Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

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Lord_Nelloz
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#51

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Freunde des Fotohintergrundes,

ich brauche mal Eure fachmännische (und vielleicht auch fachfrausche?) Einschätzung.

Ich konnte endlich auf einem Kurztrip in mein Anlagenplanungsgebiet ein paar Panoramen schießen. Unter anderen diese beiden, die zumindest von der Breite her die benötigten sieben bis acht Meter fuffzich liefern könnten. Das Wetter war so lala, aber wie im wirklichen Leben herrscht auch auf der Modellbahn nicht immer Sonnenschein.

So sehen sie aus (klick drauf wird es etwas größer):

Bild

Bild

Wer die Region kennt: Das erste Bild ist links Sonthofen im Allgäu mit dem Grünten über die Sonnenköpfe bis rechts der Blick Richtung Oberstdorfer Alpen geht. Das zweite Bild ist dann Oberstdorf.

Leider hatte ich zuviel Rücksicht auf meine gelangweilte Familie genommen und keine Multi-Row-Panoramen mit Teleobjektiv gemacht sondern Single-Row mit zumindest dem Sonthofen-Panorama einem 85er Objektiv. Das Oberstdorf-Panorama ist nur mit einer 30er Brennweite entstanden. Somit komme ich in der Höhe nur auf 3.800 bzw. 2.500 Pixel. Die Hintergründe sollen jeweils 60cm hoch werden. Ich kann sicherlich zum Einen oben noch Himmel dranbasteln und andererseits die Pixelzahlen digital aufblasen. Da es ein Hintergrund werden soll, muss dieser ja auch nicht knackscharf werden.

Mir stellt sich jetzt nur die Frage, bevor ich da noch viel Zeit reinstecke, lohnt sich das? Sind das als Hintergrund verwendbare Grundlagen? Sorgen machen mir insbesondere die Strommasten mit ihren Freileitungen und die Laternen. Aber eigentlich müsste ich die doch entweder kaschiert bekommen oder die Freileitungen vielleicht sogar als Gestaltungselement im Bild behalten können? Also nicht die Höchstspannungsleitung, die muss weg. Das Oberstdorf-Panorama werde ich auch nochmal mit anderen Entwicklungsparametern entwickeln, das ist mir eindeutig zu farbverfälscht.

Was meint Ihr, kann das was werden oder muss ich mir doch eine hiesige Location suchen, wo ich zum Fotografieren besser hinkomme?
Zuletzt geändert von Lord_Nelloz am So 2. Jul 2017, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Christoph

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Threadersteller
Asslstein
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#52

Beitrag von Asslstein »

Servus Christoph,

ich finde, dass beide Panoramen recht gut aussehen.
Die Strommasten, bzw. Lampen wirst Du aber definitiv entfernen müssen, die sind zum Teil viel zu groß und können so nicht glaubhaft im Panorama bleiben.
Ob die Häuser im Obersdorf-Panorama nicht zu groß sind, habe ich jetzt nicht nachgemessen, aber bei 60 cm Gesamthöhe, dürften die größten Häuser nicht über 10 cm kommen und damit bei H0 absolut keine Probleme machen. Beim Sonnthofen-Teil, den ich für den gelungeneren Hintergrund halte, sollte es auch passen.

3800 Pixel auf 60 cm macht 160 dpi, das langt auf alle Fälle für einen Hintergrund. Ich habe bei mir 150 dpi und das sieht noch sehr scharf aus. Bei 2500 Pixel sind es nur noch 105 dpi. Das könnte zwar schon sichtbar schlechter sein als bei den 150 dpi, aber ich glaube, dass es für einen Hintergrund noch reichen wird.

Gruß
Knut
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hubedi
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#53

Beitrag von hubedi »

Hallo Christoph,

ich denke, Du hast eine gute Grundlage für einen Anlagenhintergrund abgelichtet. Die Lampen lassen sich schnell retuschieren. Die Freileitungen könnte man vlt. sogar in die Anlagengestaltung einfließen lassen.

