Erfahrungsbericht: Kugellager im Motorschild

Neutrale technische Infos von Usern dieses Forums zusammengestellt.

SAH
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#26

Beitrag von SAH »

Guten Morgen Michael,
Volldampf hat geschrieben: wie erkennt man denn, ob der Anpressdruck der Kohlen richtig ist und wie stellt man ihn ggfs. ein ??
für die wichtigsten Konstruktionen ist die verfahrensweise auf folgender Internetseite
Motoreinstellungen
beschrieben.
HTH

@Günter, Ferenc:
Es gibt Ansätze diese Spalten mit Sekundenkleber oder anderen Hartkunststoffen aufzufüllen. Bei Brotschneidemaschinen (12polig) ist dies auch der Fall (Hartkunststoff). Ausprobiert habe ich es noch nicht. Vielleicht ein anderer Teilnehmer dieses Forums?

mfG.
SAH
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Udo Karl
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#27

Beitrag von Udo Karl »

Hallo,

ich habe auch den Umbau des Lagerschildes mit Kugellager probiert.

Ist leider schiefgegangen! Und das, obwohl ich das Lagerschild auf eine
Aluplatte geschraubt habe und langsam stufenweise mit 2, 2.5, 3, 3.5 und
4mm aufgebohrt habe.

Irgendwie ist der Bohrer aus dem Zentrum gelaufen. Durch den geringen Luftspalt der HLA hat der Rotor dann blockiert.

Doch nicht so einfach, obwohl ich professionelles Werkzeug in der Firma hatte!

Traurig, daß man 300-400€-Loks noch selbst nachbessern muß!
Gruß Udo Karl
- Teppichbahner, analog und digital (MS2), C-Gleis, 44 Loks (überwiegend Märklin), 108 Wagen (überwiegend Blech, Märklin Serien 4000, 4100, 4600, 4700) -
Langsamfahrer
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#28

Beitrag von Langsamfahrer »

Udo Karl hat geschrieben:... und langsam stufenweise mit 2, 2.5, 3, 3.5 und 4mm aufgebohrt habe.
Wenn du bohrst, dann nicht in 0.5 mm Schritten, sondern weniger.
Und ständig kontrollieren, wohin die "Reise" geht ...

Es gibt einen passenden Zentrierbohrer (1.6 / 4.0 mm).
Werkstück einmal zentrieren - spannen und dann durch.
Der ist aber im Handel kaum zu bekommen.
Im sehr grossen Baumarkt mit den drei Buchstaben war solch ein Teil unbekannt ...

> Traurig, daß man 300-400€-Loks noch selbst nachbessern muß!
Das ist allerdings wahr und ärgert mich auch sehr.
Ganz besonders dann, wenn mal - wie dir eben passiert - was daneben geht!
Wenigstens der Rotor könnte ab Werk kugelgelagert sein ...

Gruss Günter
Zuletzt geändert von Langsamfahrer am Mo 27. Dez 2010, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.

Ferenc
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#29

Beitrag von Ferenc »

Hallo,
hier ein paar Bilder wie ich meine Vorrichtung gebaut habe.
Im ersten Bild sieht man die Halterung zum Bohren, in der mitte ist der Zentrierstift zu sehen der für das bohren entfernt wird. Später benötigt man den Stift für die montage des Lagers.
Bild
Im zweiten Bild sieht man den Stift für die Zentrierung und Montagehilfe für das Lager. Neben dem Stift sieht man einen Stufenbohrer der die Sache des Aufbohrens ungemein vereinfacht :lol: die Maße des Bohrers beträgt: Bohrer 4 mm und der Stift 1,5 mm.
Bild

Ferenc
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tron24
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#30

Beitrag von tron24 »

Langsamfahrer hat geschrieben: Es gibt einen passenden Zentrierbohrer (1.6 / 4.0 mm).
Werkstück einmal zentrieren - spannen und dann durch.
Der ist aber im Handel kaum zu bekommen.
Im sehr grossen Baumarkt mit den drei Buchstaben war solch ein Teil unbekannt ...
Hallo,

Zentrierbohrer bekommt man u.a. hier
http://www.modellbauershop.de/df93b096a ... 1381f.html

1,6mm = außen 4mm, a. 2,35€
2,0mm = außen 5mm, a. 2,55€

lg tron24
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#31

Beitrag von Langsamfahrer »

tron24 hat geschrieben:Zentrierbohrer bekommt man u.a. hier ...
Bleibt zu hoffen, dass man dort nicht auf die 7.50 EUR Versandkosten besteht ...

