagen brachte die ms zur überlastung.
--> der ersatz des 3 poligen rotors durch einen fünfpoligen brachte der lok vor allem viel bessere anlaufeigenschaften bei. belaszubgsmässig war die ms mit 2 zügen gerade so an der grenze. (wenn die eine in der steigung war durfte ich mit der zweiten nicht anfahren, sonst......)
--> der eigentliche durchbruch :wink: brachte dann aber die umrüstung auf hla antriebe(und lopi V2+V3). 5 züge lassen sich nun an der 1,2A ms problemlos betreiben.

--> "digital" kommt besagter allstrommotor ja ohne hin fast nicht mehr in frage.
Zuletzt geändert von Heinzi am Do 20. Dez 2007, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.

Heinzi
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#30

Beitrag von Heinzi »

hallo SAH

verstehe nicht ganz was du mir mit deinem link sagen willst
eine 3021 mit LFCM hat bei 0gr zugbelastung eine stromaufnahme vonn über 400mA
ein DCM knapp unter 200mA
hla : leider keinen gefunden.
Michael.E
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#31

Beitrag von Michael.E »

Grisnigt hat geschrieben: Est ist wegen der Kontaktsicherheit empfehlenswert diese Scheibe (Sie hat 3 Federteile!) zwischen der Drehgestelle (mit dem Schleifer) und der Bodenplatte ein zu bauen!
Hallo,
bei der V200 braucht man die Federscheibe nicht. Der Motor und das Fahrgestell sind ein Teil :wink: . Ein Lötstützpunkt an der Motorschildschraube reicht da aus.

Trotzdem Danke für die Bestellnummer.
Baureihe23
Ehemaliger Benutzer

#32

Beitrag von Baureihe23 »

Hallo allerseits,

ich belaste ein Bauteil möglichst nur bis max. 2/3 seiner Nennlast. Dadurch bin ich relativ sicher, dass das Teil eine kurzfristige Überlast auch vertragen kann und nicht zu heiß wird.

Damit meine ich alle elektrischen Teile. Unabhängig ob es ein Schalter, eine Sicherung, ein Decoder, ein Transformator, oder ein Kabel ist. Im Zweifelsfall verwende ich die nächste grössere Version/Abmessung. Ich habe schon viele abgebrannte Teile gesehen.

Allerdings gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gruss
Horst

SAH
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#33

Beitrag von SAH »

Hallo Heinzi,
Heinzi hat geschrieben: bei mir war das so, dass ich mit diesem motor an der 1,2A ms gerade mal 1 lok mit 4 wagen laufen lassen konnte. eine zweite mit ebenfalls 4 wagen brachte die ms zur überlastung.
--> der ersatz des 3 poligen rotors durch einen fünfpoligen brachte der lok vor allem viel bessere anlaufeigenschaften bei. belaszubgsmässig war die ms mit 2 zügen gerade so an der grenze. (wenn die eine in der steigung war durfte ich mit der zweiten nicht anfahren, sonst......)
Wenn bei Dir bereits EIN Zug so große Ströme aufnimmt, dann *kann* etwas am Modell nicht stimmen, das hat weder mit Digital noch mit der MS oder einem Dekoder zu tun.
Heinzi hat geschrieben: --> der eigentliche durchbruch :wink: brachte dann aber die umrüstung auf hla antriebe(und lopi V2+V3). 5 züge lassen sich nun an der 1,2A ms problemlos betreiben.
Kunststück, nach einem Umbau ist dann auch evtl. ein nicht erkannter Fehler wieder weg.
Nur ein Beispiel: die DCM1-Modelle haben durchschnittlich ca. 200 mA Stromaufnahme netto ohne Last. Also sollten auch in diesem Fall bis zu 4 Zügen mit der 1,2A CS fahren können.

mfG.
SAH
Stephan-Alexander Heyn
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SAH
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#34

Beitrag von SAH »

Hallo Heinzi,
Heinzi hat geschrieben: verstehe nicht ganz was du mir mit deinem link sagen willst
eine 3021 mit LFCM hat bei 0gr zugbelastung eine stromaufnahme vonn über 400mA
ein DCM knapp unter 200mA
hla : leider keinen gefunden.
Mir ging es um die Leistungsgrenzen des Dekoders, die im Normalfall nicht mit diesen Motoren erreichbar sind. Die angesprochenen 700mA bei "Volllast" sind mit den Zügen des durchschnittlichen Modellbahnnutzers nicht erreichbar (Lastfall von ca. 200g entsprechend 110 Schnellzugwagen in der Ebene oder 440 Achsen mit modernen Spitzachslagern).
Bei zwei Motoren des selben Typs verändert sich die Stromaufnahme deutlich, da beide Motoren sich gegenseitig entlasten, die Lastgrenze dann aber durch die Reibungsmasse des Modell bestimmt werden. Somit muß man lediglich mit ca. 500 mA pro Motor rechnen, das sind deutlich weniger als die 1,4A.