Sehr gut finde ich den relativ neutralen Vordergrund. Du hast einen guten Fotostandort gefunden, an dem keine Gebäude, Bäume oder sonstige Artefalte den Blick verstellen. Der etwas bedeckte Himmel mildert den Schattenwurf. Das erleichtert die Konstruktion der Anlagenbeleuchtung weil Du Dir weniger Gedanken über unterschiedlich gerichtete Schattenwürfe machen musst. Solltest Du Dich dennoch für einen höheren oder blaueren Himmel entscheiden, sind die Übergänge auf Grund des fast weißen Schleiers am Horizont nahezu idal zum Abtrennen der Landschftsmotive.
Apropos Landschaftsmotive ... sei froh, dass kaum moderne Artefakte zu entdecken sind. Ich habe einige Panoramen aus dem Odenwald, dem Spessart und der Rhön aufgenommen, die mit Solaranlagen, modernem landwirtschaftlichen Gerät usw. gespickt waren. Es ist eine Heidenarbeit die Zeit wieder in die Epoche 3 zurückzudrehen. Bei so einigen Fotos habe ich kapituliert obwohl die Landschaft optimal zu meiner Anlage gepasst hätte. Auf Deinen Fotos sehe ich nur ein paar folierte Heuballen, einen Traktor und hier und da ein paar moderne Kleinigkeiten ... alles kein großes Problem.

Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest und was Du aus den Fotos machen wirst ...

LG
Hubert
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Jürgen
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#54

Beitrag von Jürgen »

Ich denke die Bilder sehen doch recht gut aus. Es muss ja auch nicht immer Kaiserwetter sein. Was die Qualität betrifft, ist es ja nicht nur eine Frage der Pixelzahl. Ich würde einzelne Bilder des Panoramas in entsprechende Vergrößerung herstellen, dann kannst Du die Wirkung selber kontrollieren.

Die Strommasten digital zu entfernen, ist kein Hexenwerk. Mit PhotoshopElements oder ähnlicher Software ist das nur eine Fleißübung. Ich habe so schon öfters BIlder mit gutem Erfolg bearbeitet. Ich würde es aber aus Gründen der einfacheren Verarbeitung es in den Einzelbildern tun und dann erst das Panorama erstellen.

Grüße
Jürgen
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Lord_Nelloz
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#55

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Ihr drei,

nachdem mir gestern wieder der Kapazitätsengpass den letzten Nerv geraubt hat, dann heute vielen Dank für Eure ermutigenden Worte. Da ich in absehbarer Zeit nicht wieder im Oberallgäu aufschlagen werde, werde ich es mit diesen Panoramen versuchen.

Allerdings ist mir noch eine weitere Idee gekommen, die vielleicht sogar noch sinnvoller ist. Meine Anlage ist ja eigentlich in vier Themenbereiche geteilt (Anlagenplan siehe im ersten Beitrag des in der Signatur verlinkten Bauthreads). Durchgangsbahnhof Fischingen, Sägewerk und Haltepunkt Bolsterthal, Holzverladung und Endbahnhof Dummelsmoos.

Wenn ich jetzt jedem Thema einen eigenen Hintergrund spendiere, erreiche ich dadurch evtl. so etwas wie eine Illusion von Entfernung. Also wenn man z.B. in Fischingen rangiert und dann Richtung Sägewerk fährt, ergibt die veränderte Hintergrundkulisse vielleicht den Effekt, dass das Sägewerk nicht direkt hinter der Ausfahrtweiche von Fischingen anschließt. Also gefühlt mehr Entfernung, als wenn die Hintergrundkulisse einmal vom Fiddleyard bis Ende Mittelzunge und auf der anderen Seite vom Endbahnhof bis Ende Mittelzunge geht. Ich wäre dann auch etwas flexibler bei den Panoramen, da ich so auch ein paar ebenfalls passende, aber für die volle Länge zu kurze Panoramen verwenden könnte.

Mein Knackpunkt wäre dann aber der Übergang vom Hintergrund Durchgangsbahnhof zu Sägewerk und von Holzverladung zu Endbahnhof. Den müsste ich dann irgendwie mit ansteigendem Gelände und Bäumen tarnen. Wobei dies beim Panorama Oberstdorf wahrscheinlich noch relativ einfach funktionieren wird, da dort links ja ein bewaldeter Hügel ist, den man evtl. einarbeiten könnte.