Gruss Günter
Zuletzt geändert von Langsamfahrer am Mo 27. Dez 2010, 21:52, insgesamt 2-mal geändert.
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tron24
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#32

Beitrag von tron24 »

Langsamfahrer hat geschrieben: Bleibt zu hoffen, dass man dort nicht auf die 7.50 EUR Versandkosten besteht ...
Nein, bei meinen Bestellungen mit Kleinteilen war bis jetzt immer:
Versandkosten Brief Einwurfeinschreiben einschl. Porto und Verpackung
3,20

lg tron24
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hans-gander
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#33

Beitrag von hans-gander »

IBF hat geschrieben:Für alle, die es etwas günstiger haben wollen:

Kugellager für Trommelkollektor ( Achse 1,5 mm)

Kugellager für Scheibenkollektor ( Achse 2,0 mm)

Da ich selber noch keine dort bestellt habe, ohne Gewähr, aber die Bewertungen sehen ansich sehr gut aus.
Hallo Michael,
stelle doch bitte noch mal den Händler ins Forum. Ich könnte da auch noch ein paar Kugellager gebrauchen.
Grüße, Hans.
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hans-gander
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#34

Beitrag von hans-gander »

Marky hat geschrieben:Hi Jungens,

wie oben von Harald schon erwähnt.

Ich kaufe die dort immer im 100 er Pack für 0.85 ct. das Stück

Wer weniger braucht bezahlt max 1.30 Euronen pro Stück.

Das dürfte wohl für jedermann erschwinglich sein. Qualität ist die gleiche wie bei einemgroßen Versender, der 4 Euronen und mehr haben will :wink:


Gruß Markus

Hallo Markus,
stelle doch noch mal den Händler hier ins Forum. Ich könnte auch noch ein paar dieser Kugellager gebrauchen.
Grüße, Hans.

P.S. Schon mehr als 200 verbaut :shock:
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IBF
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#35

Beitrag von IBF »

Händlername bei Ebay: tusnelda44

Habe gerade gesehen, das templer18 bei Ebay momentan noch günstiger anbietet.
Artikelnummer: 130278583324
oder auch rcbay_de
Artikelnummer: 370105755528

passender Zentrierbohrer DIN 333 A HSS - geschliffen Ø 1,6 mm
* Schaft-Ø = 4,0 mm!
* Gesamtlänge = 35,5 mm!
* Senkwinkel = 60°
Artikelnummer: 380051580600

Kugellager für Trommelkollektor ( Achse 1,5 mm)
Innen 1,5 mm, Aussen 4 mm, Breit 2 mm
Zuletzt geändert von IBF am Fr 9. Jan 2009, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Michael
Marky
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#36

Beitrag von Marky »

hans-gander hat geschrieben:
Hallo Markus,
stelle doch noch mal den Händler hier ins Forum. Ich könnte auch noch ein paar dieser Kugellager gebrauchen.
Grüße, Hans.

Hallo Hans,


kein Problem.

Bei diesem hier bestelle ich mir die KL. Noch nie Probleme gehabt mit der Abwicklung.

Das oberste ist für die MS das Richtige.


Gruß Markus
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Badaboba
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#37

Beitrag von Badaboba »

Marky hat geschrieben:
hans-gander hat geschrieben:
Hallo Markus,
stelle doch noch mal den Händler hier ins Forum. Ich könnte auch noch ein paar dieser Kugellager gebrauchen.
Grüße, Hans.

Hallo Hans,


kein Problem.

Bei diesem hier bestelle ich mir die KL. Noch nie Probleme gehabt mit der Abwicklung.

Das oberste ist für die MS das Richtige.


Gruß Markus
Hallo Markus,

(ein wenig O.T.)

was ich schon immer wissen wollte -
sind Kugellager wartungsfrei oder ölt man sie auch (z.B. Waffenöl, WD 40?)...
Wie sind deine Erfahrungen?
Liebe Grüße
Volker

Aktuelle Baustelle - Schaukastenanlage Steinweiler:
viewtopic.php?f=15&t=179290

Meine Betriebsstelle für unsere Puko-Modultreffen - AWANST Niederweilbach:
viewtopic.php?f=170&t=146964
Marky
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#38

Beitrag von Marky »

Hi Volker,

die Kugellager sind dauergeschmiert (Leichtlauföl) und halten ein normales Modellbahnerleben wohl ohne Probleme aus.


Gruß Markus
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hans-gander
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#39

Beitrag von hans-gander »

@ all,
vielen Dank für den Link der Motorkugellager.
Grüße, Hans.
Frontiere
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#40

Beitrag von Frontiere »

Volldampf hat geschrieben:Hallo zusammen,

wie erkennt man denn, ob der Anpressdruck der Kohlen richtig ist und wie stellt man ihn ggfs. ein ??