Es ist allerdings ein Trugschluß, ausschließlich die Stromaufnahme anzuschauen/zu vergleichen.
Mach bitte das selbe Spiel auch mit den Drehzahlen und/oder Leistungen; da werden schon riesige Unterschiede deutlich:
vgl.
3021.3 und 3166.1 mit DCM1 in AC (BR V200 vs. BR 1141)
3021.3 und 34612.1 mit DCM2 in AC (V200 vs. Re 460 mit Delta-Dekoder)
3021.3 und 37532.1 mit HLA (=DDCMx) in AC (V200 vs. BR 120)

Siehe aber auch die DCM1-Modelle innerhalb sich selbst, wenn dieser gegen den DCM2 ausgewechselt wurde.
Interessant hier auch:
3082.20 vs 34282.1 (BR 41 Delta vs. BR V188 zweimot mit Delta)
hier ist die Stromaufnahme um ca. 20% kleiner als für die doppelte BR 41 zu erwarten wäre. Folglich muß man wie oben schon geschrieben auch mit ca. 20% geringerer Stromaufnahme rechnen.

Selbstverständlich kannst Du auch andere Betriebssysteme sofern getestet vergleichen.

@Horst: 66% der Maximallast ist auch eine sehr gute Empfehlung (IMHO sollte dies eigentlich dokumentierter Standard sein!)

HTH
SAH
Stephan-Alexander Heyn
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Muenchner Kindl
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#35

Beitrag von Muenchner Kindl »

Hallo,

dieser Thread ist sicher eine tolle Informationsquelle fuer alle, die ihre alten Schaetze digitalisieren wollen und deshalb gehoert er in die "Grundlagen".

Danke im Namen aller Interessenten fuer die tollen Antworten :)

jogi
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#36

Beitrag von jogi »

Hallo , Jogi hier



Die 2 Motorige V200 , wenn die auch noch ALLE Räder Gummibereift hat , wird es wohl Masseprobleme geben !

Gab doch eh schon genug Probleme wo nur das Drehgestell mit Schleifer die Masse abgenommen hat. Von der Achse bis zum Rahmen ein einziger Wackelkontakt !!! Daher wird doch jetzt die Federscheibe verbaut . Der Massepunkt am Motor bringt fast nix , da ja die Räder Haftreifen haben .

Da müßte man am Motordrehgestell jeweils diagonal Räder OHNE Haftreifen verbauen . Aber dann bei beiden .
Bastelnde Grüße Jogi ;
Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände:Ein-Aus-Kaputt".
K-Gleise,DCC mit IB .CS2 nur Test Mfx freie Zone.MoBa MÄ seit 1954.
Jogis Bahn
mein letzter Umbau

SAH
Gleiswarze
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#37

Beitrag von SAH »

Hallo Jogi,
jogi hat geschrieben: Da müßte man am Motordrehgestell jeweils diagonal Räder OHNE Haftreifen verbauen . Aber dann bei beiden .
selbstverständlich kannst Du dies so machen. Nur muißt Du dann damit rechnen, daß das Modell bei diagonal verbauten Haftreifen u.U. taumelt und schaukelt was nicht wirklich einen schönen Anblick ergibt.

Noch eine Anmerkung zur Stromaufnahme:
sofern ein Modellmotor im Analogbetrieb (AC) 400 mA aufnimmt, dann kannst Du damit rechnen, daß diese Stromaufnahme beim Übergang vom Reihenschlußmotor (der mit Feldspule) zum fremderregten Motor (der mit Permanentmagnet) unter Beibehaltung der Läufers (drehendes Teil) in etwa konstant bleibt. Lediglich beim Übergang auf Impulssteuerung und Austausch des Relais gegen einen Dekoder kann die Stromaufnahme um ca. 15% senken.
Speziell die V200 habe ich nun auch getestet und eine um 20% niedrigere Stromaufnahme unter Standardbedingungen festgestellt.

hoffentlich hilft Dir dies etwas weiter.

mfG.
SAH
Stephan-Alexander Heyn
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Antworten

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