Was meint Ihr, sinnvoller mit den vier Teilen oder wirkt eine sehr lange einheitliche Hintergrundkulisse doch besser? Mir geht da momentan noch jegliche Vorstellungskraft ab, da die Mittelzunge bisher auch nur virtuell existiert.
Viele Grüße
Christoph

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Nutri
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#56

Beitrag von Nutri »

Servus, euer Lordschaft.
Ich sage, rein gefühlsmäßig, einteiliger Hintergrund.
Weil ich die optische Wirkung als eine bessere empfinde, In der Natur hat man ja auch nicht immer einen anderen Hintergrund, wenn Industrie und Natur nebeneinander existieren. Bei einem einteiligen Hintergrund hast auch nicht das Problem, dass die Übergänge reibungslos sind.
Das, denke ich, dürfte auch die größte Herausforderung sein, wenn Du einen mehrteiligen, themenbezogenen Hintergrund gestalten würdest, was auch nur sehr aufwändig in Photoshop o.a. machbar sein dürfte. Es gibt auch hier im Forum zum Thema Hintergrund einen sehr aufwändigen Trööt, der dieses Thema fast wissenschaftlich beleuchtet hat.
https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... =photoshop

Grüße
Markus
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Lord_Nelloz
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#57

Beitrag von Lord_Nelloz »

Nutri hat geschrieben: Di 4. Jul 2017, 08:07 Servus, euer Lordschaft.
Ich sage, rein gefühlsmäßig, einteiliger Hintergrund.
Weil ich die optische Wirkung als eine bessere empfinde, In der Natur hat man ja auch nicht immer einen anderen Hintergrund, wenn Industrie und Natur nebeneinander existieren. Bei einem einteiligen Hintergrund hast auch nicht das Problem, dass die Übergänge reibungslos sind.
Das, denke ich, dürfte auch die größte Herausforderung sein, wenn Du einen mehrteiligen, themenbezogenen Hintergrund gestalten würdest, was auch nur sehr aufwändig in Photoshop o.a. machbar sein dürfte. Es gibt auch hier im Forum zum Thema Hintergrund einen sehr aufwändigen Trööt, der dieses Thema fast wissenschaftlich beleuchtet hat.
https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... =photoshop

Grüße
Moin Markus,

ja, den Thread kenne ich. Ich würde sogar sagen, wir sind ihm ganz nah :fool:

Die Übergänge bekäme ich hin, denke ich. Ansteigendes Gelände und Wald und darüber an der Stelle eben nur Wolken. Da müsste ich nicht großartig photoshoppen. Andererseits ist ein durchgehender Hintergrund sicherlich auch nicht zu verachten. Ich könnte mir nur vorstellen, dass das mit dem mehrteiligen Hintergrund auch ganz gut wirken könnte. Ich rangiere in einem Bahnhof, drehe mich um und bin dann ganz woanders. Die Anlagenform würde das m.E. ganz gut hergeben.

Ich glaube, ich muss mir das mal in DIN A3 Schnipseln ausdrucken, zusammenkleben und mal an die Wand halten...wären für das Oberstdorf-Panorama ja nur 36 Blätter bei 7,55m :shock:
Viele Grüße
Christoph

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Jürgen
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#58

Beitrag von Jürgen »

Vielleicht ist es sinnvoll, einen durchgehenden Himmel zu nehmen, in dem Du verschiedene Themen platzieren kannst. Das macht evtl. die Übergänge einfacher.

Grüße
Jürgen
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hubedi
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#59

Beitrag von hubedi »

Hallo Markus,

ein durchgehender Himmel als Klammer - wie von Jürgen vorgeschlagen - ist sicher eine gute Idee ... allein schon, weil ich es auch so gemacht habe. :D
Allerdings muss man bei manchen Industriehimmeln aufpassen. Ich hatte eine Version erwischt, die ein sich ständig wiederholendes Wolkenmotiv in Streifen zeigte ... das sah so dumm aus, dass ich alles wieder abgerissen und selbst zum Pinsel gegriffen habe. Obwohl ich nicht sooo der große Maler bin, ist es tatsächlich besser geworden als der Industriehimmel.
Die Landschaftsmotive werden bei mir auch aus Versatzstücken zusammengesetzt. Der Plan lautet, von meinen Bäumen und Gebäudemodellen Fotos anzufertigen und sie im Vordergrund mit Landschaftsfotos zu verheiraten. Ich hoffe, so einen eleganten Übergang zwischen Anlage und Hintergrund zaubern zu können. Wenn das nicht klappt, dann ...ja dann ... werde ich vlt. ganz mutig und greife wieder zum Pinsel.

LG
Hubert
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#60

Beitrag von Lord_Nelloz »

Willkommen auf einer Zeitreise nach Oberstdorf Anfang der 1960er Jahre.

Bild

Bild

Leider nur in Schwarz-Weiß, weil der Drucker A3 nur schwarz-weiß kann, aber passt ja irgendwo zur Epoche...