Danke und Gruss
Michael
Wurde diese Frage schon beantwortet :?:

Viele Grüße
Peter

Jörg L.
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Motorschild für kugelgelagerten Anker

#41

Beitrag von Jörg L. »

Hallo zusammen,

für diejenigen, die ein fertiges Motorschild (ohne „bohren“) für einen kugelgelagerten Anker suchen.
Hier gibt es für einige Modelle wie mä3039 und baugleiche "Drehgestelle" mit Trommelkollektor - Motoren ein Motorschild für UVP 7,99 € im Märklin Online Shop.
Der dazugehörige Anker beidseitig kugelgelagert ist allerdings „sündhaft“ teuer.
Es handelt sich hierbei übrigens um handelsübliche Ersatzteile von Märklin.

Bild
Viele Grüße Jörg

- Märklin Insider - Epoche IV/V/VI, CSinus- bzw. Faulhaberantriebe
Meine Lieblinge___Bild___mä39421...Re 4/4 I im 3er-Pack"
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askdrhook
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#42

Beitrag von askdrhook »

Danke für diesen Thread soweit. Das war wirklich spannend.

Eine Lok, die ich als Bürstenhobel bezeichnen würde, habe ich auch. Alles Reinigen und Polieren hat bisher nichts gebracht.

Ich werde es mal mit Stabilit Express in den Spalten versuchen. Dieser segensreiche Klebstoff lässt sich prima schleifen und hat eine absolut zufriedenstellende Klebekraft. Damit diese aber nicht zu sehr auf die Probe gestellt wird, werde ich die Spalten etwas schwalbenschwanzförmig ausfeilen.

Mir ist ohnehin nie in den Kopf gegangen, wie es gut sein kann, dass die Kollektornut gerade ist und die Bürste eine Rundung hat. Das bedeutet doch immer, dass beim Auftreffen des nächsten Kollektorteils auf die Bürste zunächst ein fast nur punktförmiger Kontakt entsteht, der zwar mit der weiteren Ankerdrehung schnell vergrößert wird, aber eine Spitzenbelastung an der Bürstenkante zur Folge hat. Das muß elektrisch wie mechanisch zu erhöhtem Verschleiß an der Bürstenkante führen.

Kann mir einer erklären, warum Kollektormotoren dennoch seit über 100 Jahren so gebaut werden?

Die Sache mit der Reduzierung des Bürstenandrucks ist bei Trommelkollektormotoren völlig einsichtig. Bei Scheibenkollektormotoren hat der Andruck auch etwas mit der ruhigen Lage der Bürsten zu tun. Geringerer Druck erlaubt es den Bürsten, in ihren Lagern zu tanzen. Ich hab das beobachtet, aber ob es schlecht ist??? Vielleicht dient es einem gleichmäßigerem Verschleiß, vielleicht reißt aber gerade das auf noch größerer Fläche Löcher in die Büstenkante. Da wären wohl Langzeitmessungen notwendig.

Apropos Messung. Für den Physikunterricht gibt es so nette Kraftmesser. Sieht aus wie ein Kugelschreiber, den man teleskopartig auseinanderziehen kann und der innere Teil hat eine Skala. Drin tut eine schnöde Spiralfeder ihren Dienst.
Die Dinger sind wohl kaum geeicht, aber als Richtgröße zum Einstellen der Bürstenfedern sollte es genügen. Man wird sich vorne noch die Spitze einer Häkelnadel dranfummeln müssen, aber dann ist das doch ein prima Instrument. Was meint ihr?
Beste Grüße aus
Bild
Anselm
wolfgang58
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#43

Beitrag von wolfgang58 »

askdrhook hat geschrieben:
...
Apropos Messung. Für den Physikunterricht gibt es so nette Kraftmesser. Sieht aus wie ein Kugelschreiber, den man teleskopartig auseinanderziehen kann und der innere Teil hat eine Skala. Drin tut eine schnöde Spiralfeder ihren Dienst.
Die Dinger sind wohl kaum geeicht, aber als Richtgröße zum Einstellen der Bürstenfedern sollte es genügen. Man wird sich vorne noch die Spitze einer Häkelnadel dranfummeln müssen, aber dann ist das doch ein prima Instrument. Was meint ihr?
Hi,
Du meinst sicher eine Federwaage.

Schau Dich mal im Internet um.
Geeicht sind diese Teile natürlich nicht.
Solange Du nur innerhalb des vorgesehenen Meßbereiches agierst, sind sie eigentlich recht zuverlässig.