Schon krass, was das für einen Effekt hat. Es ist noch so gut wie nix gestaltet. Na gut, der Bahnhof ist nahezu fertig und die Gleise geschottert. Aber ansonsten stehen da nur zwei gerade unmotiviert aufgestellte Busch-Bäume aus Großonkels Zeiten und das Rollmaterial.

Knut, ich kann Dir nicht oft genug für Deine geniale Anleitung danken. Ich werde jetzt in nächster Zeit testen, ob ich mit dem durchgehenden Panorama oder mehreren Einzelszenen weitermache. Technisch sieht beides machbar aus.
Viele Grüße
Christoph

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#61

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Knut,

darf ich Dich nochmal fragen, wie Du jetzt den Hintergrund physisch erstellt hast und hinter der Anlage befestigt hast? Ich habe jetzt Deinen Asslstein und diesen Thread nochmal durchforstet, bin da aber irgendwie nicht fündig geworden.

Ich habe jetzt ein durchgehendes 786x60cm Panorama in 154dpi von allen modernen Zeitzeugen und störenden Hoch- und Niederspannungspfeilern und -leitungen entkernt sowie eine sich schon auf der Anlage befindliche Straße in den Hintergrund fortgeführt, d.h. das digitale Material wäre passend. Das Oberallgäu ist für (m)eine Eine-Ebene-Anlage aber auch ziemlich passend. Brettflach im Tal und trotzdem schöne Bergkulissen im Hintergrund. Das heißt, diesen Riesen-Aufwand mit deinem Höhenversatz, den Einschnitten etc. muss ich gar nicht treiben, was die Sache doch ziemlich vereinfacht.

Ich habe mir jetzt folgendes überlegt:
Mein Lieblingsbelichter belichtet 120,180,240 und 250cmx60cm auf mattem Fuji-Papier mit einer Grammatur von 234g/m², also schon was eher festes. Ich würde mir jetzt auf die Rückseite meiner Segmente einfach in regelmäßigen Abständen Alu-Leisten schrauben und die einzelnen entwickelten Poster mit Tesa-Posterstrips (oder etwas dauerhafterem, muss ich dann mal experimentieren) dann drandengeln. Die Ecken dabei schön ausrunden und fertig ist die Laube. So jedenfalls mein Plan. Oder aber für den Hintergrund zuerst dünne Polystyrolplatten als Trägermaterial aufbringen und darauf dann die Poster kleben.

Jetzt schriebst Du irgendwo, dass Dein Hintergrund über 1000 Euro gekostet hat. Ist das dann incl. Licht? Denn ein 250x60er Poster kostet 38 Euro...Da hätte ich noch viel Luft. Vielleicht hast Du aber auch ganz was anderes als Hintergrund-Material gewählt?

Vielleicht findest Du ja irgendwann mal Zeit für eine Kurzform von Kapitel 12 und 13? Das würde mich sehr freuen :)

Edit(h) schiebt noch hinterher:
Hab gerade nochmal mein Musterheft vom Belichter rausgekramt. Das matte Fuji-Papier ist zwar matt, produziert aber trotzdem bei frontaler Beleuchtung Lichtreflexe. Da die Beleuchtung so ähnlich wie bei Andy in Dreyenbeck werden soll, hätte ich aber immer Licht von schräg oben, wenn auch am oberen Rand bei mir nur ein paar Grad Schräge. Hast Du evtl. bei Dir als Fotopapier so etwas wie Hahnemühle Photo Rag verwendet? Das ist ja in allen Beleuchtungssituationen völlig reflexionsfrei. Würde jedenfalls den Preis Deines Hintergrunds erklären...
Viele Grüße
Christoph

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#62

Beitrag von Asslstein »

Servus Christoph,

ja, Kapitel 12 und 13 fehlen in der Tat noch und die hätte ich schon längst mal schreiben sollen.

Ich habe die Datei für meinen Hintergrund von insgesamt fast 14 Meter Länge in insgesamt 5 Teile von 4 mal 2,8 m und einmal ein etwas kürzeres Stück zerlegt.
Teil 1 (2800 mm x 1160 mm) habe ich probehalber auf dem Material Poster seidenmatt von Posterlia bestellt.
Als Halterung dafür habe ich mir 3 mm Plexiglasfolie in gleicher Größe besorgt und diese mit Aluschienen hinter der Anlage befestigt. Das heißt, ich habe Alu-U-Profile senkrecht an der Plexiglasfolie befestigt und das Ganze dann von oben in passende Vierkant-Hohlprofile geschoben, die an der Anlage befestigt sind. Das Poster ist relativ lose und nur an manchen Stellen mit doppelseitigem Klebeband auf der Folie befestigt.
Überzeugt hat mich das Ganze nicht.
- Trotz sehr vorsichtigem und überlegtem Vorgehen bei der Montage konnte ich zwei Knicke im Poster nicht vermeiden. Die sieht man leider. Wenn ich den Hintergrund dann noch ein paar Mal ab- und wieder anmontieren möchte, könnten da leicht noch ein paar dazukommen. Das Papier ist zwar mit 215 g/m² schon recht dick, aber bei der Größe einfach empfindlich und schwer zu handhaben. Wir waren zu dritt, hatten sechs Hände und waren immer noch zu wenige.
- Seidenmatt spiegelt noch zu stark. Ich habe eine sehr helle, gleichmäßige Beleuchtung aus direkt und indirekt gerichteten LED-Streifen. Das Licht ist auf der Anlage eher diffus und trotzdem habe ich stellenweise diese Glanzlichter.
- Das Poster kam in dieser Größe auf ca. 70 Euro und die Folie auf 30 Euro. Mit 100 Euro ist dieser Hintergrund also kein Schnäppchen.

Deswegen habe ich beim zweiten Teil das Material gewechselt. Bei Forex Fineart matt erhält man das Bild auf eine 5 mm starke Forexplatte maschinell aufgezogen. Der Preis erscheint mit 200 Euro für die 280 cm x 96 cm große Platte zuerst recht hoch. Aber zum einen ist der Versand schon dabei und dann ist das Ergebnis halt viel besser.
- Der matte Druck spiegelt oder glänzt bei meiner Beleuchtung überhaupt nicht.
- Die Forexplatte ist so stabil, dass sie im Prinzip selbsttragend ist. Wir konnten Sie problemlos zu zweit montieren. Ich bin mir sicher, dass ich Sie jetzt auch alleine entfernen und wieder anbringen könnte.
- Trotz aller Stabilität kann man die Platten in gewissen Grenzen um die Ecken biegen. Der kleinstmögliche Kaltbiegeradius für das 5 mm Material beträgt zwar nur 500 mm, aber wenn man das Material auf der Rückseite, also auf der Außenseite, senkrecht zur Biegung mit vielen parallelen Einschnitten bearbeitet, sind auch weit engere Radien möglich. Bei mir sind es 16 cm. 10 cm sollten auch noch locker drin sein.
- Man muss nicht selbst kaschieren und riskiert keine Blasen, Knicke oder sonstige Beschädigungen.

Meine Lösung heißt also fertige Forexplatte. Und bei 5 Teilen a 200 Euro sind es dann halt 1000 Euro.
Die fehlenden Kapitel muss ich unbedingt bald nachreichen. Vor allem das Einritzen der Biegestellen ist sicher recht erklärungsbedürftig.

Gruß
Knut

Lord_Nelloz
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#63

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Knut,

jetzt ist mir doch glatt Deine super ausführliche Antwort durchgegangen. Sorry, dass ich bisher nicht darauf reagiert habe. Forex hast Du also benutzt. Das ist natürlich schon ein geniales Material, das aber seinen Preis hat. Bei ca. 15m Hintergrund muss (und habe) ich mir aber etwas anderes einfallen lassen.

Vielleicht als grundsätzliche Inspiration für den einen oder anderen:
Ich habe mir jetzt im Netz als Trägermaterial Polystyrolplatten mit 1mm Dicke im Format 200x60 bestellt, die ich auf Holzleisten geklebt habe. Polystyrol deshalb, weil es stabil, leicht und sehr gut bieg- und kürzbar ist. Dazu habe ich mir mein erstes Hintergrundpanorama im Format 786x60cm auf mattem Fotopapier drucken lassen und dieses dann in bisher zwei von drei Teilen per Versuch und Irrtum auf das Polystyrol geklebt. Dabei habe ich festgestellt: Einen Hintergrund anzubringen, wenn der Vordergrund zumindest rudimentär bereits existiert ist Mist.

Zuerst das Foto auf das Polystyrol zu kleben und dann beides an die Wand wäre zwar die deutlich einfachere Lösung gewesen, aber ich hatte die Befürchtung, dass das nachher an den Ausrundungen knittert. Deshalb erst Polystyrol an die Wand und dann das Foto drauf.