Kostenpunkt ca. 30 - 35 € aufwärts.

Was denkst Du denn, wie hoch der Bürstendruck sein wird ?
Ich gehe von ca. 20 bis 40 Gramm aus

vermutet askwolfgang :wink:
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Pudels Kern
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#44

Beitrag von Pudels Kern »

Marky hat geschrieben:
hans-gander hat geschrieben:
Hallo Markus,
stelle doch noch mal den Händler hier ins Forum. Ich könnte auch noch ein paar dieser Kugellager gebrauchen.
Grüße, Hans.

Hallo Hans,


kein Problem.

Bei diesem hier bestelle ich mir die KL. Noch nie Probleme gehabt mit der Abwicklung.

Das oberste ist für die MS das Richtige.


Gruß Markus
Wer es noch günstiger mag, bestellt hier: 2 Stück für ca. 1.33€

Hab selber schon bestellt, ging keine Woche dann waren sie da :D

Gruss Martin
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Volker_MZ
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#45

Beitrag von Volker_MZ »

Zum Verschließen der Kollektorspalten eigent sich Zweikomponentenkleber, man sollte allerdings eine drehbank besitzen, um hinterher wieder einen rundlaufenden Kollektor hinzubekommen. Freihandversuche schaden mehr, als dass sie nutzen. Es hilft aber, die scharfen "Raspelkanten" am Kollektor vorsichtig etwas mit einer Nadelfeile anzuschrägen.

Gruß, Volker

stefankirner
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#46

Beitrag von stefankirner »

Hallo Kollegen,

seit 2 Jahren versuche ich meiner alten BR81 aus den 70er Jahren Fahrkultur einzuhauchen, bisher ohne Erfolg. Sie hat schon eine HLA und diverse Decoder, auch ZIMO gesehen und trotzdem war das langsam Fahrverhalten übelst!.
Als ich Eure Berichte über die Kugellager gelesen habe, habe ich die Lok nochmal angefasst und mir von einem Kollegen die Lager am Block und am Anker einpressen lassen. Was soll ich sagen, nun läuft Sie wirklich erheblich besser und mit einem ZIMO MX45 sind die Langsamfahreigenschaften nun ganz passabel um nicht gut zu sagen.

Besten Dank an Alle für den Tipp.

Grüße
Stefan
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IBF
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#47

Beitrag von IBF »

Habe gerade wieder Kugellager geordert. Stückpreis 1.- Euro.
Ab 20 Portofrei
Nach 3 Tagen waren die Lager da. Ich denke, da kann man nicht meckern.

Link
Gruß
Michael

est2fe
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#48

Beitrag von est2fe »

Hallo askdrhook,

> Mir ist ohnehin nie in den Kopf gegangen, wie es gut sein kann,
> dass die Kollektornut gerade ist und die Bürste eine Rundung hat.
> Das bedeutet doch immer, dass beim Auftreffen des nächsten
> Kollektorteils auf die Bürste zunächst ein fast nur punktförmiger
> Kontakt entsteht, der zwar mit der weiteren Ankerdrehung schnell
> vergrößert wird, aber eine Spitzenbelastung an der Bürstenkante
> zur Folge hat. Das muß elektrisch wie mechanisch zu erhöhtem
> Verschleiß an der Bürstenkante führen.

Nun, das dürfte beim Einschalten nichts ausmachen, jedoch beim Ausschalten.
Also wenn man eine Spule schlagartig mit Spannung versorgt, dann fliesst am Anfang zunächst mal kein Strom. Der Strom baut sich langsam (mit einer e-Funktion) auf. Somit ist das Einschalten kein Problem und es gibt auch keine punktförmige Belastung weil da ja zunächst kein Strom fliesst.

Anders sieht es beim Ausschalten aus, wenn die Bürste den Kollektorbereich wieder verlässt. Da der Strom einer Spule nicht springen wird, will er beim abruppten Abschalten natürlich auch weiterfliessen. Wenn ich aber den Stromkreis schlagartig aufreisse, dann baut sich am Ende des elektrischen Leiters so ein großer "Elektronendruck" in unserem Fall "Spannung" auf, bis die an den Anschlag gelaufenen Elektronen eine Möglichkeit gefunden haben, sich zu entladen bzw. zum Minuspol zu springen. Sie sind ja in Bewegung und müssen nun wieder "abgebremst" werden. Was passiert da? Es gibt einen Abrissfunken. Die Elektronen bauen so einen hohen "Druck" am Ende des Leiters auf, dass sie sogar über eine kleine Luftstrecke bis zum Minuspol hinüberspringen. Erst wenn die Distanz zum Minuspol zu groß wird oder das Magnetfeld weit genug abgebaut ist, reisst der Funken ab. Und wenn da jetzt die Fläche nicht groß genug ist, dann verbrennt die Stelle des elektrischen Leiters da, wo der Funken einschlägt. Das ist also eher das Problem.