1.) Versuch: Sprühkleber. Mist, weil nicht mehr korrigierbar. Gottseidank war das erste Stück noch wieder ablösbar. Das ist leider auf Kosten leichter Knicke im Motiv gegangen.

2.) Versuch: Überlegt: Was würde als Kleber funktionieren bzw. was habe ich da. Und vor allem, was ist wie Tapetenkleister noch verschieb- und korrigierbar? Also Kleister? Wahrscheinlich blöd da wasserbasiert und Drucke vielleicht wasserlöslich sind. Außerdem braucht Kleister einen saugfähigen Untergrund, was Polystyrol nicht ist. Wollte ich daher nicht ausprobieren. Dann fiel mein Blick auf mein Universalmobaklebemittel: Latexbindemittel. Mal an einem Foto ausprobiert. Haftet, aber klebt das auch dauerhaft? Versuch macht kluch, hab ich mir gedacht, wenn es wieder abgeht, geht es eben wieder ab. Aber zu meiner Verblüffung hält es ganz gut, wenn man ausreichend Bindemittel aufträgt. Das habe ich leider wohl nicht getan, so dass das Panorama an vielen Stellen einwandfrei hält, an manchen aber Blasen wirft, die nicht kleben. Sehr blöd. Aber ich bekomme es nicht mehr ab. Man sieht die Blasen aber nur, wenn man von unten draufschaut, da sie dann Schatten werfen. Ich habe aber die leise Hoffnung, dass man es nicht allzu stark sieht, wenn die endgültige Beleuchtung fertig ist. Ansonsten müsste ich das Panorama eben nochmal entwickeln lassen und hätte 130 Euro Lehrgeld gezahlt. Außerdem ist es auch nur noch in Maßen korrigierbar, da die Adhäsionskräfte doch recht stark sind. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur zu wenig Kleber benutzt.

3.) Jetzt kommt Ihr. Vielleicht habt Ihr ja noch die zündende Idee, wie man das Reststück 400cm x 60cm Panorama auf die Polystyrolplatte bringt, am Besten mit schön viel Klebstoffauftrag, dass das noch korrigierbar ist, die Blasen mit dem Rakel entfernt werden können und das Ganze am Ende auch hält. Die Offenzeit muss halt schön lang sein, deshalb scheidet der "normale" Alleskleber m.E. aus. Und wasserbasiert dürfte es auch nicht sein. Hat jemand Erfahrung mit Bordürenkleber? Sowas wie Metylan Ovalit B? Wäre das evtl. etwas?

Die Kosten lagen bisher für die knapp acht Meter übrigens bei 130 Euro für das Fotopanorama und 58 Euro für das Polystyrol. An Holzleisten habe ich Reststücke verwendet, die ansonsten auf dem Sperrmüll gelandet wären.

Und so sieht es momentan aus:
Bild
Viele Grüße
Christoph

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#64

Beitrag von Jürgen »

Hallo Christoph,

das ist schon sehr knifflig. Den Tapetenkleister würde ich dennoch nicht gleich verwerfen. Lasse Dir doch einen kleinen Ausdruck z.B. DIN A4 mit dem gleichen Plotter machen, dann hast Du Testmaterial, besonders was die Löslichkeit betrifft. Mein Versuch wäre es doch mit Tapetenkleister zu versuchen. Ich kenne mich da nicht aus, aber es gibt ja unterschiedliche Sorten und vielleicht gibt es ja einen, der dichte Tapeten auf saugfähigen Untergrund klebt. Bei Dir ist es eben anders herum. Saugfähige Tapete auf dichtem Untergrund. Problematisch könnte die Krümmung werden, wenn das Papier trocknet. Es zieht sich dann zusammen. Du müsstest das Papier möglichst trocken auf den Untergrund bringen.

Wahrscheinlich ist, neben der fehlenden Saugfähigkeit, das Polystyrol zu glatt. Du könntest das PS ganz fein anschleifen, was die Haftoberfläche vergrößert. Das könnte auch helfen.

Eine andere Idee wäre, den Sprühkleber zu verwenden und vor dem Aufkleben einen Hauch Feuchtigkeit aus der Blumenspritze aufzutragen. Die Hoffnung (mehr ist es nicht) wäre, dass der Klebevorgang verzögert wird und Du Gelegenheit hast, das Papier zu schieben. Aber das ist wahrscheinlich schon recht abenteuerlich.

Viel Glück
Jürgen
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#65

Beitrag von hubedi »

Hallo Christoph,

nun, ich werde es bei meiner Kulisse mit doppelseitiger Klebefolie versuchen. Leider kann ich nicht mit wasserhaltigem Kleister arbeiten, da ich die Teile selbst mit einen Tintenstrahler ausdrucken will. Mein Farblaserdrucker liefert leider keine guten Fotodrucke. Sonst wäre Jürgens Kleister-Empfehlung nicht die schlechteste Lösung. Ich würde allerdings den Kleister mit Ovalit mischen, um die Klebekraft zu erhöhen.

Die Klebefolien gibt es in mehreren Dicken. Ich habe auch schon Varianten gesehen, die sogar ein mehrmaliges Abziehen erlauben, um Richtungsfehler oder Falten zu korrigieren. Die Dicke der Folie scheint vom Verwendungszweck abzuhängen. Folien, die auch für einen raueren Untergrund geeignet sind, scheinen naturgemäß stärker aufzutragen. Ich muss damit allerdings noch experimentieren, kann also noch keine konkrete Empfehlung aussprechen. Ich habe im Stummiversum schon einige Kollegen gesehen, die damit arbeiten. Vlt. kann Dir somit jemand noch gezieltere Hinweise und Tipps zu den Klebefolien liefern.

LG
Hubert
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Lanz-Franz
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#66

Beitrag von Lanz-Franz »

Hallo zusammen.
Hab auch noch was zum Thema Sprühkleber und :?: vermutlich :?: falschem Untergrund.
Im Februar 2016 habe ich 2 Packungen Wolkenhintergrund ( Vollmer 6112 ) aufgezogen. Trägermaterial ist 3mm Hartfaserplatte einseitig weiß beschichtet. Beklebt habe ich die Seite mit der Beschichtung. Anfangs war das Ergebnis noch recht zufriedenstellend. Nach mittlerweile fast 2 Jahren wirft der Hintergrund, je nach Raumklima, heftige Blasen. Meine Vermutung ist die, dass der Kleber auf dem beschichteten Untergrund nicht ausreichend haftet.
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hubedi
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#67

Beitrag von hubedi »

Hallo Werner,

das kommt mir bekannt vor. Die erste Version eines Himmelshintergrundes in der Mark Michingen hatte ich mit Sprühkleber auf Hartfaserplatten aufgebracht. Nach einigen Jahren hatte der Kleber seine Haftung verloren und ich musste die Kulisse letztes Jahr sehr aufwändig renovieren. Bei den oben von mir vorgeschlagenen Klebefolien bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob man den Versprechungen und hoffnungsfrohen Langzeitprognosen der Hersteller vorbehaltlos vertrauen kann. Wenn es ginge, würde ich heute eher auf traditionellen verstärkten Kleister setzen, als auf lösemittelhaltige Kleber. Die Letztgenannten neigen langfristig zum Aushärten ...

LG
Hubert
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#68

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Ihr alle,

danke für Eure Anteilnahme an meinem Hintergrundproblem.

Vom Sprühkleber werde ich auf jeden Fall Abstand nehmen, da dieser halt erst einmal super klebt, aber durch den Nebel zum einen auch die Anlage beklebt, wie ich gerade leidvoll feststellen musste und zum anderen auch keine Korrigierbarkeit zulässt. Jedenfalls nicht bei einem 2qm großen Teil. Und alles kleiner stückeln will ich irgendwie nicht, da dann noch mehr Nähte sichtbar sind.

Ich denke, ich werde mir morgen im Baumarkt mal den Bordürenkleber anschaffen. Er soll transparent auftrocknen, wenns also nix taugt, kann ich ihn vielleicht noch für die Begrasung benutzen. Und soll bei bester Korrigierbarkeit sogar Vinyl auf Vinyl kleben, also glattes Plastik auf glattes Plastik. Im Endeffekt also genau das, was ich mit glattem Papier auf glattem Plastik suche.

Bei der Klebefolie bin ich für meine Zwecke auch skeptisch. Ich hatte zuerst auch überlegt, einfach Tesa Posterstrips zu nehmen, aber das war mir bei der Größe zu labbelig.

Ich werde mit dem Bordürenkleber experimentieren und berichten...