Eigentlich müsste man bei den Ankern von jedem Kollektorspalt zum anderen jeweils antiparallel geschaltete Zenerdioden einbauen, damit es keinen Abrissfunken gibt und die Energie sich an den Zenerdioden entlädt. Ich habe das zwar auch noch nie ausprobiert, und will das nur mal so in die Runde werfen, um darüber ein wenig zu diskutieren. Mal sehn, was unsere Elektronikspezialisten darüber zu berichten wissen.

Gruß

est2fe

SAH
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#49

Beitrag von SAH »

Guten Abend ets2fe

die angesprochene mechanische Belastung ist immer da, abhängig von der Schärfe der Kollektorkante (es gibt ,,HLA" mit blauer Ankerlackierung, die die Bürsten besonders schnell abnutzen sollen. Standard sind heute grüne, oder mit dem 60760-Set schwarze.

Im Betrieb wird jede Läuferspule durch den Strom magnetisch ,,aufgeladen". Wird nun durch die Drehung diese Spule von der Bürste Kurzgeschlossen, indem die dazugehörige Kollektorspalte überbrückt wird, so entlädt sich die Spule und gleichzeitig wird sie mit der selben Amplitude in die entgegengesetzte Richtung wieder magnetisch aufgeladen. Dies gibt einen richtiggehenden Spannungsstoß, dem dann der Strom folgt (weil es eine Spule ist). Diese Spannungsimpulse lassen sich sehr schön mit einem Oszilloskop sichtbar machen und können bis ca. 100V :!: erreichen (vor allem bei hohen Drehzahlen, wegen der Selbstinduktion).
Je nach Belastung entstehen dann kurzfristig Funkenüberschläge, die die Bürsten und die Kollektorbleche abnutzen (abhängig u.a. von der Stromstärke). Je kleiner die Stromaufnahme, desto weniger Funken.
Die Idee, das mit Zenerdioden zu kappen, halte ich nicht für glücklich. Worüber ich gerade nachdenke, ist zwischen den Spulen kleine Kondensatoren einzubauen.
Zur Entstörung sollte sowieso ein Kondensator zwischen den Bürstenkontakten geschalten sein. Den Unterschied kann man ebenfalls sehr gut mit einem Oszilloskop sehen. Wer im Analogbetrieb PWM nutzt, wird diesen Unterschied ggf. sofort erkennen (beim Oszilloskopieren oder gar im Fahrbetrieb).

HTH
mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
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est2fe
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#50

Beitrag von est2fe »

Hallo SAH,

das mit den Kondensatoren halte ich wiederum nicht für ganz glücklich, weil ich dann im Einschaltmoment einen Kurzschluss habe, und den Kondensator zuerst schlagartig aufladen muss. Das Problem verschiebt man dadurch eigentlich nur auf den Einschaltmoment. Die Z-Diode begrenzt mir die Spannung zwischen den Kollektorblechen. Somit reisst der Funke, sofern er überhaupt entsteht, viel schneller ab.

Es stellt sich aber die Frage, ob sich eventuelle Kondensatoren über den Kollektorspalten sich überhaupt ganz entladen, bzw. wie rum sie aufgeladen sind, wenn die Spule keinen Strom mehr liefert? Sind sie so rum aufgeladen wie die Spannung über dem Spalt, wenn der wieder zum Einsatz kommt, oder eventuell genau umgekehrt. Wenn umgekehrt, dann ist der anschliessende Umladevorgang ja noch kontraproduktiv!

Ich sehe schon, ich muss das mal ausprobieren. Das Dumme ist, man kann nicht so ohne weiteres die Spannung zwischen den Kollektorspalten bei laufendem Motor mit dem Graf Oszillo messen. Da müssen dann zusätzlich Schleifringe angebracht werden.

Was ich mich allerdings auch noch frage ist das, was denn die im Magnetfeld gespeicherte Energie beim Abbau macht? Wirkt sie dem Drehen des Motors entgegen, oder unterstützt sie die Drehung wenn sie sich abbaut und Strom bzw. Spannung in Gegenrichtung freisetzt?

Beim Kondensator zwischen den Bürsten, da gebe ich dir recht, der verhindert, dass sich die Störungen über die Zuleitungen des Motors ausbreiten und damit auch abstrahlen.

Gruss

est2fe
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