Ach, und Hubert: Du willst die Teile alle mit dem Tintenstrahler ausdrucken? Dann hast Du ja alles voller Nähte. Und ist das nicht irre Teuer (Tinte kostet ja mehr pro Liter als Blutkonserven)?
Viele Grüße
Christoph

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#69

Beitrag von hubedi »

Hallo Christoph,

nun, das ist etwas komplizierter. Ich habe den Wolkenhimmel gemalt und möchte ihn nun mit passenden Fotos kombinieren. Der Plan ist, die Rückseiten der Gebäude und gebaute Modellvegetation abzulichten und sie so auf den Hintergrund zu platzieren, dass sich eine optimale Anbindung der Kulisse ergibt. Ich muss also nur einen relativ schmalen Streifen ausdrucken und aufkleben (Spur N). Erste Experimente zeigen, die Nähte sind bei richtiger Handhabung praktisch nicht zu sehen. Ich werde demnächst daran weiter arbeiten und in meinem Thread darüber berichten ...

LG
Hubert
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#70

Beitrag von Fränki »

Werf den Gedanken an den Sprükleber noch nicht weg.
Ich würde es mit dem wieder lösbaren von Creativ Mount probieren.Benutze ich bei meinem Plotter um die Schneidmaterialien auf der Schneidplatte zu befestigen.
https://www.officept.com/index.php?main ... 3QQAvD_BwE
Gruß
Frank

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#71

Beitrag von Lord_Nelloz »

@Hubert:
Das klingt ja mal interessant. Auf so eine Idee wäre ich ja nie gekommen. Aber irgendwo doch recht naheliegend. Ich kenne so etwas bisher mit einem geschickt platzierten Spiegel um die Anlage größer erscheinen zu lassen und den Vordergrund in den Hintergrund zu führen. Allerdings immer so, dass man sich nicht selbst sehen kann. Und das ginge ja bei einem Spiegel frontal zur Anlagenkante nicht. Hab Deinen Bauthread mal abonniert und bin gespannt, was Du aus der Idee machst.

@Frank:
Ich habe so einen ähnlichen Sprühkleber von Uhu verwendet, der ebenfalls, wenn einseitig aufgetragen und abgelüftet auch wieder ablösbar ist. Das Problem ist nur, dass ich dieses 4m-Monster nicht vernünftig aufgeklebt bekomme, wenn ich das Papier nicht noch verschieben kann wie beim Tapezieren. Deshalb der Versuch mit dem Bordürenkleber, der übrigens einwandfrei funktioniert hat. Hätte ich den doch direkt verwendet...aber trotzdem vielen Dank für den Link mit dem 3M-Sprühkleber, den kannte ich noch nicht. Denn so ein Plotter steht bei uns auch in der Hobbyecke meiner Frau und ist auf Dauer wohl deutlich günstiger als neue Schneidmatten...
Viele Grüße
Christoph

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#72

Beitrag von Fränki »

Super das es mit dem Bordürenkleber geklappt hat.
Ja,der Sprühkleber ist doch deutlich günstiger als neue Schneidmatten. :D
Gruß
Frank

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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#73

Beitrag von Peter_fo »

Hallo Zusammen,

ich habe die Ausführungen und Hinweise aufmerksam gelesen und möchte an einem kleinen Beispiel diese sehr interessante Vorgehensweise von Knut mal ausprobieren.

Leider habe ich nur die Kapitel 1 bis 11 im Forum gefunden, den Rest nicht.

Kann mir hier jemand weiterhelfen, eventuell Knut selbst.

Ich danke schon mal im Voraus für die Hilfestellung.

Gruß
Peter
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#74

Beitrag von notbremse »

Hallo Knut,

zunächst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Nicht nur das Thema Hintergrund, sondern auch deine Hinweise auf die Lichtstärke haben mir sehr geholfen - ich bin mit meinen eigenen Beleuchtungsansätzen ein wenig in eine Sackgasse geraten.

Ich weiß auf Grund meiner über 300 Berichte deinen enormen Arbeitsaufwand hier im Forum natürlich seeeehr zu schätzen. Darum klopfe ich auch nur gaaaanz zaghaft an: sind die von dir angekündigten fehlenden Beiträge schon irgendwo online oder bist du ganz einfach noch nicht dazu gekommen?

Nochmals herzlichen Dank für deine bisherige außergewöhnliche Darbietung

Karl
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Re: Hintergrundkulisse für die Modellbahn – ein möglicher Weg -- Teil I

#75

Beitrag von alpenfan »

Hallo Knut,

vielen Dank für die ausführliche Anleitung.....da werde ich meine kindlichen Malereien doch nochmals überdenken.

Gruß

Mike
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